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-- Künstler
--- tja Künstler

Fluuu - 17.10.2005 um 21:24 Uhr

Hallo,

wer ist ein Künstler?
Wer verdient den Begriff Künstler, ist es ein Titel?
Sind alle die hier auf xarto.com ausstellen Künstler?
Ist nur Künstler wer in einem Berufsverband ist?
Oder nach Beuys: Alle Menschen sind Künstler...

Da ergeben sich Fragen und der Begriff ist nach wie vor
viel diskutiert. Vielleicht besteht gerade darin das Wesen
des Künstlers, dass er nicht genau zu definieren ist...

gruß fluuu




Gast - 22.06.2006 um 21:32 Uhr

Wer ist ein Künstler wirft die Frage auf was ist Kunst.
Sollte es Kunst sein was ich mache sollte es Kunst sein was du machst? Ist malen Kunst oder Musik?
Ich denke das Leben selbst ist die Kunst und aus jeweils dem individuellen Leben entsteht Kunst.
Wer mag sich anmaßen darüber zu urteilen was wirklich Kunst ist? Professoren? Du? Ich?
Und verdienen? Verdient man den Begriff Künstler oder lebt man ihn?




jutta - 22.06.2006 um 21:34 Uhr

Der vorangegangene Beitrag war von meiner Wenigkeit. Keiner der sich Künstler nennt "lach"



maler-hans - 24.06.2006 um 00:15 Uhr

Zu Herrn Beuys nehme ich lieber nicht Stellung, da fühle ich mich befangen.

Aber Jutta hat Recht: Es wird nicht zu entscheiden sein, wer Künstler genannt werden "darf", solange nicht definiert ist, worin oder woraus Kunst besteht. Immerhin so viel kann man sagen: Künstler ist, wer Kunst herzustellen vermag. Und dann kommt schon wieder Jutta mit ihrer richtigen Ergänzung; will sagen: das beißt die berühmte Katze sich in den ebenso populären Schwanz. (Igitt! Katzenhaare im Maul!)




jutta - 24.06.2006 um 10:07 Uhr

Aber wer vermag KUNST herzustellen und ist somit KÜNSTLERß
Womit wir den Begriff Kunst immer noch nicht definiert haben.
Also was genau ist Kunst?




jutta - 24.06.2006 um 10:08 Uhr

Oder besser gefragt: Wer entscheidet was sich Kunst nennen darf?



Fluuu - 26.06.2006 um 10:33 Uhr

Zitat:

Verdient man den Begriff Künstler oder lebt man ihn?

Hallo Jutta,

diese Frage finde ich am interessantesten. Es geht wohl nicht den Begriff Künster von der Frage ´Was ist Kunst?´ abzukoppeln aber dennoch meine ich den Menschen der Künstler genannt wird und nicht die Sache, das Ding. Das wird ja schon in einem anderen Thread besprochen.

Ich bin auch überzeugt, dass Künstler sein eine Lebensphilosophie ist, eine Sicht auf die Welt und eine daraus resultierende kreative Arbeit und kein Job oder Beruf der zum Broterwerb allein dient.
Für mich ist Künstler sein eine Einstellung zum Leben in der Gesellschaft und das damit einhergehende wiederspiegeln der Selbigen. Das geht in verschiedenen Territorien, wobei je größer das Territorium, je größer der Einfluss. Ich beschränke mich auf die Stadt in der ich lebe und das Umfeld, dann kommt das Land, Kontinent und die ganze Welt. Lebende Künstler, die die ganze Welt wiederspiegeln gibt es sehr wenige aber komischer Weise träumen wir alle davon oder?
Ich bin mit meinem Einfluss in der Stadt und dem Wiederspiegeln der Verhältnisse vor Ort schon recht zufrieden und fühle mich nicht ohnmächtig der Gesellschaft gegenüber. Das ist doch schon mal was... Ich zeige meine Arbeiten, nehme psychosozial ehrenamtlich Einfluss auf Bewohner der Stadt, habe eine eigene Kulturgruppe gegründet, ab und zu schreibt die Zeitung etwas und so komme ich über die Runden auch wenn es noch viel zu wenig ist und der internationale Durchbruch fehlt *ggg*

gruß fluuu




maler-hans - 27.06.2006 um 13:01 Uhr

Zitat:

Zitat:

Verdient man den Begriff Künstler oder lebt man ihn?
...
Ich bin auch überzeugt, dass Künstler sein eine Lebensphilosophie ist, eine Sicht auf die Welt und eine daraus resultierende kreative Arbeit und kein Job oder Beruf der zum Broterwerb allein dient.
Für mich ist Künstler sein eine Einstellung zum Leben in der Gesellschaft und das damit einhergehende wiederspiegeln der Selbigen. ...
gruß fluuu

Das unterschreibe ich gerne, Fluuu, wenngleich es, wie Du selbst immer wieder schreibst, nicht ausreicht. Diese Einstellungen und Verhaltensweisen gehören zum Künstler-Sein, jedoch machen sie es nicht aus. Die Vielfalt der indviduell höchst unterschiedlichen Ingredienzien, die erst den Cocktail namens Künstler ergeben, machen ja gerade die Definition schwierig bis unmöglich.
Aber wie gesagt, als eine gewisse Basis zur Definition kann man Deine Anmerkungen durchaus ansehen.




Fluuu - 29.06.2006 um 10:57 Uhr

Hallo maler-hans,

da stimmeich Dir ja zu, dass der Begriff Künstler ganz vielschichtige Inhalte vereint, teilweise sehr individuelle und es so sehr schwierig macht nur eine Erläuterung zu finden.
Aber was macht es für Dich aus, den Begriff Künstler mit Leben zu füllen? Wenn wir mehrere individuelle Sichtweisen zusammentragen kommen wir eventuell auf ein recht abgerundetes Bild. Nur zu sagen, deine Ansicht ist nicht absolut meine bringt uns da nicht weiter, was ist nun Deine Ansicht? Was gehört noch dazu den Begriff Künstler so umfassend wie möglich zu beschreiben?

gruß fluuu




jutta - 29.06.2006 um 14:10 Uhr

Hallo Fluuu,
Künstler sind nicht nur die die Bilder, Bücher oder Musik schaffen, Künstler sind in meinen Augen auch diejenigen die das Leben mit allen Hochs und Tiefs bewältigen und sich eine Insel der Ruhe schaffen. Sie es auch durch malen! Ich finde man sollte nichts abwerten was ein Mensch erschaffen hat, man sollte darüber nachdenken.
Ein kleiner Punkt den ich für mich zum Punkt Künstler wichtig finde.
Ich werffe mal den Begriff Hermann Hesse in den Raum.
Gruß Jutta




maler-hans - 29.06.2006 um 23:08 Uhr

Da ist schon was dran, Jutta, wenngleich es ja zahlreiche Künstler gab und gibt, die eben genau mir dem "normalen" Leben überhaupt nicht klar gekommen sind.

Künstler sind, glaube ich, Menschen, die sich äußern wollen und müssen, die sozusagen von ihrem eigenen, inneren Sein überquellen und es deshalb weitergeben wollen, müssen an ihre Mitmenschen. Es hat insofern mit Exhibitionismus in einem übertragenen Sinne zu tun, mit dem Bedürfnis, über sich selbst Auskunft zu geben und darüber, wie man die Welt spürt, sieht, hört ... Vielleicht möchte man auch ein wenig glänzen, womöglich ein bisschen belehren, wie diese Welt sein könnte und sollte ...




jutta - 30.06.2006 um 06:49 Uhr

Ja ich denke die Lust sich mitzuteilen ist ein wesentlicher Zug des Künstlers. Glänzen? Ja wer möchte nicht glänzen "lach" Aber sicher hast du recht, es ist ist die Bestätigung das die Mitteilungen verstanden wurden.....? Wobei es Unterschiede gibt.
Es gibt Künstler die nur der Kunst dienen und es gibt Künstler die dem Kommerz dienen.
Z.B. bei Piccaso frage ich mich manchmal wem er wohl gedient haben mag.........




maler-hans - 02.07.2006 um 00:14 Uhr

Der Kunst dienen oder dem Kommerz? Nun, dazwischen gibt es einen sehr breiten Bereich, der auch Berühmtheiten wie jenen Pablo gut aufnehmen kann.

Umgekehrt ist es aber sicher so, dass die Kunst dem Künstler dienstbar sein muss, damit er jenem Mitteilungsbedürfnis nachkommen kann. Nur der Kommerz ist freiwillig keinem dienstbar außer sich selbst; so ist er halt.

