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Kunstforum: Die Rolle der Kritik


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Forum > Künstler > Die Rolle der Kritik
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 Autor
 Thema: Die Rolle der Kritik
Fluuu
Mitglied

725 Forenbeiträge
seit dem 18.10.2003

Das ist Fluuu

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20 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 16.12.2008 um 18:37 Uhr

...gut gesagt, wenn Du Dich selbst daran hältst ist alles grünen Bereich.

gruß fluuu


http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Kaja_Akil
Mitglied

2 Forenbeiträge
seit dem 06.01.2009

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21 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 06.01.2009 um 15:01 Uhr

Zitat:

denn wenn du machst was andere gut finden oder nicht, bist es nicht mehr du, sondern sie. du bist dann nur noch ein schatten deiner selbst.

gruß ann

Wahrlich Weise Worte, da kann man einfach nur zustimmen!
Gruß Kaja


Füge einem anderen nicht zu, was du nicht willst das man dir zufügt
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Joerg
Mitglied

28 Forenbeiträge
seit dem 30.12.2007

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22 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 17.02.2009 um 18:06 Uhr

Jeder, wirklich jeder muss sich heute der Kritik stellen. Selbst der Arbeitslose im Arbeitsamt, warum also soll es dem Künstler besser ergehen? Er teilt aus mit Gesellschaftskritik will geschmacksbildend sein und leidet häufig an Selbstüberschätzung. Nicht die Einzelmeinung, aber der allgemeine Trend hilft weiter.


...immer auf der Suche nachden den kleinen Dingen, Gruß Jörg
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Rudi
Mitglied

41 Forenbeiträge
seit dem 04.03.2005

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23 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.02.2009 um 18:10 Uhr

wenn du den menschen als lernenden erkennst, verstehe ich dich,
das leben als lernprozess wo sich nichts ausklammern kann was lebendig sein will
es gibt eine methode der aufdeckung und überwindung von widersprüchen,die die übereinstimmung der interessen mit den objektiven erfordernissen zur grundlage und zum ziele hat,eben der schrittmacher des neuen, die selbstkritik
kritik ist mehr noch als urteilsfähigkeit,es ist das vermögen unterscheiden zu können,sich zu besprechen
es ist auch das kleinliche tadeln oder nörgeln,
und in der summe ist es lernen mit menschen zu leben
wer sich einmal darauf einlässt will es nicht mehr missen


rudi
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Fluuu
Mitglied

725 Forenbeiträge
seit dem 18.10.2003

Das ist Fluuu

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24 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.02.2009 um 18:47 Uhr

Hallo,
Lernen ist doch alles im Leben, es fängt im Mutterbauch an und geht bis zum letzen Atemzug.
Demnach ist Kritik immer angebracht und notwendig.
Wer eine gute Selbstkritik praktiziert hat kaum etwas von außen zu befürchten, nur wer sich als Überflieger begreift wird an der Realität immer enttäuscht sein. Nicht nur der Künstler, jeder Mensch ist dann glücklich und zufrieden wenn die Erwartung übertroffen wurde.
Ein eitler und überheblicher Künstler kann somit nie glücklich sein denn er wird von der Welt immer enttäuscht, er hält sich ja schon für das Beste und Größte. So ist ein Künstler der sich bescheiden der Kritik stellt letztlich der Glücklichere, selbst wenn die Kritik negativ ausfällt.
Mit Kritik und Bewertung umzugehen ist eine Kunst für sich, nicht so einfach.

gruß fluuu


http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Rudi
Mitglied

41 Forenbeiträge
seit dem 04.03.2005

Das ist Rudi

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25 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 24.02.2009 um 11:22 Uhr

sehr gut erkannt,doch was ist wenn du als künstler in deiner selbstkritik feststellst, du bist gar kein künstler, im besten fall
ein farbgestalter,wenn ich mal von der bildgestaltung ausgehe


rudi
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Rudi
Mitglied

41 Forenbeiträge
seit dem 04.03.2005

Das ist Rudi

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26 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 24.02.2009 um 17:42 Uhr

hallo ann,es ist gut das du dich angesprochen fühltest,es ist auch ein schweres thema,und die bewältigung, einmal an diesem punkt, ist schwierig.
wenn du dir die mühe machst, meinen artikel vom 20.2.09 zu lesen, dort meine ich eben genau diese selbstkretik und das schrittweise herran gehen,mit kritik als motor umzugehen.
und doch, dass muss ich erwähnen, meinte ich dich implizit,und du warst auch nicht der anlass meines schreibens hier,dieses ist an fluu gerichtet,und meine frage lautet eben und ich denke durch dein schreiben verstärkt sich mein tun,was ist die selbstkritik wert wenn sich durch ihr das künstlerische individuum auflöst


rudi
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Darkness
Mitglied

7 Forenbeiträge
seit dem 09.08.2009

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27 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.08.2009 um 09:34 Uhr

