
|
Kunstforum: Die Rolle der Kritik


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 20:21:47
| Hallo Gast, Sie sind nicht eingeloggt!
|
|
Forum > Künstler > Die Rolle der Kritik
|
Autor
|
|
Thema: Die Rolle der Kritik
|
Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
|
| 20 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 16.12.2008 um 18:37 Uhr |
...gut gesagt, wenn Du Dich selbst daran hältst ist alles
grünen Bereich.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
|
|
Kaja_Akil
Mitglied
 2 Forenbeiträge seit dem 06.01.2009

Geschlecht:
|
| 21 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 06.01.2009 um 15:01 Uhr |
Zitat:
denn wenn du machst was andere gut finden oder nicht, bist
es nicht mehr du, sondern sie. du bist dann nur noch ein
schatten deiner selbst.
gruß ann
Wahrlich Weise Worte, da kann man einfach nur zustimmen!
Gruß Kaja
Füge einem anderen nicht zu, was du nicht willst das man dir zufügt
|
|
Joerg
Mitglied
 28 Forenbeiträge seit dem 30.12.2007

Geschlecht:
|
| 22 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 17.02.2009 um 18:06 Uhr |
Jeder, wirklich jeder muss sich heute der Kritik stellen.
Selbst der Arbeitslose im Arbeitsamt, warum also soll es dem
Künstler besser ergehen? Er teilt aus mit
Gesellschaftskritik will geschmacksbildend sein und leidet
häufig an Selbstüberschätzung. Nicht die Einzelmeinung, aber
der allgemeine Trend hilft weiter.
...immer auf der Suche nachden den kleinen Dingen, Gruß Jörg
|
|
Rudi
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 04.03.2005

Geschlecht:
|
| 23 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.02.2009 um 18:10 Uhr |
wenn du den menschen als lernenden erkennst, verstehe ich
dich,
das leben als lernprozess wo sich nichts ausklammern kann
was lebendig sein will
es gibt eine methode der aufdeckung und überwindung von
widersprüchen,die die übereinstimmung der interessen mit den
objektiven erfordernissen zur grundlage und zum ziele
hat,eben der schrittmacher des neuen, die selbstkritik
kritik ist mehr noch als urteilsfähigkeit,es ist das
vermögen unterscheiden zu können,sich zu besprechen
es ist auch das kleinliche tadeln oder nörgeln,
und in der summe ist es lernen mit menschen zu leben
wer sich einmal darauf einlässt will es nicht mehr missen
rudi
|
|
Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
|
| 24 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.02.2009 um 18:47 Uhr |
Hallo,
Lernen ist doch alles im Leben, es fängt im Mutterbauch an
und geht bis zum letzen Atemzug.
Demnach ist Kritik immer angebracht und notwendig.
Wer eine gute Selbstkritik praktiziert hat kaum etwas von
außen zu befürchten, nur wer sich als Überflieger begreift
wird an der Realität immer enttäuscht sein. Nicht nur der
Künstler, jeder Mensch ist dann glücklich und zufrieden wenn
die Erwartung übertroffen wurde.
Ein eitler und überheblicher Künstler kann somit nie
glücklich sein denn er wird von der Welt immer enttäuscht,
er hält sich ja schon für das Beste und Größte. So ist ein
Künstler der sich bescheiden der Kritik stellt letztlich der
Glücklichere, selbst wenn die Kritik negativ ausfällt.
Mit Kritik und Bewertung umzugehen ist eine Kunst für sich,
nicht so einfach.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
|
|
Rudi
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 04.03.2005

Geschlecht:
|
| 25 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 24.02.2009 um 11:22 Uhr |
sehr gut erkannt,doch was ist wenn du als künstler in deiner
selbstkritik feststellst, du bist gar kein künstler, im
besten fall
ein farbgestalter,wenn ich mal von der bildgestaltung
ausgehe
rudi
|
|
Rudi
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 04.03.2005

Geschlecht:
|
| 26 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 24.02.2009 um 17:42 Uhr |
hallo ann,es ist gut das du dich angesprochen fühltest,es
ist auch ein schweres thema,und die bewältigung, einmal an
diesem punkt, ist schwierig.
wenn du dir die mühe machst, meinen artikel vom 20.2.09 zu
lesen, dort meine ich eben genau diese selbstkretik und das
schrittweise herran gehen,mit kritik als motor umzugehen.
und doch, dass muss ich erwähnen, meinte ich dich
implizit,und du warst auch nicht der anlass meines
schreibens hier,dieses ist an fluu gerichtet,und meine frage
lautet eben und ich denke durch dein schreiben verstärkt
sich mein tun,was ist die selbstkritik wert wenn sich durch
ihr das künstlerische individuum auflöst
rudi
|
|
Darkness
Mitglied
 7 Forenbeiträge seit dem 09.08.2009