Dennoch kann sogar dieser viel und oft zu Recht geschmähte Kommerz der Kunst dienen, wenigstens aus Versehen, indem er sie in die Nähe von Leuten bringt, die ihr sonst womöglich nie begegnet wären. Und schließlich geht ja auch die Kunst nach Brot, weil sie sonst mit dem Künstler verhungern müsste.




mezzo4te - 09.08.2006 um 02:20 Uhr

Zitat:

Künstler sind nicht nur die die Bilder, Bücher oder Musik schaffen, Künstler sind in meinen Augen auch diejenigen die das Leben mit allen Hochs und Tiefs bewältigen und sich eine Insel der Ruhe schaffen.
Ja, Jutta, diese Menschen nennt man Lebens-Künstler...
Zitat:

Ich finde man sollte nichts abwerten was ein Mensch erschaffen hat, man sollte darüber nachdenken.
Das meine ich auch.




jutta - 09.08.2006 um 12:46 Uhr

Ja lieber Mezzo4te, und ich muß dir sagen dass diese Menschen in meinen Augen die wahren Künstler sind.
Denn alles andere, sei es welche "Kunst"richtung auch immer ist eine Sache die im Auge des Betrachters liegt. Schlicht gesagt es ist eine Geschmacksfrage und Geschmack ist Gott sei Dank verschieden, oder eine Mode- oder Zeitfrage.
Außerdem kann alles im Prinzip als Kunst ausgelegt werden............sogar schmutzige Badewannen "lach"
Ich werfe einfach mal ein, der Mensch an sich ist Kunst die nie erreicht wird, jeder auf seine Weise.
Meines erachtens ist alles was ein Mensch aus Freude und zur Freude anderer zuwege bringt Kunst.




maler-hans - 09.08.2006 um 14:56 Uhr

Das ist natürlich sehr großzügig, wie Du so bist, Jutta, wenngleich Du mindestens in der Hinsicht Recht hast, dass die Freude am Schaffen für sich selbst, wohl mehr noch für andere, ein große Rolle spielt.

Andererseits ist auch große Kunst entstanden aus einem Schaffen, das eher einem inneren auch schmerzhaft empfundenen Zwang entstand.

Die (Definition, Beurteilung von) Kunst quasi ins Auge des Betrachters zu legen, das hat auch Kandinsky getan, allerdings nur als einen zweiten, zusätzlichen Akt der Kunstschöpfung, den er allerdings für ebenso wichtig einschätzte; nachdenkenswert.




mezzo4te - 09.08.2006 um 15:36 Uhr

Zitat:

Meines erachtens ist alles was ein Mensch aus Freude und zur Freude anderer zuwege bringt Kunst.
Sehr gut, liebe Jutta, dem stimme ich zu. Ich gehe aber noch weiter: In meiner Definition, die ich in einem anderen Threat hier ("Kunst?? Was ist das?" ) schon zum besten gegeben habe, lasse ich die Motivation (bei dir: Freude) außen vor. Mein Definitionsvorschlag: "Kunst bezeichnet originelles Schaffen von Menschen." - Nicht mehr nicht weniger. "Originell" heißt dabei (im Einklang mit dem Duden) "in seiner Art neu, schöpferisch". Während sich das ja noch relativ objektiv beurteilen lässt (was doch wohl die Voraussetzung für eine Definition sein muss), ist die Bewertung eines Kunstwerks eine rein subjektive Angelegenheit. Viele in dem Forum hier setzen jedoch Definition von Kunst gleich mit der Bewertung eines Kunstwerkes. Und so wird man wohl nie zu Potte kommen.




mezzo4te - 10.08.2006 um 00:09 Uhr

Tja Künstler....
Ich glaube, wir Künstler hätten gern ein Prädikat "Anerkannte Kunst" - etwa wie eine TÜV-Plakette oder ein Qualitätssicherungszertifikat nach DIN. Es ist das Bedürfnis nach Qualitätsmaßstäben zur Beurteilung unserer Kunst, das uns so nach einer Definition von Kunst lächzen lässt. Aber das ist ein unerfüllbarer Wunsch. Die qualitative Beurteilung von Kunst ist völlig zeit-, situations- und subjektabhängig, ein objektiver Qualitätsmaßstab infolgedessen nicht definierbar. Die nichtsdestotrotz benötigte allgemeingültige Definition von Kunst ist daher sehr viel tiefer bzw. grundsätzlicher und umfassender anzusetzen - sozusagen als größter gemeinsamer, objektiv nachzuvollziehender Nenner aller Kunstbewertungs-Kriterien.




Fluuu - 14.08.2006 um 13:37 Uhr

Hallo miteinander,

es ist ja schon an diesem Thread zu sehen wie schwer es ist an einem Thema zu bleiben und es zu entwickeln ohne jedes mal völlig neue Aspekte hineinspringen zu lassen, so dass man zwar vom 100ten zum 1000stel kommt und auch jeder fröhlich ein Verschen tippt aber an der Sache selbst kommt keine Erkenntniss auf. Ich vermute sogar, dass im Moment hier garkeine klare Antwort auf das Sein des Künstler gefunden werden soll und worin das Wesen besteht, weil vielleicht dann einige durchs Raster fallen?
Wer sich selber nicht als Künstler sieht, tut sich wohl schwer in einem Kunstforum über die Lebensart eines Künstlers zu schreiben. Er kann wohl nur sagen, meine Meinung ist die und die aber ansonsten betrifft es mich nicht.
Für mich ist der Künstler ein Mensch der die Fähigkeit hat mit bestimmten handwerklichen Fertigkeiten, Sinn für Form, Farbe, Inhalt und Ästhetik sowie einer Begabung etwas kund zu tun, gesellschaftliche Prozesse und Abläufe wiederspiegeln zu können. Er zeigt den Menschen in gestalteter Form worin das Wesen der Gesellschaft und der Zeit liegt. All das wird durch seine Persönlichkeit und seine Lebenserfahrung getränkt, dargestellt. Soweit meine spontanen Sicht.
Sie ist wohl der von maler-hans doch nahe:
Zitat:

Künstler sind, glaube ich, Menschen, die sich äußern wollen und müssen, die sozusagen von ihrem eigenen, inneren Sein überquellen und es deshalb weitergeben wollen, müssen an ihre Mitmenschen. Es hat insofern mit Exhibitionismus in einem übertragenen Sinne zu tun, mit dem Bedürfnis, über sich selbst Auskunft zu geben und darüber, wie man die Welt spürt, sieht, hört ... Vielleicht möchte man auch ein wenig glänzen, womöglich ein bisschen belehren, wie diese Welt sein könnte und sollte ...

gruß fluuu




maler-hans - 16.08.2006 um 00:55 Uhr

Na, vielen Dank, Fluuu, so überraschend wir uns hier und da kabbeln, so überraschend groß sind dann wieder die Übereinstimmungen. Wie Du weißt, habe ich ja ein Faible für Harmonie, die aus dem Kontrast kommt (oder in ihm steckt). Auf ein Neues also!



mezzo4te - 16.08.2006 um 02:30 Uhr

Zitat:

Künstler sind, glaube ich, Menschen, die sich äußern wollen und müssen, die sozusagen von ihrem eigenen, inneren Sein überquellen und es deshalb weitergeben wollen, müssen an ihre Mitmenschen. Es hat insofern mit Exhibitionismus in einem übertragenen Sinne zu tun, mit dem Bedürfnis, über sich selbst Auskunft zu geben und darüber, wie man die Welt spürt, sieht, hört ... Vielleicht möchte man auch ein wenig glänzen, womöglich ein bisschen belehren, wie diese Welt sein könnte und sollte ...
Hallo maler-hans,
ich stimme Fluuu zu: Das ist eine sehr schöne und gute Beschreibung der Wesens-Voraussetzungen zur Schaffung "großer" Kunst.

gruß fluuu




maler-hans - 16.08.2006 um 23:33 Uhr

Nun bin ich richtig gerührt, vielen Dank; schön, wenn wir eine gemeinsame Basis gefunden haben.



mezzo4te - 03.09.2006 um 14:04 Uhr

Zitat:

Für mich ist der Künstler ein Mensch der die Fähigkeit hat (...), gesellschaftliche Prozesse und Abläufe wiederspiegeln zu können. Er zeigt den Menschen in gestalteter Form worin das Wesen der Gesellschaft und der Zeit liegt. All das wird durch seine Persönlichkeit und seine Lebenserfahrung getränkt, dargestellt. Soweit meine spontanen Sicht.
Sie ist wohl der von maler-hans doch nahe
Nein Fluuu, deine Sicht zum Wesen des Künstlers ist überhaupt nicht der von Maler-Hans nahe. Der große Unterschied liegt darin, dass deine Sichtweise arrogant ist und dem Künstler ein Überwissen über das "Wesen der Gesellschaft und der Zeit" zuschreibt.
Hans´ dagegen spricht von einer durch und durch subjektiven Motivation des Künstlers, die eher exhibitionistische als aufklärerische Züge hat.




maler-hans - 06.09.2006 um 00:22 Uhr

Forte gesehen, mezzo! Wobei ich den gesellschaftlichen Auftrag nicht abseits der Kunst sehen möchte, er ist jedoch nicht unbedingt künstlerische Verpflichtung. Auch die Schilderung des Eigenen, des Ich gehört dazu – wenn sie nicht im Vordergrund steht und "Gesellschaft" letzlich nur auf diese Weise schildert, spiegelt und gar beeinflusst.



mezzo4te - 06.09.2006 um 17:07 Uhr

Zitat:

Wobei ich den gesellschaftlichen Auftrag nicht abseits der Kunst sehen möchte, er ist jedoch nicht unbedingt künstlerische Verpflichtung. Auch die Schilderung des Eigenen, des Ich gehört dazu – wenn sie nicht im Vordergrund steht und "Gesellschaft" letzlich nur auf diese Weise schildert, spiegelt und gar beeinflusst.
Ich sehe das genauso, Hans. Ich wollte keinesfalls die Einflussnahme künstlerischen Schaffens auf die Gesellschaft leugnen. Diese Feststellung ist ja auch angesichts der (von dir ebenfalls bemerkten) Tatsache trivial, dass jede (also auch die künstlerische) Äußerung eines Individuums direkten Einfluss nimmt auf das soziale Umfeld und damit auch auf gesellschaftliche Prozesse - mal mehr, mal weniger.




