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Kunstforum: Genies und Stümper


Aktuelle Zeit: 03.09.2026 - 06:04:31
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Forum > Künstler > Genies und Stümper
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Autor
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Thema: Genies und Stümper
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maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 20 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 10.02.2007 um 23:33 Uhr |
Mainstream – da sehe ich vor meinem inneren Auge auf den
Fluss, in dessen Mitte tatsächlich alles in einer Richtung
fließt und treibt. Aber an den Rändern eines Flusses gibt es
Wirbel und Gegenströmungen, und darin ist Verharren in der
Drehung möglich, sogar Bewegung gegen den Strom.
Aber auch diese Bereiche gäbe es nicht ohne den
"Mainstream".
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 21 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 22.02.2007 um 11:52 Uhr |
Das leuchtet mir ein, ein kleiner Strudel (Minderheit) am
Rande des mächtigen Flusses kann man nur sein wenn es
den Hauptstrom (Mehrheit) gibt.
Das schöne daran ist finde ich, dass man als kleine
schwache Minderheit auf die große starke Mehrheit
kritisch und radikal mit Wut reagieren darf ohne ein
schlechtes Gewissen zu empfinden, sich am
Schwächeren vergriffen zu haben. Das ist doch ein tolles
Gefühl und lässt sich hervorragend in der Kunst gegenüber
der Gesellschaft verarbeiten. Das alte Leitmotiv im
Bewusstsein von Menschen "David gegen Goliath":
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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JH
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 26.02.2007

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| 22 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 26.02.2007 um 17:32 Uhr |
Diese Nachricht wurde von JH um 17:32:33 am 26.02.2007
editiert
1 Es gibt Maler und Anstreicher.
2 Maler sind diejenigen, die Bilder machen. Malerei dient
der
Herstellung von Bildern.
3 Bilder bilden nicht ab. Sie machen sichtbar. Bilder zeigen
nicht, was auch sonst sichtbar ist. Sie machen sichtbar, was
es
außerdem sichtbar nicht gibt.
4 Eine Malerei, die man nicht vorlesen kann ("das ist
Maria, das
ist ein Kohlkopf"
5 Eine Malerei, die man nicht übersetzen kann (die nicht die
Form von "das bedeutet das" hat).
6 Sichtbarmachen einer ganzen Welt.
7 Sichtbarmachen einer ganzen Welt, in der alles da ist, was
da
ist (als Bild, als Malerei).
8 Sichtbarmachen einer ganzen Welt, von der der Maler nichts
weiß, als was er sichtbar machen kann.
9 In der der Maler zeigt, was an der Welt dran ist und was
an
ihm dran ist.
10 Sichtbarmachen dessen, worin der Maler und der Beschauer
sich
gleichermaßen erkennen (worin Maler und Beschauer identisch
werden).
11 Keine Madonnen mehr, keine Portraits, keine Landschaften
usw.
Keine Geschichten, keine Deformationen, keine Geometrie.
Sondern
nur Farbe und Strich und Fleck und Fläche.
12 Denn die Welt der Abziehbilder auf Abziehbildern zu Grabe
getragen (als Kulturobjekte, Repräsentationsobjekte,
Geschäftsobjekte, Verlagsobjekte, Illustriertenobjekte).
13 Bilder der Zeit, die anfängt. (Schlüssel der Zeit, die
anfängt.)
von Helmut Heißenbüttel, 1958
(† 1996) einem Dichter der "Konkreten Poesie"
Ich möchte anmerken: Heute gibt es so viel
Kunst, dass es schon keine mehr gibt.
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maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 23 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 26.02.2007 um 18:05 Uhr |
Zitat:
Ich möchte anmerken: Heute gibt es so viel
Kunst, dass es schon keine mehr gibt.
Hart gesagt, aber es ist was dran. Jeder zweite ist ein
Künstler, Beuys behauptet sogar, überhaupt jeder. Im Grunde
müsste ich als Freizeit-Maler mich fragen (lassen), ob ich
wirklich darauf bestehen soll/kann, Kunst zu produzieren?
Und bei ein paar von den Profis fragt sich das auch so
mancher ...
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 24 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 01.03.2007 um 12:05 Uhr |
Oh man, das sind ja wieder Thesen, da rollt es einem die
Fußnägel auf.
@JH, es ist sicher gut gemeint wenn Du hier Text aus
Büchern zitierst aber reicht es nicht wenn es in den
Büchern steht und Du hier Deine eigenen Ansichten
versuchst zu formulieren?
Dann gibt es einen Satz von Dir und der erklähr auf
zynische weise die Sinnlosigkeit von Kunstwerken.
Dann lass es doch....und bestell Dir einen Sarg...
@hans, wer in der Unterteilung Freizeitmaler und Profie
denkt in der Kunst hat ein Problem oder gibt es in der
kreativen Lebensorganisation und -planung auch den
Freizeitlebenden und den Profielebenden und Kunst ist
nichts anderes als das soziale Leben von Menschen
mit Bewusstsein die das zum Ausdruck bringen können.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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JH
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 26.02.2007