Geschlecht:
|
| 27 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 10.08.2009 um 09:34 Uhr |
Kritik ist etwas, das absolut wichtig ist. Der Unterschied
besteht jedoch darin wie Kritik geäussert wird.
Die Selbstkritik entsteht ja meistens genau dann, wenn man
unsicher ist. Oder wenn man merkt, da fehlt etwas.
Die konstruktive Kritik anderer Menschen hilft bei
Entscheidungen, bei Weiterbildung und beim Lernen aus
Fehlern, die man unweigerlich macht.
Was Kunst ist, nun da möchte ich euch einfach ein paar Sätze
namhafter Persönlichkeiten hinterlassen.
Was ist Kunst ?
"...alles, was im Museum ist, ist Kunst. Die Kunst
besteht darin, hineinzukommen." (Beuys).
"...ich glaube, die größte Kunst ist es, darauf eine
plausible Antwort zu finden..."
"...Kunst ist etwas, was keiner wirklich zum Überleben
braucht, viel Geld kostet, in der Regel eine Menge Platz
wegnimmt und trotzdem dann doch wieder lebensnotwendig ist,
sonst gäbe es sie nicht..."
"...Kunst ist, sich mit solchen Fragen nicht zu
beschäftigen, sich nicht ablenken zu lassen, von dem, was
man tut...."
"...Kunst ist ein Angebot, ein Weg, seine Gedanken auf
Reisen zu schicken....
"Zitate"
Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit! Karl Valentin
Kunst ist, wenn man´s nicht kann, denn wenn
man´s kann, ist´s keine Kunst. Johann Nestroy
Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein. -
Theodor W. Adorno
Kunst kommt von Können, käme sie von Wollen, so würde sie
Wulst heißen. Max Liebermann
Jeder freie Mensch ist kreativ. Da Kreativität einen
Künstler ausmacht, folgt: nur wer Künstler ist ist Mensch.
... Jeder Mensch ist ein Künstler. Joseph Beuys
Wenn ich wüßte, was Kunst ist, würde ich es nicht verraten.
Pablo Picasso
Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt
darin, als Erwachsener einer zu bleiben.. Pablo Picasso
Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele. - Pablo
Picasso
Kunst ist das, was wir machen. Christo auf die Frage wie er
und seine Frau Kunst definieren würden.
Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit. - Friedrich
Schiller
Wehe, wenn es uns gelänge, den Begriff zu definieren und
damit zu zementieren! Kunst gibt sich dort zu erkennen, wo
wir über das ästhetisch-sinnliche Erlebnis an unsere
Möglichkeiten als geistbegabte Geschöpfe erinnert werden.
Kunst hat etwas mit dem Bedürfnis zu tun, an unsere Grenzen
zu gehen. Es mutet dem Menschen eine gewisse Anstrengung zu,
nämlich die, über seinen Horizont hinauszublicken. Helmut
Lachenmann auf die Frage Was ist Kunst?
Kunst ist Waffe. Friedrich Wolf
Es gibt in meinem Leben Menschen, die mir sagen was und wie
ich mich trauen soll. Das ich dies und jenes mal so
versuchen sollte, mehr als das ich darüber male kann nicht
passieren.
Als ich mal Blumen malen wollte und erkannte das wird nicht
so wie ich es sah, meinte Sulevia, auf die Frage oder
Feststellung das ich das jetzt weg werfen werde, ich soll es
in die Ecke stellen und warten. Als ich es ihr zeigte, fand
sie das Bild hell und stimmig. Auch wenn es nicht die Blumen
dieser Welt sind, es sind "meine Blumen".
Kritik brauchen wir täglich in all dem was wir machen, wenn
wir sie suchen. Doch wie erwähnt, es kommt auch immer darauf
an, wie Kritik geäussert wird.
Es gibt ja auch leider viele Kritiken, die einfach nur
nieder machen, verurteilen und das ist letztendlich die
Kunst. Die Kunst wie kann ich Kritik äußern ohne zu
verletzen, auch wenn derjenige/diejenige zuerst verletzt
scheint, doch daraus letztendlich das Wesentliche gelernt
hat. Denn dann ist es tatsächlich Kritik, die der Mensch
braucht um weiter zu kommen. Bestärkt wird in seinem Tun und
Denken.
lg
Ria
Respektiere das Umfeld, die Natur, die Menschen genau so wie man selbst diesen Respekt erwartet
|
|
Darkness
Mitglied
 7 Forenbeiträge seit dem 09.08.2009