Fluuu - 10.09.2006 um 19:11 Uhr

Zitat:

Der große Unterschied liegt darin, dass deine Sichtweise arrogant ist und dem Künstler ein Überwissen über das "Wesen der Gesellschaft und der Zeit" zuschreibt.
Hans´ dagegen spricht von einer durch und durch subjektiven Motivation des Künstlers, die eher exhibitionistische als aufklärerische Züge hat.

Das ist gerade der Knackpunkt an dem ich immer hardere,
exhibitionistisch ist der Vorzeiger den den Mantel aufreißt
auch aber er will nur Effekt und hat nichts zu vermitteln.
Ob es nun arrogant ist oder nicht, der Künstler, es ist ein
Beruf oder eine Beruffung, hat eben etwas zu sagen zur
Gesellschaft, der Umwelt und den Mitmenschen, das sehe
ich als seine Aufgabe. Nur Vorzeigen damit es
schön prall glitzert ist zu wenig...
Ach ja, es ist garkein Überwissen über das "Wesen der
Gesellschaft und die Zeit" notwendig, sondern schlicht
und einfach ein Wissen, ein Standpunkt, ein Urteil und
aber auch ein Prozess.

gruß fluuu




mezzo4te - 11.09.2006 um 00:53 Uhr

Zitat:

Ob es nun arrogant ist oder nicht, der Künstler, es ist ein
Beruf oder eine Beruffung, hat eben etwas zu sagen zur
Gesellschaft, der Umwelt und den Mitmenschen, das sehe
ich als seine Aufgabe.

Nach deiner Definition bist du dann schon mal kein Künstler Fluuu. Wie willst du denn etwas "sagen zur Gesellschaft, der Umwelt und den Mitmenschen", wenn dir nach eigenem Bekunden empathische Eigenschaften völlig abgehen (siehe deinen Beitrag im Thread "arme Forumsstimmung"?? Durch deinen Mangel an Empathie (Einfühlungsvermögen) attestierst du dir gleichzeitig soziale Inkompetenz und eine erbärmliche emotionale Intelligenz (EQ)




Fluuu - 14.09.2006 um 23:19 Uhr

Diese Nachricht wurde von Fluuu um 23:20:13 am 14.09.2006 editiert

hi mezzo4te,

als jemand der im sozialen Bereich tätig ist und mit
psychisch chronisch Kranken zu tun hat, als ehrenamtlicher
Mitarbeiter, ist mir der Vorgang des provozierens auf der
einen Seite und des pupertären Wutausbruchs auf der
anderen Seite, sehr vertraut. Da bringen mich Deine Tiraden
zum gähnen...*g ä h n*...




mezzo4te - 15.09.2006 um 14:32 Uhr

Zitat:

hi mezzo4te,

als jemand der im sozialen Bereich tätig ist und mit
psychisch chronisch Kranken zu tun hat, als ehrenamtlicher
Mitarbeiter, ist mir der Vorgang des provozierens auf der
einen Seite und des pupertären Wutausbruchs auf der
anderen Seite, sehr vertraut. Da bringen mich Deine Tiraden
zum gähnen...
Und was willst du mir damit sagen, Fluuu? Was hat dein mutmaßliches Wissen um Provokation und pubertäre Wutausbrüche mit diesem Forum zu tun? Oder beziehst du diese Antikommunikationstechniken etwa auf mich? Es wäre hilfreich, wenn du hier und da etwas sorgfältiger formulieren und vor allen Dingen etwas sachlicher bleiben würdest! Vielleicht habe ich ja auch viele deiner anderen Beiträge einfach nur missverstanden!?




Fluuu - 16.09.2006 um 22:42 Uhr

Ja, Missverständnisse sind immer sehr wahrscheinlich,
Du bist hier ins Forum gekommen mit einer Haltung als wenn
nur Du wüsstest, mit Deinen Theoretischen Abhandlungen,
wie das Thema Kunst zu beurteilen sei und anscheinend
nicht gelesen was hier schon alles geschrieben wurde und
wie der Stand des Wissens hier ist.
Ich dachte wirklich zuerst, es handelt sich um einen kleinen
Jungen der hier im Forum Streiche spielen will und mal
gucken will wie weit die Nerven der Anderen reichen.
Das scheint ein großes Missverständniss zu sein aber das
macht im Prinzip nichts, die gibt es immer und überall.
Selbst wenn es unter die Gürtellinie geht ist es gut
besonnen zu bleiben, ich kriege Wut an ganz anderen
Stellen...schönen Tach noch...

gruß fluuu




maler-hans - 18.09.2006 um 00:12 Uhr

Diese Nachricht wurde von maler-hans um 00:16:37 am 18.09.2006 editiert

Pardon, ein Versehen, Antwort folgt sogleich.




maler-hans - 18.09.2006 um 00:15 Uhr

Zitat:

Ja, Missverständnisse sind immer sehr wahrscheinlich,
Du bist hier ins Forum gekommen mit einer Haltung als wenn
nur Du wüsstest, mit Deinen Theoretischen Abhandlungen,
wie das Thema Kunst zu beurteilen sei und anscheinend
nicht gelesen was hier schon alles geschrieben wurde und
wie der Stand des Wissens hier ist.
Ich dachte wirklich zuerst, es handelt sich um einen kleinen
Jungen ….gruß fluuu

Ist ja ulkig, Fluuu – spirchst Du mit Dir selbst?
Ich kann mich vage erinnern, dass Du Dich selbst mal als selbstlos Handelnder, als reiner Menschenfreund (da war doch so ein schönes Fremdwort …) verkaufen wolltest.
Nix übrig, was?




mezzo4te - 18.09.2006 um 11:15 Uhr

Diese Nachricht wurde von mezzo4te um 11:33:09 am 18.09.2006 editiert

Zitat:

Du bist hier ins Forum gekommen mit einer Haltung als wenn nur Du wüsstest, mit Deinen Theoretischen Abhandlungen, wie das Thema Kunst zu beurteilen sei
Wo bitte soll das denn gewesen sein, Fluuu? Ich habe mir jetzt die Mühe gemacht und alle meine Anfangsbeiträge durchgelesen. Nirgendwo gibt es eine Stelle, an der ich behaupte, etwas zu wissen - und schon gar nicht mehr, als irgendein anderer hier! Ich habe stets vorangestellt, dass es sich um meine Meinung handelt oder es meiner Ansicht nach so ist, wie ich es sage. Darin unterscheiden sich übrigens meine Beiträge von deinen: Du stellst deine Äußerungen sehr häufig als absolutes Wissen dar.
Zitat:

...und anscheinend nicht gelesen was hier schon alles geschrieben wurde und wie der Stand des Wissens hier ist.
Fluuu, merkst du denn gar nicht, wie verdreht dein Weltbild ist?? In dem gleichen Satz wirfst du mir völlig haltlos vor, dass ich Wissen für mich beanspruche (siehe Zitat oben). Hier behauptest du jetzt, es gäbe im Forum ein WISSEN , wie das Thema Kunst zu beurteilen sei und erklärst damit gleichzeitig, dass du im Besitz eines Wissens bist, dass sich anderen nicht erschließt. Und überhaupt: worin bitteschön sollte dieses Wissen bestehen?
Zitat:

Ich dachte wirklich zuerst, es handelt sich um einen kleinen Jungen der hier im Forum Streiche spielen will und mal gucken will wie weit die Nerven der Anderen reichen.
Lieber ein kleiner Junge, als ein großer Hornochse....
Zitat:

Selbst wenn es unter die Gürtellinie geht ist es gut
besonnen zu bleiben
Da gebe ich dir vollkommen recht, Fluuu. Und ich denke, dass es mir zumeist auch sehr gut gelungen ist, trotz deiner Tiefschläge besonnen zu bleiben.




mezzo4te - 18.09.2006 um 15:21 Uhr

Übrigens bin ich gerade zufällig auf einen früheren Beitrag von dir in diesem Thread gestoßen, Fluuu...
Zitat:

es ist ja schon an diesem Thread zu sehen wie schwer es ist an einem Thema zu bleiben und es zu entwickeln ohne jedes mal völlig neue Aspekte hineinspringen zu lassen, so dass man zwar vom 100ten zum 1000stel kommt und auch jeder fröhlich ein Verschen tippt aber an der Sache selbst kommt keine Erkenntniss auf.
Das hast du erst am 14.08.2006 hier losgelassen! Wenn es doch nach deiner eigenen Aussage zum Thema keine Erkenntnisse - und somit kein Wissensstand - gibt: Wie kommst du dazu, mir Unkenntnis über den "Stand des Wissens hier" vorzuwerfen?!




