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Kunstforum: Freiheit


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 13:11:47
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Forum > Aktuelles > Freiheit
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Autor
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Thema: Freiheit
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talasim
Mitglied
 9 Forenbeiträge seit dem 19.04.2007

Geschlecht:
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| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 31.05.2007 um 23:22 Uhr |
Ich denke, Freiheit kann man sich nur selbst geben.
Lg talasim
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JH
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 26.02.2007

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| 1 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 13.06.2007 um 21:23 Uhr |
Menschen, die nicht selbst frei handeln können (durch eine
Behinderung / Krankheit) sind auf den verlängerten Arm des
jeweils anderen angewiesen. Diese Freiheit gibt es auch.
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 2 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 18.06.2007 um 12:25 Uhr |
Zitat:
Ich denke, Freiheit kann man sich nur selbst geben.
Zitat:
Menschen, die nicht selbst frei handeln können (durch eine
Behinderung / Krankheit) sind auf den verlängerten Arm des
jeweils anderen angewiesen. Diese Freiheit gibt es auch.
Finde, dass beantwortet sich untereinander. Mann kann dann
noch zwischen äußerer und innerer Freiheit unterscheiden.
Das zeigt sehr schön der Einakter "Striptease" von
Slawomir Mrozek.
So ist es durchaus möglich, auch mit schwerer Behinderung
eine große Freiheit zu empfinden oder anders gesagt, erst
der Rahmen gibt überhaupt ein Gefühl für Freiheit und nicht
das grenzenlose, unendliche Ausufern. Ansonsten ist das
Empfinden von innerer aber noch mehr von äußerer Freiheit,
wie fast immer, vom persönlichen, individuellen Stand
abhängig, oder?
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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echtuntergehen
Mitglied
 1 Forenbeitrag seit dem 26.05.2007

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| 3 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 24.06.2007 um 14:27 Uhr |
freiheit?
also was ist den endscheidung zum sterben ?
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 4 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 06.07.2007 um 10:37 Uhr |
Hallo Kaleidoskop,
Edith scheint im Moment nicht im Forum zu sein aber ich habe
einen Kommentar dazu, meinst Du wirklich, dass in unserer
heutigen Zeit in der westlichen Welt die Freiheit
irgendetwas mit der Gesellschaft zu tun hat? Laut
Gesellschaft ist fast alles zu tun möglich wenn man Geld hat
und auch das Geldbeschaffen ist uneingeschränkt, entweder
offiziell oder unter dem Deckmantel. Sehe es eher umgekehrt,
die gesellschaftlichen Möglichkeiten sind so ausufernd, da
verschwindet die Freiheit im Bodenlosen.
Anders ist es mit der persönlichen Freiheit aber das ist
schon geschrieben worden...
@echtuntergehen
Zitat:
freiheit?
also was ist den endscheidung zum sterben ? das habe ich nicht verstanden
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Ahasveru
Mitglied
 14 Forenbeiträge seit dem 08.06.2007
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| 5 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 18.08.2007 um 13:24 Uhr |
Freiheit ist. In ihrem So-Sein ist sie vollkommen und
grenzenlos. Weil Freiheit in ihrem So-Sein nicht
eingeschränkt ist und keinerlei Bedingungen unterliegt.
Freiheit ist grenzenlose Offenheit, Weite und Tiefe.
Vollkommene Freiheit oder dieses So-Sein an Freiheit kann
vom Wesen Mensch auf seiner Entwicklungsstufe nicht
empfunden und erfahren werden, weil der Mensch innerhalb
einer Inkarnation und als damit verkörpertes Wesen in einem
Raum-Zeit-Kontinuum begrenzt und damit auch in seinen
Erfahrungen eingeschränkt ist. Durch seinen Körper, durch
den Verstand mit all seinen kunstfertigen Mechanismen, durch
blockierte Emotionen und Energien, usw.
