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Kunstforum: tja Künstler


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 11:21:43
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Forum > Künstler > tja Künstler
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Autor
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Thema: tja Künstler
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christoph
Mitglied
 20 Forenbeiträge seit dem 22.01.2007

Geschlecht:
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| 40 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 02.04.2007 um 20:26 Uhr |
Da hast du Recht Fluu,
aber dieser Aufruhr kann positiv wie auch negativ sein. Ich
stelle immer wieder bei Ausstellungen von mir fest wie die
Besucher über die Bilder diskutieren, speziell über abstakte
oder ungegenständliche Kunst. Dies ist auch wenn möglich
meine Absicht. Das bei den Bildern die ich male zum
nachdenken und überlegen kommen. Vielleicht auch das ein
gewisser Aufruhr entsteht.
Viele Grüße
Christoph
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 41 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 08.04.2007 um 12:36 Uhr |
...na siehst Du, dann kennst Du es ja auch...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Heike
Mitglied
 4 Forenbeiträge seit dem 14.04.2007

Geschlecht:
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| 42 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 15.04.2007 um 02:44 Uhr |
vielleicht ist genau dieses die " Kunst " ….
darüber zu reden,
zu versuchen
es definieren zu wollen - müssen - sollen....
ist Kunst nur der Moment einer Darstellung die gedanklich
sich abzuspielen scheint?
zeitliche FREIHEITEN DER GEDANKEN - räumlich unbegrenzt IN DER ZeIT DES TUN`S...... H eike K.
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talasim
Mitglied
 9 Forenbeiträge seit dem 19.04.2007

Geschlecht:
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| 43 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 19.04.2007 um 18:40 Uhr |
Hallo Fluuu
Interessante Frage. Ich kann nur von meiner Erfahrung
sprechen wie ich langsam zum Künstler "werde".
Denn lange war ich für andere einfach nur kreativ tätig. Ich
hätte die Worte "ich bin Künstlerin" nicht über
die Lippen gebracht.
Dann habe ich meinem künstlerischen Ausdruck einen immer
grösser werdenden Raum, mehr Zeit und Wichtigkeit
zugesprochen. Ich habe aufgehört eine Technik nach der
anderen zu lernen und habe für mich stattdessen
herauskristallisiert was mir am meisten bedeutet. Und ich
habe gemerkt, dass ich damit etwas (mir wichtiges)
ausdrücken und weitergeben kann. Es hat für mich also ein
Ziel ergeben. Jetzt wo ich mir langsam bewusst werde, was
ich der Umwelt geben kann und wo es hinwill, erkenne ich in
mir den Künstler. Ein Künstler der den Austausch, die
Kommunikation mit dem Betrachter sucht. Ob ich den
Betrachter mit meinen Werken erreiche steht noch auf einem
anderen Blatt. ;o)
Was für mich zudem ein zentraler Bestandteil meiner
Entwicklung war, ist die Auseinandersetzung mit meiner
Sprache im spezifischen und dass ich angefangen habe die
Augen offen zu lassen, also hinzuschauen, wach zu sein und
die Welt um mich herum ungeschönt wahrzunehmen in ihrem
ganzen Sein.
Lg talasim
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 44 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 28.04.2007 um 16:24 Uhr |
hi talasim,
Deine Ansichten gefallen mir und ich kann etwas damit
anfangen, dass haben wir ja schon in einem anderen Forum
rausgefunden. Nirgends fühle ich mich so zuhause wie in
diesem Portal hier und da bin ich dann auch entsprechend
freundlich und zuvorkommend manchmal.
In dem anderen Forum habe ich gerade eine Performance
losgelassen die Christoph Schlingensief alle Ehre macht. Ja,
Internetkommunikation ist mein Hobby, da stecke ich so viel
Zeit rein und es entspannt mich ungemein.
Ich mag den Begriff "Künstler" auch nicht
besonders weil er eben von so vielen Vorurteilen behaftet
ist, bis hin zum Größenwahn.
Wenn es irgendgeht verwende ich in der realen Welt eine
Umschreibung und versuche den Menschen direkt zu benennen
der ja immer hinter den Werken steckt. Ich habe aber auch
ein Kostüm "der Künstler" das so zusammengestellt
ist wie ich meine klischeehaft ein Künstler ausschaut. Das
ziehe ich an und spiele auf öffentlichem Parkett die
Theaterfigur, die Rolle "Künstler", das macht sehr
viel Spaß. Ansonsten geht es bei der kreativen Arbeit um
ganz andere, authentische Dinge, machmal sehr anstrengend
und es ist nötig den inneren Schweinehund zu überwinden, da
hat das Schauspiel überhauptkeine Bedeutung.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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talasim
Mitglied
 9 Forenbeiträge seit dem 19.04.2007

