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Kunstforum: Kunst als WARE


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Forum > Plauderecke > Kunst als WARE
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 Autor
 Thema: Kunst als WARE
Fluuu
Mitglied

725 Forenbeiträge
seit dem 18.10.2003

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70 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 30.07.2009 um 10:56 Uhr

...das ist richtig, jeder kann sich prostituieren und sich für Geld verschleudern nur geht dann das Wertvolle verloren.
Es ist das Selbe wie mit einer Frau, kaufe ich den Sex kann ich ihn in unendlichen Mengen bekommen, er ist wertlos.
Versuche ich aber eine Frau durch Gefühl zu erobern und somit durch meine menschlichen Fähigkeiten zu gewinnen ist Sex selten aber ein riesen Wert.
Mit der Kunst ist es ähnlich meiner Ansicht nach, wird sich mit Bildern prostituiert und der Geschmack des Kunden bedient sind sie wertlos, erst wenn ich versuche den Betrachter durch das Erzeugen eines Gefühls in den Bann zu ziehen entsteht das Wertvolle.
Sobald dieser ideelle Wert käuflich ist verliert er im künstlerischen Sinne seine Bedeutung, wie bei einer Ware.

gruß fluuu


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jk63
Mitglied

14 Forenbeiträge
seit dem 21.07.2009

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71 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 30.07.2009 um 11:42 Uhr

Was ist dann mit all den Galerien und Museum ? Sind das die Zuhälter unserer Gedanken ? Sind die alten Meister dadurch geschädigt ?Und es nicht mehr wert sie zu betrachten ?


jk
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Darkness
Mitglied

7 Forenbeiträge
seit dem 09.08.2009

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72 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.08.2009 um 09:18 Uhr

Zitat:

...das ist richtig, jeder kann sich prostituieren und sich für Geld verschleudern nur geht dann das Wertvolle verloren.
Es ist das Selbe wie mit einer Frau, kaufe ich den Sex kann ich ihn in unendlichen Mengen bekommen, er ist wertlos.
Versuche ich aber eine Frau durch Gefühl zu erobern und somit durch meine menschlichen Fähigkeiten zu gewinnen ist Sex selten aber ein riesen Wert.
Mit der Kunst ist es ähnlich meiner Ansicht nach, wird sich mit Bildern prostituiert und der Geschmack des Kunden bedient sind sie wertlos, erst wenn ich versuche den Betrachter durch das Erzeugen eines Gefühls in den Bann zu ziehen entsteht das Wertvolle.
Sobald dieser ideelle Wert käuflich ist verliert er im künstlerischen Sinne seine Bedeutung, wie bei einer Ware.

gruß fluuu
Der Mensch prostituiert sich täglich. Im Berufleben, in der Geschäftswelt überall. Selbst im Urlaub, wenn er feilscht.
Das Wertvolle bleibt trotzdem erhalten, auch wenn es käuflich war. Der Mann, der zu einer Prostituierten geht hat in dem Moment etwas wertvolles, das er wohl nie wieder vergessen wird. Wenn man sich etwas ganz tolles kauft, für sich tolles, verliert es auch nie den Wert, wenn man etwas damit verbinden kann.
Wenn heute Bilder verkauft werden, dann geht der Wert nicht verloren. Im Gegenteil.
Mag sein, dass man in einigen Jahren nicht mal mehr weiss, wie derjenige/diejenige hieß, doch das Werk selber behielt seinen Wert.
Musiker prostituieren sich auf eine der schlimmsten Arten und Weisen. Teilweise so sehr, dass sie sich zerstören. Der Wert bleibt trotzdem.
Es ist auch eine Art Bestätigung, wenn man etwas kauft. Man kauft es mit dem Wissen und dem Gedanken, dies hat nie wieder jemand. Für den Künstler natürlich eine tolle Sache, da er wieder mit dem Geld etwas machen kann. Was auch immer. Sein Herzblut steckt trotzdem darin und seine Liebe des Augenblicks des Schaffens.

Im Grunde ist das komplette Leben eine Ware. Autoren schreiben Bücher, welche auch Ware sind und doch wird es nie wieder jemanden geben, der nur annähernd an die Ausdrucksweise und den Stil kommen wird, wie der Autor.

Musiker, die nur nachsingen, werden auch niemals an die Originale kommen, obwohl die Originale ebenfalls vielleicht Ruhm und Ansehen, Erfolg und Geld hatten und haben. Selbst nach ihrem Tod (Hendrix, Joplin, MJ,Falco uvm.).Die Originale behielten ihren Wert.........
lg
Ria


Respektiere das Umfeld, die Natur, die Menschen genau so wie man selbst diesen Respekt erwartet
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jk63
Mitglied

14 Forenbeiträge
seit dem 21.07.2009

Das ist jk63

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73 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.08.2009 um 15:15 Uhr

Hallo Ria ! Du hast es erkannt und ich habe den nichts mehr hinzu zufügen . lg jens


jk
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niwatoriah
Mitglied

2 Forenbeiträge
seit dem 05.09.2010

Das ist niwatoriah

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74 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.08.2009 um 03:18 Uhr

Das Leben als Ware -
man merkt, was Jahrzehnte von Gehirnwäsche angerichtet haben. Deshalb steht bei einem Gesangsstudium heute auch das Thema "Selbstvermarktun" mit auf dem Lehrplan. Steter Tropfen höhlt den Stein!

