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Kunstforum: Genies und Stümper


Aktuelle Zeit: 03.09.2026 - 06:04:31
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Forum > Künstler > Genies und Stümper
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Autor
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Thema: Genies und Stümper
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florchle
Mitglied
 38 Forenbeiträge seit dem 23.12.2006

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| 10 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 03.01.2007 um 14:29 Uhr |
Hallo Ihr beiden
Auch ich stimme Euch ganz zu!
Schön, nicht?
Liebe Grüsse
Daniel
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florchle
Mitglied
 38 Forenbeiträge seit dem 23.12.2006

Geschlecht:
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| 11 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 03.01.2007 um 14:33 Uhr |
... jetzt fehlt nur noch die Meinung von maler-hans!
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Galerie Seeger
Mitglied
  199 Forenbeiträge seit dem 03.10.2004

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| 12 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 03.01.2007 um 21:00 Uhr |
Genie (außerordentliche Begabung) ist eine
Geistesverschmelzung der vergangenen Meister mit der Aufgabe
aus der Begabung heraus die Werke zu vollenden und weiter zu
schreiben die Geschichte die unterbrochen wurde in der
Vergangenheit.
Stümper ist der versucht zu sein ein großer Meister und
nachzuahmen das gelernte der Vergangenheit um in Ewigkeit zu
sein was andere gewesen.
Suchender, es ist das Kind im Geist was ausprobiert auch
ohne Sinn und macht aus Freude Dinge die Alte nicht
versteht, um frei zu sein in seinem Tun um sich als Meister
aus zu Run.
http://www.kunstgalerie-seeger.de
http://shop.posterxxl.com/?06c1259296
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXYXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 13 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 11.01.2007 um 11:29 Uhr |
Hallo,
es ist wirklich eine defiziele Sache. Von meinem Bauchgefühl
her haben in gewisser Weise sowohl Goethe als auch Beuys
recht.
Alle Menschen tollten Lebenskünstler sein, sie sollten in
der Lage sein ihr Dasein kreativ selbst zu gestalten ohne
Obrichkeit die ihnen sagt was sie tun sollen und ohne Medien
die einfach nur berieseln, ganz im sozialen Kontext.
Jedoch können nicht alle Menschen künstlerische Werke
erschaffen die so Aussagestark sind, dass sie die Geschichte
überdauern und zu klassikern werden, so wie Goethes Werke.
Die Frage ist ob es darum geht, ich will mit meiner Arbeit
die Menschen in der Stadt in der ich lebe konfrontieren und
eventuell in dem einen oder anderen Menschen ein Gefühl
wecken.
Ob nun meine Arbeiten jemals zu Klassikern werden wird weiß
ich nicht, habe ich auch nicht in der Hand, spielt auch für
die Erfüllung meines Lebenssinns keine große Rolle. Im Leben
geht es um die soziale Plastik und erst wenn man
überlebensgroß wird wie Goethe geht es um die Fähigkeit der
alles überragenden Einmaligkeit.
Es ist womöglich sehr einsam wenn man schon zu Lebzeiten ein
klassiker ist, davon gibt es nicht viele, man kann kaum auf
gleicher Augenhöhe kommunizieren.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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florchle
Mitglied
 38 Forenbeiträge seit dem 23.12.2006

