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Kunstforum: Ist Gott ein Künstler ?


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 10:36:36
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Forum > Plauderecke > Ist Gott ein Künstler ?
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Autor
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Thema: Ist Gott ein Künstler ?
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 60 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 23.03.2008 um 01:29 Uhr |
...wunderbare Auslegung der menschlichen Schöpfung vom
Gottesbegriff, so ist diese Überlieferung aus grauer Vorzeit
nach zu vollziehen...der Glaube an Gott ein Kunstwerk...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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gryczan
Mitglied
 4 Forenbeiträge seit dem 05.12.2007

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| 61 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 28.03.2008 um 04:34 Uhr |
Diese Nachricht wurde von gryczan um 05:10:14 am 28.03.2008
editiert
ohne eitelkeit möchte ich mich für das kompliment bedanken,
Fluuu; deine offene art und, ich vermute es, uneitle
teilnahme
an allen möglichen themen bei xarto, finde ich erfrischend
und kein bißchen aufdringlich, etc. es ist ja selten genug,
daß wir bereit sind, mehr als einen kleinen finger von uns
zur verfügung zu stellen.... so ist es gut, jemanden zu
sehen, der sich nicht zu schade ist, seine gefühle oder
gedanken zu allem, was ihm auf der haut brennt,
auszudrücken. was sonst, als großer ausdrucks-wille oder
darstellungsdrang macht einen künstler denn aus !? ---- NUR
wer nicht fühlt, soll für immer die klappe halten. - so
ähnlich sagte es breton einmal.
NUN ABER noch ein wort zum THEMA GOTT :
viel wird von der bibel her, vom christentum aus oder aus
wer weiß welchen religions-richtungen sonst (esoterisch,
spiritistisch, etc.!) interpretiert oder argumentiert. ---
schlimm genug, daß der eindruck entsteht, GOTT ist ein
schlechter künstler, wenn wir uns einmal ansehen, was diese
religionen oder heiligen schriften zum ergebnis haben . EINE
PERVERTIERTE WELT, die tatsächlich nur noch eigentlich von
hohlsinnigen, eitlen und wenn ehrlich, dennoch zu anmaßenden
wissenschaftlern beherrscht wird, die aus allem und jedem
nur noch den nutzen extrahieren - mit zu dämlichen
zahlenspielen, die nur um sich selber kreisen, ohne irgend
etwas wirklich erklären zu können. wohl der schlimmste
glaube heute, ist der glaube an die wissenschaft. dieser
irre glaube (nicht höher etwa stehend - was die vernunft
oder logik angeht - als der aberglaube der esoteriker!)
bleibt als letzter glaube über... ob die religiösen menschen
es wollen oder nicht. - JEDOCH entsteht ja dieser
fanatische glaube an die erklärbarkeit und ausnutzung aller
welt durch die wissenschaften als REAKTION auf das
skandalöse menschliche versagen der religionen. ich bin der
auffassung, wir sollten einmal wagen, die religiösen ideen
alle, ALLE DURCH DIE BANK, fallen zu lassen, oder - besser
noch: sie einfach vergessen. vielleicht würde dann einmal
ein frischer wind (geist!) durch uns und über die erde gehen
können, wo wir wieder auch ein neues menschenbild lernen
könnten, wo evtl. wir den erde-dingen und kosmischen wesen
(dazu zähle ich außer den menschen, tieren, daimonen auch
die in den märchen-legenden verborgenen geist- seelewesen!),
wo wir also lernen könnten mit achtsamkeit und heiligend
(weil heilend), "dichterisch..." also
(hölderlin!), durchs leben, durch den ALL-TAG gehen zu
können.
ein wesentlicher punkt fällt mir noch ein -: zu oft wird
vergessen, daß die menschen der sogen. indigenen völker
nicht weniger klug, inspiriert und weise sind, als wir. ihre
religiösen oder philosophischen anschauungen müssen wir also
ebenso ernst nehmen, wie die der "größten"
europäischen, indischen oder arabischen weisen, propheten
und philosophen.