Galerie Seeger - 18.09.2006 um 20:58 Uhr

Kunst ist wie die Meinung und die ist wie der Wind, man weiß nie woher er weht. Es wäre natürlich schön sich nach dem Urlaub noch an alles zu erinnern aber das geht nur in einem windstillen Raum.



Fluuu - 19.09.2006 um 01:27 Uhr

Diese Nachricht wurde von Fluuu um 01:29:10 am 19.09.2006 editiert

So, nun drehen wir uns weiter schön im Kreise hier mit den
Postings, lassen die Sau raushängen und tun so als
wären wir die Neunmalklugen, die jeden Scheiß als
Vokabular schreiben können in der virtuellen Welt nicht
war dingsta bungsta...mezzo.
Kunstforum ade...
Ab jetzt kann jeder, jeden verfaulten Gehirnschmalz in
den Thraet schmieren, mir ist es gleich...
Habe hier seit Jahren die Geduld User kommen und gehen
zu sehen wie die Eintagsfliegen. Zwischenzeitlich ergeben
sich sehr spannende und interessante Mailkontakte...

gruß fluuu




mezzo4te - 19.09.2006 um 08:50 Uhr

Diese Nachricht wurde von mezzo4te um 09:03:28 am 19.09.2006 editiert

Zitat:

Kunst ist wie die Meinung und die ist wie der Wind, man weiß nie woher er weht. Es wäre natürlich schön sich nach dem Urlaub noch an alles zu erinnern aber das geht nur in einem windstillen Raum.
Bedenkenswerter Ansatz, Peter! Kunst = Wind, Kunst = Meinung.
Allerdings stimme ich dem Rest deines Postings nicht zu. Woher der Wind weht, lässt sich oft mit einfachen Mitteln oder auch mit gesunder Sinnesempfindung leicht herausfinden. Viel spanneneder und offener ist doch die Frage, wohin er (einen) weht! Das lässt sich auch auf deine genannten Analogien Kunst und Meinung übertragen.
Und ist ein windstiller Raum nicht schrecklich langweilig?




Galerie Seeger - 19.09.2006 um 18:33 Uhr

Diese Nachricht wurde von Galerie Seeger um 18:48:06 am 19.09.2006 editiert

Sorry, du kannst zwar sagen aus welcher Richtung der Wind weht, aber nicht woher.
Es wäre wohl unmöglich zu sagen woher, da er sich zusammensetzt aus der Luftbewegung des gesamten Planeten und wohin ist auch schon klar, nämlich zum Anfang ins Chaos (WOHER)

Ein windstiller Raum ist der Anfang deines Ichs, nur durch die Ruhe beginnt dein Geist seinen eigenen Weg.
Man stelle sich mal vor, man hätte die Gabe und die Techniken um Kunst zu schaffen aber man hätte kein Wissen der anderen, (Bücher oder andere Kunstwerke) nur dann könnte man seine eigene Kunst schaffen. Nur der Freie Geist ist in der Lage aus sich selbst heraus zu Wachsen.




Galerie Seeger - 19.09.2006 um 18:46 Uhr

Zitat:

von fluuu! So, nun drehen wir uns weiter schön im Kreise hier mit den
Postings, lassen die Sau raushängen und tun so als
wären wir die Neunmalklugen, die jeden Scheiß als
Vokabular schreiben können in der virtuellen Welt nicht
war dingsta bungsta...mezzo.
Kunstforum ade...
Ab jetzt kann jeder, jeden verfaulten Gehirnschmalz in
den Thraet schmieren, mir ist es gleich...
Habe hier seit Jahren die Geduld User kommen und gehen
zu sehen wie die Eintagsfliegen. Zwischenzeitlich ergeben
sich sehr spannende und interessante Mailkontakte...

gruß fluuu

Zitat:

von fluuu! Um ehrlichzu sein war das Anfangsposting dieses Thraeds
in einer Zeit entstanden, in der hier im Forum nichts los war
und ich ein bischen rumgespielt habe, nur ein Scherz...

gruß fluuu

Es wäre schön wenn es hier jemanden gibt der Sicherungen verkauft, ich habe dafür mindestens einen Abnehmer.




mezzo4te - 20.09.2006 um 14:44 Uhr

Zitat:

Sorry, du kannst zwar sagen aus welcher Richtung der Wind weht, aber nicht woher.
Es wäre wohl unmöglich zu sagen woher, da er sich zusammensetzt aus der Luftbewegung des gesamten Planeten und wohin ist auch schon klar, nämlich zum Anfang ins Chaos (WOHER)
Naja Peter, natürlich kann man alle Phänomene zurückverfolgen, bis man an den Anfang aller Dinge kommt. Dass man dort (am Anfang) Chaos findet, denke ich nicht. Eher das Gegenteil: die absolute Ordnung. Ich habe die Vorstellung, dass sich erst durch Diversifizierung dieses "ordentlichen" Anfangszustandes das vermeintliche Chaos mehrt.

Zitat:

Ein windstiller Raum ist der Anfang deines Ichs, nur durch die Ruhe beginnt dein Geist seinen eigenen Weg.
Ich bin hier nach wie vor anderer Meinung. Das Ich entsteht aus dem Sturm, der Bewegung, dem Chaos. Der Geist aus dem Bemühen, aus dem vorgefundenen Chaos wieder die ursprüngliche Ordnung nachzubilden/zu finden.
Zitat:

Man stelle sich mal vor, man hätte die Gabe und die Techniken um Kunst zu schaffen aber man hätte kein Wissen der anderen, (Bücher oder andere Kunstwerke) nur dann könnte man seine eigene Kunst schaffen. Nur der Freie Geist ist in der Lage aus sich selbst heraus zu Wachsen.
hmm... eine schwierige Frage, die zwangsläufig wieder auf das Problem der Definition von Kunst zurückführt. Hier speziell die Frage, ob es eine absolute Kunst gibt, die losgelöst von Schaffenden und Konsumenten existiert. Wenn dem nicht so ist, wäre deine Aussage schlecht nachzuvollziehen, da Kunst in diesem Falle ja erst durch die Interaktion von Menschen entsteht und es auch eine (Weiter-) Entwicklung der Kunst gäbe. Eine Entwicklung setzt aber Wissen/Kenntnis des Vorhergehenden voraus. So waren zum Beispiel im Bereich der technischen Fertigkeiten Künstler lange Zeit nicht in der Lage, perspektivisch zu zeichnen, während das heute dank des Vorwissens jeder beherrscht.




mezzo4te - 20.09.2006 um 14:53 Uhr

Zitat:

Es wäre schön wenn es hier jemanden gibt der Sicherungen verkauft, ich habe dafür mindestens einen Abnehmer.

Ich habe mein Sortiment eben mal durchgeschaut, aber leider keine Sicherung gefunden, die Schutz vor Kurzschlüssen solchen Ausmaßes bieten kann.




Till_Greve - 22.03.2007 um 22:12 Uhr

. Mein Definitionsvorschlag: "Kunst bezeichnet originelles Schaffen von Menschen." - Nicht mehr nicht weniger. "Originell" heißt dabei (im Einklang mit dem Duden) "in seiner Art neu, schöpferisch".
(ich hoffe das wird jetzt als zitat angezeigt)
was heisst das, kunst muss neu sein? ist es keine kunst, wenn ich kubistisch oder wie auch immer male, nur weil ein anderer es vor mir auch schon getan hat? das waer ja schade




Till_Greve - 22.03.2007 um 22:14 Uhr

hat leider nich geklappt mit dem zitat.(wie geht das? )
das war von mezzo4te




Fluuu - 23.03.2007 um 14:30 Uhr

Ein Zitat geht folgendermaßen, es kommt in den Tag [quote) -Zitat- (/quote] und das dann vollständig in eckigen Klammern.
Es lässt sich auch nachlesen unter dem Textfeld beim Antworten mit dem Link "Liste der Smilies und Tags, die Sie verwenden können."
Schaut dann so aus:
Zitat:

hat leider nich geklappt mit dem zitat.(wie geht das? )

gruß fluuu




kattie - 25.03.2007 um 01:33 Uhr

Diese Nachricht wurde von kattie um 01:59:12 am 25.03.2007 editiert

Zitat:

Meines erachtens ist alles was ein Mensch aus Freude und zur Freude anderer zuwege bringt Kunst..

