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Kunstforum: tja Künstler


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 Thema: tja Künstler
christoph
Mitglied

20 Forenbeiträge
seit dem 22.01.2007

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40 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 02.04.2007 um 20:26 Uhr

Da hast du Recht Fluu,
aber dieser Aufruhr kann positiv wie auch negativ sein. Ich stelle immer wieder bei Ausstellungen von mir fest wie die Besucher über die Bilder diskutieren, speziell über abstakte oder ungegenständliche Kunst. Dies ist auch wenn möglich meine Absicht. Das bei den Bildern die ich male zum nachdenken und überlegen kommen. Vielleicht auch das ein gewisser Aufruhr entsteht.
Viele Grüße
Christoph

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Fluuu
Mitglied

725 Forenbeiträge
seit dem 18.10.2003

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41 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 08.04.2007 um 12:36 Uhr

...na siehst Du, dann kennst Du es ja auch...

gruß fluuu


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Heike
Mitglied

4 Forenbeiträge
seit dem 14.04.2007

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42 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 15.04.2007 um 02:44 Uhr

vielleicht ist genau dieses die " Kunst " ….
darüber zu reden,
zu versuchen
es definieren zu wollen - müssen - sollen....

ist Kunst nur der Moment einer Darstellung die gedanklich sich abzuspielen scheint?


zeitliche FREIHEITEN DER GEDANKEN - räumlich unbegrenzt IN DER ZeIT DES TUN`S...... H eike K.
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talasim
Mitglied

9 Forenbeiträge
seit dem 19.04.2007

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43 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 19.04.2007 um 18:40 Uhr

Hallo Fluuu

Interessante Frage. Ich kann nur von meiner Erfahrung sprechen wie ich langsam zum Künstler "werde". Denn lange war ich für andere einfach nur kreativ tätig. Ich hätte die Worte "ich bin Künstlerin" nicht über die Lippen gebracht.
Dann habe ich meinem künstlerischen Ausdruck einen immer grösser werdenden Raum, mehr Zeit und Wichtigkeit zugesprochen. Ich habe aufgehört eine Technik nach der anderen zu lernen und habe für mich stattdessen herauskristallisiert was mir am meisten bedeutet. Und ich habe gemerkt, dass ich damit etwas (mir wichtiges) ausdrücken und weitergeben kann. Es hat für mich also ein Ziel ergeben. Jetzt wo ich mir langsam bewusst werde, was ich der Umwelt geben kann und wo es hinwill, erkenne ich in mir den Künstler. Ein Künstler der den Austausch, die Kommunikation mit dem Betrachter sucht. Ob ich den Betrachter mit meinen Werken erreiche steht noch auf einem anderen Blatt. ;o)
Was für mich zudem ein zentraler Bestandteil meiner Entwicklung war, ist die Auseinandersetzung mit meiner Sprache im spezifischen und dass ich angefangen habe die Augen offen zu lassen, also hinzuschauen, wach zu sein und die Welt um mich herum ungeschönt wahrzunehmen in ihrem ganzen Sein.


Lg talasim
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Fluuu
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44 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.04.2007 um 16:24 Uhr

hi talasim,

Deine Ansichten gefallen mir und ich kann etwas damit anfangen, dass haben wir ja schon in einem anderen Forum rausgefunden. Nirgends fühle ich mich so zuhause wie in diesem Portal hier und da bin ich dann auch entsprechend freundlich und zuvorkommend manchmal.
In dem anderen Forum habe ich gerade eine Performance losgelassen die Christoph Schlingensief alle Ehre macht. Ja, Internetkommunikation ist mein Hobby, da stecke ich so viel Zeit rein und es entspannt mich ungemein.
Ich mag den Begriff "Künstler" auch nicht besonders weil er eben von so vielen Vorurteilen behaftet ist, bis hin zum Größenwahn.
Wenn es irgendgeht verwende ich in der realen Welt eine Umschreibung und versuche den Menschen direkt zu benennen der ja immer hinter den Werken steckt. Ich habe aber auch ein Kostüm "der Künstler" das so zusammengestellt ist wie ich meine klischeehaft ein Künstler ausschaut. Das ziehe ich an und spiele auf öffentlichem Parkett die Theaterfigur, die Rolle "Künstler", das macht sehr viel Spaß. Ansonsten geht es bei der kreativen Arbeit um ganz andere, authentische Dinge, machmal sehr anstrengend und es ist nötig den inneren Schweinehund zu überwinden, da hat das Schauspiel überhauptkeine Bedeutung.

gruß fluuu


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talasim
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45 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 16.05.2007 um 10:59 Uhr

Hallo fluuu

Ich habe mich gerade gestern über das Thema des sich selber Darstellens nachgedacht. Ich setze mich selber nicht so in Szene und frage mich manchmal, ob ich in der heutigen Zeit, wo dies anscheinend so gefordert ist, überhaupt "bestehen" kann. Muss ein Künstler denn exzentrisch sein?
Hast du das Gefühl, dass du gegen aussen exzentrisch sein musst oder zumindest deine exzentrischen Seiten herauskehren musst? Mir ist das irgendwie zuwieder. Fühlt man sich mit Authenzität nicht wohler? Hmh...