so bin ich zb. anhänger fast der anschauungen der
tasman.aborigines oder mincka-indianer, bei welchen der
gedanke fern liegt von schuld, sünde, oder weltgericht, etc.
schon immer mußte ich lächeln bei dem glauben vieler
menschen an die existenz der hölle, des teufels, etc.
wie kann es den teufel geben, wo es gott gibt, und
umgekehrt! zu absurd! - wenn man denn wirklich konsequent
sein will. der glaube an gott UND der glaube an den teufel
schießen sich gegenseitig ab... wenn das doch endlich auch
die fanatiker erreichte! - vieles an greueln bliebe uns
endlich, und bliebe der erde ersparrt!
leider läßt sich das hier nicht ausführlicher darstellen...
am schlimmsten scheint mir jedoch die ignoranz gegen die
hohen und tiefen einsichten der "naturvölker"!
ihre weniger religiöse, als vielmehr POETISCHE weltsicht und
haltung zum leben (gott, natur, kunst, kosmos etc.) wird
schon bald im zentrum aller menschen stehen - wenn denn die
natur uns - SCHÖN POETISCH ! - aus unseren IDYLLEN
vertrieben hat!!!!! - diese idyllen sind unsere
zivilisatins-monsterburgen, die wir städte nennen, die
religiösen hochburgen, die wissenschaftlichen schein-welten,
die sozialen ersatz-welten etc.!
dies wollte ich hier einmal angemerckt haben, nachdem ich
fast alle beiträge dieses forums gelesen...
wenn gott denn in künstler "werden" soll, dann
sollten wir dafür sorgen, daß er ein wirklich guter künstler
wird - durch unsere eigene kunst -. SCHEINKUST - davon haben
wir ja überall die NASE VOLL - oder?
herzlich, kbg
ERDENMACHER (kunst in aktion) GRUENDUNG K.7.K / http://www.lumengo.com/atelierkbg
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delubi
Mitglied
 4 Forenbeiträge seit dem 28.03.2008

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| 62 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 28.03.2008 um 18:24 Uhr |
Was ist oder wer ist Gott ? Steht die Bezeichnung Gott nicht
als ein von Menschen erschaffendes Symbol für das Unfaßbare
nicht Begreifbare der Entstehung des Universum.
Es ist zu einfach "Gott" auf einen Künstler zu
reduzieren, trotzdem sei der Vergleich erlaubt und schon
stellt man wiederum fest daß das Symbolhafte mit dem Namen
Gott für uns Menschen nicht fassbar und begreifbar ist
,daher können wir nur glauben "es sei so".
E.Fermen
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Regina Herzog
Mitglied
 20 Forenbeiträge seit dem 11.03.2005

Geschlecht:
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| 63 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 29.03.2008 um 20:17 Uhr |
@gryczan: puuuh, so ein Cocktail an Meinungen in einem
einzigen Beitrag Vieles interessant, manches für meinen Geschmack etwas zu
ausschliesslich formuliert, anderes einfach wahr. So ein
hartes Thema läßt sich - wie richtig bemerkt - nicht
wirklich befriedigend schriftlich fixieren in solch einem
Forum. Zu einer einzigen Sache möchte ich Stellung nehmen:
Warum ist es so unmöglich, dass es Gott UND den Satan
(Widersacher) gibt Du stellst das so absolut in den Raum, dass es beide nicht
gleichzeitig geben kann, mich verwundert die
Unverrückbarkeit deiner Aussage etwas. Ich persönlich vermag
durchaus, beide zu sehen und als nebeneinander existent zu
erleben. Den einen als Schöpfer und Schaffenden, den anderen
als Rebell und mit dem Willen zu zerstören. Gegenspieler
sozusagen. Macht für mich durchaus Sinn. Ich stell es
einfach mal als Frage in den Raum....
