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Kunstforum: Kunst als WARE


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Forum > Plauderecke > Kunst als WARE
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 Autor
 Thema: Kunst als WARE
niwatoriah
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2 Forenbeiträge
seit dem 05.09.2010

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80 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 03.11.2009 um 07:38 Uhr

In der Witzelstraße in Düsseldorf steht eine verlassenes Industriegebäude. Leute, die dort schon lange wohnen, erzählten mir, dass dort früher mal Atellierräume von der Kunstakademie waren, und die Professoren etc. da mit Porsches und Rolls etc. vorgefahren sind.

Da ich mich nun im Metier - wie gewohnt - genauer umgeschaut habe, muss ich feststellen, dass die Kunst auch ein Riesenkommerz ist. In den Deichtorhallen in Hamburg hat so ein Japaner neben anderen Künstlern eine mordsteures Verkaufsbüro, wo er einen ca. 40 m2 großen Raum mit Blumen und Blättern aus Salzpuder gestreut hat.

Die Kunsthalle in Hamburg hat einen Vorlauf von 5 Jahren, der Kunstverein ein festes Programm für die nächsten zwei Jahre, selbst eine popelige Kurhalle in der Provinz hat zwei Jahre Vorlauf.

Es ist wie im Meer: ein paar riesige Walfische plügen dahin. Doch die große Biomasse ist der Plankton, sprich die Unmengen von "Kleinkünstlern".

Den Begriff "prostituieren" finde ich ehrlich gesagt zum Kotzen. Andererseits will mir das Luft- und Liebe-Operettending von La Boheme auch nicht so recht einleuchten. Das geht doch nur, wenn man jemanden hat, der einen aushält, wenn man mal ganz ehrlich ist.

Der Begriff des Marktes trifft auch für Kunst voll zu. Und wenn man von Markt etwas versteht, dann weiß man auch, dass das Produkt auf Deutsch gesagt scheißegal ist. Entscheidend ist das Marketing, wie man an der Mineralwasserabteilung eine Edekamarktes in Verbindung mit Stiftung Warentest gut selbst sehen kann.


Andreas
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Fluuu
Mitglied

725 Forenbeiträge
seit dem 18.10.2003

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81 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 15.11.2009 um 15:31 Uhr

Der Vergleich ist gut, ein paar dicke Wale die in ihrer
Größe aber auch Behebigkeit faszinierend sind und die
große Menge an Plankton welches für das Leben sorgt.
Das Leben auf der Erde würde ohne Wale genauso
weiter gehen aber ohne Plankton erlischt es.

In Düsseldorf gibt es die großen Wale der Fotografie,
dort ist die Becher-Schule beheimatet, aus ihr kommen
die weltgrößten künstlerischen Fotografen hervor wie
z.B. Andreas Gursky. Er könnte was den materiellen
Verkaufserlös seiner Bilder angeht eine ganze Flotte
von Porsches und Rolls-Royce besitzen aber das
interessiert ihn vermutlich weniger.
Es gibt einige wenige Künstler die in Millionen
schwimmen aber was bringt es sich darüber skandalös
zu Ereifern, es gibt immer jemanden der besser ist als man
selbst, auch im Sport wurde jeder Weltmeister
irgendwann von einem Jüngeren geschlagen.
Kunst als Ware ist eigentlich nicht das Thema sondern
Kunst als Aufklärung über die tiefen Geheimnisse des
Lebens und den Tod so gut der Künstler dazu in der
Lage ist.

gruß fluuu


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JuliaTepasse
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21 Forenbeiträge
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82 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 11.02.2010 um 22:56 Uhr

Diese Nachricht wurde von JuliaTepasse um 22:58:23 am 11.02.2010 editiert

Auch ich finde, dass Kunst Ware sein darf, möchte damit meine Brötchen verdienen können. Natürlich bezieht sich die Frage auf den Charakter, Materialisten verkaufen gern. Andrerseits finde ich es schwer, einen Preis für ein Kunstwerk dingfest zu machen, jedes Bild hat doch einen ideellen Wert.


JuliaTepaße
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Fluuu
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83 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 16.02.2010 um 12:15 Uhr

Hallo Julia,

bist Du Dir sicher, dass man mit Kunstwerken Brötchen
verdienen kann, das täglich Brot so wie beim Handwerk?
Kenne es nur so, entweder verschenken oder sehr viel
Geld bekommen aber täglich für die Brötchen ist mir nicht
bekannt. Kann man den Verkauf von echten Kunstwerken
täglich organisieren? Oder meinst Du Designware bzw.
Produkte des Kunstgewerbes? Vielleicht Auftragsarbeit
als Dienstleistung?
Das gibt es als Ware und Produkte aber es sind keine
Kunstwerke im Sinne von freier schöpferischer und
kreativer Arbeit, es ist Erfüllen von Kundenwunsch.