Ja, das wäre der ideale Fall einer heilen Welt, aber in einer Welt von Chaos und Fehlverhalten, empfinde ich es auch als Kunst, wenn jemand den sog. "Zorn Gottes" als künstlerische Intension umsetzt.




kattie - 25.03.2007 um 01:37 Uhr

Zitat:

Der Kunst dienen oder dem Kommerz? Nun, dazwischen gibt es einen sehr breiten Bereich, der auch Berühmtheiten wie jenen Pablo gut aufnehmen kann.

Umgekehrt ist es aber sicher so, dass die Kunst dem Künstler dienstbar sein muss, damit er jenem Mitteilungsbedürfnis nachkommen kann. Nur der Kommerz ist freiwillig keinem dienstbar außer sich selbst; so ist er halt.

Kunst ist ja seit alters her mit der Eigenschaft "brotlos" in Verbindung gebracht worden. Ein Kunstwerk, das hergestellt wurde, um Geld zu verdienen, fühlt sich für mich eher an wie ein Werkstück.




kattie - 25.03.2007 um 01:45 Uhr

Zitat:

Zitat:

Künstler sind, glaube ich, Menschen, die sich äußern wollen und müssen, die sozusagen von ihrem eigenen, inneren Sein überquellen und es deshalb weitergeben wollen, müssen an ihre Mitmenschen. Es hat insofern mit Exhibitionismus in einem übertragenen Sinne zu tun, mit dem Bedürfnis, über sich selbst Auskunft zu geben und darüber, wie man die Welt spürt, sieht, hört ... Vielleicht möchte man auch ein wenig glänzen, womöglich ein bisschen belehren, wie diese Welt sein könnte und sollte ...
Hallo maler-hans,
ich stimme Fluuu zu: Das ist eine sehr schöne und gute Beschreibung der Wesens-Voraussetzungen zur Schaffung "großer" Kunst.

gruß fluuu

Hallo!
Dem stimme ich auch zu, das ist das Bild eines Künstlers, obwohl es mir lieber wäre, wenn man den Auftrag von Gott bekommen hätte und ganz bescheiden auf das Glänzen verzichten würde

Liebe Grüße
Kattie




kattie - 25.03.2007 um 01:51 Uhr

Zitat:

Ein windstiller Raum ist der Anfang deines Ichs, nur durch die Ruhe beginnt dein Geist seinen eigenen Weg.
Man stelle sich mal vor, man hätte die Gabe und die Techniken um Kunst zu schaffen aber man hätte kein Wissen der anderen, (Bücher oder andere Kunstwerke) nur dann könnte man seine eigene Kunst schaffen. Nur der Freie Geist ist in der Lage aus sich selbst heraus zu Wachsen.

Vielen Dank, genau das trifft mein heutiges Problem... als ich noch keine künstlerischen Ausbildungen hatte und versuchte die Probleme der Darstellung meiner Themeninhalte selbst zu lösen, fühlte ich mich künstlerischer. Wissen kann sehr blockieren. Man könnte es auch so bezeichnen: Man denkt konservierte Gedanken anderer.

Liber Gruß
kattie




kattie - 25.03.2007 um 01:58 Uhr

Diese Nachricht wurde von kattie um 03:00:12 am 25.03.2007 editiert

Zitat:

was heisst das, kunst muss neu sein? ist es keine kunst, wenn ich kubistisch oder wie auch immer male, nur weil ein anderer es vor mir auch schon getan hat? das waer ja schade

Für mich ist es auch Kunst, wenn jemand die Fähigkeit besitzt durch hohe Sensibilität und Einfühlung den Kunstweg anderer zu beschreiten.

Ween jemand heute Kubismus malt, kann es doch auch sein, daß er dort anknüpft, wo andere Kubisten aufgehört haben. Parallell zum Kusbismus gab es ja auch andere Strömungen, die man auch als Kunst bezeichnet.

Lieber Gruß
kattie




christoph - 26.03.2007 um 08:44 Uhr

Hallo,
ja fluu dein Zitat zu dem Thema Künstler finde ich gut. Denn ich denke auch das Künstler nicht nur derjenige ist der etwas krative schaft. Es gibt ja auch Lebenskünstler, die beschwingt durch das Leben gehen und egal in welche situationen sie kommen immer das Beste daraus machen.
Vile Grüße Christoph




Galerie Seeger - 26.03.2007 um 20:50 Uhr

Zitat:

Hallo,

wer ist ein Künstler?
Wer verdient den Begriff Künstler, ist es ein Titel?
Sind alle die hier auf xarto.com ausstellen Künstler?
Ist nur Künstler wer in einem Berufsverband ist?
Oder nach Beuys: Alle Menschen sind Künstler...

Da ergeben sich Fragen und der Begriff ist nach wie vor
viel diskutiert. Vielleicht besteht gerade darin das Wesen
des Künstlers, dass er nicht genau zu definieren ist...

gruß fluuu

Um zu erfahren wer Künstler ist, muss man sich erst die Frage beantworten was ist Kunst.
Da man den Begriff Kunst nicht wirklich greifen kann, wird man auch den Begriff Künstler nicht eindeutig erfassen können.
Diese Diskussion wird sich wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit im Kreis drehen.

Oder nach meinem Sinne, Kunst beginnt dort wo die erlernte Technik aufhört denn die Technik ist nur das Werkzeug genau wie ein Pinsel die Kunst hingegen beginnt im Geist der Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.

Grüße
http://www.seedie.de




idiotiefschnee - 28.03.2007 um 17:48 Uhr

über sowas ein exempel aufzustellen,ist für mich zeitbanditerie



Fluuu - 29.03.2007 um 22:02 Uhr

Ich denke nicht, dass wenn man über den
Menschen der die Fähigkeit Künstler zu sein
ausübt etwas schreibt, erst klähren muss was
Kunst ist.
Künstler sein ist eine soziale Fähigkeit, eine
Lebensphilosophie, in welcher Form man mit
anderen Menschen kommuniziert und wie man
Beziehungen gestaltet, mit welchen kreativen
Möglichkeiten man das Thema Leben bewältigt usw.
Das Kunstwerk lässt sich zwar vom Menschen
nicht abkoppelt, ist aber meist doch ein Ding, dass
ohne Mensch völlig eigenständig existiert.
Künstler=Mensch

gruß fluuu




christoph - 31.03.2007 um 16:47 Uhr

Zu dem Thema wer ist ein Künstler, was ist Kunst?
Ein Zitat von Picasso, was ich die Tage gelesen habe.

Was ist Kunst? Picasso antwortet auf diese Frage:
"Wenn ich es wüsste, würde ich es für mich behalten.
Zitatende.
Viele Grüsse
Christoph




Fluuu - 01.04.2007 um 20:07 Uhr

Tja, Picasso ist nicht nur einer der berühmtesten Gegenwartsmaler, er ist auch nicht der Dümmste, ich mag ihn und seine Arbeiten sehr aber ich mag auch den ein oder anderen lebenden Maler unserer Zeit von Malerinnen ganz zu schweigen...
Jedenfalls hat Picasso auch gemeint:"Kunst ist eine Art Aufruhr."

gruß fluuu




christoph - 02.04.2007 um 20:26 Uhr

Da hast du Recht Fluu,
aber dieser Aufruhr kann positiv wie auch negativ sein. Ich stelle immer wieder bei Ausstellungen von mir fest wie die Besucher über die Bilder diskutieren, speziell über abstakte oder ungegenständliche Kunst. Dies ist auch wenn möglich meine Absicht. Das bei den Bildern die ich male zum nachdenken und überlegen kommen. Vielleicht auch das ein gewisser Aufruhr entsteht.
Viele Grüße
Christoph




Fluuu - 08.04.2007 um 12:36 Uhr

...na siehst Du, dann kennst Du es ja auch...

gruß fluuu




Heike - 15.04.2007 um 02:44 Uhr

vielleicht ist genau dieses die " Kunst " ….
darüber zu reden,
zu versuchen
es definieren zu wollen - müssen - sollen....

ist Kunst nur der Moment einer Darstellung die gedanklich sich abzuspielen scheint?




talasim - 19.04.2007 um 18:40 Uhr

Hallo Fluuu

Interessante Frage. Ich kann nur von meiner Erfahrung sprechen wie ich langsam zum Künstler "werde". Denn lange war ich für andere einfach nur kreativ tätig. Ich hätte die Worte "ich bin Künstlerin" nicht über die Lippen gebracht.
Dann habe ich meinem künstlerischen Ausdruck einen immer grösser werdenden Raum, mehr Zeit und Wichtigkeit zugesprochen. Ich habe aufgehört eine Technik nach der anderen zu lernen und habe für mich stattdessen herauskristallisiert was mir am meisten bedeutet. Und ich habe gemerkt, dass ich damit etwas (mir wichtiges) ausdrücken und weitergeben kann. Es hat für mich also ein Ziel ergeben. Jetzt wo ich mir langsam bewusst werde, was ich der Umwelt geben kann und wo es hinwill, erkenne ich in mir den Künstler. Ein Künstler der den Austausch, die Kommunikation mit dem Betrachter sucht. Ob ich den Betrachter mit meinen Werken erreiche steht noch auf einem anderen Blatt. ;o)
Was für mich zudem ein zentraler Bestandteil meiner Entwicklung war, ist die Auseinandersetzung mit meiner Sprache im spezifischen und dass ich angefangen habe die Augen offen zu lassen, also hinzuschauen, wach zu sein und die Welt um mich herum ungeschönt wahrzunehmen in ihrem ganzen Sein.




