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Kunstforum: Kannibalismus und Hochkultur


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 11:21:00
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Forum > Fotografie > Kannibalismus und Hochkultur
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Autor
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Thema: Kannibalismus und Hochkultur
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bakunin
Mitglied
 4 Forenbeiträge seit dem 28.04.2004

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| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 02.12.2004 um 22:35 Uhr |
ich war erstaunt über die mitglieder die meine bilder aus
dem handel mit leichenteilen, 1993 unter geplündert ins grab
im nachrichtenmagazin Der Spiegel publiziert, so schnell als
pietätlos diskreditieren. die wirklichkeit hinter den
bildern ist noch viel schlimmer. aber es ist euer aller
wirklichkeit.ihr werdet zu lebzeiten ausgenommen wie die
weihnachtsgaense und seid ist erst tot, zerrupft euch die
pharmaindustrie und den leeren hautsack dürfen eure
hinterbliebenen auf ihre kosten entsorgen.
so ist euere welt, wenn ihr hinseht. die künstler die ich
kenne tun das. andere will ich nicht kennen lernen.
zudem, man muß wissen, der begriff künstler ist einer des
bürgertums. auf den kann man gut verzichten.
ansonsten wünsche ich viel spass bei der verdraengung und
dem schwelgen im rausch der kuenste.
den frauen rufe ich noch zu: auch in vielen gesichtscremes
sind die proteine von kleinen kindern. auch wenn sie
abgetrieben sind, für die schönheit der frau sind sie
allemal gut.
fröhliches schönfärben.
bakunin
khn
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Arne
Mitglied
  169 Forenbeiträge seit dem 13.11.2002

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| 1 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 03.12.2004 um 16:21 Uhr |
Zitat:
zudem, man muß wissen, der begriff künstler ist einer des
bürgertums. auf den kann man gut verzichten.
Dieses ganze Titelgehabe ist natürlich generell ziemlich
überflüssig. Es ist egal, mit welchen Titeln sich jemand
schmückt, welche Preise und Wettbewerbe er gewonnen hat, wo
er bereits überall ausstellen und wieviele Werke er zu welch
hohen Preisen verkaufen konnte, wo man von ihm redet, in
welchen Zeitungen man über ihn schreibt usw. usf. Das ist
alles nur blendendes Beiwerk, mit der man die Wahrnehmung,
also letztlich Kunstbetrachtung, trübt oder gar trüben
möchte. Nur die Werke zählen.
Ein Freund meinte zu mir einmal sinngemäß, dass bei dem, der
unbedingt die Bezeichnung Künstler bräuchte, schon etwas
nicht in Ordnung sei. Damit hat er sicher nicht Unrecht.
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 2 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 04.12.2004 um 12:34 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Fluuu um 12:38:46 am 04.12.2004
editiert
Hallo miteinander,
das ist ja ein interessanter Beitrag, erstens weil derjenige
sich mal persönlich meldet, dem die patologischen Bilder
abgelehnt wurden, mir ist ja diese krasse vorm der
Provokation irgendwie sympatisch, auch wenn es nichts mit
künstlerischen Werken zu tun hat aber das Thema ist ein
spannendes und auf jeden Fall eine Diskussion wert. Zum
Zweiten weil mal ausgesprochen wird, das es nicht um den
Titel Künstler geht, sondern was die Werke aussagen. Obwohl
ich zugeben muß als jemand der auch mal Theater gespielt
hat, so ein bischen Show veranstalten macht auch Spaß und
die anderen sind unterhalten.
Das sind nun zwei paar Schuhe die garnicht zusammenzupassen
scheinen, die materielle Ausbeutung des lebenden und toten
Menschen und der Begriff Künstler. Vielleicht aber doch,
wenn sich ein kreativ, schöpferischer Mensch diesem Thema
annehmen würde und es in künstlerische Werke umsetzt, denn
dieses Thema ist in der Gesellschaft von großem Belang
(Spiegel vorhalten)und es sind Nöte die angesprochen gehören
und dann diese Werke ausstellt, kann er sich berechtigt als
großen Künstler bezeichnen , von mir aus aber eben nur dann
weil er hat seinen Auftrag die Probleme der Zeit anschaulich
zu machen erfüllt. Aber leider müßen die meisten etwas
verkaufen um Geld zu verdienen und dann bleib nur noch
Gefälliges übrig , leider, leider ...
So etwa in diesem Sinne versteh ich Dich bakunin.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 3 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 13.01.2007 um 11:00 Uhr |
Hallo idiotiefschnee,
die Bilder sind damals nach langen Diskussionen gelöscht
worden und nicht mehr zu sehen auf der Website.
Wenn ich mich richtig erinnere wurden Aufnahmen in
der Pathologie gemacht, sie wahren relativ schlecht, auf
denen Körperteile zu sehen wahren, ich glaube sogar
von toten Kindern.
Diese Bilder haben hier sehr viel Protest und Diskussion
erzeugt wie Du wohl gelesen hast.
Die Frage ist demnach, wieviel Provokation mit dem Tod ist
der
Mensch bereit aus zu halten.
Ich denke da z.B. an die Künstlerin die tote Tierteile so
aneinandernähte und kombinierte, dass völlig neue
Phantasiewesen entstanden, sie wurden wohl bei der
Ausstellung in riesigen Glasbehältern mit Lösung
präsentiert. Hatte nur Fotos von der Ausstellung gesehen...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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florchle
Mitglied
 38 Forenbeiträge seit dem 23.12.2006