Geschlecht:
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| 45 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 16.05.2007 um 10:59 Uhr |
Hallo fluuu
Ich habe mich gerade gestern über das Thema des sich selber
Darstellens nachgedacht. Ich setze mich selber nicht so in
Szene und frage mich manchmal, ob ich in der heutigen Zeit,
wo dies anscheinend so gefordert ist, überhaupt
"bestehen" kann. Muss ein Künstler denn
exzentrisch sein?
Hast du das Gefühl, dass du gegen aussen exzentrisch sein
musst oder zumindest deine exzentrischen Seiten herauskehren
musst? Mir ist das irgendwie zuwieder. Fühlt man sich mit
Authenzität nicht wohler? Hmh...
Lg talasim
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 46 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.05.2007 um 13:46 Uhr |
Hallo talasim,
das ist eine reine Veranlagungsfrage, das hängt vom Wesen
und vom Charakter ab würde ich sagen. Beide haben Vor- und
Nachteile, der Extrovertierte und der Introvertierte. Der
eine ist exzentrisch, fällt auf, ist laut und
selbstdarstellerisch, er erregt die Aufmerksamkeit aber er
verprellt auch viele die sich abwenden und der Andere ist
ruhig, zurückhaltend, natürlich und authentisch, fällt sogar
auch auf durch die starke Zurückhaltung aber wird ansonsten
kaum von einer Gruppe wahrgenommen. Er ist im Schutz der
Zurückhaltung und wird freundlich angesprochen wohingegen
der extrovertierte womöglich als Provokation verstanden wird
und kräftig Widerstand erfährt. Wie gesagt, es hängt vom Typ
ab was einem mehr liegt und womit man besser umgehen kann.
Ein introvertierter Schauspieler ist sicherlich seltener
erfolgreich als ein extrovertierter. Bei den bildenden
Künstlern hält es sich vielleicht die Waage und bei den
Schriftstellern ist das Extrovertierte garnicht hilfreich.
Auf Deine Frage sage ich eindeutig ´Nein´, ein guter
Künstler muss nicht, um gute Arbeit zu leisten, exzentrisch
sein. Das ist ein Klischee.
Dann gibt es noch die Möglichkeit, so wie ich es gerne
praktizieren würde, in der Öffentlichkeit eine exzentrisches
Ausleben und Schauspielerei und bei der Arbeit im Atelier
ein ruhiges, zurückhaltendes, besonnenes Verhalten um den
authentischen Gefühlen nachzuspüren und sie zu
verarbeiten...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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talasim
Mitglied
 9 Forenbeiträge seit dem 19.04.2007

Geschlecht:
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| 47 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 24.05.2007 um 21:43 Uhr |
Hallo fluuu
Wahrscheinlich muss es einfach authentisch sein. Das
bedeutet doch, dass das Werk und die Person auch gegen
aussen zusammenpassen. Sonst hinterlässt es doch beim
Anderen einen uneinheitlichen irritierenden Eindruck. Und
anstatt dass sich die Kunstwerke einprägen, hängen die
Vernissagebesucher an dieser Irritation fest.
Lg talasim
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 48 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 28.05.2007 um 12:59 Uhr |
Hallo talasim,
ja, authentisch müssen die Werke sein, sie sind im Atelier
entstanden, im geschützen Raum. Eine Vernissage ist in einem
öffentlichen Raum und da benutze ich gerne eine gespielte
Selbstdarstellung um mich vor dem Authentischen gegenüber
den Besuchern öffentlich zu schützen.
Nur so kann ich meine authentischen Werke öffentlich mit
meiner Anwesenheit vorstellen. Andere können es eventuell
anders, ich brauche diesen Schutz gerade weil in den Werken
ganz persönliche und intime Dinge stecken, so, dass ich im
öffentlichen Auftritt mit meinen Werken eine Rolle spiele
und selbst als Person in diesem Fall bei einer Vernissage
nur insofern authentisch bin, dass ich diese Figur selbst
kreiert habe. Es ist ein Auftritt wie auf einer Bühne und
das Publikum bekommt eine Show.
Es mag Maler geben die auf ihrer Vernissage ganz schüchtern,
zurückhaltend und introvertiert auftreten weil sie sich mit
ihren Bildern darstellen aber keine Selbstdarstellung
inszenieren aber sie haben meist auch große Probleme mit
Ausstellungseröffnungen.
Ich habe viele Jahre Theater gespielt und mag die Bühne und
die Inszenierung.
Sicher gibt es eine Irritation aber sie kann ja willkommenes
Bestandteil der Show sein, eine Vernissage ist zum bewussten
Anschauen der Werke meiner Meinung nach ungeeignet, es ist
ein Sehen und gesehen werden. Wenn mich die Arbeiten
interessieren auf einer Vernissage bei der ich Besucher bin,
gehe ich später nocheinmal in die Ausstellung und lasse die
Arbeiten in Ruhe auf mich wirken.
Wie handhabst Du es eigentlich mit Ausstellungen, zeigst Du
gerne Deine Sachen oder tust Du Dich eher schwer?
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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talasim
Mitglied
 9 Forenbeiträge seit dem 19.04.2007

Geschlecht:
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| 49 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 30.05.2007 um 21:53 Uhr |
Hallo fluuu
Ich habe bisher noch nie ausgestellt und "fürchte"
mich dementsprechend davor. Denn ich bin zwar extrovertiert,
manchmal aber eher schüchtern. Ich bin nicht so der
Selbstdarsteller. Allerdings habe ich auch noch nicht
wirklich nach einer Ausstellungsmöglichkeit gesucht bisher,
da ich es mir noch gar nicht vorstellen kann. Und für das
erste Mal muss es schon der richtige Platz sein, finde ich,
damit ich es mir nicht gleich vermiese. Ich muss mich in der gewählten Umgebung wohlfühlen können
und sie muss meinen Ansprüchen genügen. Und auch meinen
Werken einen guten Rahmen geben. Ausstellen um des
Ausstellens willen, will ich nicht.
Ich denke, wenn ich soweit bin, werde ich mich auch
wohlfühlen können. Und sonst lasse ich es bleiben. Ist ja
schliesslich meine Wahl und mein Leben.
Ich bin jetzt dran, mich ein wenig in den Kunstforen
vorzutasten und zu schauen wie man auf mich und meine Werke
reagiert. Und so taste ich mich langsam heran.
Wenn du eine Show machst, spielst du dann den Unnahbaren?
Oder wie genau schützt du dich? Hast du denn schon mal
schlechte Erfahrungen gemacht mit Besuchern deiner
Vernissagen?
Lg talasim
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