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gryczan
Mitglied
 4 Forenbeiträge seit dem 05.12.2007

Geschlecht:
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| 64 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 30.03.2008 um 05:48 Uhr |
Diese Nachricht wurde von gryczan um 06:01:02 am 30.03.2008
editiert
nach einer durchgearbeiteten nacht versuche ich hier eine
antwort ---
wenn man etwas tiefer nachhackt, steckt wohl in jedem auch
ein "kleiner extremist", in mir wohl also auch...
nein! spaß beiseite, liebe regina; ich danke dir für deine
zustimmenden worte, aber auch ein dank für die kritische
seite deiner äußerung!
das ist aber auch "typisch" MANN, so
ausschliessliches zu äußern! ich werde nicht ironisch.
allerdings möchte ich auch ein wenig beharren wollen auf
meiner haltung - weil ich zu oft erlebe, wie rückgrad-los in
unserer zeit kompromiße hingenommen werden, so daß es dann
nicht wirklich zur elementaren klärung und wesentlichen
ausseinandersetzung kommt, bei uns alle doch sehr
betreffenden themen!
natürlich erlaubt der platz hier nicht, so differrenziert zu
sein, wie ich es gern möchte und wie das thema es erfordert.
irgend etwas ist wohl immer zu opfern, um wirkliche
kommunikation auslösen zu können... aber sie wird ausgelöst,
das ist wichtig! und ganz sicher denke ich oft nach über den
ton meiner argumente; also - deinen hinweis nehme ich sehr
ernst.
NUN kurz noch zum thema satan-gott -: ich bin nicht in der
lage nachzuvollziehen, warum wir uns so schwer tun, das
naheliegendste, offensichtliche zu erkennen und von einer
warte aus diskutieren, die erkennen läßt,
daß wir unsere eigene dimmension und stellung in der welt
nicht wirklich konsequent durchdenken!
ist es denn nicht einleuchtend, daß "der teufel"
ebenso eine sprachliche bildung ist, wie das WORT
"gott"? woher aber kommen diese worte, wenn nicht
aus der in mir - wie immer auch ! - entstandenen BILD-WELT
, die wiederum worte-natur hat. das WELT-BILD also, in dem
teufel und gott zugleich einen platz haben, ist eine
bildung aus dem sprachraum (hier), der griechisch-römisch,
jüdisch-christlich grund-geprägt wurde. erhebe ich mich nur
fünf zentimeter über diese sprachprägung, kann ich erkennen,
was sie mit mir und meiner BILD-WELT macht. und ich kann
ihre "beschränktheit", also befangenheit erkennen,
die mich einlullen will oder kann...
einfacher noch - der kürze wegen! - : bleibe ich bei den von
der erziehung, durch mich selbst und von den religionen in
mir angelegten deutungsmustern (moralischer o.anderer natur)
darüber, was GUT und was BÖS` ist, werde ich wohl kaum
nachvollziehen können, was außerhalb von mir am guten das
gute ist, und am bösen das böse... das aber gibt es! das
dasein außerhalb meiner deutungsmuster! wir sollten
zumindest bereit sein, unsere deutungsmuster zu hinterfragen
und in ihren gründen zu forschen -. vielleicht erkennen wir
dann, daß all das, was wir heute das böse nennen, morgen das
gute sein kann, weil unser horizont gewachsen ist und uns
einleuchtet, weßhalb das sogen. böse von einst, eigentlich
etwas gutes war... usw.
wählen wir aber einmal den standort dessen, dem diese welt
so gelungen ist, wie sie uns heute nun einmal "zur
verfügeung" steht und den das WORT "gott"
bezeichnet,
so ist es doch auch einsichtig, wie absurd für ihn (oder sie
oder es!) unsere vorstellung vom satan erscheinen muß! hat
GOTT eine richtung gewählt, dann doch sicher die zum GUTEN
hin; eine andere ist UNDENKBAR ! jedenfalls für gott, dem
doch ALLES und DAS GANZE "untersteht" - wo wäre
da platz für einen gauner, der die richtung ändern will und
kann?
natürlich kenne ich die hintergründe, mit welchen
verständlich wird, weßhalb sich menschen auf ihrer
theaterbühne "welt" auch einen teufel
konstruierten. der wichtigste aber ist wohl doch das
versagen des verstandes, dem nicht einleuchten will, daß er
in seiner begrenztheit solche konstruktionen braucht, um
sich wohl zu fühlen in einer schier unerklärlichen welt
voller sonderbarer widersprüche! ist aber diese
beschränktheit eingesehen und überwunden, läßt es sich sehr
wohl (moralisch und aber angstfrei !) ohne teufel, hölle,
DAS BÖSE AN SICH etc. in gottes welt leben!