Fluuu - 28.04.2007 um 16:24 Uhr

hi talasim,

Deine Ansichten gefallen mir und ich kann etwas damit anfangen, dass haben wir ja schon in einem anderen Forum rausgefunden. Nirgends fühle ich mich so zuhause wie in diesem Portal hier und da bin ich dann auch entsprechend freundlich und zuvorkommend manchmal.
In dem anderen Forum habe ich gerade eine Performance losgelassen die Christoph Schlingensief alle Ehre macht. Ja, Internetkommunikation ist mein Hobby, da stecke ich so viel Zeit rein und es entspannt mich ungemein.
Ich mag den Begriff "Künstler" auch nicht besonders weil er eben von so vielen Vorurteilen behaftet ist, bis hin zum Größenwahn.
Wenn es irgendgeht verwende ich in der realen Welt eine Umschreibung und versuche den Menschen direkt zu benennen der ja immer hinter den Werken steckt. Ich habe aber auch ein Kostüm "der Künstler" das so zusammengestellt ist wie ich meine klischeehaft ein Künstler ausschaut. Das ziehe ich an und spiele auf öffentlichem Parkett die Theaterfigur, die Rolle "Künstler", das macht sehr viel Spaß. Ansonsten geht es bei der kreativen Arbeit um ganz andere, authentische Dinge, machmal sehr anstrengend und es ist nötig den inneren Schweinehund zu überwinden, da hat das Schauspiel überhauptkeine Bedeutung.

gruß fluuu




talasim - 16.05.2007 um 10:59 Uhr

Hallo fluuu

Ich habe mich gerade gestern über das Thema des sich selber Darstellens nachgedacht. Ich setze mich selber nicht so in Szene und frage mich manchmal, ob ich in der heutigen Zeit, wo dies anscheinend so gefordert ist, überhaupt "bestehen" kann. Muss ein Künstler denn exzentrisch sein?
Hast du das Gefühl, dass du gegen aussen exzentrisch sein musst oder zumindest deine exzentrischen Seiten herauskehren musst? Mir ist das irgendwie zuwieder. Fühlt man sich mit Authenzität nicht wohler? Hmh...




Fluuu - 20.05.2007 um 13:46 Uhr

Hallo talasim,
das ist eine reine Veranlagungsfrage, das hängt vom Wesen und vom Charakter ab würde ich sagen. Beide haben Vor- und Nachteile, der Extrovertierte und der Introvertierte. Der eine ist exzentrisch, fällt auf, ist laut und selbstdarstellerisch, er erregt die Aufmerksamkeit aber er verprellt auch viele die sich abwenden und der Andere ist ruhig, zurückhaltend, natürlich und authentisch, fällt sogar auch auf durch die starke Zurückhaltung aber wird ansonsten kaum von einer Gruppe wahrgenommen. Er ist im Schutz der Zurückhaltung und wird freundlich angesprochen wohingegen der extrovertierte womöglich als Provokation verstanden wird und kräftig Widerstand erfährt. Wie gesagt, es hängt vom Typ ab was einem mehr liegt und womit man besser umgehen kann. Ein introvertierter Schauspieler ist sicherlich seltener erfolgreich als ein extrovertierter. Bei den bildenden Künstlern hält es sich vielleicht die Waage und bei den Schriftstellern ist das Extrovertierte garnicht hilfreich.
Auf Deine Frage sage ich eindeutig ´Nein´, ein guter Künstler muss nicht, um gute Arbeit zu leisten, exzentrisch sein. Das ist ein Klischee.
Dann gibt es noch die Möglichkeit, so wie ich es gerne praktizieren würde, in der Öffentlichkeit eine exzentrisches Ausleben und Schauspielerei und bei der Arbeit im Atelier ein ruhiges, zurückhaltendes, besonnenes Verhalten um den authentischen Gefühlen nachzuspüren und sie zu verarbeiten...

gruß fluuu




talasim - 24.05.2007 um 21:43 Uhr

Hallo fluuu

Wahrscheinlich muss es einfach authentisch sein. Das bedeutet doch, dass das Werk und die Person auch gegen aussen zusammenpassen. Sonst hinterlässt es doch beim Anderen einen uneinheitlichen irritierenden Eindruck. Und anstatt dass sich die Kunstwerke einprägen, hängen die Vernissagebesucher an dieser Irritation fest.




Fluuu - 28.05.2007 um 12:59 Uhr

Hallo talasim,

ja, authentisch müssen die Werke sein, sie sind im Atelier entstanden, im geschützen Raum. Eine Vernissage ist in einem öffentlichen Raum und da benutze ich gerne eine gespielte Selbstdarstellung um mich vor dem Authentischen gegenüber den Besuchern öffentlich zu schützen.
Nur so kann ich meine authentischen Werke öffentlich mit meiner Anwesenheit vorstellen. Andere können es eventuell anders, ich brauche diesen Schutz gerade weil in den Werken ganz persönliche und intime Dinge stecken, so, dass ich im öffentlichen Auftritt mit meinen Werken eine Rolle spiele und selbst als Person in diesem Fall bei einer Vernissage nur insofern authentisch bin, dass ich diese Figur selbst kreiert habe. Es ist ein Auftritt wie auf einer Bühne und das Publikum bekommt eine Show.
Es mag Maler geben die auf ihrer Vernissage ganz schüchtern, zurückhaltend und introvertiert auftreten weil sie sich mit ihren Bildern darstellen aber keine Selbstdarstellung inszenieren aber sie haben meist auch große Probleme mit Ausstellungseröffnungen.
Ich habe viele Jahre Theater gespielt und mag die Bühne und die Inszenierung.
Sicher gibt es eine Irritation aber sie kann ja willkommenes Bestandteil der Show sein, eine Vernissage ist zum bewussten Anschauen der Werke meiner Meinung nach ungeeignet, es ist ein Sehen und gesehen werden. Wenn mich die Arbeiten interessieren auf einer Vernissage bei der ich Besucher bin, gehe ich später nocheinmal in die Ausstellung und lasse die Arbeiten in Ruhe auf mich wirken.

Wie handhabst Du es eigentlich mit Ausstellungen, zeigst Du gerne Deine Sachen oder tust Du Dich eher schwer?

gruß fluuu




talasim - 30.05.2007 um 21:53 Uhr

Hallo fluuu

Ich habe bisher noch nie ausgestellt und "fürchte" mich dementsprechend davor. Denn ich bin zwar extrovertiert, manchmal aber eher schüchtern. Ich bin nicht so der Selbstdarsteller. Allerdings habe ich auch noch nicht wirklich nach einer Ausstellungsmöglichkeit gesucht bisher, da ich es mir noch gar nicht vorstellen kann. Und für das erste Mal muss es schon der richtige Platz sein, finde ich, damit ich es mir nicht gleich vermiese. Ich muss mich in der gewählten Umgebung wohlfühlen können und sie muss meinen Ansprüchen genügen. Und auch meinen Werken einen guten Rahmen geben. Ausstellen um des Ausstellens willen, will ich nicht.
Ich denke, wenn ich soweit bin, werde ich mich auch wohlfühlen können. Und sonst lasse ich es bleiben. Ist ja schliesslich meine Wahl und mein Leben.
Ich bin jetzt dran, mich ein wenig in den Kunstforen vorzutasten und zu schauen wie man auf mich und meine Werke reagiert. Und so taste ich mich langsam heran.

Wenn du eine Show machst, spielst du dann den Unnahbaren? Oder wie genau schützt du dich? Hast du denn schon mal schlechte Erfahrungen gemacht mit Besuchern deiner Vernissagen?




Fluuu - 03.06.2007 um 14:50 Uhr

Hallo talasim,

von dem Testen der eigenen künstlerischen Fähigkeiten in der Malerei und den entstandenen Bildern im Netz, in "Kunstcommunitys", in Foren usw. halte ich nicht sehr viel. Das ist alles virtuelles Zeug und hat seine eigenen Gesetze. Der Umgang mit Kunst und das Entwickeln des Gespürs dafür geht letztendlich nur real wenn man direkt vor dem Bild steht.
Was im Netz teilweise für Kommentare zu Bildern abgegeben wird spottet jeder Beschreibung.
So ist ein virtuelles Zeigen nicht unbedingt aussagekräftig und ändert an der Realität nicht viel oder was bringt es wenn zu einem Bild zig mal ´schön´, ´gefällt´ und ´toll´ geschrieben wird, mich würde es nicht begeistern da es sich um sehr oberflächliche Betrachter handelt.