Lg talasim
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Fluuu
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46 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.05.2007 um 13:46 Uhr

Hallo talasim,
das ist eine reine Veranlagungsfrage, das hängt vom Wesen und vom Charakter ab würde ich sagen. Beide haben Vor- und Nachteile, der Extrovertierte und der Introvertierte. Der eine ist exzentrisch, fällt auf, ist laut und selbstdarstellerisch, er erregt die Aufmerksamkeit aber er verprellt auch viele die sich abwenden und der Andere ist ruhig, zurückhaltend, natürlich und authentisch, fällt sogar auch auf durch die starke Zurückhaltung aber wird ansonsten kaum von einer Gruppe wahrgenommen. Er ist im Schutz der Zurückhaltung und wird freundlich angesprochen wohingegen der extrovertierte womöglich als Provokation verstanden wird und kräftig Widerstand erfährt. Wie gesagt, es hängt vom Typ ab was einem mehr liegt und womit man besser umgehen kann. Ein introvertierter Schauspieler ist sicherlich seltener erfolgreich als ein extrovertierter. Bei den bildenden Künstlern hält es sich vielleicht die Waage und bei den Schriftstellern ist das Extrovertierte garnicht hilfreich.
Auf Deine Frage sage ich eindeutig ´Nein´, ein guter Künstler muss nicht, um gute Arbeit zu leisten, exzentrisch sein. Das ist ein Klischee.
Dann gibt es noch die Möglichkeit, so wie ich es gerne praktizieren würde, in der Öffentlichkeit eine exzentrisches Ausleben und Schauspielerei und bei der Arbeit im Atelier ein ruhiges, zurückhaltendes, besonnenes Verhalten um den authentischen Gefühlen nachzuspüren und sie zu verarbeiten...

gruß fluuu


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talasim
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47 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 24.05.2007 um 21:43 Uhr

Hallo fluuu

Wahrscheinlich muss es einfach authentisch sein. Das bedeutet doch, dass das Werk und die Person auch gegen aussen zusammenpassen. Sonst hinterlässt es doch beim Anderen einen uneinheitlichen irritierenden Eindruck. Und anstatt dass sich die Kunstwerke einprägen, hängen die Vernissagebesucher an dieser Irritation fest.


Lg talasim
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Fluuu
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48 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.05.2007 um 12:59 Uhr

Hallo talasim,

ja, authentisch müssen die Werke sein, sie sind im Atelier entstanden, im geschützen Raum. Eine Vernissage ist in einem öffentlichen Raum und da benutze ich gerne eine gespielte Selbstdarstellung um mich vor dem Authentischen gegenüber den Besuchern öffentlich zu schützen.
Nur so kann ich meine authentischen Werke öffentlich mit meiner Anwesenheit vorstellen. Andere können es eventuell anders, ich brauche diesen Schutz gerade weil in den Werken ganz persönliche und intime Dinge stecken, so, dass ich im öffentlichen Auftritt mit meinen Werken eine Rolle spiele und selbst als Person in diesem Fall bei einer Vernissage nur insofern authentisch bin, dass ich diese Figur selbst kreiert habe. Es ist ein Auftritt wie auf einer Bühne und das Publikum bekommt eine Show.
Es mag Maler geben die auf ihrer Vernissage ganz schüchtern, zurückhaltend und introvertiert auftreten weil sie sich mit ihren Bildern darstellen aber keine Selbstdarstellung inszenieren aber sie haben meist auch große Probleme mit Ausstellungseröffnungen.
Ich habe viele Jahre Theater gespielt und mag die Bühne und die Inszenierung.
Sicher gibt es eine Irritation aber sie kann ja willkommenes Bestandteil der Show sein, eine Vernissage ist zum bewussten Anschauen der Werke meiner Meinung nach ungeeignet, es ist ein Sehen und gesehen werden. Wenn mich die Arbeiten interessieren auf einer Vernissage bei der ich Besucher bin, gehe ich später nocheinmal in die Ausstellung und lasse die Arbeiten in Ruhe auf mich wirken.

Wie handhabst Du es eigentlich mit Ausstellungen, zeigst Du gerne Deine Sachen oder tust Du Dich eher schwer?

gruß fluuu


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talasim
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Das ist talasim

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49 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 30.05.2007 um 21:53 Uhr

Hallo fluuu

Ich habe bisher noch nie ausgestellt und "fürchte" mich dementsprechend davor. Denn ich bin zwar extrovertiert, manchmal aber eher schüchtern. Ich bin nicht so der Selbstdarsteller. Allerdings habe ich auch noch nicht wirklich nach einer Ausstellungsmöglichkeit gesucht bisher, da ich es mir noch gar nicht vorstellen kann. Und für das erste Mal muss es schon der richtige Platz sein, finde ich, damit ich es mir nicht gleich vermiese. Ich muss mich in der gewählten Umgebung wohlfühlen können und sie muss meinen Ansprüchen genügen. Und auch meinen Werken einen guten Rahmen geben. Ausstellen um des Ausstellens willen, will ich nicht.
Ich denke, wenn ich soweit bin, werde ich mich auch wohlfühlen können. Und sonst lasse ich es bleiben. Ist ja schliesslich meine Wahl und mein Leben.
Ich bin jetzt dran, mich ein wenig in den Kunstforen vorzutasten und zu schauen wie man auf mich und meine Werke reagiert. Und so taste ich mich langsam heran.

Wenn du eine Show machst, spielst du dann den Unnahbaren? Oder wie genau schützt du dich? Hast du denn schon mal schlechte Erfahrungen gemacht mit Besuchern deiner Vernissagen?


Lg talasim
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