Geschlecht:
|
| 28 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 10.08.2009 um 20:09 Uhr |
Liebe Kiri!
Und genau das ist etwas das noch die Wenigsten ehrlich
können, aufgrund der Ängste man könne dann plötzlich doch
nicht mehr der Beste sein, wenn man etwas weiter gibt, das
einem selber vielleicht geholfen hat.
Lieber so kritisieren, das es böse und gemein ist, denn dann
kann ja kein Nebenbuhler ins Leben kommen.
Wie unsinnig die Denkweise ist erkennt man ohnedies
irgendwann, denn es hat dann vielleicht Menschen gegeben,
die tatsächlich ihr Wissen, ihre Erfahrungen, ihre Tipps
weiter gegeben und demjenigen/derjenigen damit geholfen hat.
Konstruktive Kritik ist heute weitaus seltener zu finden,
als "Kritik", die nur bedeutet "weg mit dir
du bist wertlos". Leider und traurig für die Menschheit
lg
Ria
Respektiere das Umfeld, die Natur, die Menschen genau so wie man selbst diesen Respekt erwartet
|
|
niwatoriah
Mitglied
 2 Forenbeiträge seit dem 05.09.2010

Geschlecht:
|
| 29 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 12.08.2009 um 20:51 Uhr |
Wer glaubt, es mache Spaß, jemandem eine rein zu würgen oder
das sei sogar das Hauptmotiv, der irrt gewaltig. Deshalb
möchte ich als jemand, der häufiger ziemlich ätzend sein
kann, dazu folgendes sagen:
1. leide ich selbst sehr, wenn ich etwas sehe, was mich so
aufbringt und
2. leide ich hinterher unter schlechtem Gewissen, denn
soetwas macht man doch nicht, oder?
Einfach ausgedrückt: ich habe von "künstlerischen"
Dingen keine Ahnung. Und ich will sie auch gar nicht haben.
Warum? Ich habe mal 10 Semester Pädagogik studiert, um dann
im Schuldienst festzustellen, dass offensichtlich derlei
Fachwissen dazu führen soll, dass man die einfache, nackte
Realität nicht mehr ungebrochen wahrnimmt.
Nehmen wir in gleicher Weise die Wirtschaftswissenschaften -
auch damit hatte ich zu tun, dann erstaunt mich immer
wieder, wie hinter dem ganzen Fachgesülze Elend und
Ungerechtigkeit auf der Welt einfach verschwinden, als
seinen sie eine dekorative Hintergrundkulisse.
In der Malerei, so wie ich sie sehe, werden inneres Erleben,
Wünsche oder Projektionen dargestellt. Das geschieht mehr
oder weniger technisch perfekt. Im Zweilfel interessiert
mich daher eher der Gedanke, das Gefühl, der/das dahinter
steckt, als die Ausführung. Mitunter allerdings kommt die
Authentizität mit einer perfekten Ausführung zusammen, und
dann hauts mich um.
Viele Gefühle und Gedanken, die hier gezeigt werden, sind
Wunschprojektionen (und das ist ja noch nicht mal so übel),
aber es gibt auch viele übernommene Klischees, und die
machen mich echt wütend, denn sie treiben den Menschen einer
Illusion hinterher und machen ihn letztendlich unglücklich.
Besonders rechne ich dazu die Frauenbilder mit
Federpantoffeln und gesprizten Beinen, die Ekstase-Bilder.
In jeden Fim gehören drei Morde und drei exessive Sexszenen
denn merke Liebe und Tod gehören zusammen, dass weiß man
schon seit Hemmingways "Wem die Stunde schlägt".
Was ich auf den Tod nicht austehen kann, ist das Spiel mit
Scheußlichkeiten aus Überdruss/Langeweile/Sensationsgier.
Ich habe in meinem Leben einige entsetzliche Dinge erlebt,
und ich möchte niemandem wünschen, damit in Berührung zu
kommen. Um so übler ist dieses virtuelle und
pseudo-intellektuelle Spiel mit schrecklichen Dingen, denn
es erinnert daran, wie eine Katze mit einer Maus spielt,
wenn sie schon satt ist. Für die Katze ist´s ein
Spiel, für die Maus eine Tortur.
Überhaupt wird zu viel Brutaliät und Grausamkeit gezeigt und
bringt kranke Hirne erst richtig in Schwung. Gewisse Dinge
sollte man vor der Öffentlichkeit ververgen. - Wenn man aber
schon aus innerer Betroffenheit schreckliches zeigen muss
(das ist eine Form der Verarbeitung von Traumen), dann
sollte auch klar sein, welche Position der Darsteller
einnimmt. Und bis auf Geisteskranke wird sich kein Opfer mit
Tätern identifizieren, siehe Simon Wiesenthal und viele
andere, die ihr Leben der Verfolgung der Täter gewidmet
haben.
Wie auch immer, ich beklage allgemein den Mangel an
unverbogenem menschlichem Herz, zu viel Fachversessenheit
und zu viel Geltungsdruck als Plagen unserer Zeit. Und ich
wünschte mir, viele würden einfach genauer hinsehen statt
nur den Auslöser für irgendein Vorurteil zu finden. Genau an
dieser inneren Verbesserung arbeite ich selbst auch, denn
wie gesagt, wa ich tue lässt mich nicht kalt.
Andreas
|
|
Forum > Künstler > Die Rolle der Kritik
|
|
|