
|
Kunstforum: Freiheit in der Kunst


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 11:33:17
| Hallo Gast, Sie sind nicht eingeloggt!
|
|
Forum > Aktuelles > Freiheit in der Kunst
|
Autor
|
|
Thema: Freiheit in der Kunst
|
Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
|
| 20 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 11.11.2008 um 11:29 Uhr |
...für mich sind Werke "Kunstwerke" die als
gefällige Dekoration hergestellt werden um sie teuer als
nichtssagendes Kunstgewerbe zu verkaufen viel
menschenverachtender und gewalttätiger auf das authentische
Gefühl als dargestellte provokante Gewalt- oder Sexszenen
bzw. Todesszenen. Sie sind zwar schmerzlich und unangenehm
aber die Auseinandersetzung mit ihnen führt zur
Lebensstärke. Gefälliges Kunstgewerbe lullt einen ein und
macht schwach. So muss die Kunst Themen in ästhetischer Form
aufgreifen die für die betrachtenden Menschen eine
Herausforderung sind, gefällig sind die vielen Produkte aus
der Industrie...
Kunst muss etwas provozierendes haben, wie leicht das ist
weiß jeder der eine Schwäche von einem Freund kennt und ihn
damit aufzieht. Auch heute in der aufgeklärten Zeit haben
die Menschen viele kleine Schwächen und wollen sich positiv
Entwickeln, da kann die Kunst einen Beitrag leisten, indem
sie aufdeckt und nicht verhüllt.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
|
|
maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

Geschlecht:
|
| 21 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 15.11.2008 um 22:49 Uhr |
Für Dich, Steffi, war und ist das klar, und den meisten ist
klar, dass Dir das klar ist (auch wenn mirkStar jetzt nur
noch die eigenen Fingernägel bemalt ).
Manchen aber scheint jedes Mittel recht, ob sie nun andere
ganz absichtlich missverstehen oder sich als die total
Unabhängigen darstellen, die einzig wissen, was wahre Kunst
ist.
Nochmal Steffi: Du bist verstanden worden und findest
reichlich Zustimmung und Dank für Dein Verstehen und Deine
Darstellung.
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
|
|
mirkStar
Mitglied
 70 Forenbeiträge seit dem 18.10.2008

Geschlecht:
|
| 22 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 16.11.2008 um 19:46 Uhr |
herzlich willkommen in MIRKSTAR´S NAGELSTUDIO
öffnungszeiten:Mo-Fr 8.00-14.00 Uhr
Sa 9.00-22.00 Uhr
mirkowienholz.npage.de
|
|
Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
|
| 23 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 23.11.2008 um 19:22 Uhr |
Zitat:
Um es nochmals klarzustellen: die Frage war nie, ob man
verbieten sollte, irgendetwas Unangenehmes, Provokatives,
Grausames oder was auch immer zu thematisieren. Es ging mir
allein um die Fragestellung ob öffentlich ausgestellte Kunst
Mißstände VERHERRLICHEN darf.
Und nein, ich wollte hier niemanden dazu auffordern nur noch
dekorative Blumenbilder zu malen.
Grüße
Steffi
Es ist nicht so einfach in einer komplexen Welt, selbst wenn
der Künstler ganz authentisch und mit sehr viel Mühe
versucht das gesellschaftlich brisante Thema z.B. sexueller
Missbrauch an Kindern künstlerisch in seinen Werken zu
verarbeiten und den Betrachter mit diesem Thema zu
konfrontieren (Gottfried Helnwein hat das in gewisser weise
getan) , denn Schweigen und Weggucken ist förderlich für
dieses Verbrechen, dann wird dieser Künstler ganz schnell
des egozentrischen Wahns bezichtigt um Aufmerksamkeit zu
schaffen für das selbst verherrlichende Ego. Sofort ist so
ein Künstler der ein brisantes Eisen anpackt als [Zensiert]
deklariert und auf das Abstellgleis geschoben von den
Mächten in der Gesellschaft. Warum das so ist kann sich
jeder denken.
Für mich ist Kunst nicht zum Verherrlichen da im 21.
Jahrhundert, das machen Propaganda, Werbung und Medien zur
Genüge, sondern zum Anklagen gesellschaftlicher Missstände
oder zum sichtbar machen von Problemen und Geschwüren in
der Gemeinschaft.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
|
|
Rudi
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 04.03.2005