Geschlecht:
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| 14 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 15.01.2007 um 23:37 Uhr |
Hallo, Ihr alle
Also, das ist ein Problem, das mich schon länger
beschäftigt. Und zwar was hat das Berühmt-Werden mit dem
Guten-Künstler-Sein zu tun? Ich möchte folgende Sätze
behaupten:
1. Es gibt gute Künstler, die berühmt sind.
2. Es gibt schlechte Künstler, die berühmt sind.
3. Es gibt gute Künstler, die nicht berühmt sind.
4. Es gibt schlechter Künstler, die nicht berühmt sind.
Stimmt Ihr diesen vier Aussagen auch zu?
Wenn ja, kann man daruas schliessen, dass das Berühmt-Sein
mit dem Guten-Künstler-Sein nichts zu tun hat? - Wäre dann
doch etwas stark, nicht? Es könnte ja sein:
5. Die meisten guten Künstler sind berühmt.
6. Die meisten schlechten Künstler sind nicht berühmt.
Und diejenigen, die unter die Aussagen (2) und (3) fallen,
wären dann eben die Ausnahmen.
Eine gängige Auffassung, die ich auch lange vertrat, ist
die, dass man sagt: Ein guter Künstler ist gut, unabhängig
von allen gesellschaftlichen Normen und Verhältnissen, in
denen er lebt. Ob er dann berühmt wird, hängt von
gesellschaftlichen und zufälligen Konstellationen ab. Zum
Beispiel muss man an der "richtigen"
Kunsthochschule gewesen sein und/oder in der
"richtigen" Galerie ausgestellt haben, von den
"richtigen" Leuten gefördert werden, von den
"richtigen" Kritikern gut (oder schlecht?)
beurteilt worden sein und und und....
Also, zum zweiten Teil stehe ich immer noch: das
Berühmtwerden hat ganz viel mit gesellschaftlichen Zufällen
zu tun. Latzke hat schon auf die "Superstars"
hingewiesen. Diese Leute erlangen Berühmtheit, ganz und gar
durch solche gesellschaftlichen, kontingente Umstände.
Mich interessiert aber der erste Teil: Früher dachte ich,
ein guter Künstler ist ein guter Künstler, ganz unabhängig
von der Gesellschaft. Heute mache ich dazu ein Fragezeichen.
Und zwar aus folgendem Grund:
Was soll man denn unter "Kunst" oder "guter
Kunst" verstehen, wenn sie losgelöst ist von der
Gesellschaft? Wer, wenn nicht die Wertvorstellungen der
Gesellschaft, macht ein Ding zu einem Kunstwerk? - Tja,
solange wir das nicht schlüssig beantworten können, müssen
wir doch zugeben, dass die Berühmtheit, vielleicht doch
etwas mit dem Gutsein des Künstlers zu tun haben könnte.
Hm...
Was denkt Ihr darüber?
Liebe Grüsse
Daniel
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 15 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 17.01.2007 um 12:26 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Fluuu um 12:29:05 am 17.01.2007
editiert
Tja, berühmt sein hat auch etwas mit gut sein zu tun und mit
Ergeiz und mit Glück und und und...
Du sprichst von die "richtigen" treffen, aber
gehört es denn nicht zum gut sein dazu, dafür zu sorgen die
"richtigen" zu treffen? Nur allein Glück kann es
auch nicht sein.
Ich fühle mich in meiner Haut und in meinem Umfeld durchaus
auch berühmt, zumindest manchmal.
Ich würde nicht sagen, dass berühmt sein etwas schlechtes
ist und derjenige sich diesen Statut mit unlauteren Mitteln
erworben hat, zumindest nicht immer.
Hier im Berufsverband Bildender Künstler spielt allerdings
schon der Status in der Stadt z.B. ein Freund vom Stadtrat,
die Frau des Tennisspielpartners des Bürgermeisters, ein
Bekannter eines reichen Kaufmanns oder andere Angehörige der
führenden Wirtschaft der Stadt zu sein, eine Rolle wenn die
Jury für eine Ausstellung auswählt.
Also gilt es, wenn man öffentlich berühmt sein will, sich
Kontakte mit den Machthabern zu organisieren, wenn man das
nicht schafft, ist man nicht gut.
Ich gebe mich mit einer internen Berühmtheit zu frieden und
brauche mit den Honoratoren der Stadt nicht auf einem
Treppchen stehn, die Vorstellung macht mir Angst,
Angst, dass ich meine kläglichen Pholosophien über den
Haufen werfen muss, die mir so gut tun und auch öffentlich
mächtig werden muss.
Goethe z.B. ist auf der ganzen Welt berühmt als großer
deutscher Denker und Literat, Picasso ist auch auf der
ganzen Welt berühmt, genauso wie Beuys vielleicht auch?
Aber sie sind schon alle tot und haben nichts davon.
Ich lebe und bin fast nicht berühmt, mache meine Arbeit,
habe letztens eine Fotografie aufgenommen, sie hat mir so
gut gefallen, habe so genau das getroffen was ich aussagen
wohlte, dass ich den rest des Tages mit geschwollener Brust
rumlief so freute ich mich über die gelungene Arbeit und
fühlte mich in der Stadt sehr berühmt, zumindest als eine
interne Berühmtheit.
Also, berühmt ist, wer seine Arbeit gut oder außergewöhnlich
gut macht als Künstler und wenn dann noch Applaus vom
Publikum dazu kommt ist es eine Erfüllung.
grüß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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florchle
Mitglied
 38 Forenbeiträge seit dem 23.12.2006

