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Kunstforum: Freiheit in der Kunst


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 Thema: Freiheit in der Kunst
Fluuu
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20 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 11.11.2008 um 11:29 Uhr

...für mich sind Werke "Kunstwerke" die als gefällige Dekoration hergestellt werden um sie teuer als nichtssagendes Kunstgewerbe zu verkaufen viel menschenverachtender und gewalttätiger auf das authentische Gefühl als dargestellte provokante Gewalt- oder Sexszenen bzw. Todesszenen. Sie sind zwar schmerzlich und unangenehm aber die Auseinandersetzung mit ihnen führt zur Lebensstärke. Gefälliges Kunstgewerbe lullt einen ein und macht schwach. So muss die Kunst Themen in ästhetischer Form aufgreifen die für die betrachtenden Menschen eine Herausforderung sind, gefällig sind die vielen Produkte aus der Industrie...
Kunst muss etwas provozierendes haben, wie leicht das ist weiß jeder der eine Schwäche von einem Freund kennt und ihn damit aufzieht. Auch heute in der aufgeklärten Zeit haben die Menschen viele kleine Schwächen und wollen sich positiv Entwickeln, da kann die Kunst einen Beitrag leisten, indem sie aufdeckt und nicht verhüllt.

gruß fluuu


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maler-hans
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21 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 15.11.2008 um 22:49 Uhr

Für Dich, Steffi, war und ist das klar, und den meisten ist klar, dass Dir das klar ist (auch wenn mirkStar jetzt nur noch die eigenen Fingernägel bemalt ).

Manchen aber scheint jedes Mittel recht, ob sie nun andere ganz absichtlich missverstehen oder sich als die total Unabhängigen darstellen, die einzig wissen, was wahre Kunst ist.

Nochmal Steffi: Du bist verstanden worden und findest reichlich Zustimmung und Dank für Dein Verstehen und Deine Darstellung.


Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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mirkStar
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22 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 16.11.2008 um 19:46 Uhr

herzlich willkommen in MIRKSTAR´S NAGELSTUDIO
öffnungszeiten:Mo-Fr 8.00-14.00 Uhr
Sa 9.00-22.00 Uhr


mirkowienholz.npage.de
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Fluuu
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23 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 23.11.2008 um 19:22 Uhr

Zitat:

Um es nochmals klarzustellen: die Frage war nie, ob man verbieten sollte, irgendetwas Unangenehmes, Provokatives, Grausames oder was auch immer zu thematisieren. Es ging mir allein um die Fragestellung ob öffentlich ausgestellte Kunst Mißstände VERHERRLICHEN darf.
Und nein, ich wollte hier niemanden dazu auffordern nur noch dekorative Blumenbilder zu malen.

Grüße
Steffi

Es ist nicht so einfach in einer komplexen Welt, selbst wenn der Künstler ganz authentisch und mit sehr viel Mühe versucht das gesellschaftlich brisante Thema z.B. sexueller Missbrauch an Kindern künstlerisch in seinen Werken zu verarbeiten und den Betrachter mit diesem Thema zu konfrontieren (Gottfried Helnwein hat das in gewisser weise getan) , denn Schweigen und Weggucken ist förderlich für dieses Verbrechen, dann wird dieser Künstler ganz schnell des egozentrischen Wahns bezichtigt um Aufmerksamkeit zu schaffen für das selbst verherrlichende Ego. Sofort ist so ein Künstler der ein brisantes Eisen anpackt als [Zensiert] deklariert und auf das Abstellgleis geschoben von den Mächten in der Gesellschaft. Warum das so ist kann sich jeder denken.
Für mich ist Kunst nicht zum Verherrlichen da im 21. Jahrhundert, das machen Propaganda, Werbung und Medien zur Genüge, sondern zum Anklagen gesellschaftlicher Missstände oder zum sichtbar machen von Problemen und Geschwüren in der Gemeinschaft.

gruß fluuu


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Rudi
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24 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 24.02.2009 um 10:55 Uhr

ich will noch einmal auf den hund aus managua eingehen,
es ist ein mittel auf missstände aufmerksam zu machen,einen hund vor einer bildergallerie zu tode kommen zu lassen,ein hartes mittel,das gebe ich zu,doch auch nur weill wir hier in deutschland elend in den massen nicht kennen,und dieser mensch sich getraut hat den alltäglichen wahnsinn in nicaragua einen namen zu geben
es gibt essen doch kommen viele lebewesen nicht ran,die ketten halten
ich selber käme nicht drauf,hätte mit meiner lebenslage auch keinen sinn,würde keiner verstehen,hier in deutschland,in anderen regionen der welt ergibt diese aussage einen wert,eine aussage
denn tatsache ist, nirgend stand ein schild,nicht den hund von der leine nehmen
somit ist es eine kollektive schuld,und dieser kollektiven schuld muss ich mich auch hier in deutschland stellen,auch wenn diese aussage weit entfernt getroffen wurde


