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Kunstforum: tja Künstler


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 Thema: tja Künstler
Fluuu
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50 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 03.06.2007 um 14:50 Uhr

Hallo talasim,

von dem Testen der eigenen künstlerischen Fähigkeiten in der Malerei und den entstandenen Bildern im Netz, in "Kunstcommunitys", in Foren usw. halte ich nicht sehr viel. Das ist alles virtuelles Zeug und hat seine eigenen Gesetze. Der Umgang mit Kunst und das Entwickeln des Gespürs dafür geht letztendlich nur real wenn man direkt vor dem Bild steht.
Was im Netz teilweise für Kommentare zu Bildern abgegeben wird spottet jeder Beschreibung.
So ist ein virtuelles Zeigen nicht unbedingt aussagekräftig und ändert an der Realität nicht viel oder was bringt es wenn zu einem Bild zig mal ´schön´, ´gefällt´ und ´toll´ geschrieben wird, mich würde es nicht begeistern da es sich um sehr oberflächliche Betrachter handelt.

Zum realen Ausstellen kann man nur ins kalte Wasser springen, sich einen Ort suchen, die Bilder aufhängen, die Leute darüber informieren und schauen wie die Reaktion ausfällt. Ist sie positiv ist es eine Bereicherung im Leben und wenn nicht, gilt es die Reaktion weckzustecken und sich erfolgreicheren Aufgaben zuzuwenden. Bin fest davon überzeugt, wer daheim künstlerisch arbeitet sollte den Schritt in die Öffentlichkeit wagen, erst wenn die Bilder oder Skulpturen gesehen werden und Betrachter haben ist der Prozess vollendet.

Ja, sicher, wenn ich eine Show mache, spiele ich den selbstbewussten, unverletzbaren und somit auch unnahbaren Künstler. Das ist dann meine Art des Schutzes in der Öffentlichkeit, was dann aus dem Wald zurückruft ist Widerstand, eine gewisse Angrifslust und auch Vorwürfe von welchen die mich kennen. Wer austeilt muss auch einstecken usw.
Nein, bei einer Vernissage habe ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht aber in früheren Zeiten, Schule usw.
Wer sich mit seinen authentischen Bildern präsentiert, auch wenn sie verschlüsselt sind, macht sich unweigerlich verletzbar, vor allem wenn sich die dargestellten Themen um Beziehungen, Begegnungen und anderen menschlichen Gefülssachen drehen. Andererseite tut es auch wieder gut der Gemeinschaft Vorschläge zu machen, wie damit umzugehen möglich ist.
Eine eigene Website mit den Bildern gibt das Gefühl veröffentlicht zu haben und so ein kleines gestaltetes Werk wie eine Website ist eine persönliche Visitenkarte im Internet, das kann einen gewissen Gesamteindruck vermitten vom Werk und dem Künstler der dahintersteckt.
Möchtest Du eine Website haben, kann sie Dir sehr günstig gestalten...?

gruß fluuu


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Fluuu
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51 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 06.07.2007 um 12:15 Uhr

Zitat:

Meines erachtens ist alles was ein Mensch aus Freude und zur Freude anderer zuwege bringt Kunst.

Wo ist denn das Zitat wieder her, von mir ist es nicht. Immer dieses Liebliche, Freudige, Schöne, Harmonische, Nette usw. in der Kunst, das ist ja alles gut und richtig aber wo bleibt das Provokante, Widerstand leistende, Aufwühlende, den Prozess des Schmerzes Begegnende, Grausamme, den Spiegel Vorhaltende usw., dafür Lösungen zu finden in der Kunst halte ich für wesentlich notwendiger auf die Gemeinschaft bezogen...

gruß fluuu


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Fluuu
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52 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 30.07.2007 um 20:01 Uhr

Richtig! Kunst kommt von Können aber vor allem auch von Kunde, man muss es sagen können.
Der Ansicht war auch schon Joseph Beuys abgedruckt in ´Kunsttheorie im 20. Jahrhundert´ Bd. II, S. 1090

Ansonsten stimme ich Dir nicht zu, es gibt keine Möchtegernkünsler, genausowenig wie es Hobbykünsler gibt, es gibt in der bildenden Kunst nur Künstler oder Nichtkünstler.

gruß fluuu


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JH
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53 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 31.07.2007 um 16:26 Uhr

Bravo A.M.C.!
Besser kann man´s nicht ausdrücken.
Kann nur zustimmen.