Das Leben (bzw. die Kunst als Teil des Lebens) als Pokerspiel, dieses Bild scheint mir doch zutreffender, denn jeder versucht aus seinem Blatt so viel wie möglich herauszuholen.

Sind es wirklich die Ideen, die Schönheit, die in den Museen hängen? Ist es vielleicht doch eher das Kollektive Unbewusste, das Werk von Spekulanten und Experten? Wäre es anders, wie ist es möglich, dass über all die Jahrtausende hinweg offensichtlich keinerlei Wirkung eingetreten ist? Das Pendel der Geschichte schlägt unbeirrt hin und her, und es wiederholen sich immer wieder die gleichen Dinge wie Aufbau und Zerstörung, Vegeistigung und Verrohung, Spiritualisierung und Kommerzialisierung.

Ist die Kunst nicht viel eher das Baströckchen, welches die menschliche Scham bedeckt, auch wenn der Künstler sie als Dorn im Fleisch angelegt hat?

Sie ist im kommerziellen Betrieb ein Gut, mit dem man Geld verdienen kann, vor allem aber etwas, womit man sich über die anderen Ochsen erheben und wichtig machen kann. Manch mattes Leben erhält über ein Konzertabonnement oder einen Kunsthallenbesuch ein wenig Hochglanzspray, eine Aura von Superbität. Denn die meisten Menschen haben dank eines entsetzlichen Kunstunterrichts an der Schule den Eindruck erhalten, dass sie von Kunst keine Ahnung haben und darüber nicht urteilen könnten.


Andreas
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leonessaaustria
Mitglied

3 Forenbeiträge
seit dem 18.08.2009

Das ist leonessaaustria

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75 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 22.08.2009 um 19:16 Uhr

KUNST als WARE
hat für mich einen inneren und einen äußeren Aspekt.
Für mich bedeutet Kunst in erster Linie meine Kunst zu schaffen und das wiederum heißt für mich, daß ich ganz mit mir eins werde, mir, meinem innersten Wesenskern ganz nahe komme. Regelmäßig ist es so, daß ich bevor ich mich meinem Bild in Arbeit zuwende, und das gilt bei mir für fast jegliche, sonstige Arbeit auch, ich erst den Widerstand, die Trägheit, die Erdschwere in mir überwinden muß und dann widme ich mich meinem Bild und plötzlich wird mir bewußt, daß ich eins bin mit der Aktion, den Farben, den Formen. Bei jedem Bild, das ich male spiele ich vorwiegend eine bestimmte Art von Musik, das wechselt von Bild zu Bild ab. Und in diesen kostbaren Momenten, so ich mir meiner Einheit bewußt werde, bin ich auch zB auch 3/4 Takt. Für mich ist das ein unbeschreibliches Glücksgefühl.
Aber die äußere Seite sieht doch anders aus: Bin ich professioneller Künstler, muß ich von meiner Kunst leben, dann ist das doch wirklich schwierig. Miete, Heizung, Material, Lebensmittel, all das will bezahlt werden und keiner der Anbieter dieser lebensnotwendigen Dinge frägt, woher ich mein Geld nehme. Als freiberuflicher Künstler ist man doch, außer man kann von Luft und Liebe leben, angewiesen, seine Bilder zu verkaufen und ist dadurch ein Rädchen im Markt, der nach ganz kommerziellen Gesetzen funktioniert. Das ist das große Dilemma, das diejenigen, die von ihrer Kunst leben wollen und nicht in den Seitenblätter-Magazinen herumlaufen, gezwungen sind, Ware zu verkaufen oder zu hungern oder einem Nebenerwerb nachzugehen, der viel Zeit und Energie raubt, Energie, die eigentlich in den Mal- und Selbstausdrucksprozeß fließen sollte.
Oder es kommt anders, wie bei mir. Ich habe einen ganz anderen Beruf, den ich sehr liebe und der mir eine gewisse Möglichkeit auch an Zeiteinteilung bietet. Ich bin Autodidakt, habe das Malen nicht gelernt, sondern ich male einfach aus meinem Inneren heraus. Mit der Zeit habe ich mir eine gewisse handwerkliche Praxis erlernt. Aber mein Vorteil ist, daß ich malen kann, was ich will, was aus meinem Inneren entströmt und daß ich, um mein Leben zu finanzieren, nichts verkaufen muß. Aber alles hat auch 2 Seiten und vielleicht, erkenne ich durch genau diese Diskussion, wo meine Ketten und Fesseln liegen. Ich liebe es aber Dinge miteinander zu verknüpfen. Ich schreibe auch Texte zu den Bildern und auf meiner Homepage bin ich dabei auch ein Rechtspanorama einzurichten, wo ich auf meinen Brotberuf zurückgreife und für Kunstschaffende wichtige und nützliche Themen ansprechen will. Das ist eben mein persönlicher Weg, wo ich meine Kunst, da jeden Monatsersten mein Gehalt ohnehin am Konto ist, nicht zur Ware machen muß, um überleben zu können. Ich glaube, es ist einfach ein Glücksfall, von dem man von vornherein nicht ausgehen kann, daß man von seiner Kunst, die authentisch aus dem Inneren kommt, wirklich leben kann. In den meisten Fällen wird man, wenn man sein Schaffen nach seinem inneren Ausdruckbedürfnis leben will, Kompromisse auf irgend einer Ebene eingehen müssen.