rudi
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Fluuu
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25 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.02.2009 um 11:44 Uhr

genau rudi, so sehe ich das auch, dass sich alle im Nachhinein empören über den angeketteten und verhungernden Hund ist eine typische Reaktion des Gewissens aber niemand hat die Zivilcourage fürs Eingreifen zu plädieren, den Hund zu befreien oder wenigstens die Schüssel hinzuschieben. Alle gaffen und entsetzen sich, es ist vielleicht sogar ein kitzel eine schwache Figur umkommen zu sehen. Man lässt sie verrecken und dann wird sich aufgeregt wie schlimm es ist. So verlogen ist die Welt, natürlich ist es eine Kollektivschuld, was den sonst. Jeder Mensch ist am Tod, am Verhungern eines anderen Menschen schuldig so lange er zuguckt und nicht aktiv etwas unternimmt.
Darin besteht eine Aufgabe der Kunst, aus der Passivität rausholen und zur aktiven Gestaltung animieren.

gruß fluuu


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Rudi
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26 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.02.2009 um 14:21 Uhr

und da käme stefanies frage ,, darf öffentlich ausgestellte kunst missstände verherrlichen,,
zumindest tut es nicht der künstler aus costa rica, in managua,er tut einen hund festbinden und mit hoher wahrscheinlichkeit die möglichen konsequenzen bedenken und sich dem volk stellen,
und das volk in deutschland erfährt von der tat, durch post,die fantasie entsteht im kopf und wandert im körper der deutschen, und macht sich als feste grösse im kopf platz,ähnlich dem wissen von einer frau die ihren mann schlägt, wenn er, betrunken nach hause kommt,der nachbar, der alte ,mit einer siebzehnjährigen schläft und sie mehrere abtreibungen hatte,eine alte frau, lange nicht mehr am fenster stand,das telefon nicht klingelt und der postbote fremde briefe bringt,was bleibt, der arme hund,das ist die empathiefähigkeit von deutschland,wir können uns in alles hineinsetzen,
das beweisst unsere geschichte,und haben wollen,und deshalb brauchen wir verherrlichung


rudi
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Fluuu
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27 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 19.03.2009 um 18:36 Uhr

Rudi, Deine Gedankengänge sind schwer bis unmöglich nachzuvollziehen oder möchtest Du eine Abstraktion im Text erreichen so, dass einzelne Fakten nicht mehr zu erkennen sind?
Natürlich sollte Kunst nicht Missstände verherrlichen aber sie überhöhen und provokativ öffentlich zur Schau stellen.

gruß fluuu


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niwatoriah
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28 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.03.2009 um 04:42 Uhr

Es ist sehr interessant, wie die allgemeinen Sitten und Gepflogenheiten auch in die Kunst eindringen. War wohl schon immer so, aber erreicht doch gewisse Qualitäten, die es so nicht gab.

Wie Dschungelcamp immer scheußlichere Dinge und Leute sucht, um abgestumpfte Gaumenlust neu anzukitzeln (die Römer aßen deshalb faulige Speisen), so suchen sich auch "Künstler" immer neue Kicks, um aufzufallen. Ein theoretischer Überbau kann aber Scheußliches nicht verschönern, und keine Bewusstseinsbildung hat Geschichte verhindert.

Jedoch - Gott sei Dank - ist die Diskussion recht theoretisch, denn die meisten Werke hier sind weit entdernt von solchen "Sensationen"


Andreas
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Rudi
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29 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 21.03.2009 um 23:05 Uhr

hey fluu,kunst ist ein wort und dieses wort ist dehnbar,je nach benutzung gesllschaftlicher schichten, kunst braucht, auch mit hohem geist, eine lobby,hier ist das die hundefreundelobby,die aus ihrer kritik herraus bezogen auf den hund und nur auf diesen, ohne die gesammtheit zu betrachten ,die tat verheerlichen,denn es geht nur um den armen hund,nicht mehr und das ist schon in meinen augen aus dem zusammenhang gerissen,
ich wiederhole es gern noch einmal,deutschland ist nicht die welt,was hier als schlimm erachtet wird oder mit einem hund, passiert anderswo mit menschen,schlussentlich wollte der künstler auf einen sachverhalt hinweisen,tage zuvor wurde in den selben strassen managuas ein mensch von strassenhunden getötet,erst als diese an der leiche assen wurden sie von beobachtern des vorfalls zerstreut
und niwatoriah,das ist das leben,keine gepflogenheit,keine sitte,das ist überlebenskampf wovon ich schreibe,wenn alle in einem bus in peru erschossen werden ausser du weill du ein weisser bist


rudi
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