Kritik ist etwas, das absolut wichtig ist. Der Unterschied besteht jedoch darin wie Kritik geäussert wird.
Die Selbstkritik entsteht ja meistens genau dann, wenn man unsicher ist. Oder wenn man merkt, da fehlt etwas.
Die konstruktive Kritik anderer Menschen hilft bei Entscheidungen, bei Weiterbildung und beim Lernen aus Fehlern, die man unweigerlich macht.
Was Kunst ist, nun da möchte ich euch einfach ein paar Sätze namhafter Persönlichkeiten hinterlassen.
Was ist Kunst ?

"...alles, was im Museum ist, ist Kunst. Die Kunst besteht darin, hineinzukommen." (Beuys).

"...ich glaube, die größte Kunst ist es, darauf eine plausible Antwort zu finden..."

"...Kunst ist etwas, was keiner wirklich zum Überleben braucht, viel Geld kostet, in der Regel eine Menge Platz wegnimmt und trotzdem dann doch wieder lebensnotwendig ist, sonst gäbe es sie nicht..."

"...Kunst ist, sich mit solchen Fragen nicht zu beschäftigen, sich nicht ablenken zu lassen, von dem, was man tut...."

"...Kunst ist ein Angebot, ein Weg, seine Gedanken auf Reisen zu schicken....

"Zitate"

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit! Karl Valentin

Kunst ist, wenn man´s nicht kann, denn wenn man´s kann, ist´s keine Kunst. Johann Nestroy

Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein. - Theodor W. Adorno

Kunst kommt von Können, käme sie von Wollen, so würde sie Wulst heißen. Max Liebermann

Jeder freie Mensch ist kreativ. Da Kreativität einen Künstler ausmacht, folgt: nur wer Künstler ist ist Mensch. ... Jeder Mensch ist ein Künstler. Joseph Beuys

Wenn ich wüßte, was Kunst ist, würde ich es nicht verraten. Pablo Picasso

Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.. Pablo Picasso

Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele. - Pablo Picasso

Kunst ist das, was wir machen. Christo auf die Frage wie er und seine Frau Kunst definieren würden.

Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit. - Friedrich Schiller

Wehe, wenn es uns gelänge, den Begriff zu definieren und damit zu zementieren! Kunst gibt sich dort zu erkennen, wo wir über das ästhetisch-sinnliche Erlebnis an unsere Möglichkeiten als geistbegabte Geschöpfe erinnert werden. Kunst hat etwas mit dem Bedürfnis zu tun, an unsere Grenzen zu gehen. Es mutet dem Menschen eine gewisse Anstrengung zu, nämlich die, über seinen Horizont hinauszublicken. Helmut Lachenmann auf die Frage Was ist Kunst?

Kunst ist Waffe. Friedrich Wolf

Es gibt in meinem Leben Menschen, die mir sagen was und wie ich mich trauen soll. Das ich dies und jenes mal so versuchen sollte, mehr als das ich darüber male kann nicht passieren.
Als ich mal Blumen malen wollte und erkannte das wird nicht so wie ich es sah, meinte Sulevia, auf die Frage oder Feststellung das ich das jetzt weg werfen werde, ich soll es in die Ecke stellen und warten. Als ich es ihr zeigte, fand sie das Bild hell und stimmig. Auch wenn es nicht die Blumen dieser Welt sind, es sind "meine Blumen".

Kritik brauchen wir täglich in all dem was wir machen, wenn wir sie suchen. Doch wie erwähnt, es kommt auch immer darauf an, wie Kritik geäussert wird.
Es gibt ja auch leider viele Kritiken, die einfach nur nieder machen, verurteilen und das ist letztendlich die Kunst. Die Kunst wie kann ich Kritik äußern ohne zu verletzen, auch wenn derjenige/diejenige zuerst verletzt scheint, doch daraus letztendlich das Wesentliche gelernt hat. Denn dann ist es tatsächlich Kritik, die der Mensch braucht um weiter zu kommen. Bestärkt wird in seinem Tun und Denken.
lg
Ria


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Darkness
Mitglied

7 Forenbeiträge
seit dem 09.08.2009

Das ist Darkness

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28 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.08.2009 um 20:09 Uhr

Liebe Kiri!