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| 16 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.01.2007 um 00:06 Uhr |
Lieber Fluuu
Dein Beitrag ist mir echt ans Herz gegangen. Wie Du
schilderst, wie Du Dich berühmt fühlst: Find ich echt toll.
Ich kann mir bildlich vorstellen, wie Du stolz durch die
Strassen gehst: Ich bin auch stolz auf Dich!
Alles Liebe
Daniel
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florchle
Mitglied
 38 Forenbeiträge seit dem 23.12.2006

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| 17 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.01.2007 um 00:13 Uhr |
Lieber Markus
Du sagst:
Zitat:
Daher meine ich, die Kunst muß losgelöst von der
Gesellschaft, jedoch nicht losgelöst aus ihrem zeitlichen
Kontext beurteilt werden.
Da hast Du ein grosses Wort gelassen ausgesprochen!!!!
Genau so sehe ich das auch. Zu über 100% einverstanden.
Nur: was heisst das, ein Werk in seinem zeitlichen Kontext
beurteilen? Kann man das überhaupt, wenn man von der
Gesellschaft abstrahiert? Ist es nicht gerade die
Gesellschaft, die den Kontext einer Zeit ausmacht?
Eine mögliche Antwort:
Arthur C. Danto und George Dickie und andere meinen, dass es
nicht auf die ganze Gesellschaft ankomme, sondern nur auf
die "artworld", also auf alle, die sich im
"Kunstkuchen" tummeln, die etwas mit Kunst zu tun
haben. Darunter sind natürlich die Künstler zu zählen, dann
aber auch die Galeristen, Kuratoren, Kritiker,
Kunst-Professoren usw.
Findet Ihr das eine gute Antwort? oder ist da schon wieder
zu viel an "Gesellschaft" drin?
Liebe Grüsse
Daniel
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maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 18 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 09.02.2007 um 23:47 Uhr |
Nein, zu viel Gesellschaft ist nicht drin, Daniel, denn
losgelöst von "der Gesellschaft" kann man nlicht
wirklich existieren, schon gar nicht künstlerisch.
Das soll erstens nicht heißen, dass man sich nach ihr
richten müsste und zweitens auch nicht festlegen, was nun
"die Gesellschaft" ist. Nehmen wir den Begriff
offen als Bezeichnung für die Geamtheit der Menschen die uns
mehr oder weniger nahe umgeben, dann ist Gesellschaft ebenso
Auslöser wie Ziel und Echogeber der Kunst.
Auch wenn manche Künstler ganz für sich bleiben, während sie
schaffen, so tun sie es doch nicht gänzlich ohne Bezug auf
Vorheriges und auf zeitlich Paralleles, auf ihre Mitwelt
also.
Und hinsichtlich der großen Übereinstimmung weiter vorne im
Thread kann auch ich mich weitgehend anschließen: natürlich
brauchen wir Zuordnungen und Kategorien, um uns zurecht zu
finden. Nur gegen das krasse Schwarzweiß (Genie oder
Stümper, nichts dazwischen) werde ich mich immer zur Wehr
setzen; vielleicht Selbstschutz ...?
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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Abgeschickt am: 10.02.2007 um 17:22 Uhr |
Also ich habe florchle so verstanden mit losgelöst von der
Gesellschaft, dass die Kunst nicht ein Resultat der
Gesellschaft ist, der Massen und der Mehrheit, sondern,
dass die Kunst der Gesellschaft einen Spiegel vorhält, in
der sie
sich wiederfindet und womöglich mit Erschrecken die
Schwierigkeiten wahrnimmt.
Der Künstler ist zwar ein vollwertiges Bestandteil der
Gesellschaft aber seine Botschaft und seine Argumente
erarbeitet er aus sich herraus ohne direkten Einfluß der
Gesellschaft und stellt diese zur Diskussion.
Währe er ein Produkt der Gesellschaft würde er im
Mainstream mitschwimmen, würde vielleicht viel Geld
verdienen aber für eine künstlerische Aussage Null zu
gebrauchen. Obwohl der Künstler in der Mitte der
Gesellschaft steht, schöpft er nicht aus ihr, sondern aus
seinem innersten. Ein guter Künstler ist von der
Gesellschaft losgelöst...(und führt ein Eigenleben)
aber er nimmt die Gesellschaft wahr, studiert dessen
Gesetzmäßigkeiten und reagiert sehr deutlich...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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