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miekla
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54 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 04.08.2007 um 12:40 Uhr

Zitat:

Zitat:

Oder nach meinem Sinne, Kunst beginnt dort wo die erlernte Technik aufhört denn die Technik ist nur das Werkzeug genau wie ein Pinsel
Hallo Galerie Seeger, das ist mal wieder so ein großer Trugschluß. Die Technik ist mit dem Pinsel natürlich nicht gleichzustellen, denn der Pinsel ist das Werkzeug der Technik und die Technik ist das Werkzeug des Geistes.
Zitat:

die Kunst hingegen beginnt im Geist der Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.


Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, die sagen "Ich kann zwar nicht malen, aber ich hab eine enorme Phantasie" Was nützt einem großartigen Dichter seine große Begabung, wenn er in ein fremdes Land geht, dessen Sprache er nicht spricht und ihn niemand versteht? Das gleiche kann man auf die bildende Kunst übertragen. Was nützt mir die Phantasie, wenn ich nicht über die Fähigkeit verfüge, sie auf´s Papier zu bringen?
Kunst ist nicht nur eine Sache des Ausdrucks, sondern auch der Mitteilung.

die Kunst hingegen beginnt im Geist der Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.


KJM
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miekla
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55 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 04.08.2007 um 12:43 Uhr

Zitat:

Zitat:

Oder nach meinem Sinne, Kunst beginnt dort wo die erlernte Technik aufhört denn die Technik ist nur das Werkzeug genau wie ein Pinsel
Hallo Galerie Seeger, das ist mal wieder so ein großer Trugschluß. Die Technik ist mit dem Pinsel natürlich nicht gleichzustellen, denn der Pinsel ist das Werkzeug der Technik und die Technik ist das Werkzeug des Geistes.
Zitat:

die Kunst hingegen beginnt im Geist der Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.


Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, die sagen "Ich kann zwar nicht malen, aber ich hab eine enorme Phantasie" Was nützt einem großartigen Dichter seine große Begabung, wenn er in ein fremdes Land geht, dessen Sprache er nicht spricht und ihn niemand versteht? Das gleiche kann man auf die bildende Kunst übertragen. Was nützt mir die Phantasie, wenn ich nicht über die Fähigkeit verfüge, sie auf´s Papier zu bringen?
Kunst ist nicht nur eine Sache des Ausdrucks, sondern auch der Mitteilung.



KJM
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miekla
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56 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 04.08.2007 um 13:26 Uhr

Diese Nachricht wurde von miekla um 13:36:38 am 04.08.2007 editiert

Zitat:

Zitat:

Oder nach meinem Sinne, Kunst beginnt dort wo die erlernte Technik aufhört denn die Technik ist nur das Werkzeug genau wie ein Pinsel
Hallo Galerie Seeger, das ist mal wieder so ein großer Trugschluß. Die Technik ist mit dem Pinsel natürlich nicht gleichzustellen, denn der Pinsel ist das Werkzeug der Technik und die Technik ist das Werkzeug des Geistes.
Zitat:

die Kunst hingegen beginnt im Geist der
Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.

Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, die sagen "Ich kann zwar nicht malen, aber ich hab eine enorme Phantasie" Was nützt einem großartigen Dichter seine große Begabung, wenn er in ein fremdes Land geht, dessen Sprache er nicht spricht und ihn niemand versteht? Das gleiche kann man auf die bildende Kunst übertragen. Was nützt mir die Phantasie, wenn ich nicht über die Fähigkeit verfüge, sie auf´s Papier zu bringen?
Kunst ist nicht nur eine Sache des Ausdrucks, sondern auch der Mitteilung.