Und genau das ist etwas das noch die Wenigsten ehrlich können, aufgrund der Ängste man könne dann plötzlich doch nicht mehr der Beste sein, wenn man etwas weiter gibt, das einem selber vielleicht geholfen hat.
Lieber so kritisieren, das es böse und gemein ist, denn dann kann ja kein Nebenbuhler ins Leben kommen.
Wie unsinnig die Denkweise ist erkennt man ohnedies irgendwann, denn es hat dann vielleicht Menschen gegeben, die tatsächlich ihr Wissen, ihre Erfahrungen, ihre Tipps weiter gegeben und demjenigen/derjenigen damit geholfen hat.

Konstruktive Kritik ist heute weitaus seltener zu finden, als "Kritik", die nur bedeutet "weg mit dir du bist wertlos". Leider und traurig für die Menschheit

lg
Ria


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niwatoriah
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2 Forenbeiträge
seit dem 05.09.2010

Das ist niwatoriah

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29 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.08.2009 um 20:51 Uhr

Wer glaubt, es mache Spaß, jemandem eine rein zu würgen oder das sei sogar das Hauptmotiv, der irrt gewaltig. Deshalb möchte ich als jemand, der häufiger ziemlich ätzend sein kann, dazu folgendes sagen:

1. leide ich selbst sehr, wenn ich etwas sehe, was mich so aufbringt und
2. leide ich hinterher unter schlechtem Gewissen, denn soetwas macht man doch nicht, oder?

Einfach ausgedrückt: ich habe von "künstlerischen" Dingen keine Ahnung. Und ich will sie auch gar nicht haben. Warum? Ich habe mal 10 Semester Pädagogik studiert, um dann im Schuldienst festzustellen, dass offensichtlich derlei Fachwissen dazu führen soll, dass man die einfache, nackte Realität nicht mehr ungebrochen wahrnimmt.

Nehmen wir in gleicher Weise die Wirtschaftswissenschaften - auch damit hatte ich zu tun, dann erstaunt mich immer wieder, wie hinter dem ganzen Fachgesülze Elend und Ungerechtigkeit auf der Welt einfach verschwinden, als seinen sie eine dekorative Hintergrundkulisse.

In der Malerei, so wie ich sie sehe, werden inneres Erleben, Wünsche oder Projektionen dargestellt. Das geschieht mehr oder weniger technisch perfekt. Im Zweilfel interessiert mich daher eher der Gedanke, das Gefühl, der/das dahinter steckt, als die Ausführung. Mitunter allerdings kommt die Authentizität mit einer perfekten Ausführung zusammen, und dann hauts mich um.

Viele Gefühle und Gedanken, die hier gezeigt werden, sind Wunschprojektionen (und das ist ja noch nicht mal so übel), aber es gibt auch viele übernommene Klischees, und die machen mich echt wütend, denn sie treiben den Menschen einer Illusion hinterher und machen ihn letztendlich unglücklich. Besonders rechne ich dazu die Frauenbilder mit Federpantoffeln und gesprizten Beinen, die Ekstase-Bilder. In jeden Fim gehören drei Morde und drei exessive Sexszenen denn merke Liebe und Tod gehören zusammen, dass weiß man schon seit Hemmingways "Wem die Stunde schlägt".

Was ich auf den Tod nicht austehen kann, ist das Spiel mit Scheußlichkeiten aus Überdruss/Langeweile/Sensationsgier. Ich habe in meinem Leben einige entsetzliche Dinge erlebt, und ich möchte niemandem wünschen, damit in Berührung zu kommen. Um so übler ist dieses virtuelle und pseudo-intellektuelle Spiel mit schrecklichen Dingen, denn es erinnert daran, wie eine Katze mit einer Maus spielt, wenn sie schon satt ist. Für die Katze ist´s ein Spiel, für die Maus eine Tortur.

Überhaupt wird zu viel Brutaliät und Grausamkeit gezeigt und bringt kranke Hirne erst richtig in Schwung. Gewisse Dinge sollte man vor der Öffentlichkeit ververgen. - Wenn man aber schon aus innerer Betroffenheit schreckliches zeigen muss (das ist eine Form der Verarbeitung von Traumen), dann sollte auch klar sein, welche Position der Darsteller einnimmt. Und bis auf Geisteskranke wird sich kein Opfer mit Tätern identifizieren, siehe Simon Wiesenthal und viele andere, die ihr Leben der Verfolgung der Täter gewidmet haben.

Wie auch immer, ich beklage allgemein den Mangel an unverbogenem menschlichem Herz, zu viel Fachversessenheit und zu viel Geltungsdruck als Plagen unserer Zeit. Und ich wünschte mir, viele würden einfach genauer hinsehen statt nur den Auslöser für irgendein Vorurteil zu finden. Genau an dieser inneren Verbesserung arbeite ich selbst auch, denn wie gesagt, wa ich tue lässt mich nicht kalt.


Andreas
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