
|
Kunstforum: Kunst, Ruhm & Posse


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 18:51:19
| Hallo Gast, Sie sind nicht eingeloggt!
|
|
Forum > Plauderecke > Kunst, Ruhm & Posse
|
Autor
|
|
Thema: Kunst, Ruhm & Posse
|
Galerie Seeger
Mitglied
  199 Forenbeiträge seit dem 03.10.2004

Geschlecht:
|
| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 13.03.2005 um 12:28 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Galerie Seeger um 12:58:47 am
13.03.2005 editiert
Kunst, Ruhm & Posse
Wie viel Ruhm verträgt die Kunst.
Wann wird der Künstler zum Harlekin.
Wann wird die Kunst zur Posse.
Beispiel hin und Beispiel her, eins zu finden ist nicht
schwer.
Doch scheltet nicht wer’s nicht versteht, im lieber aus dem
Wege geht.
Gruß PS.
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXYXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
|
|
Arne
Mitglied
  169 Forenbeiträge seit dem 13.11.2002

Geschlecht:
|
| 1 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 29.04.2005 um 17:52 Uhr |
Ich knüpfe hier einfach mal an:
Gekünstelte Künstler machen gekünstelte Kunst. Was tötet die
Kunst? Wieviel Profilneurotik ist vonnöten, wieviel
Echtheits- und Selbstverlust durch das Liebäugeln mit
kommerziellen Interessen oder dem Rampenlicht? Wie mäßig
darf ein Künstler als Handwerker sein, was will er denn
überhaupt kommunizieren und verzichtet ein Künstler nicht
gern darauf, Künstler genannt zu werden? Fragen, auf die es
keine einfachen Antworten gibt. Man sollte sie dennoch nicht
leichtfertig ignorieren.
|
|
Arne
Mitglied
  169 Forenbeiträge seit dem 13.11.2002

Geschlecht:
|
| 2 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 31.05.2005 um 11:26 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Arne um 11:27:03 am 31.05.2005
editiert
Zitat:
Ein Künstler macht sich selbst zum Harlekin. 1. wenn er
krampfhaft versucht, sich in der Öffentlichkeit als Exot
darzustellen (denn das Publikum wünscht dieses)
Hallo A.M.C.,
wie würdest Du Salvador Dalí, der ja doch ein Paradebeispiel
eines Exzentrikers war, dort einordnen wollen? Von ihm
stammt auch das Zitat:
"Es gibt viele Narren, die so tun, als wären sie
gescheit. Warum sollte ein Gescheiter nicht so tun dürfen,
als wäre er ein Narr?"
|
|
Arne
Mitglied
  169 Forenbeiträge seit dem 13.11.2002

Geschlecht:
|
| 3 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 31.05.2005 um 17:30 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Arne um 17:31:25 am 31.05.2005
editiert
Ja, Dalí hat auch seine hässlichen Seiten, aber durch das
Grandiose seiner Kunst ist man geneigt, darüber
hinwegzuschauen. Wer spricht z.B. heute noch davon, dass er
General Franco verehrt hat und ihm einst ein Telegramm
schickte, in welchem er die Hinrichtung von vier
Antifaschisten begrüßte und meinte, es sollten noch viel
mehr solcher Leute getötet werden.
Auch wenn Künstler einen Drang zur Perfektion haben, sind
sie wie alle anderen Menschen voller Fehler. Durch ihre
Kunst gelingt es ihnen nur etwas leichter, sie hinter ihr zu
verstecken.
|
|
Vanadis Schäfer
Mitglied
 4 Forenbeiträge seit dem 27.04.2005

Geschlecht:
|
| 4 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 05.07.2005 um 16:35 Uhr |
Ich weiß aus einigen Lebensberichten, daß der Künstler zu
seiner Kunst erst dann die adequate Anbindung findet, wenn
er die Schul-Perfektion verlässt - die er meist schon im 2.
Semester verflucht. Er wird mit soviel Technik zugeschüttet,
daß sein Seelengefüge kaum noch auszumachen ist. Denn wann
fühlt sich ein Künstler schon perfekt und wann konnte er
seine Miete bezahlen und wann wurde er als um Perfektion
Bemühter erfolgreich? Zum Schluß ist er so, wie er als
Jugendlicher gemalt hat, als er die Ausbildung noch nicht
genossen hatte und fühlt sich meist besser und wird auch
berühmt. Er kehrt zu seiner Seele zurück.
Vanadis Schäfer
|
|
Vanadis Schäfer
Mitglied
 4 Forenbeiträge seit dem 27.04.2005

Geschlecht:
|
| 5 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 06.07.2005 um 12:46 Uhr |
Zusatz: Wann sah ein Künstler die Linien eines Wesens
morgens klar - (Linienauflösung) wann konnte er seine MIete
bezahlen (moderne Kleckskunst mit Zertrümmerungseffekt) wann
ärgerte er sich nicht über eckige unflexible Leute
(durchgestrichener Kubismus) schüttelte nicht den Stil
seines Professors ab (das war das Bild, indem er alle
Stilrichtungen infrage stellte und jede gängige Technik aus
den Angeln hob.) Wann weinte er nicht stundenlang (wässriges
Aquarell). Also ist echte Kunst etwas ehrliches - und wehe ,
wer daran rührt. Picasso vertritt alle Stilrichtungen.
Vanadis Schäfer
|
|
Forum > Plauderecke > Kunst, Ruhm & Posse
|
|
|