den widersacher und rebellen und zerstörer gibt es nur in
uns selbst! --- denken wir ihn konsequet FORT, denken wir
womöglich auch unser eigenen gründe, die ins
"böse" führen, fort und sind nicht gezwungen, es
perpetuierend zu erneuern. da brauchen uns die priester,
gurus, falschen propheten - um ihrer selbsbefriedigung
willen und um ihre nutzlose existenz begründen zu können....
nun soll das aber genug sein für jetzt. ich hoffe einiges
zur diskussion angeboten zu haben... alles SOLL fließen,
auch diese worte hier... sie sind wandlungsbereit...
herzlichen gruß - kbg
ERDENMACHER (kunst in aktion) GRUENDUNG K.7.K / http://www.lumengo.com/atelierkbg
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Regina Herzog
Mitglied
 20 Forenbeiträge seit dem 11.03.2005

Geschlecht:
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| 65 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 30.03.2008 um 16:36 Uhr |
......wandlungsbereit.......! Welch ein schönes Wort! Das
ist es , was ich meine: wandlungsbereit zu sein, OHNE faule
Kompromisse zu machen. Denn, alles fließt tatsächlich.
Veränderungen gehen ständig vor sich. Früher (sprich
jugendlicher) neigte ich gerne dazu, meine Ansichten als
unverrückbare allunfassende Wahrheiten zu dokumentieren.
Heute bin ich vorsichtiger. Ich bin weit davon entfernt,
meine Meinung anzupassen. Das schaffe ich "nicht
einmal" beim Malen. Es ist völlig gegen den momentanen
Zeitgeist, so informell vor sich hinzumalen, aber ich kann
nur ehrlich sein beim Malen, und dieser Stil fasziniert mich
am meisten...... zur Zeit! Macht das nicht den schöpfenden
Künstler in uns aus? Ehrlichkeit und Tiefe? Für mich ist nur
das eine Schöpfung, was einem ehrlichen Gefühl, einer
starken Triebfeder entspringt - alles andere nenne ich eher
Reproduktion. Allein deshalb sehe ich (um auf das Thema
zurückzukommen) Gott als Schöpfer und wahren Künstler, und
kann ihn nicht anders als Person sehen, denn ein Wort, (ein
Wortspiel, eine Wortschöpfung) kann in meinen Augen nichts
"schaffen", geschweige denn
"erschaffen". Und dass die - wo unverdorben -
wunderschöne Natur Zufall sein soll, paßt nicht so ganz in
meinem Kopf, denn ich erlebe sie als Kunst!
Ich finde es jedoch auf jeden Fall sehr positiv, dass durch
deine Beiträge der Mut zu dieser und anderen Diskussionen
neu entfacht ist 
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

Geschlecht:
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| 66 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 31.03.2008 um 02:15 Uhr |
@ gryczan
Da hast Du mal einiges zur diskussion angeboten !
.....das ist aber auch "typisch" MANN, so
ausschliessliches zu äußern! ich werde nicht ironisch.
allerdings möchte ich auch ein wenig beharren wollen auf
meiner haltung - weil ich zu oft erlebe, wie rückgrad-los in
unserer zeit kompromiße hingenommen werden, so daß es dann
nicht wirklich zur elementaren klärung und wesentlichen
ausseinandersetzung kommt, bei uns alle doch sehr
betreffenden themen!.....
Solch klischeehaftes Männerbild ( Geschlechterorientiertes
Denkschemahta )
aufrecht zu erhalten liegt mir fern.
Deine Einstellung, gegenüber Kompromissen teile ich eben so
wenig.
Ich denke nur durch Kompromissbereitschaft kommt es zu
elemetaren Klärungen.
Durch Kompromisslosigkeit herraufbeschworene
Ausseinandersetzungen haben nur eine
wesentliche Klärung zur Folge, nachdem ein Kompromiss
entstanden ist.
Kompromisslosigkeit ist ( selbst- ) mörderisch !
