
|
Kunstforum: Versicherung bei Ausstellungen


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 14:55:38
| Hallo Gast, Sie sind nicht eingeloggt!
|
|
Forum > Ausstellungen & Galerien > Versicherung bei Ausstellungen
|
Autor
|
|
Thema: Versicherung bei Ausstellungen
|
jooles
Mitglied
 1 Forenbeitrag seit dem 17.05.2004

Geschlecht:
|
| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 18.05.2004 um 10:53 Uhr |
Hi,
ich bin neu im Forum und finde es eine echt tolle Sache. Wer
hat Efahrung mit Versicherung von Bilder bei Ausstellungen.
Ich will mit befreundeten Kuenstlern in einer Halle
ausstellen. Wer uebernimmt solche Versicherungen und was
kostet sowas.
Danke
Jooles
|
|
Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
|
| 1 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 24.05.2004 um 00:58 Uhr |
Versicherungen, Oha ...
Gesellschaften die Kunstwerke versichern,
wogegen eigentlich, daß sie niemand beachtet?
Es gibt wohl Werke die werden für Millionen versteigert aber
sicher weniger hier bei kunstgalerie.org.
Nun, wogegen kann man ein Kunstwerk versichern, vielleicht
gegen zerstörung durch ein Erdbeben oder einen
Kometeneinschlag.
Jetzt mal Spaß bei Seite, ich bin davon überzeugt, daß die
Angst vor einem Unglück, wogegen ich versichern möchte,
dadurch erst richtig angezogen wird. Habe ich Angst, daß
mein nicht angeschlossenes Fahrrad jemand klaut wird es dann
auch weg sein, oder so ähnlich.
Ich bin mehr für vergängliche Kunstwerke und sie zu
versichern ist der reine hon.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
|
|
Arne
Mitglied
  169 Forenbeiträge seit dem 13.11.2002