Freiheit ist für den Menschen in dem Maße erfahrbar, wie er
imstande ist, alles innerhalb seiner Inkarnation
einschliesslich seiner selbst so anzunehmen, wie es ist.
Ohne diesem vorurteilslosen und bedingungslosen Annehmen
etwas hinzuzufügen oder wegzunehmen. Eine somit grenzenlose
und uneingeschränkte Annahme einer Erfahrung all dessen, was
ihn selbst und seine Inkarnation ausmacht, schenkt ihm in
dieser Grenzenlosigkeit und Uneingeschränktheit auch die
Erfahrung des Empfindens und Erlebens grenzenloser und
uneingeschränkter Freiheit innerhalb eines begrenzten
Seinszustandes.
Freiheit in ihrem So-sein ist für den Menschen somit
erfahrbar in seinem So-Sein.
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 6 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.08.2007 um 11:19 Uhr |
Da habe ich wieder garnichts verstanden, was ist denn
so-sein? Aus welcher Kirche, Sekte, Religion ist denn das?
Als kleiner kreativer Mensch der keine bewussten
Erleuchtungsambitionen hat fällt mir dazu nur ein, Freiheit
ist für mich nur erträglich wenn sie einen Rahmen hat aus
dem man auch mal fallen kann, die Vorstellung von
unendlicher Freiheit gibt mir das Gefühl der Selbstauflösung
und ich spüre nichts mehr, ähnlich vielleicht wie bei schwer
suchtkranken Menschen, es endet in der Selbstzerstörung.
Somit ist eine gewisse Freiheit absolut förderlich für das Sein des Selbst aber
eine grenzenlose Freiheit würde das Selbst im Sein auflösen,
so meine Ansicht...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Ahasveru
Mitglied
 14 Forenbeiträge seit dem 08.06.2007
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| 7 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.08.2007 um 13:02 Uhr |
So-Sein = das Sein, wie es ist und sich offenbart und nicht
vom menschlichen Verstand oder Emotionen definiert wird.
Zitat:
"Da habe ich wieder garnichts verstanden, was ist denn
so-sein? Aus welcher Kirche, Sekte, Religion ist denn
das?"
Nun, da der menschliche Verstand Seins-Zustände nicht
verstehen kann, weil sie nicht allein nur über sein
Fassungsvermögen hinausgehen, sondern zudem auch gänzlich
andere Ebenen sind, zu welchem er keinen Zugang hat, fällt
ihm nichts Besseres ein, als diese in ihm bekannte Muster
einzuordnen.
Wenn jemand eine Meinung äussert, kann diese auch in ihm und
durch ihn selbst begründet sein, also ein reiner
Selbstausdruck sein. Und Selbstausdruck ist, in diesem
Falle, nicht von einer Kirche, Sekte oder Religion abhängig.
Mit all so was habe ich nichts zu tun, ich behaupte mal, ich
bin mir selbst genug, 
Zitat:
"die Vorstellung von unendlicher Freiheit gibt mir das
Gefühl der Selbstauflösung und ich spüre nichts mehr,"
Das mag sein, aber vielleicht bist Du durch ein
allumfassendes Bewusstsein und einer allumfassenden
Bewusstheit bereichert, und dies in einer unendlichen
Freiheit ohne Wertung und Definitionen eines Verstandes.
Zitat:
" aber eine grenzenlose Freiheit würde das Selbst im
Sein auflösen"
Warum sich darüber Gedanken machen? Das führt einen nicht
weiter. Dem Sein an sich ist es völlig schnuppe, in welchem
Seinzustand es sich befindet oder gar manifestiert. /
existiert. Das Sein an sich ist, und es braucht im Sinne
einer Seins-erfahrung kein Wissen resultierend aus
Gedankenmustern eines Verstandes, da dieses Wissen äusserst
begrenzt ist, sondern Bewusstsein und Bewusstheit und sich
daraus ergebende Erkenntnisse einer Erfahrung als Sein an
sich.