Liebe Grüße an alle aus dem Naturschutzgebiet der Thaya-Auen in Niederösterreich
Astrid


leonessaaustria
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Lean12
Mitglied

2 Forenbeiträge
seit dem 28.09.2009

     
76 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.09.2009 um 18:22 Uhr

Ich denke schon dass Kunst ware sein muss. Wenn es bei einem Kunstwerk widersprüchlich wäre es käuflich anzubieten kann sich der Künstler ja ohne weiteres dagegen entscheiden und es nicht kommerziel der Allgemeinheit zugänglich machen.

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maler-hans
Mitglied

291 Forenbeiträge
seit dem 12.05.2006

Das ist maler-hans

Geschlecht:
     
77 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 29.09.2009 um 23:44 Uhr

Zitat:

Das Leben als Ware -
man merkt, was Jahrzehnte von Gehirnwäsche angerichtet haben.

Ist die Kunst nicht viel eher das Baströckchen, welches die menschliche Scham bedeckt, auch wenn der Künstler sie als Dorn im Fleisch angelegt hat?

Ganz falsch ist die Bemerkung über Gerhirnwäsche sicher nicht (schönen Gruß von Wahlsieger Westerwelle), trotzdem:

Natürlich bedeckt das Baströckchen Kunst menschliche Scham! Es ist leider völlig aus der Sitte gekommen, sich zu schämen – dabei gäbe es (Gehirnwächse!) wahrhaftig Gründe genug. Und wieso legt »der Künstler« die Kunst als Dorn im Fleisch an? Welcher Künstler? Und in wessen Fleisch? Völlig unzulässige Verallgemeinerung. Hört doch auf, die Kunst zur Gesellschaftskritik verkürzen und zwingen zu wollen! Sie darf das, natürlich, muss aber nicht! Auch das ist künstlerische Freiheit (von den Ansichten anderer Kollegen, zum Beispiel).

Und wer Kunst wirklich nur (!) für sich selbst schafft soll das tun und sich dabei weiter selbst belügen. Kunst ist verkäuflich – was keineswegs impliziert, der Künstler sei es auch.


Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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artcaos
Mitglied

9 Forenbeiträge
seit dem 24.10.2009

Das ist artcaos

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78 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.10.2009 um 11:18 Uhr

kunst sagt uns, und zeigt uns, wie es
in der Welt zugeht,!!??
O respekt für die Umwelt,!!
O Tolleranz für alle und jeden,!!
artcaos im Weltcaos,!!?


last uns Streiten nur im Licht.
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Fluuu
Mitglied

725 Forenbeiträge
seit dem 18.10.2003

Das ist Fluuu

Geschlecht:
     
79 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 02.11.2009 um 20:38 Uhr

Zitat:

Der Mensch prostituiert sich täglich...
...Im Grunde ist das komplette Leben eine Ware.
lg
Ria

Mir stehen die Haare zu Berge auf Grund Deiner Ansichten aber Du vertrittst wahrscheinlich die Meinung der Mehrheit denn die meisten Leute buhlen den ganzen Tag und Nachts vielleicht auch noch nach Geld und taxieren alles auf ihren materiellen Wert.
Die wenigen guten freiberuflichen Künstler die es gibt tun das hoffentlich nicht.
Von Kunst Leben heißt nicht Geld machen, das ergebt sich, sondern die kreativ/schöpferische Arbeit ist die zwingende Haupttätigkeit des Tages und der Nacht als eine Art Lebenselexier.

Lebe nicht von Luft und Liebe sondern von Luft und unerfüllter Liebe, ist wesentlich ergiebiger und ermöglicht absoluten Luxus.

Kommt es zu einer positiven Begegnung mit etwas Liebevollem ist das ein Highlight und ein Kick, nicht nötig zu Taxieren wo der Vorteil ist oder welcher materielle Gewinn bei rausschlagen könnte.
Einen ähnlichen Wert haben die guten gelungenen Kunstwerke.

Der Kunstmarkt hingegen funktioniert nach den ökonomischen Gesetzen der Marktwirtschaft, die Werke meist von schon längst toten Künstlern die sich nicht mehr wehren können, werden gehandelt wie auf dem Basar der Superlative, ein paar Millionen mehr oder weniger spielen keine Rolle.

gruß fluuu


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