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Kunstforum: tja Künstler


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Forum > Künstler > tja Künstler
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Autor
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Thema: tja Künstler
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Fluuu
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    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 50 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 03.06.2007 um 14:50 Uhr |
Hallo talasim,
von dem Testen der eigenen künstlerischen Fähigkeiten in der
Malerei und den entstandenen Bildern im Netz, in
"Kunstcommunitys", in Foren usw. halte ich nicht
sehr viel. Das ist alles virtuelles Zeug und hat seine
eigenen Gesetze. Der Umgang mit Kunst und das Entwickeln des
Gespürs dafür geht letztendlich nur real wenn man direkt
vor dem Bild steht.
Was im Netz teilweise für Kommentare zu Bildern abgegeben
wird spottet jeder Beschreibung.
So ist ein virtuelles Zeigen nicht unbedingt aussagekräftig
und ändert an der Realität nicht viel oder was bringt es
wenn zu einem Bild zig mal ´schön´, ´gefällt´ und ´toll´
geschrieben wird, mich würde es nicht begeistern da es sich
um sehr oberflächliche Betrachter handelt.
Zum realen Ausstellen kann man nur ins kalte Wasser
springen, sich einen Ort suchen, die Bilder aufhängen, die
Leute darüber informieren und schauen wie die Reaktion
ausfällt. Ist sie positiv ist es eine Bereicherung im Leben
und wenn nicht, gilt es die Reaktion weckzustecken und sich
erfolgreicheren Aufgaben zuzuwenden. Bin fest davon
überzeugt, wer daheim künstlerisch arbeitet sollte den
Schritt in die Öffentlichkeit wagen, erst wenn die Bilder
oder Skulpturen gesehen werden und Betrachter haben ist der
Prozess vollendet.
Ja, sicher, wenn ich eine Show mache, spiele ich den
selbstbewussten, unverletzbaren und somit auch unnahbaren
Künstler. Das ist dann meine Art des Schutzes in der
Öffentlichkeit, was dann aus dem Wald zurückruft ist
Widerstand, eine gewisse Angrifslust und auch Vorwürfe von
welchen die mich kennen. Wer austeilt muss auch einstecken
usw.
Nein, bei einer Vernissage habe ich noch keine schlechten
Erfahrungen gemacht aber in früheren Zeiten, Schule usw.
Wer sich mit seinen authentischen Bildern präsentiert, auch
wenn sie verschlüsselt sind, macht sich unweigerlich
verletzbar, vor allem wenn sich die dargestellten Themen um
Beziehungen, Begegnungen und anderen menschlichen
Gefülssachen drehen. Andererseite tut es auch wieder gut der
Gemeinschaft Vorschläge zu machen, wie damit umzugehen
möglich ist.
Eine eigene Website mit den Bildern gibt das Gefühl
veröffentlicht zu haben und so ein kleines gestaltetes Werk
wie eine Website ist eine persönliche Visitenkarte im
Internet, das kann einen gewissen Gesamteindruck vermitten
vom Werk und dem Künstler der dahintersteckt.
Möchtest Du eine Website haben, kann sie Dir sehr günstig
gestalten...?
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 51 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 06.07.2007 um 12:15 Uhr |
Zitat:
Meines erachtens ist alles was ein Mensch aus Freude und zur
Freude anderer zuwege bringt Kunst.
Wo ist denn das Zitat wieder her, von mir ist es nicht.
Immer dieses Liebliche, Freudige, Schöne, Harmonische, Nette
usw. in der Kunst, das ist ja alles gut und richtig aber wo
bleibt das Provokante, Widerstand leistende, Aufwühlende,
den Prozess des Schmerzes Begegnende, Grausamme, den Spiegel
Vorhaltende usw., dafür Lösungen zu finden in der Kunst
halte ich für wesentlich notwendiger auf die Gemeinschaft
bezogen...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 52 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 30.07.2007 um 20:01 Uhr |
Richtig! Kunst kommt von Können aber vor allem auch von
Kunde, man muss es sagen können.
