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Kunstforum: Kunst ist Egoismus


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 12:04:38
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Forum > Plauderecke > Kunst ist Egoismus
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Autor
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Thema: Kunst ist Egoismus
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

Geschlecht:
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| 30 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 16.10.2006 um 09:15 Uhr |
Die Diskussion bewegt sich ja mittlerweile auf
einer gemeinsamen " Wellenlänge".
Ich frage mich nun ob es demnach richtig währe zu
behaupten, das egoistische Frequenzen existieren.
Oder mahnische sowie stark introvertierte Persönlichkeiten
überhaupt möglich sind.
Sind Grundschwingungen nicht auch schon verzerrt.
Ist eine Gleichschaltung immer möglich ?
Oder ist das ganze einer ständigen unschärfe unterworfen
die dies verhindert ?
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maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

Geschlecht:
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| 31 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 18.10.2006 um 00:36 Uhr |
Mal abgesehen davon, dass Gleichschaltung ein ziemlich
schlimmes Wort ist, spielen natürlich immer und überall
Störungen ein entscheidende Rolle, bis hin zum berühmten
Flügelschlag des Schmetterlings.
Eben darum sind ja zwischenmenschliche Harmonien ein solches
Wunder, leider oft ein flüchtiges. Und Kunst ist meiner
Meinung nach groß, wenn sie solche Harmonien findet oder
anspricht (was keineswegs heißt, dass sie
"harmonisch" im gutbürgerlichen Sinn sein müsste),
solchen Gleichklang zwischen Künstler und Betrachter,
Bildgegenstand und Darstellung, Form und Aussage (Farbe)
anstößt.
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 32 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 21.10.2006 um 22:00 Uhr |
Ganz recht, der soziale Kontext entscheidet – abgesehen
davon bin ich davon überzeugt, dass ein Künstler in gewisser
Weise Egoist sein muss, vielleicht sogar Egozentriker:
Nähme er sich selbst nicht wichtig, sähe er sich nicht
gewissermaßen als Mittelpunkt, Zentrum von etwas, könnte er
unmöglich Eigenes, also Kunst schaffen. Dieser Egoismus /
Egozentrismus schließt freilich meist auch den (Selbst-)
Zweifel ein, sonst entfiele der Grund, suchend
weiterzumachen.
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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tibod
Mitglied
 2 Forenbeiträge seit dem 23.11.2006

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| 33 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 23.11.2006 um 11:17 Uhr |
Der Neoegoismus
Ich habe eine neue Kunstrichtung begründet: den Neoegoismus.
Man darf alles machen, was man will, solange es nichts mit
der Welt und nur mit dem eigenen Ego zu tun hat. Und man
darf die Sachen daraufhin niemandem zeigen. Allerdings habe
ich festgestellt, dass man damit ziemlich alleine dasteht.
---
http://www.tobi-degenhardt.de
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maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 34 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 23.11.2006 um 23:59 Uhr |
Tja, das wundert mich nicht - und Du scheinst uns ziemlich
missverstanden zu haben, tibod. Keiner hier (so weit ich
mich erinnere) hat gesagt, Egoismus sei einzige und
alleinige Voraussetzung für Kunstschaffende. Aber ganz ohne
wird´s wohl auch nicht gehen.
Allerdings stört mich tatsächlich die
"-ismus"-Endung, denn "-ismen" haben
sich allzu oft schon als verhängnisvoll erwiesen, wie alles
vom Menschen absolut Gesetzte.
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 35 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 27.11.2006 um 23:00 Uhr |
echt tibod,
Du bringst mich zum Lachen, Deine Art mit den Themen hier
um zu gehen ist sehr erfrischend, da kommt neuer Wind
ins Forum, das zur Zeit von Mismachern und Oberschlauen
beherscht wird, leider...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 36 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 14.12.2006 um 12:10 Uhr |
echt Neoegoismus ist gut,
die Werke dürfen einen nur noch selbst beweihräuchern
und nichts über die Gemeinschaft aussagen, die fertigen
Sachen dürfen niemandem gezeigt werden.
Herzlich willkommen im eigenen Mustopf oder wie der
Gourmet sagt, Braten im eigenen saft.
Man ist das ein tolles Gefühl, völlig einsam auf der Welt
aber dadurch automatisch der Größte, der Beste und der
Tollste weil ja kein Anderer da ist. Na wenn ich da mal
nicht an meine eigene Nase fassen muss, ha ha ha...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 37 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 14.12.2006 um 15:15 Uhr |
Zitat:
..., denn vieles,was man schafft(schreibt,malt) möchte man
nicht zeigen,um sich privatsphäre zu schaffen.
Da wundere ich mich aber schon ein bisschen, denn die
meisten schreibenden und malenden Menschen wollen, dass ihre
Werke gelesen und betrachtet werden. Klar gibt es einzelne
Texte und auch Bilder, die man gerne für sich behält – aber
viele? Ist eher selten, oder?
Unter Egoismus (mit oder ohne Neo-) verstehe ich auch etwas
anderes, nämlich das Sich-Beziehen von allem und jedem auf
sich selbst. Bis zu einem gewissen Grade muss man das ja, um
sortieren und bewerten zu können, schon im Alltag. Zum
-ismus aber wird´s durch das Überzogene, das Ausschließliche
solchen Vorgehens.
Dann behält man seine Bilder nicht, sondern verurteilt die
Gesellschaft heftig, wenn sie es wagt, einen Blick auch auf
ein anderes Bild zu tun.
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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Forum > Plauderecke > Kunst ist Egoismus
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