Zum realen Ausstellen kann man nur ins kalte Wasser springen, sich einen Ort suchen, die Bilder aufhängen, die Leute darüber informieren und schauen wie die Reaktion ausfällt. Ist sie positiv ist es eine Bereicherung im Leben und wenn nicht, gilt es die Reaktion weckzustecken und sich erfolgreicheren Aufgaben zuzuwenden. Bin fest davon überzeugt, wer daheim künstlerisch arbeitet sollte den Schritt in die Öffentlichkeit wagen, erst wenn die Bilder oder Skulpturen gesehen werden und Betrachter haben ist der Prozess vollendet.

Ja, sicher, wenn ich eine Show mache, spiele ich den selbstbewussten, unverletzbaren und somit auch unnahbaren Künstler. Das ist dann meine Art des Schutzes in der Öffentlichkeit, was dann aus dem Wald zurückruft ist Widerstand, eine gewisse Angrifslust und auch Vorwürfe von welchen die mich kennen. Wer austeilt muss auch einstecken usw.
Nein, bei einer Vernissage habe ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht aber in früheren Zeiten, Schule usw.
Wer sich mit seinen authentischen Bildern präsentiert, auch wenn sie verschlüsselt sind, macht sich unweigerlich verletzbar, vor allem wenn sich die dargestellten Themen um Beziehungen, Begegnungen und anderen menschlichen Gefülssachen drehen. Andererseite tut es auch wieder gut der Gemeinschaft Vorschläge zu machen, wie damit umzugehen möglich ist.
Eine eigene Website mit den Bildern gibt das Gefühl veröffentlicht zu haben und so ein kleines gestaltetes Werk wie eine Website ist eine persönliche Visitenkarte im Internet, das kann einen gewissen Gesamteindruck vermitten vom Werk und dem Künstler der dahintersteckt.
Möchtest Du eine Website haben, kann sie Dir sehr günstig gestalten...?

gruß fluuu




A.M.C. Latzke - 02.07.2007 um 02:39 Uhr

Zitat:

Meines erachtens ist alles was ein Mensch aus Freude und zur Freude anderer zuwege bringt Kunst.

Ich habe beobachtet, wie ein Zimmermann mit viel Freude ein Dach für eine Bushaltestelle gezimmert hat und die Leute, die sich im Regen dort unterstellen konnten, hatten auch viel Freude an diesem Dach. Ist das jetzt auch Kunst? Momentan bin ich da jetzt irgendwie total verunsichert.




Fluuu - 06.07.2007 um 12:15 Uhr

Zitat:

Meines erachtens ist alles was ein Mensch aus Freude und zur Freude anderer zuwege bringt Kunst.

Wo ist denn das Zitat wieder her, von mir ist es nicht. Immer dieses Liebliche, Freudige, Schöne, Harmonische, Nette usw. in der Kunst, das ist ja alles gut und richtig aber wo bleibt das Provokante, Widerstand leistende, Aufwühlende, den Prozess des Schmerzes Begegnende, Grausamme, den Spiegel Vorhaltende usw., dafür Lösungen zu finden in der Kunst halte ich für wesentlich notwendiger auf die Gemeinschaft bezogen...

gruß fluuu




A.M.C. Latzke - 12.07.2007 um 03:15 Uhr

Zitat:

Oder nach meinem Sinne, Kunst beginnt dort wo die erlernte Technik aufhört denn die Technik ist nur das Werkzeug genau wie ein Pinsel
Hallo Galerie Seeger, das ist mal wieder so ein großer Trugschluß. Die Technik ist mit dem Pinsel natürlich nicht gleichzustellen, denn der Pinsel ist das Werkzeug der Technik und die Technik ist das Werkzeug des Geistes.
Zitat:

die Kunst hingegen beginnt im Geist der Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.


Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, die sagen "Ich kann zwar nicht malen, aber ich hab eine enorme Phantasie" Was nützt einem großartigen Dichter seine große Begabung, wenn er in ein fremdes Land geht, dessen Sprache er nicht spricht und ihn niemand versteht? Das gleiche kann man auf die bildende Kunst übertragen. Was nützt mir die Phantasie, wenn ich nicht über die Fähigkeit verfüge, sie auf´s Papier zu bringen?
Kunst ist nicht nur eine Sache des Ausdrucks, sondern auch der Mitteilung.




Fluuu - 30.07.2007 um 20:01 Uhr

Richtig! Kunst kommt von Können aber vor allem auch von Kunde, man muss es sagen können.
Der Ansicht war auch schon Joseph Beuys abgedruckt in ´Kunsttheorie im 20. Jahrhundert´ Bd. II, S. 1090

Ansonsten stimme ich Dir nicht zu, es gibt keine Möchtegernkünsler, genausowenig wie es Hobbykünsler gibt, es gibt in der bildenden Kunst nur Künstler oder Nichtkünstler.

gruß fluuu




JH - 31.07.2007 um 16:26 Uhr

Bravo A.M.C.!
Besser kann man´s nicht ausdrücken.
Kann nur zustimmen.




miekla - 04.08.2007 um 12:40 Uhr

Zitat:

Zitat:

Oder nach meinem Sinne, Kunst beginnt dort wo die erlernte Technik aufhört denn die Technik ist nur das Werkzeug genau wie ein Pinsel
Hallo Galerie Seeger, das ist mal wieder so ein großer Trugschluß. Die Technik ist mit dem Pinsel natürlich nicht gleichzustellen, denn der Pinsel ist das Werkzeug der Technik und die Technik ist das Werkzeug des Geistes.
Zitat:

die Kunst hingegen beginnt im Geist der Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.


Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, die sagen "Ich kann zwar nicht malen, aber ich hab eine enorme Phantasie" Was nützt einem großartigen Dichter seine große Begabung, wenn er in ein fremdes Land geht, dessen Sprache er nicht spricht und ihn niemand versteht? Das gleiche kann man auf die bildende Kunst übertragen. Was nützt mir die Phantasie, wenn ich nicht über die Fähigkeit verfüge, sie auf´s Papier zu bringen?
Kunst ist nicht nur eine Sache des Ausdrucks, sondern auch der Mitteilung.

die Kunst hingegen beginnt im Geist der Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.




miekla - 04.08.2007 um 12:43 Uhr

Zitat:

Zitat:

Oder nach meinem Sinne, Kunst beginnt dort wo die erlernte Technik aufhört denn die Technik ist nur das Werkzeug genau wie ein Pinsel
Hallo Galerie Seeger, das ist mal wieder so ein großer Trugschluß. Die Technik ist mit dem Pinsel natürlich nicht gleichzustellen, denn der Pinsel ist das Werkzeug der Technik und die Technik ist das Werkzeug des Geistes.
Zitat:

die Kunst hingegen beginnt im Geist der Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.


Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, die sagen "Ich kann zwar nicht malen, aber ich hab eine enorme Phantasie" Was nützt einem großartigen Dichter seine große Begabung, wenn er in ein fremdes Land geht, dessen Sprache er nicht spricht und ihn niemand versteht? Das gleiche kann man auf die bildende Kunst übertragen. Was nützt mir die Phantasie, wenn ich nicht über die Fähigkeit verfüge, sie auf´s Papier zu bringen?
Kunst ist nicht nur eine Sache des Ausdrucks, sondern auch der Mitteilung.




miekla - 04.08.2007 um 13:26 Uhr

Diese Nachricht wurde von miekla um 13:36:38 am 04.08.2007 editiert

Zitat:

Zitat:

Oder nach meinem Sinne, Kunst beginnt dort wo die erlernte Technik aufhört denn die Technik ist nur das Werkzeug genau wie ein Pinsel
Hallo Galerie Seeger, das ist mal wieder so ein großer Trugschluß. Die Technik ist mit dem Pinsel natürlich nicht gleichzustellen, denn der Pinsel ist das Werkzeug der Technik und die Technik ist das Werkzeug des Geistes.
Zitat:

die Kunst hingegen beginnt im Geist der
Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.

Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, die sagen "Ich kann zwar nicht malen, aber ich hab eine enorme Phantasie" Was nützt einem großartigen Dichter seine große Begabung, wenn er in ein fremdes Land geht, dessen Sprache er nicht spricht und ihn niemand versteht? Das gleiche kann man auf die bildende Kunst übertragen. Was nützt mir die Phantasie, wenn ich nicht über die Fähigkeit verfüge, sie auf´s Papier zu bringen?
Kunst ist nicht nur eine Sache des Ausdrucks, sondern auch der Mitteilung.

Entschuldigung, tut mir leid, habe euch allen schon 2 Mal die Zeit gestohlen, weil ich euch (aus Unwissenheit) 2 leere Beiträge zugemutet habe.

Aber im Gegensatz zu der weitverbreiten Meinung ein Künstler müsse gar nichts können, tun, wollen oder wissen, sollte man hier ja vielleicht doch etwas von sich geben.

Zumal ich, trotz des diffusen Begriffs Künstler, hier scheinbar endlich einen gefundenzu haben glaube, nämlich einen Künstler der Telepathie! Denn wie anders, als durch Telepathie transportiert ein Künstler mit der Einstellung:
Zitat:

die Kunst hingegen beginnt im Geist der
Fantasie und bedarf weder Technik noch Werkzeug.
seine künstlerische Aussage? Oder braucht er gar keine?