Demnach, ist meiner Meinung nach, der Kompromiss
unumgänglich und immer die
zwangsläufige Folge von
Ausseinandersetztung/Diskussion/Klärungsbedarf usw...
In unserer Zeit werden Kompromisse mit genausoviel Rückrad
hingenommen wie eh und jeh.
Dein Standpunkt zu Kompromissen steht momentan sowieso im
Widerspruch zu Deiner Wandlungsbereitschaft.
Vielleicht hilft es an dieser Stelle Deinen Spruch "
alles soll fließen "aufzugreifen !?
Das fließende Element lässt nämlich schöne Vergleiche zu,
die oftmals auch auf den
menschlichen Geist/Psyche zutreffen.
Geht oftmals den Weg des geringsten Wiederstands.
Vor einer Barriere sammelt das Element solange Kraft, bis es
das Hindernis durchbricht,
um- oder unterspühlt.
Nach einem Hindernis bilden sich Strudel, rückläufige und
reißerische Strömungen.
Die Natur hat somit für mich, schon soviele
Gesetzmäsigkeiten in sich,
die Richtig interpretiert die Gesetzte, die wir Menschen uns
für zwischenmenschliche
Belange geschaffen haben, in nichts nachstehen.
Für meinen Teil ist und war "Gott" ( ...oder an
das was jeder Einzelne glaubt ! )
Nie nur eine Wortkreation, zumal das gesprochene und
geschriebene Wort ja wohl
das zunächst letztere Mittel des menschlichen Ausdrucks ist.
Davor ist und war immer, Gefühl, Bilder und Gebärden,
Imagination, Intuition, Assimilation.
Die Welt wie sie uns heute "zu Verfügung" steht
ist zu einigen Prozent eben nicht mehr von
"Gott" geschaffen.
Da Freiheit immernoch eine Illusion ist schau ich jetzt auf
die Uhr.
Wörtliche Grüße !
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gryczan
Mitglied
 4 Forenbeiträge seit dem 05.12.2007

Geschlecht:
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| 67 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 01.04.2008 um 00:54 Uhr |
wörtlich auch, schön gegrüßt! P.TOM -
leicht daneben ist auch vorbei .... wer nur ein haarbreit
von der wahrheit entfernt ist, verfehlt sie dennoch ganz,
sagt ein zen-spruch. ---- so oder so ähnlich ist das mit den
kompromiß bei mir gemeint. und es geht mir dabei keineswegs
um die persöhnliche ebene, sondern um die von mir oder dir
unabhängige einsicht, die von sich aus den kompromiß
zurückweist... -im ungang der menschen untereinander gebe
ich dir natürlich recht
ich gebe zu, daß hier, in der kürze, meine einwürfe leicht
mißzudeuten sind. womöglich ist die dialektik darin so kaum
nachzuvollziehen, da wär eine längerer disput von nöten,
womöglich.
schade, daß auch die selbstironie meiner "nicht
ironischen" aussage zu "typisch mann" dir
scheinbar verborgen bleibt.
menschlich wandlungsbereit zu bleiben, mit der schwierigen
einsicht, daß es dinge im leben gibt, die kompromißlosigkeit
verlangen, das ist wohl die schwierigkeit unseres
menschlichen lebens an sich.
wahrscheinlich meinen aber wir beide zwei unterschiedliche
bedeutungsfelder, die das wort kompromiß besitzt. --- ich
meine zb. kompromisslosigkeit mehr im sinne von "alle
kraft geben", "die grenzen überschreiten",
"über sich selbst hinaus wachsen", also so, das es
zu einer klärung über die persöhnlichen, oder
gesellschaftlich gesetzten grenzen hinaus kommen kann -im
sinne der zu klärenden sache... wo alle eitelkeiten ein ende
finden... in der kunst allerdings verbieten sich kompromiße
in jede richtung. - ich weiß, diese ausschließlichen
aussagen! sie machen angst. aber - das sollen sie ruhig! ich
habe die erfahrung, daß schon der kleinste künstlerische
kompromiß das haar wird, daß mich unendlich von der wahrheit
entfernt. und - die kunst ist und bleibt ein für die
persöhnlichen eitelkeiten vernichtendes gefecht! das ist gut
so, weil so nur DIE gute kunst entstehn kann, die bleibt.