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JuliaTepasse
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21 Forenbeiträge
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84 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 24.02.2010 um 11:53 Uhr

Hello,
welches Handwerk sichert dir heutzutage deine Brötchen
Wie du schon sagtest, gibts ja auch Auftragsmalerei, man könnte Kurse anbieten, in Agenturen Grafiken bearbeiten etc.
Warum sollte man mit Kunst kein Geld verdienen können? Das Problem, dass der Künstler die Werke nicht für sich anfertigt, sondern für andere ist mir bekannt, doch genau dort sollte man unterscheiden, zwischen privater & beruflicher Kunst.
Allerdings hast du Recht, dass es schwierig ist, sich kontinuierlich finanziell über Wasser halten zu können, kommt allerdings auch auf den Lebensstandard an.


JuliaTepaße
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Fluuu
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725 Forenbeiträge
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85 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.03.2010 um 13:48 Uhr

Werde das Gefühl nicht los, dass das was Du meinst nichts mit Kunst zu tun hat sondern mit Dienstleistung.
Kunstwerke entstehen aus dem tiefsten inneren Bedürfnis als Künstler das Leid des Lebens als Mensch auf der Erde zu verarbeiten und dafür zu sorgen, dass es mir
im übertragenen Sinne abgekauft wird. Wenn ich das für Andere mache die dafür zahlen ist es eine Dienstleistung wie im Handwerk und kein schöpferischer Akt aus dem Selbst.


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subart
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86 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 15.08.2010 um 09:12 Uhr

Hallo Leute eigentlich habe ich mal zu dieser Diskussion angeregt und glaube die Frage war Ist Kunst Luxus ?
Aber jetzt freue ich mich das Ihr so ausdauernd den Tread runterzuarbeiten versucht habt - und so einiges dabei herauskam. Last not least habe ich nie versucht Bilder zu verkaufen und würde nur meinen besten Freunden eins
schenken. Das ich unter vielen Internet-Galerien
meine Bilder präsentiere ist ledlich ein Geschenk an den Menschen. Fazit: Kunst machen ist wie ein gutes Essen vorbereiten.

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Fluuu
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87 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 18.04.2011 um 09:59 Uhr

Genau, die Präsens im Netz ist ein Geschenk an alle, ob es angenommen wird bleibt dem Betrachter überlassen.
Der Beginn dieses Threads war die Aussage "Kunst als Ware" vom Betreiber angeregt und meine Ansicht ist, sobald kreative Werke eine Ware sind ist der Begriff Kunst nicht mehr angemessen außer man betrachtet Geld besorgen als eigenständige Kunstform, dann ist der Überfall auf eine Bank z.B. Kunst und kann nicht strafrechtlich verfolgt werden. Viel Spaß!


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dedetitus
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1 Forenbeitrag
seit dem 05.05.2011

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88 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 06.05.2011 um 10:24 Uhr

Natürlich schließlich ist sie ja auch ein Konsumgut!,
der Schaffende muss ja auch leben, er lebt vom Verkauf der Anerkennung und vom künstlerischen Dasein selbst.
Alle andere ist aus meiner Sicht Quatsch
dedetitus


dedetitus
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Fluuu
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725 Forenbeiträge
seit dem 18.10.2003

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89 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 08.05.2011 um 13:55 Uhr

All diese Ansichten sind dem Kapitalismus angepasst bei dem es was das menschliche Dasein angeht einzig und allein um den Zweck des Profits geht vom Menschen, durch den Menschen am Menschen.
Auch das künstlerische Schaffen, eine freie Form des menschlichen Bewusstseins in der Existent soll sich dem unterwerfen.
Die letzten Poster in diesem Thread tun das und missionieren diese Unterwerfung.
Ein Künstler ist frei von materiellen Zwängen und lebt hauptsächlich durch den beglückenden Stoffwechsel im Gehirn, durch schöpferische Prozesse und ist somit Urheber und Begründer der Existenz.
Das Wenige für den körperlichen Stoffwechsel notwendige ist mit ein paar praktischen Leistungen organisiert und braucht nur geringe Zeit.
Dar entscheidende Stoff zum Leben eines Künstlers entsteht bei der schöpferischen Arbeit aus sich selbst heraus und weniger bei der Lohnarbeit.
Somit bleibt dieser Wert beim Verschenken erhalten aber wird beim Verkaufen zerstört.
Wird das Kunstwerk zur Ware ist die spirituelle Kraft wie bei jeder anderen Ware auch kaum zu benennen außer man sieht die Spiritualität des Geldes als höchsten Wert an.


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