Entschuldigung, tut mir leid, habe euch allen schon 2 Mal die Zeit gestohlen, weil ich euch (aus Unwissenheit) 2 leere Beiträge zugemutet habe.

Aber im Gegensatz zu der weitverbreiten Meinung ein Künstler müsse gar nichts können, tun, wollen oder wissen, sollte man hier ja vielleicht doch etwas von sich geben.

Zumal ich, trotz des diffusen Begriffs Künstler, hier scheinbar endlich einen gefundenzu haben glaube, nämlich einen Künstler der Telepathie! Denn wie anders, als durch Telepathie transportiert ein Künstler mit der Einstellung:
Zitat:

die Kunst hingegen beginnt im Geist der
Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.
seine künstlerische Aussage? Oder braucht er gar keine?

Nur schade, dass es noch so wenige mit seinen telepathischen Fähigkeiten unter Uns gibt, sonst wäre der Traum der meisten Möchtergernkünstler: Völlig O H N E ! irgendwelche, wie auch immer geartete Fähigkeiten und Techniken großartige Kunstwerke zu produzieren, schon heute Wirklichkeit. Schade, dass es noch nicht so weit ist, denn dafür würde auch ich gern all meine scheinbar überflüssigen und über Jahre unnötiger Weise erworbenen anderen Fähigkeiten in die Tonne treten! Denn fortan bräuchte man weder Museen, Ausstellungen, Material und Werzeug, ja selbst Foren wie dieses wären völlig überflüssig!


Und schon wieder habe ich euch kostbare Zeit gestohlen, denn ich hätte auch kurz und knapp sagen können: ich schließe mich zu 100% meinem Vorredner an , der richtigerweise sagte:
"Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, ...............................! .

Herzlichst
miekla


KJM
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Fluuu
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57 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.08.2007 um 11:58 Uhr

Zitat:

Und schon wieder habe ich euch kostbare Zeit gestohlen, denn ich hätte auch kurz und knapp sagen können: ich schließe mich zu 100% meinem Vorredner an , der richtigerweise sagte:
"Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, ...............................! .

Herzlichst
miekla

...oh man ist das ein Wust, da ist es dringend notwendig noch etwas das Handwerkliche einer Forumsbedienung zu üben.

Ansonsten gibt es keine "Möchtegernkünstler", gibt auch keine "Hobbykünstler", es gibt nur Künstler und Nichtkünstler, sobald man sich nicht ganz sicher ist zählt man sich zu den Zweiten, ist dann kein Psychopath und lebt ganz normal, vielleicht mit Persönlichkeitsstörung aber sonst nach den Vorgaben und verdient sein Geld entweder durch Lohnarbeit oder durch staatl. Stütze.
Wer allerdings seinen Lebensunterhalt durch Herstellen von dekorativen Dingen bzw. Design und dem regen Verkauf auf dem Warenmarkt bestreitet, ist auf jeden Fall ein Nichtkünstler, eher ein Handwerker, Händler und Kaufmann.

Ein Künster ist jemand der seine kreative Arbeit macht weil er muss, aus psychopathischem Drang und trotzdem gekauft wird so, dass er Material und Unterhalt finanzieren kann. Davon gibt es nicht sehr viele in der Gemeinschaft...

Oder es gibt keine "Möchtegern- und Hobbykünstler" weil nach Joseph Beuys " jeder mensch ein künstler (ist)" zutrifft?

gruß fluuu


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miekla
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58 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.08.2007 um 20:09 Uhr

Diese Nachricht wurde von miekla um 20:21:29 am 13.08.2007 editiert

Hallo Fluu, auch wenn Du meinst
zitat:
es gibt keine "Möchtegern- und Hobbykünstler" weil nach Joseph Beuys " jeder mensch ein künstler (ist)" ?