Der Ansicht war auch schon Joseph Beuys abgedruckt in
´Kunsttheorie im 20. Jahrhundert´ Bd. II, S. 1090
Ansonsten stimme ich Dir nicht zu, es gibt keine
Möchtegernkünsler, genausowenig wie es Hobbykünsler gibt, es
gibt in der bildenden Kunst nur Künstler oder Nichtkünstler.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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JH
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 26.02.2007

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| 53 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 31.07.2007 um 16:26 Uhr |
Bravo A.M.C.!
Besser kann man´s nicht ausdrücken.
Kann nur zustimmen.
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miekla
Mitglied
 7 Forenbeiträge seit dem 25.07.2007

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| 54 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 04.08.2007 um 12:40 Uhr |
Zitat:Zitat:
Oder nach meinem Sinne, Kunst beginnt dort wo die erlernte
Technik aufhört denn die Technik ist nur das Werkzeug genau
wie ein Pinsel Hallo Galerie Seeger, das ist mal wieder so ein großer
Trugschluß. Die Technik ist mit dem Pinsel natürlich nicht
gleichzustellen, denn der Pinsel ist das Werkzeug der
Technik und die Technik ist das Werkzeug des Geistes.
Zitat:
die Kunst hingegen beginnt im Geist der Fantasie und bedarf
weder Technik noch Werkzeug.
Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, die sagen
"Ich kann zwar nicht malen, aber ich hab eine enorme
Phantasie" Was nützt einem großartigen Dichter seine
große Begabung, wenn er in ein fremdes Land geht, dessen
Sprache er nicht spricht und ihn niemand versteht? Das
gleiche kann man auf die bildende Kunst übertragen. Was
nützt mir die Phantasie, wenn ich nicht über die Fähigkeit
verfüge, sie auf´s Papier zu bringen?
Kunst ist nicht nur eine Sache des Ausdrucks, sondern auch
der Mitteilung.
die Kunst hingegen beginnt im Geist der Fantasie und bedarf
weder Technik noch Werkzeug.
KJM
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miekla
Mitglied
 7 Forenbeiträge seit dem 25.07.2007

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| 55 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 04.08.2007 um 12:43 Uhr |
Zitat:Zitat:
Oder nach meinem Sinne, Kunst beginnt dort wo die erlernte
Technik aufhört denn die Technik ist nur das Werkzeug genau
wie ein Pinsel Hallo Galerie Seeger, das ist mal wieder so ein großer
Trugschluß. Die Technik ist mit dem Pinsel natürlich nicht
gleichzustellen, denn der Pinsel ist das Werkzeug der
Technik und die Technik ist das Werkzeug des Geistes.
Zitat:
die Kunst hingegen beginnt im Geist der Fantasie und bedarf
weder Technik noch Werkzeug.
Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, die sagen
"Ich kann zwar nicht malen, aber ich hab eine enorme
Phantasie" Was nützt einem großartigen Dichter seine
große Begabung, wenn er in ein fremdes Land geht, dessen
Sprache er nicht spricht und ihn niemand versteht? Das
gleiche kann man auf die bildende Kunst übertragen. Was
nützt mir die Phantasie, wenn ich nicht über die Fähigkeit
verfüge, sie auf´s Papier zu bringen?
Kunst ist nicht nur eine Sache des Ausdrucks, sondern auch
der Mitteilung.
KJM
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miekla
Mitglied
 7 Forenbeiträge seit dem 25.07.2007

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| 56 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 04.08.2007 um 13:26 Uhr |
Diese Nachricht wurde von miekla um 13:36:38 am 04.08.2007
editiert
Zitat:Zitat:
Oder nach meinem Sinne, Kunst beginnt dort wo die erlernte
Technik aufhört denn die Technik ist nur das Werkzeug genau
wie ein Pinsel Hallo Galerie Seeger, das ist mal wieder so ein großer
Trugschluß. Die Technik ist mit dem Pinsel natürlich nicht
gleichzustellen, denn der Pinsel ist das Werkzeug der
Technik und die Technik ist das Werkzeug des Geistes.
Zitat:
die Kunst hingegen beginnt im Geist der
Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.
Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, die sagen
"Ich kann zwar nicht malen, aber ich hab eine enorme
Phantasie" Was nützt einem großartigen Dichter seine
große Begabung, wenn er in ein fremdes Land geht, dessen
Sprache er nicht spricht und ihn niemand versteht? Das
gleiche kann man auf die bildende Kunst übertragen. Was
nützt mir die Phantasie, wenn ich nicht über die Fähigkeit
verfüge, sie auf´s Papier zu bringen?
Kunst ist nicht nur eine Sache des Ausdrucks, sondern auch
der Mitteilung.
Entschuldigung, tut mir leid, habe euch allen schon 2 Mal
die Zeit gestohlen, weil ich euch (aus Unwissenheit) 2 leere
Beiträge zugemutet habe.
Aber im Gegensatz zu der weitverbreiten Meinung ein Künstler
müsse gar nichts können, tun, wollen oder wissen, sollte
man hier ja vielleicht doch etwas von sich geben.
Zumal ich, trotz des diffusen Begriffs Künstler, hier
scheinbar endlich einen gefundenzu haben glaube, nämlich
einen Künstler der Telepathie! Denn wie anders, als durch
Telepathie transportiert ein Künstler mit der Einstellung: Zitat:
die Kunst hingegen beginnt im Geist der
Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.
seine künstlerische Aussage? Oder braucht er gar keine?
Nur schade, dass es noch so wenige mit seinen telepathischen
Fähigkeiten unter Uns gibt, sonst wäre der Traum der meisten
Möchtergernkünstler: Völlig O H N E ! irgendwelche, wie
auch immer geartete Fähigkeiten und Techniken großartige
Kunstwerke zu produzieren, schon heute Wirklichkeit. Schade,
dass es noch nicht so weit ist, denn dafür würde auch ich
gern all meine scheinbar überflüssigen und über Jahre
unnötiger Weise erworbenen anderen Fähigkeiten in die Tonne
treten! Denn fortan bräuchte man weder Museen,
Ausstellungen, Material und Werzeug, ja selbst Foren wie
dieses wären völlig überflüssig!
Und schon wieder habe ich euch kostbare Zeit gestohlen, denn
ich hätte auch kurz und knapp sagen können: ich schließe
mich zu 100% meinem Vorredner an , der richtigerweise sagte:
"Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler,
...............................! .
Herzlichst
miekla
KJM
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 57 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 13.08.2007 um 11:58 Uhr |
Zitat:
Und schon wieder habe ich euch kostbare Zeit gestohlen, denn
ich hätte auch kurz und knapp sagen können: ich schließe
mich zu 100% meinem Vorredner an , der richtigerweise sagte:
"Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler,
...............................! .
Herzlichst
miekla
...oh man ist das ein Wust, da ist es dringend notwendig
noch etwas das Handwerkliche einer Forumsbedienung zu üben.
Ansonsten gibt es keine "Möchtegernkünstler", gibt
auch keine "Hobbykünstler", es gibt nur Künstler
und Nichtkünstler, sobald man sich nicht ganz sicher ist
zählt man sich zu den Zweiten, ist dann kein Psychopath und
lebt ganz normal, vielleicht mit Persönlichkeitsstörung aber
sonst nach den Vorgaben und verdient sein Geld entweder
durch Lohnarbeit oder durch staatl. Stütze.
Wer allerdings seinen Lebensunterhalt durch Herstellen von
dekorativen Dingen bzw. Design und dem regen Verkauf auf dem
Warenmarkt bestreitet, ist auf jeden Fall ein Nichtkünstler,
eher ein Handwerker, Händler und Kaufmann.
Ein Künster ist jemand der seine kreative Arbeit macht weil
er muss, aus psychopathischem Drang und trotzdem gekauft
wird so, dass er Material und Unterhalt finanzieren kann.
Davon gibt es nicht sehr viele in der Gemeinschaft...
Oder es gibt keine "Möchtegern- und Hobbykünstler"
weil nach Joseph Beuys " jeder mensch ein künstler
(ist)" zutrifft?