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| 4 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.01.2007 um 00:42 Uhr |
Hallo, Ihr Makaberen!
Es gibt noch krassere Beispiele. Vor einigen Jahren hat ein
chinesischer Künstler in einer Performance einen (schon
ziemlich grossen), abgetriebenen Embryo gekocht und dann
aufgegessen. (Ich müsste nachschauen, wie der - also der
Künstler hiess)
Aber, was ist denn schon dran? Warum sträuben wir uns (als
Gesellschaft) denn gegen so etwas? Auch Künstler, die diese
Werke machen, haben offenbar das selbe Verhältnis zum Tod
wie die Gesellschaft, sonst würden sie ja nicht solche
Kunstwerke machen.
Lieber bakunin, wenn Du schreibst:
Zitat:
seid ist erst tot, zerrupft euch die pharmaindustrie und den
leeren hautsack dürfen eure hinterbliebenen auf ihre kosten
entsorgen.
dann scheinst Du ja auch etwas dagegen zu haben, dass es so
ist. Warum sollte die Pharmaindustrie das nicht tun?
Und wenn die Hinterbliebenen ein Theater machen um eine
Beerdiung, na, dann ist das deren Problem, oder? Der Tote
hat davon ja eh nichts.
Oder lieg´ ich da schief?
Liebe Grüsse
Daniel
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 5 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 22.01.2007 um 22:33 Uhr |
Hallo florchle,
bakunin wird Dir nicht antworten, sein Beitrag stammt von
2004 aber eine Diskussion über so merkwürdige künstlerische
Dinge die provozieren, schockieren und einen vielleicht zum
Schaudern bringen ist auf jeden Fall interessant. Es
bräuchte ein praktisches Beispiel in Form von Bildern um
darüber zu schreiben.
Mir fällt da auch der Maler Francis Bacon ein mit seinen auf
den ersten Blick schockierenden Bildern aber so schaut es
aus wenn man sich im Inneren ungeschminkt und ehrlich
betrachtet.
Habe jetzt für das Thema Kannibalismus und Hochkultur keine
Beispiele im Netz gefunden aber hier ist der Thread in dem
das Ganze diskutiert wurde. Die Bilder um die es ging sind
wie gesagt nicht mehr zu sehen.
http://www.xarto.com/forum/beitrag.php?board=kunst_forum&thr
ead=262&ID=4&springzu=1
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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reliwette
Mitglied
 8 Forenbeiträge seit dem 05.01.2007
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Abgeschickt am: 13.02.2007 um 13:36 Uhr |
Wir sollten vielleicht unterscheiden zwischen Kunst- und
Kulturschaffenden (so bezeichnen sich z.B. die Mitglieder
des Berufsverbandes Bildender Künstler BBK ) - die sich :
a) mit spektakulären Aktionen und Kunstwerken in die
Öffentlichkeit begeben, um Beachtung zu finden
b) eine authentische Aussage zur Diskussion stellen...
Das Schwierige (für den Betrachter) daran ist, zu
unterscheiden, was daran lediglich spektakulär im
narzistischen Sinne ist - und was wirklich authentisch ist,
also eine unbedingte Notwendigkeit, gerade solche Werke und
Aktionen zu schaffen, weil keine andere Form oder
Ausdrucksmöglichkeit möglich ist, um genau diese Aussage zu
erreichen.
Damit steht und fällt aber die Glaubwürdigkeit des Schöpfers
eines Bildes, einer Skulptur oder einer Performance...
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 7 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 22.02.2007 um 11:57 Uhr |
Hallo reliwette,
was meinst Du damit auf den Titel des Threads bezogen?
Kannibalismus und Hochkultur
Also unser BBK beschäftigt sich doch eher mit
beschaulichen Dingen, leider und weniger mit Provokation.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Forum > Fotografie > Kannibalismus und Hochkultur
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