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Kunstforum: Kunst, Ruhm & Posse


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Forum > Plauderecke > Kunst, Ruhm & Posse
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 Thema: Kunst, Ruhm & Posse
Galerie Seeger
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199 Forenbeiträge
seit dem 03.10.2004

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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 13.03.2005 um 12:28 Uhr

Diese Nachricht wurde von Galerie Seeger um 12:58:47 am 13.03.2005 editiert

Kunst, Ruhm & Posse


Wie viel Ruhm verträgt die Kunst.
Wann wird der Künstler zum Harlekin.
Wann wird die Kunst zur Posse.

Beispiel hin und Beispiel her, eins zu finden ist nicht schwer.
Doch scheltet nicht wer’s nicht versteht, im lieber aus dem Wege geht.

Gruß PS.




XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXYXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
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Arne
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169 Forenbeiträge
seit dem 13.11.2002

Das ist Arne

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1 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 29.04.2005 um 17:52 Uhr

Ich knüpfe hier einfach mal an:

Gekünstelte Künstler machen gekünstelte Kunst. Was tötet die Kunst? Wieviel Profilneurotik ist vonnöten, wieviel Echtheits- und Selbstverlust durch das Liebäugeln mit kommerziellen Interessen oder dem Rampenlicht? Wie mäßig darf ein Künstler als Handwerker sein, was will er denn überhaupt kommunizieren und verzichtet ein Künstler nicht gern darauf, Künstler genannt zu werden? Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Man sollte sie dennoch nicht leichtfertig ignorieren.

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Arne
Mitglied

169 Forenbeiträge
seit dem 13.11.2002

Das ist Arne

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2 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 31.05.2005 um 11:26 Uhr

Diese Nachricht wurde von Arne um 11:27:03 am 31.05.2005 editiert

Zitat:

Ein Künstler macht sich selbst zum Harlekin. 1. wenn er krampfhaft versucht, sich in der Öffentlichkeit als Exot darzustellen (denn das Publikum wünscht dieses)

Hallo A.M.C.,

wie würdest Du Salvador Dalí, der ja doch ein Paradebeispiel eines Exzentrikers war, dort einordnen wollen? Von ihm stammt auch das Zitat:

"Es gibt viele Narren, die so tun, als wären sie gescheit. Warum sollte ein Gescheiter nicht so tun dürfen, als wäre er ein Narr?"

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Arne
Mitglied

169 Forenbeiträge
seit dem 13.11.2002

Das ist Arne

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3 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 31.05.2005 um 17:30 Uhr

Diese Nachricht wurde von Arne um 17:31:25 am 31.05.2005 editiert

Ja, Dalí hat auch seine hässlichen Seiten, aber durch das Grandiose seiner Kunst ist man geneigt, darüber hinwegzuschauen. Wer spricht z.B. heute noch davon, dass er General Franco verehrt hat und ihm einst ein Telegramm schickte, in welchem er die Hinrichtung von vier Antifaschisten begrüßte und meinte, es sollten noch viel mehr solcher Leute getötet werden.

Auch wenn Künstler einen Drang zur Perfektion haben, sind sie wie alle anderen Menschen voller Fehler. Durch ihre Kunst gelingt es ihnen nur etwas leichter, sie hinter ihr zu verstecken.

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Vanadis Schäfer
Mitglied

4 Forenbeiträge
seit dem 27.04.2005

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4 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 05.07.2005 um 16:35 Uhr

Ich weiß aus einigen Lebensberichten, daß der Künstler zu seiner Kunst erst dann die adequate Anbindung findet, wenn er die Schul-Perfektion verlässt - die er meist schon im 2. Semester verflucht. Er wird mit soviel Technik zugeschüttet, daß sein Seelengefüge kaum noch auszumachen ist. Denn wann fühlt sich ein Künstler schon perfekt und wann konnte er seine Miete bezahlen und wann wurde er als um Perfektion Bemühter erfolgreich? Zum Schluß ist er so, wie er als Jugendlicher gemalt hat, als er die Ausbildung noch nicht genossen hatte und fühlt sich meist besser und wird auch berühmt. Er kehrt zu seiner Seele zurück.


Vanadis Schäfer
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Vanadis Schäfer
Mitglied

4 Forenbeiträge
seit dem 27.04.2005

Das ist Vanadis Schäfer

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5 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 06.07.2005 um 12:46 Uhr

Zusatz: Wann sah ein Künstler die Linien eines Wesens morgens klar - (Linienauflösung) wann konnte er seine MIete bezahlen (moderne Kleckskunst mit Zertrümmerungseffekt) wann ärgerte er sich nicht über eckige unflexible Leute (durchgestrichener Kubismus) schüttelte nicht den Stil seines Professors ab (das war das Bild, indem er alle Stilrichtungen infrage stellte und jede gängige Technik aus den Angeln hob.) Wann weinte er nicht stundenlang (wässriges Aquarell). Also ist echte Kunst etwas ehrliches - und wehe , wer daran rührt. Picasso vertritt alle Stilrichtungen.


Vanadis Schäfer
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