die schwäche unseres intellekts ist, daß er uns so gern über
die eigene beschränkung hinwegtäuschen will, um die macht im
haus zu behalten. der knecht will gern den hausherren
verdrängen. so sehe ich immer wieder seinen sieg in der
miß-achtung dessen, was sich in der menschlichen sprache
eigentlich, also im WORT, manifestiert!
meine aussagen zum wort GOTT sind aussagen eines künstlers,
eines "poeten", der natürlich um die ganze
verwurzelung unserer sprache im sinnlichen sein, in dem
ungeteilten ganzen unserer wahr-nehmung weiß.
so weiß ich also, das das wort GOTT all das enthalten muß,
was sich uns durch gebärde, intuition, imagination,
assimilation etc. mitteilt, um in seiner be-deutung bestehen
zu können.
anders gesagt - beim erscheinen des wortes "gott"
erscheint eben all das , was sich mir als GOTT mitteilt,
über alle meine sinne. was also kann bedeutender für uns
sein, als diese wortkreation, solange wir den menschlichen
raum nicht verlassen wollen. wo liegt eigentlich der grund
für das große mißtrauen unserer wichtigsten fähigkeit
gegen-über, der sprache?!
irgend ein hirnforscher erwähnte einst, daß wohl die
eigentliche revolution vor allen sogen. revolutionen, jener
zeitpunkt war, als wir das erstemal beim nennen eines
gegenstandes fähig wurden, diesen gegenstand zu sehen - mit
dem inneren blick. nun, wenn ein wissenschaftler sogar fähig
ist dies zu erkennen, sollte uns künstlern diese alte
wahrheit vom WORT eigentlich selbstverständlich sein.
warum zb. beginnen fast alle alte mythen und
religions-lehren mit der hervorhebung des WORTES? sie wissen
es seit langem; damals hat wohl der hausherr, die weisheit
(oder intelligenz?), nicht der knecht, der verstand (oder
intellekt!) das SAGEN in uns gehabt.
von meiner betonung dieser für uns menschen, meiner ansicht
nach, elementaren(weil existenziell entscheidenden)
bedeutung der sprache, darauf zu schließen, daß ich andere
"wichtigkeiten" ausschließe, ist etwas kurz
gegriffen, oder?
natürlich ist die "wortkreation" für gott niemals
genügend,
das wird uns aber ERST durch diese wortkreation deutlich!
vielleicht ist die wandlungsbereitschaft des göttlichen zu
finden, wo wir uns selbst sehen - als "die
macher", dort noch am meisten womöglich? da bleibt in
der welt kein prozentchen für unsere eitelkeit über, das
sage ich hier mal kompromiß-los....
danke für die kritischen hinweise! --- ich will heut` noch
einiges "machen"...
herzlich, kb
ERDENMACHER (kunst in aktion) GRUENDUNG K.7.K / http://www.lumengo.com/atelierkbg
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 68 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 11.04.2008 um 00:48 Uhr |
Hallo,
wollte mich eigentlich hier im Thread "Ist Gott ein
Künstler ?" überhaupt nicht äußern weil diese
Suggestivfrage in meinem Weltbild nicht existiert.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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beziehungsWEISE
Mitglied
 1 Forenbeitrag seit dem 23.04.2008

Geschlecht:
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| 69 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 23.04.2008 um 18:26 Uhr |
Gott ist der, der weiß, um Gott (Göttin) zu sein macht sich
der Mensch, in seiner überlistenden Art und Weise, ganz
heiß, das Resultat ist menschlicher Verschleiß. Keiner wird
umsonst zum alten und versauerten Greis, der Mensch bezahlt
für seinen Dickkopf und mangelnden Einsichtwillen einen
hohen Preis.
Ich zeige euch wer Gott ist: http://home.arcor.de/uniperversum/html/wer_ist_gott_.html
beziehungsWEISE
Der Mensch wächst über sein wahres Wort. Doch wie altert er? Ohne dieses sofort.
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