Dem Wassertropfen z.B. an sich ist es völlig egal, ob er
sich in einer Pfütze, einem Bach, See, Fluss oder dem Meer
auflöst. Es gibt ihn dann zwar nicht mehr als Tropfen (als
ein Selbst), aber in seiner Auflösung in einem Meer
(grenzemlosen Sein) wird er zu diesem Meer (grenzemlosen
Sein), denn es besteht keine Trennung mehr. Und eine
Seinserfahrung als grenzenloses Sein ist mit grenzenloser
Freiheit verbunden, denn ein grenzenlos kann durch nichts
eingegrenzt sein. Daher kann Freiheit in einer begrenzten
Form eines manifestierten Seinszustandes auch nur im Maße
der Begrenzung einer bestimmten manifestierten Form erfahren
werden.
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Ahasveru
Mitglied
 14 Forenbeiträge seit dem 08.06.2007
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| 8 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 21.08.2007 um 15:01 Uhr |
Die Freiheit des Seins hat insofern mit der Freiheit zu tun,
das Alles und Jedes in seinem Sein die Freiheit impliziert,
so zu sein wie es und an sich ist. Und diese Freiheit ist
nicht unwiderruflich, denn sie kann gewaltsam unterdrückt
werden.
Dieses gilt natürlich nicht in einem vollkommenen
Seinszustand in vollkommener Freiheit.
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Ahasveru
Mitglied
 14 Forenbeiträge seit dem 08.06.2007
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| 9 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 22.08.2007 um 15:22 Uhr |
Das Sein als Sein ist nicht auf die Existenz in einer
geborenen oder geschaffenen Form begrenzt und eingeschränkt.
Sein offenbart sich auch in nichtmanifesten Daseinszuständen
auf mannigfachen Daseinsebenen, welche einer Begrifflichkeit
des menschlichen Verstandes und damit ihm selbst gar nicht
zugänglich sind. Das Sein als Sein reduziert sich nicht auf
Geborenes und Geschaffenes, diese sind Ausdrucksformen des
Seins, und Ausdrucksformen des Seins gibt es Unzählige auf
unzähligen Daseinsebenen.
Als einige Beispiele seien genannt: Gefühle, Seele / inneres
Wesen, Tod, Bewusstsein, Geist, Gott / das Göttliche,
Freiheit, usw. Nur, weil der menschliche Verstand diesen
Daseins- und damit Seinzuständen eine Begrifflichkeit
zuweist und ihnen durch Gedankenmuster eine imaginäre Form
verleiht, hat er im Sinne einer Begrifflichkeit von
be-greifen oder er-greifen gar nichts er- wie begriffen,
denn das Wahre und Wirkliche dieser Daseinsweisen und ihrer
Daseinszustände bleibt ihm weiter verborgen.
Das sogenannte Wissen des Verstandes über das Sein und
Daseinszustände ist nichts anderes als Illusion. Das Sein an
sich und dessen Ausdruck in Form und Seinszuständen kann
aber durch Bewusstsein und Bewusstheit erkannt und erfahren
werden, und diese Klarheit eines erkennenden Bewusstseins in
Bewusstheit benötigt keine Begrifflichkeit, weil das
Erkennen und Erfahren hier unmittelbar erfolgt, und dieses
immer im Moment und Augenblick, in einem Hier und Jetzt.
Dies gilt für oben angeführte Beispiele, dies gilt auch für
Freiheit. Freiheit bedeutet an sich, frei zu sein von
jedweder Einschränkung, auch von der Einschränkung
manifester Formgebung. Freiheit in die gedankliche Form
eines Gedankenmusters zu pressen und ihr damit gleichzeitig
eine Begrifflichkeit zu verpassen, ist nicht mehr Freiheit,
weil sie durch die Ordnung eines vorgegebenen Musters als
Form begrenzt und eingeschränkt wird und damit un-frei wird.
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