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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miekla
Mitglied
 7 Forenbeiträge seit dem 25.07.2007

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| 58 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 13.08.2007 um 20:09 Uhr |
Diese Nachricht wurde von miekla um 20:21:29 am 13.08.2007
editiert
Hallo Fluu, auch wenn Du meinst
zitat:
es gibt keine "Möchtegern- und Hobbykünstler" weil
nach Joseph Beuys " jeder mensch ein künstler
(ist)" ?
Erlaube ich mir eine von der des Herrn Beuys ETWAS
abweichende Meinung.
Auch wenn ihn Jemand (ja wer eigentlich, und mit welchem
Recht ) zum größten Künstler des letzten Jahrhunderts
hochgejubelt hat.
Denn dieser Herr Beuys war wie kein anderer Künstler, auf
einen äußerst aufwendigen Rahmen für seine "Kunst"
angewiesen!
A.......aaaaber schließlich hat er (also Beuys) ja angeblich
auch noch die Kunst von ihren elitären Sockel
heruntergeholt. Darum kostete ja sein Holz-Hocker mit 4
Eisenkugeln darauf, auch nur läppische 450 000,-DM!
Und ich glaube mich ja sogar noch genau an die hunderten von
arbeitslosen nordrheinwestpälischen Kupel zu erinnern die
Seinerzeit alle mit ihren
leicht verdienten 450 000.--DM in der Tasche, vor dem
Wallraf-Richartz-Museum standen und die alle stocksauer
waren, dass ihnen die Bundesregierung dieses (von seinem
elitären Sockel heruntergeholte) "Schnäppchen"
doch glatt vor der Nase wegschnappte!
Diese zwei inzwischen als Zitat so oft verwendeten Sätze,
dass man glauben könnte alle hätten inzwischen die gleiche
Schallplatte gefressen, erinnern mich persönlich an einen
anderen (von einigen Unverbesserlichen) fast genau so oft
zitierten Satz, nämlich den Satz:
"Aber schließlich hat er ja auch all die Autobahnen
gebaut!"
PS ich bin übrigens ein Hobbykünstler, (denn aus dem BBK bin
ich seinerzeit ganz schnell wieder ausgetreten) Und
außerdem ernähre ich mich fast ausschließlich von
"Kunst-Honig, weil ich, wenn ich sage ich könne von
"Kunst" leben, nicht lügen möchte !
KJM
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 59 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.08.2007 um 11:02 Uhr |
...ha, ha, das hat ja gut funktioniert in ein Wespennest zu
stoßen, nicht wahr miekla? Das geht mit Beuys relativ gut,
da kann man eine Einstellung haben wie man will.
Ich bleibe dabei, man kann Künstler nicht im Hobby sein, man
kann als Hobby malen neben seiner Erwerbsarbeit usw. aber
Künstler ist man wenn 24 Stunden am Tag rund um die Uhr auch
nachts in den Träumen und nicht nur zwei Stunden im Hobby.
Das trifft zwar bei mir zu, jedoch würde ich mich im
Zweifelsfall eher als Nichtkünstler sehen und obwohl ich
studiert habe, finde den begriff ´Kreativer Autodidakt´ ganz
angemessen.
Auf jeden Fall imponiert mir die Fähigkeit wie sie Beuys an
den Tag legte, über etwas so zu reden und es ins rechte
Licht zu rücken, dass es etwas bedeutendes wird. Wie er ja
meinte, man muss es auch verkünden können. Diese Fähigkeit
ist auf jeden Fall von Nutzen.
Jeder Mensch ist ein Künsler weil er kreativ seinen
Lebenswandel bestreitet aber es ist kein Hobby für zwei
Stunden am Tag. Es ist eine Lebenseinstellung, eine
Weltanschauung und eine Philosophie. Wer das nicht möchte
ist ein Nichtkünstler oder ein Hobby-und Freizeitmaler.
Ich lebe von, mit und durch die Kunst, weniger materiell als
viel mehr ganz banal in den Alltagsinhalten, im Lebenswandel
durch Anschauen, manchmal Begreifen, Ausstellungen, eigene
Arbeiten und Inspiration...
Dabei taucht dann eher selten das Wahrnehmen oder Schaffen
eines künstlerisch bedeutenden Werkes auf, zu dem ich sagen
würde, das ist Kunst...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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