Nur schade, dass es noch so wenige mit seinen telepathischen Fähigkeiten unter Uns gibt, sonst wäre der Traum der meisten Möchtergernkünstler: Völlig O H N E ! irgendwelche, wie auch immer geartete Fähigkeiten und Techniken großartige Kunstwerke zu produzieren, schon heute Wirklichkeit. Schade, dass es noch nicht so weit ist, denn dafür würde auch ich gern all meine scheinbar überflüssigen und über Jahre unnötiger Weise erworbenen anderen Fähigkeiten in die Tonne treten! Denn fortan bräuchte man weder Museen, Ausstellungen, Material und Werzeug, ja selbst Foren wie dieses wären völlig überflüssig!


Und schon wieder habe ich euch kostbare Zeit gestohlen, denn ich hätte auch kurz und knapp sagen können: ich schließe mich zu 100% meinem Vorredner an , der richtigerweise sagte:
"Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, ...............................! .

Herzlichst
miekla




Fluuu - 13.08.2007 um 11:58 Uhr

Zitat:

Und schon wieder habe ich euch kostbare Zeit gestohlen, denn ich hätte auch kurz und knapp sagen können: ich schließe mich zu 100% meinem Vorredner an , der richtigerweise sagte:
"Schöner Freischein für alle Möchtegernkünstler, ...............................! .

Herzlichst
miekla

...oh man ist das ein Wust, da ist es dringend notwendig noch etwas das Handwerkliche einer Forumsbedienung zu üben.

Ansonsten gibt es keine "Möchtegernkünstler", gibt auch keine "Hobbykünstler", es gibt nur Künstler und Nichtkünstler, sobald man sich nicht ganz sicher ist zählt man sich zu den Zweiten, ist dann kein Psychopath und lebt ganz normal, vielleicht mit Persönlichkeitsstörung aber sonst nach den Vorgaben und verdient sein Geld entweder durch Lohnarbeit oder durch staatl. Stütze.
Wer allerdings seinen Lebensunterhalt durch Herstellen von dekorativen Dingen bzw. Design und dem regen Verkauf auf dem Warenmarkt bestreitet, ist auf jeden Fall ein Nichtkünstler, eher ein Handwerker, Händler und Kaufmann.

Ein Künster ist jemand der seine kreative Arbeit macht weil er muss, aus psychopathischem Drang und trotzdem gekauft wird so, dass er Material und Unterhalt finanzieren kann. Davon gibt es nicht sehr viele in der Gemeinschaft...

Oder es gibt keine "Möchtegern- und Hobbykünstler" weil nach Joseph Beuys " jeder mensch ein künstler (ist)" zutrifft?

gruß fluuu




miekla - 13.08.2007 um 20:09 Uhr

Diese Nachricht wurde von miekla um 20:21:29 am 13.08.2007 editiert

Hallo Fluu, auch wenn Du meinst
zitat:
es gibt keine "Möchtegern- und Hobbykünstler" weil nach Joseph Beuys " jeder mensch ein künstler (ist)" ?

Erlaube ich mir eine von der des Herrn Beuys ETWAS abweichende Meinung.

Auch wenn ihn Jemand (ja wer eigentlich, und mit welchem Recht ) zum größten Künstler des letzten Jahrhunderts hochgejubelt hat.

Denn dieser Herr Beuys war wie kein anderer Künstler, auf einen äußerst aufwendigen Rahmen für seine "Kunst" angewiesen!

A.......aaaaber schließlich hat er (also Beuys) ja angeblich auch noch die Kunst von ihren elitären Sockel heruntergeholt. Darum kostete ja sein Holz-Hocker mit 4 Eisenkugeln darauf, auch nur läppische 450 000,-DM!

Und ich glaube mich ja sogar noch genau an die hunderten von arbeitslosen nordrheinwestpälischen Kupel zu erinnern die Seinerzeit alle mit ihren
leicht verdienten 450 000.--DM in der Tasche, vor dem Wallraf-Richartz-Museum standen und die alle stocksauer waren, dass ihnen die Bundesregierung dieses (von seinem elitären Sockel heruntergeholte) "Schnäppchen" doch glatt vor der Nase wegschnappte!

Diese zwei inzwischen als Zitat so oft verwendeten Sätze, dass man glauben könnte alle hätten inzwischen die gleiche Schallplatte gefressen, erinnern mich persönlich an einen anderen (von einigen Unverbesserlichen) fast genau so oft zitierten Satz, nämlich den Satz:

"Aber schließlich hat er ja auch all die Autobahnen gebaut!"


PS ich bin übrigens ein Hobbykünstler, (denn aus dem BBK bin ich seinerzeit ganz schnell wieder ausgetreten) Und außerdem ernähre ich mich fast ausschließlich von "Kunst-Honig, weil ich, wenn ich sage ich könne von "Kunst" leben, nicht lügen möchte !




Fluuu - 20.08.2007 um 11:02 Uhr

...ha, ha, das hat ja gut funktioniert in ein Wespennest zu stoßen, nicht wahr miekla? Das geht mit Beuys relativ gut, da kann man eine Einstellung haben wie man will.
Ich bleibe dabei, man kann Künstler nicht im Hobby sein, man kann als Hobby malen neben seiner Erwerbsarbeit usw. aber Künstler ist man wenn 24 Stunden am Tag rund um die Uhr auch nachts in den Träumen und nicht nur zwei Stunden im Hobby.
Das trifft zwar bei mir zu, jedoch würde ich mich im Zweifelsfall eher als Nichtkünstler sehen und obwohl ich studiert habe, finde den begriff ´Kreativer Autodidakt´ ganz angemessen.

Auf jeden Fall imponiert mir die Fähigkeit wie sie Beuys an den Tag legte, über etwas so zu reden und es ins rechte Licht zu rücken, dass es etwas bedeutendes wird. Wie er ja meinte, man muss es auch verkünden können. Diese Fähigkeit ist auf jeden Fall von Nutzen.

Jeder Mensch ist ein Künsler weil er kreativ seinen Lebenswandel bestreitet aber es ist kein Hobby für zwei Stunden am Tag. Es ist eine Lebenseinstellung, eine Weltanschauung und eine Philosophie. Wer das nicht möchte ist ein Nichtkünstler oder ein Hobby-und Freizeitmaler.

Ich lebe von, mit und durch die Kunst, weniger materiell als viel mehr ganz banal in den Alltagsinhalten, im Lebenswandel durch Anschauen, manchmal Begreifen, Ausstellungen, eigene Arbeiten und Inspiration...

Dabei taucht dann eher selten das Wahrnehmen oder Schaffen eines künstlerisch bedeutenden Werkes auf, zu dem ich sagen würde, das ist Kunst...

gruß fluuu




christoph - 31.08.2007 um 13:51 Uhr

Hallo Fluu, der Begriff kreativer Autodidakt gefällt mir. Denn Künstler finde ich einen sehr hochgestochenen Begriff. Es ist wie schon gesgt wurde eine Lebeneinstellung, Aber auch ein Begriff mit dem verschieden kreative Tätigkeiten umschrieben werden. Zum anderen muß ich zugeben, daß es schmeidelt, wenn mich jemand, der meine Bilder sieht als Künstler bezeichnet.
Viele Grüsse
Christoph




Fluuu - 13.09.2007 um 10:51 Uhr

Hallo christoph,

was denn nun, möchtest Du Dich als kreativer Autodidakt sehen oder möchtest Du Dich geschmeichelt fühlen wenn Dich jemand Künstler nennt?
Das klingt so, als ob Du ein Autodidakt und Freizeitmaler bist dem es runter wie Öl geht wenn er Künstler genannt wird.
Der Begriff Künster ist vor allem auch ein Klischee für auffällige und extravagante Leute, jedes Popsternchen bezeichnet sich als Künstler.
Da sind die bildenden Künstler eher schlicht, bescheiden, nachdenklich, philosophisch und empfindsam im Gespür.
Künstler ist somit nur vom Klischee her hochgestochen, eigentlich ist es eine Bezeichnung für ein kreativ arbeitenden Menschen der materiell sehr genügsam, problembewältigend, schmerzerfahren, manchmal melancholisch aber vor allem sehr bewusst die Welt, die Mitmenschen und sich selbst wahrnehmend Werke schafft.
Ein Mensch mit sehr feinem Gespür, sehr ausgeprägten Sinnen und starker Wahrnehmungskraft. Er ist in der Lage diese Eindrücke in Werken darzustellen und umzusetzen.

gruß fluuu




ann - 24.02.2009 um 13:56 Uhr

darf man hier nochmal einsteigen?
das ist ja schon so lange her




Fluuu - 25.02.2009 um 12:19 Uhr

Hallo ann,

schreibe doch Deine Gedanken dazu, virtuell spielt doch Zeit und Raum kaum eine Rolle...
Wichtig ist doch nur der aktuelle Ausdruck und das Formulieren sowie Gestalten der momentanen Gedanken.

gruß fluuu




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