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| 25 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 01.03.2007 um 17:45 Uhr |
Diese Nachricht wurde von JH um 17:47:03 am 01.03.2007
editiert
Zitat:
.(..)und Du hier Deine eigenen Ansichten
versuchst zu formulieren?
Wieso denn, wenn es schon einer gemacht hat?
Womit mir schon beim Kernthema wären:
Kunst imitiert heute das, was es schon gab.
Zitat:
Dann gibt es einen Satz von Dir und der erklähr auf
zynische weise die Sinnlosigkeit von Kunstwerken.
Dann lass es doch....und bestell Dir einen Sarg...
Aber wohl hoffentlich einen, den Du nicht
vorher bemalt hast.
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maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 26 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 03.03.2007 um 23:54 Uhr |
Zitat:
von JH
Kunst imitiert heute das, was es schon gab.
Kunst hat immer schon in erster Linie "imitiert"
was es schon gab und dabei zuerst nur leicht variiert; das
vermeintlich Neue ist immer ein Aufbauen auf Vorhandenem,
mach Dir nichts vor. Vor wegen: früher war alles besser – so
alt bist Du doch noch gar nicht, oder?
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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JH
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 26.02.2007

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| 27 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 04.03.2007 um 14:02 Uhr |
Diese Nachricht wurde von JH um 14:04:03 am 04.03.2007
editiert
Lagweilt es die gutbürgerliche Hausfrau allzu sehr, das Geld
mit vollen Händen auszugeben, beginnt sie mit
Seidenmalierei, Aquarellen, Bauernhäusern, ihre Kinder
malen, Impressionen aus Reisen, etc...
Das ist nicht allzu verwerflich. Jedoch nennt sie sich
Künsterlin. Und das machen Hunderttausende, Millionen. Sie
stellen aus, überschwemmen den Markt mit ihrer banalen
Trivialiätenshow in einer Welt der Technologisierung,
Zerbröckelung der Zivilisation, und einer Mannigfalitigkeit
an Motiven.
Aber was machen sie?
Malen gefällige Bildchen, wie sie wohl auch unter Hitler von
der Zensur verschont geblieben wären.
Solche "Künstler" sind mit einem Schlafenden
vegleichbar. Sie machen eine flüchtige Bewegung mit der
Hand, um eine Traumgestalt zu verscheuchen. Das ist ihr
Schaffen.
Über dem Bett eines solchen Schlafenden hängt üblicherweise
die Liste seiner Ausstellungen, wo er studiert hat, usw...
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melano-lux
Mitglied
 22 Forenbeiträge seit dem 30.11.2006

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| 28 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 04.03.2007 um 14:12 Uhr |
Kunst ist eine Tochter der Freiheit.
(Friedrich von Schiller)
Kunst ist das, was frei macht.
Künstler ist der, der frei ist.
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maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 29 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 04.03.2007 um 23:33 Uhr |
Den Hinweis auf Hitler, bester JH, hättest Du Dir leicht
schenken können – auch wenn Du ansonsten nicht unrecht hast.
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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