Geschlecht:
|
| 2 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 24.05.2004 um 02:38 Uhr |
Zitat:
Ich bin mehr für vergängliche Kunstwerke und sie zu
versichern ist der reine hon.
Wenn man etwas schafft, dann will man es nach Möglichkeit
auch bewahren, so lange man dazu stehen kann. Als Bildender
Künstler hat man es da schwerer als z.B. ein Schriftsteller,
der einfach dafür sorgt, dass es genug (Sicherheits)Kopien
von seinen Texten gibt, wenn mal ein Malheur passieren
sollte.
Sich gegen einen eventuellen Schaden bei Ausstellungen zu
versichern, ist auf jeden Fall eine Selbstverständlichkeit.
Natürlich kann einem kein Geld der Welt verlorengegangene
Werke ersetzen (da ist einem persönlich eventuell eine
Fotografie von einem Werk wertvoller). Es muss aber nicht
immer das schlimmste eintreten. Selbst wenn nur ein paar
Bilderrahmen beim Auf- und Abbau zu Bruch gehen, wird man es
schätzen, eine Versicherung zu haben.
|
|
Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
|
| 3 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 26.05.2004 um 11:02 Uhr |
Zitat:
Wenn man etwas schafft, dann will man es nach Möglichkeit
auch bewahren.
Das ist die Frage ob es wirklich so ist, ich bin etwas
entteuscht über die Ansichten für seine Werke unbedingt eine
Versicherung abschließen zu müßen.
Es gibt auch Künstler und ich mag sie gern, die schaffen nur
vergängliche Werke wie z.B. eine aufgeschichtete
Steinskulptur bei Ebbe und wenn die Flut kommt wird alles
überflutet. Das ist wirkliche Sinnlichkeit.
Ansonsten vermute ich, wird das Kunstwerk allzuschnell mit
einem materiell wertvollen Verkaufsobjekt verwechselt und
davon haben wir ja geradezu eine Schwemme in unserer
Wohlstandsgesellschaft. Somit bin ich für den ideellen Wert
meines Kunstwerkes und dafür kann mir keine Versicherung der
Welt eine Sicherheit geben. Was anderes ist es wenn
Galeristen oder Kunstsammler ihre Werke versichern, sie
haben es nicht erschaffen, für sie ist es ein Produkt
warscheinlich.
Was xs Ausspruch angeht:
Zitat:
Aber in Zukunft werde ich mich an diesen Wichtigtuer
Unterhaltungen nicht mehr beteiligen!
ruft es ein kleines Lächeln hervor.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
|
|
artfaq
Mitglied
 10 Forenbeiträge seit dem 25.08.2005
|
| 4 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 25.08.2005 um 16:58 Uhr |
Ich nehme an, das ist eine ernst gemeinte Frage?
Der größte Kunstversicherer ist AXA (Zentrale in Köln,
vertreten auch in Hamburg, München etc.).
Ich würde aber einen spezialisierten Makler vorschlagen,
z.B. Aon Jauch & Hübener, Artscope in Mülheim (Tel.
0208-7006.2502).
Beste Grüße
Artfaq
http://www.artfaq.it
|
|
artfaq
Mitglied
 10 Forenbeiträge seit dem 25.08.2005
|
| 5 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 25.08.2005 um 17:10 Uhr |
PS: Die Prämie ist natürlich abbhängig vom Umfang des
Versicherungsschutzes, der Versicherungssumme. und
natürlich der Dauer der Ausstellung sowie der zu
versichernden Transporte.
Für eine all risks Deckung mußt Du mit einer Mindestprämie
von 250,- € rechnen.
Ein paar grundlegende Infos findest Du bei http://www.artscout.it/deutsch
Gruß
Artfaq
http://www.artfaq.it
|
|
Isabelle
Mitglied
 4 Forenbeiträge seit dem 25.08.2005
|
| 6 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 26.08.2005 um 11:20 Uhr |
Ich organisiere gerade eine Ausstellung und es gibt einiges
zu beachten, denn nicht nur die Exponate einer Ausstellung
müssen versichert werden.
Hierbei mußt du zusätzlich die Transportversicherung,
Haftpflichtversicherung, Brandschutzbedingen usw. mit
bedenken.
Weitere Faktoren sind vorallem die Beschaffenheit der Halle
und die Laufzeit deiner geplanten Ausstellung. Am besten ist
es, den Versicherungswert jeden einzelnen Exponats anzugeben
und auf Grund der Gesamtsumme die Versicherungshöhe
festsetzen zu lassen (es gibt hierfür festgelgete
Schwellenwerte) . Z.B. bei einer meiner geplanten
Ausstellung, habe ich einen Gesamtwert von min 100.000 € für
einen Monat zu versichern und hierfür müßte ich eine
Versicherungsprämie von 1000€ bezahlen. Am besten suchst du
dir die Versicherung, die bereits für die
Gebäudeversicherung der Halle zuständig ist, kommt zumeist
günstiger.
Generell finde ich eine Versicherung für die Exponate nicht
verkehrt, ich würde dennoch überlegen ob die Lage und
Beschaffenheit der Halle es notwendig macht.
Weiterhin ist dieses Thema absolut für die Künstler wichtig,
die bereits auf dem heutigen Markt "etabliert"
sind. Natürlich ist eine mögliche Beschädigung emotional
gesehen eh nicht mehr wieder auszugleichen - auch nicht mit
Geld, dennoch hat man auch in seine Arbeit, Zeit und Geld
investiert und ein nicht beabsichtigt beschädigtes Bild,
läßt sich nicht mehr verkaufen und somit auch kein Geld
verdienen.
|
|
Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
|
| 7 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 30.08.2005 um 13:34 Uhr |
Hallo Isabelle,
beim Thema Versicherungen gehen mir immer die Nackenhaare
hoch, vor allem wenn es um Gesellschaften geht die für einen
Geldwert versprechen sie würden einen eventuellen Schaden
von einem abwenden. Ich hatte mich weiter oben schon mal
ironisch dazu geäußert.
Wenn ein künstlerisch Arbeitender sich hauptsächlich mit
Versicherungen beschäftigt
hat er den Beruf verfehlt und sollte Alianzvertreter werden.
Wir können hier in der Stadt im Künstlerhaus auch ohne
Versicherung ausstellen,
das Haus ist den ganzen Tag offen wie schnell könnte da
etwas passieren.
Ich persönlich stehe auf dem Standpunkt, wenn jemand mein
Bild klaut muss es ihm gut gefallen und ich fühle mich
geehrt. Es hat noch nie jemand ein Bild von mir geklaut,
obwohl ich noch nie versichert war (gekauft schon).
Etwas anderes ist es wohl wenn man eine Galerie eröffnen
möchte, fremde Künstler ausstellt für eine Gebühr und damit
ein Geschäft aufzieht. Da muss natürlich alles hieb-und
stichfest sein.
Aber wie so vielen der Kreativen, so geht es auch mir, mit
dem geschäftlichen Gebahren will ich so wenig wie möglich zu
tun haben.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
|
|
Isabelle
Mitglied
 4 Forenbeiträge seit dem 25.08.2005
|
| 8 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 31.08.2005 um 15:06 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Isabelle um 15:08:17 am 31.08.2005
editiert
Hallo fluuu.
Letzten Endes ist es mir auch nicht so wichtig meine eigenen
Bilder zu versichern. Worum soll ständig immer etwas
passieren? Nur gehe ich bei dieser großen Ausstellung,
aufgrund der Protegierung verschiedenster Seiten auch ein
höheres Risikko ein. Bei 300 Exponaten kann ich schließlich
nicht die komplette Betreuung übernehmen. Es ist mir lieber
in eine Prämie zu investieren, um mir mögliche Probleme zu
ersparen. Somit ist jede "Partei" auf der sicheren
Seite.
Gruß Isabelle
|
|
artfaq
Mitglied
 10 Forenbeiträge seit dem 25.08.2005
|
| 9 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 17.09.2005 um 14:56 Uhr |
Hallo Isabelle, hallo Fluuu,
aus Euren gegensätzlichen Positionen könnte man annehmen,
Kunst-Versicherung wäre “Ansichtssache”. Im professionellen
Bereich ist Kunstversicherung obligatorisch. Da ist die
Rechtslage/-sprechung m.A.n. eindeutig. Bei Ausstellungen
mit Künstlern, die sich "Ernst nehmen" würde ich,
wenn von All-Gefahren-Deckung abgewichen werden soll, in
jedem Fall schriftliche Vereinbarungen im Leihvertrag zum
Haftungsumfang des Veranstalters vorschlagen (also: ob
Versicherung und wenn ja, in welchem Umfang -
Veranstalter-Haftpflicht wäre schön, ist aber für kürzere
Laufzeiten kaum noch zu bekommen).
In diesem Punkt Unklarheit zu haben, kann einem
Ausstellungsmacher schwer auf die Füße fallen, dann tritt
nämlich HGB oder BGB in Kraft, was einen Veranstalter leicht
finanziell ruinieren kann (Thema „Sorgfallspflicht des
Ordentlichen Kaufmanns“).
Gruß
Artfaq
|
|
Forum > Ausstellungen & Galerien > Versicherung bei Ausstellungen
|
|
|