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Kunstforum: Kunst ist Egoismus


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Forum > Plauderecke > Kunst ist Egoismus
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 Autor
 Thema: Kunst ist Egoismus
Parthum Tom
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146 Forenbeiträge
seit dem 09.12.2003

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30 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 16.10.2006 um 09:15 Uhr

Die Diskussion bewegt sich ja mittlerweile auf
einer gemeinsamen " Wellenlänge".

Ich frage mich nun ob es demnach richtig währe zu
behaupten, das egoistische Frequenzen existieren.
Oder mahnische sowie stark introvertierte Persönlichkeiten
überhaupt möglich sind.
Sind Grundschwingungen nicht auch schon verzerrt.
Ist eine Gleichschaltung immer möglich ?

Oder ist das ganze einer ständigen unschärfe unterworfen die dies verhindert ?

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maler-hans
Mitglied

291 Forenbeiträge
seit dem 12.05.2006

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31 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 18.10.2006 um 00:36 Uhr

Mal abgesehen davon, dass Gleichschaltung ein ziemlich schlimmes Wort ist, spielen natürlich immer und überall Störungen ein entscheidende Rolle, bis hin zum berühmten Flügelschlag des Schmetterlings.
Eben darum sind ja zwischenmenschliche Harmonien ein solches Wunder, leider oft ein flüchtiges. Und Kunst ist meiner Meinung nach groß, wenn sie solche Harmonien findet oder anspricht (was keineswegs heißt, dass sie "harmonisch" im gutbürgerlichen Sinn sein müsste), solchen Gleichklang zwischen Künstler und Betrachter, Bildgegenstand und Darstellung, Form und Aussage (Farbe) anstößt.


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maler-hans
Mitglied

291 Forenbeiträge
seit dem 12.05.2006

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32 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 21.10.2006 um 22:00 Uhr

Ganz recht, der soziale Kontext entscheidet – abgesehen davon bin ich davon überzeugt, dass ein Künstler in gewisser Weise Egoist sein muss, vielleicht sogar Egozentriker:

Nähme er sich selbst nicht wichtig, sähe er sich nicht gewissermaßen als Mittelpunkt, Zentrum von etwas, könnte er unmöglich Eigenes, also Kunst schaffen. Dieser Egoismus / Egozentrismus schließt freilich meist auch den (Selbst-) Zweifel ein, sonst entfiele der Grund, suchend weiterzumachen.


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tibod
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2 Forenbeiträge
seit dem 23.11.2006

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33 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 23.11.2006 um 11:17 Uhr

Der Neoegoismus
Ich habe eine neue Kunstrichtung begründet: den Neoegoismus. Man darf alles machen, was man will, solange es nichts mit der Welt und nur mit dem eigenen Ego zu tun hat. Und man darf die Sachen daraufhin niemandem zeigen. Allerdings habe ich festgestellt, dass man damit ziemlich alleine dasteht.
---
http://www.tobi-degenhardt.de

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maler-hans
Mitglied

291 Forenbeiträge
seit dem 12.05.2006

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34 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 23.11.2006 um 23:59 Uhr

Tja, das wundert mich nicht - und Du scheinst uns ziemlich missverstanden zu haben, tibod. Keiner hier (so weit ich mich erinnere) hat gesagt, Egoismus sei einzige und alleinige Voraussetzung für Kunstschaffende. Aber ganz ohne wird´s wohl auch nicht gehen.

Allerdings stört mich tatsächlich die "-ismus"-Endung, denn "-ismen" haben sich allzu oft schon als verhängnisvoll erwiesen, wie alles vom Menschen absolut Gesetzte.


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Fluuu
Mitglied

725 Forenbeiträge
seit dem 18.10.2003

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35 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 27.11.2006 um 23:00 Uhr

echt tibod,

Du bringst mich zum Lachen, Deine Art mit den Themen hier
um zu gehen ist sehr erfrischend, da kommt neuer Wind
ins Forum, das zur Zeit von Mismachern und Oberschlauen
beherscht wird, leider...

gruß fluuu


http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Fluuu
Mitglied

725 Forenbeiträge
seit dem 18.10.2003

Das ist Fluuu

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36 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 14.12.2006 um 12:10 Uhr

echt Neoegoismus ist gut,

die Werke dürfen einen nur noch selbst beweihräuchern
und nichts über die Gemeinschaft aussagen, die fertigen
Sachen dürfen niemandem gezeigt werden.
Herzlich willkommen im eigenen Mustopf oder wie der
Gourmet sagt, Braten im eigenen saft.
Man ist das ein tolles Gefühl, völlig einsam auf der Welt
aber dadurch automatisch der Größte, der Beste und der
Tollste weil ja kein Anderer da ist. Na wenn ich da mal
nicht an meine eigene Nase fassen muss, ha ha ha...

gruß fluuu


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maler-hans
Mitglied

291 Forenbeiträge
seit dem 12.05.2006

Das ist maler-hans

Geschlecht:
     
37 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 14.12.2006 um 15:15 Uhr

Zitat:

..., denn vieles,was man schafft(schreibt,malt) möchte man nicht zeigen,um sich privatsphäre zu schaffen.

Da wundere ich mich aber schon ein bisschen, denn die meisten schreibenden und malenden Menschen wollen, dass ihre Werke gelesen und betrachtet werden. Klar gibt es einzelne Texte und auch Bilder, die man gerne für sich behält – aber viele? Ist eher selten, oder?

Unter Egoismus (mit oder ohne Neo-) verstehe ich auch etwas anderes, nämlich das Sich-Beziehen von allem und jedem auf sich selbst. Bis zu einem gewissen Grade muss man das ja, um sortieren und bewerten zu können, schon im Alltag. Zum -ismus aber wird´s durch das Überzogene, das Ausschließliche solchen Vorgehens.

Dann behält man seine Bilder nicht, sondern verurteilt die Gesellschaft heftig, wenn sie es wagt, einen Blick auch auf ein anderes Bild zu tun.


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