Erlaube ich mir eine von der des Herrn Beuys ETWAS abweichende Meinung.

Auch wenn ihn Jemand (ja wer eigentlich, und mit welchem Recht ) zum größten Künstler des letzten Jahrhunderts hochgejubelt hat.

Denn dieser Herr Beuys war wie kein anderer Künstler, auf einen äußerst aufwendigen Rahmen für seine "Kunst" angewiesen!

A.......aaaaber schließlich hat er (also Beuys) ja angeblich auch noch die Kunst von ihren elitären Sockel heruntergeholt. Darum kostete ja sein Holz-Hocker mit 4 Eisenkugeln darauf, auch nur läppische 450 000,-DM!

Und ich glaube mich ja sogar noch genau an die hunderten von arbeitslosen nordrheinwestpälischen Kupel zu erinnern die Seinerzeit alle mit ihren
leicht verdienten 450 000.--DM in der Tasche, vor dem Wallraf-Richartz-Museum standen und die alle stocksauer waren, dass ihnen die Bundesregierung dieses (von seinem elitären Sockel heruntergeholte) "Schnäppchen" doch glatt vor der Nase wegschnappte!

Diese zwei inzwischen als Zitat so oft verwendeten Sätze, dass man glauben könnte alle hätten inzwischen die gleiche Schallplatte gefressen, erinnern mich persönlich an einen anderen (von einigen Unverbesserlichen) fast genau so oft zitierten Satz, nämlich den Satz:

"Aber schließlich hat er ja auch all die Autobahnen gebaut!"


PS ich bin übrigens ein Hobbykünstler, (denn aus dem BBK bin ich seinerzeit ganz schnell wieder ausgetreten) Und außerdem ernähre ich mich fast ausschließlich von "Kunst-Honig, weil ich, wenn ich sage ich könne von "Kunst" leben, nicht lügen möchte !


KJM
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Fluuu
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59 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.08.2007 um 11:02 Uhr

...ha, ha, das hat ja gut funktioniert in ein Wespennest zu stoßen, nicht wahr miekla? Das geht mit Beuys relativ gut, da kann man eine Einstellung haben wie man will.
Ich bleibe dabei, man kann Künstler nicht im Hobby sein, man kann als Hobby malen neben seiner Erwerbsarbeit usw. aber Künstler ist man wenn 24 Stunden am Tag rund um die Uhr auch nachts in den Träumen und nicht nur zwei Stunden im Hobby.
Das trifft zwar bei mir zu, jedoch würde ich mich im Zweifelsfall eher als Nichtkünstler sehen und obwohl ich studiert habe, finde den begriff ´Kreativer Autodidakt´ ganz angemessen.

Auf jeden Fall imponiert mir die Fähigkeit wie sie Beuys an den Tag legte, über etwas so zu reden und es ins rechte Licht zu rücken, dass es etwas bedeutendes wird. Wie er ja meinte, man muss es auch verkünden können. Diese Fähigkeit ist auf jeden Fall von Nutzen.

Jeder Mensch ist ein Künsler weil er kreativ seinen Lebenswandel bestreitet aber es ist kein Hobby für zwei Stunden am Tag. Es ist eine Lebenseinstellung, eine Weltanschauung und eine Philosophie. Wer das nicht möchte ist ein Nichtkünstler oder ein Hobby-und Freizeitmaler.

Ich lebe von, mit und durch die Kunst, weniger materiell als viel mehr ganz banal in den Alltagsinhalten, im Lebenswandel durch Anschauen, manchmal Begreifen, Ausstellungen, eigene Arbeiten und Inspiration...

Dabei taucht dann eher selten das Wahrnehmen oder Schaffen eines künstlerisch bedeutenden Werkes auf, zu dem ich sagen würde, das ist Kunst...

gruß fluuu


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