Geschlecht:
|
| 24 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 24.02.2009 um 10:55 Uhr |
ich will noch einmal auf den hund aus managua eingehen,
es ist ein mittel auf missstände aufmerksam zu machen,einen
hund vor einer bildergallerie zu tode kommen zu lassen,ein
hartes mittel,das gebe ich zu,doch auch nur weill wir hier
in deutschland elend in den massen nicht kennen,und dieser
mensch sich getraut hat den alltäglichen wahnsinn in
nicaragua einen namen zu geben
es gibt essen doch kommen viele lebewesen nicht ran,die
ketten halten
ich selber käme nicht drauf,hätte mit meiner lebenslage auch
keinen sinn,würde keiner verstehen,hier in deutschland,in
anderen regionen der welt ergibt diese aussage einen
wert,eine aussage
denn tatsache ist, nirgend stand ein schild,nicht den hund
von der leine nehmen
somit ist es eine kollektive schuld,und dieser kollektiven
schuld muss ich mich auch hier in deutschland stellen,auch
wenn diese aussage weit entfernt getroffen wurde
rudi
|
|
Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
|
| 25 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 25.02.2009 um 11:44 Uhr |
genau rudi, so sehe ich das auch, dass sich alle im
Nachhinein empören über den angeketteten und verhungernden
Hund ist eine typische Reaktion des Gewissens aber niemand
hat die Zivilcourage fürs Eingreifen zu plädieren, den Hund
zu befreien oder wenigstens die Schüssel hinzuschieben. Alle
gaffen und entsetzen sich, es ist vielleicht sogar ein
kitzel eine schwache Figur umkommen zu sehen. Man lässt sie
verrecken und dann wird sich aufgeregt wie schlimm es ist.
So verlogen ist die Welt, natürlich ist es eine
Kollektivschuld, was den sonst. Jeder Mensch ist am Tod, am
Verhungern eines anderen Menschen schuldig so lange er
zuguckt und nicht aktiv etwas unternimmt.
Darin besteht eine Aufgabe der Kunst, aus der Passivität
rausholen und zur aktiven Gestaltung animieren.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
|
|
Rudi
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 04.03.2005

Geschlecht:
|
| 26 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 25.02.2009 um 14:21 Uhr |
und da käme stefanies frage ,, darf öffentlich ausgestellte
kunst missstände verherrlichen,,
zumindest tut es nicht der künstler aus costa rica, in
managua,er tut einen hund festbinden und mit hoher
wahrscheinlichkeit die möglichen konsequenzen bedenken und
sich dem volk stellen,
und das volk in deutschland erfährt von der tat, durch
post,die fantasie entsteht im kopf und wandert im körper der
deutschen, und macht sich als feste grösse im kopf
platz,ähnlich dem wissen von einer frau die ihren mann
schlägt, wenn er, betrunken nach hause kommt,der nachbar,
der alte ,mit einer siebzehnjährigen schläft und sie mehrere
abtreibungen hatte,eine alte frau, lange nicht mehr am
fenster stand,das telefon nicht klingelt und der postbote
fremde briefe bringt,was bleibt, der arme hund,das ist die
empathiefähigkeit von deutschland,wir können uns in alles
hineinsetzen,
das beweisst unsere geschichte,und haben wollen,und deshalb
brauchen wir verherrlichung
rudi
|
|
Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
|
| 27 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 19.03.2009 um 18:36 Uhr |
Rudi, Deine Gedankengänge sind schwer bis unmöglich
nachzuvollziehen oder möchtest Du eine Abstraktion im Text
erreichen so, dass einzelne Fakten nicht mehr zu erkennen
sind?
Natürlich sollte Kunst nicht Missstände verherrlichen aber
sie überhöhen und provokativ öffentlich zur Schau stellen.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
|
|
niwatoriah
Mitglied
 2 Forenbeiträge seit dem 05.09.2010

Geschlecht:
|
| 28 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.03.2009 um 04:42 Uhr |
Es ist sehr interessant, wie die allgemeinen Sitten und
Gepflogenheiten auch in die Kunst eindringen. War wohl schon
immer so, aber erreicht doch gewisse Qualitäten, die es so
nicht gab.
Wie Dschungelcamp immer scheußlichere Dinge und Leute sucht,
um abgestumpfte Gaumenlust neu anzukitzeln (die Römer aßen
deshalb faulige Speisen), so suchen sich auch
"Künstler" immer neue Kicks, um aufzufallen. Ein
theoretischer Überbau kann aber Scheußliches nicht
verschönern, und keine Bewusstseinsbildung hat Geschichte
verhindert.
Jedoch - Gott sei Dank - ist die Diskussion recht
theoretisch, denn die meisten Werke hier sind weit entdernt
von solchen "Sensationen"
Andreas
|
|
Rudi
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 04.03.2005

Geschlecht:
|
| 29 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 21.03.2009 um 23:05 Uhr |
hey fluu,kunst ist ein wort und dieses wort ist dehnbar,je
nach benutzung gesllschaftlicher schichten, kunst braucht,
auch mit hohem geist, eine lobby,hier ist das die
hundefreundelobby,die aus ihrer kritik herraus bezogen auf
den hund und nur auf diesen, ohne die gesammtheit zu
betrachten ,die tat verheerlichen,denn es geht nur um den
armen hund,nicht mehr und das ist schon in meinen augen aus
dem zusammenhang gerissen,
ich wiederhole es gern noch einmal,deutschland ist nicht die
welt,was hier als schlimm erachtet wird oder mit einem hund,
passiert anderswo mit menschen,schlussentlich wollte der
künstler auf einen sachverhalt hinweisen,tage zuvor wurde in
den selben strassen managuas ein mensch von strassenhunden
getötet,erst als diese an der leiche assen wurden sie von
beobachtern des vorfalls zerstreut
und niwatoriah,das ist das leben,keine gepflogenheit,keine
sitte,das ist überlebenskampf wovon ich schreibe,wenn alle
in einem bus in peru erschossen werden ausser du weill du
ein weisser bist
rudi
|
|
Forum > Aktuelles > Freiheit in der Kunst
|
|
|