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Kunstforum: Kunst ist Egoismus


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 12:04:58
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Forum > Plauderecke > Kunst ist Egoismus
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Autor
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Thema: Kunst ist Egoismus
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Arne
Mitglied
  169 Forenbeiträge seit dem 13.11.2002

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| 10 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 02.08.2005 um 23:47 Uhr |
Zitat:
Ich habe die Befürchtung, daß der Individualismus langsam
verloren geht und der Mensch zu Marionetten der Medien
verkommt.
Der Mensch ist leider immer irgendwovon Marionette. Früher hat man auf
goldbeschlagene Ikonen gestarrt, während einem der Prediger
von der Kanzel aus das Hirn gewaschen hat, heute starrt man
in die plasteumhüllte Flimmerkiste und lässt sich von den
ausgestrahlten Sendungen genauso das Hirn waschen. Es hilft
nur eine gesunde Verweigerungshaltung ---
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 11 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 06.08.2005 um 16:43 Uhr |
Zitat:
Die Frage ist doch einfach: Will Kunst Gemeinschaft sein?
Natürlich will sie das und sie tut es auch, nicht um sonst
sind alle Ausstellungsmöglichkeiten öffentlich und für ein
breites Publikum zugänglich.
Auch wenn der Erschafungsprozess eher egoistische
Grundzüge hat, soll er auch, denn es geht um die
Verwirklichung der Gedanken und Empfindungen des
Einzelnen ohne nach dem Applaus zu schielen. So kann
man sagen, dass die Entstehung eines Werkes
individuelle Sichtweisen bedingt und nach der Fertigstellung
sich wandelt hin zur Gemeinschaft. Die
Empfindungen des Einzelnen werden also zu einem
Allgemeingut für alle. Kunstwerke sind Allgemeingut und
keine private Spekulationsware. Daraus resultiert auch
meine Idee den Künstler gesellschaftlich zu alimentieren,
dann braucht er seine Werke nicht verkaufen für den
Broterwerb. Nach wie vor sehe ich es immer noch so,
dass der Künstler der Gesellschaft einen Spiegel
vorhält um die Mißstände auf zu zeigen und
Problemfelder sichtbar zu machen und das läßt sich natürlich
auf dem Kunstmarkt nicht verkaufen.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Aragon
Mitglied
 5 Forenbeiträge seit dem 31.07.2005
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| 12 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 17.08.2005 um 19:48 Uhr |
Zitat:
Natürlich will sie das und sie tut es auch, nicht um sonst
sind alle Ausstellungsmöglichkeiten öffentlich und für ein
breites Publikum zugänglich.
Aber wird dadurch Kunst auch Gemeinschaft, nur weil viele
der "Kunstobjekte" auch betrachtet werden?
Zitat:
Nach wie vor sehe ich es immer noch so,
dass der Künstler der Gesellschaft einen Spiegel
vorhält um die Mißstände auf zu zeigen und
Problemfelder sichtbar zu machen und das läßt sich natürlich
auf dem Kunstmarkt nicht verkaufen.
Mit dieser Aussage grenzt Du die Gemeinschaft schon wieder
aus: Denn Du willst auf etwas aufmerksam machen, was nicht
alle sehen, oder verstehen, oder gar annehmen. Du zeigst
zwar eine Sache auf, doch damit erlangst Du nicht
Gemeinschaft. Denn Gemeinschaft heißt doch, von möglichst
vielen anerkannt zu werden!
Die Frage ist nach wie vor: Will Kunst Gemeinschaft, oder
will sie nur "begafft" werden? Will sie nur einen
Spiegel aufhalten, um dann wieder zum normalen Leben
überzugehen? (Etwa so: Ah, toll was der da gemacht hat, aber
jetzt laß uns weitermachen!)
Wandelt sich also die Kunst wirklich nach der individuellen
Schaffung der Gemeinschaft hin, oder ist sie nur
schmückendes Beiwerk, welches nicht wirklich von Belang ist?
Ist Kunst wirklich Gemeinschaft? Ist Kunst nur dann
Gemeinschaft, wenn sie zu verkaufen ist?
bk
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 13 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 14.08.2006 um 14:06 Uhr |
Hallo Christin,
natürlich hat alles etwas mit Egoismus zu tun was mit einem
selbst zusammenhängt. Wenn es den nicht gäbe wären wir
warscheinlich alle eine wabbelnde Masse von Gellee. Negativ
ist der Begriff Egoismuss womöglich durch die katolische
Kirche geworden, denn sie wollte eine Herde von Schäfchen,
ähnlich dem Gellee.
Der Egoismus macht doch aus dem Menschen erst das
individuelle Wesen mit selbstbestimmter Haltung.
Das ist bis dato für die Obrichkeit ein Dorn im Auge auch
wenn sich da über die Jahrhunderte viel entwickelt hat.
Heute ist es die manupolative Kraft der Medien die das
Gellee im Kopf erzeugt.
Egoismus heißt ja nicht unmenschlich oder menschenfeindlich
sein, es heißt nur, ich habe die Fähigkeit, mich um mich
selbst zu kümmern ohne Abhängigkeit.
Das schließt natürlich das Bedürfnis nach sozialen
Kontakten, Austausch mit anderen Menschen und das Geben von
Hilfestellungen suchenden gegenüber nicht aus.
Glaube nicht, dass Egoismus etwas damit zu tun hat, dass ich
meinem Nachbarn etwas wegnehmen möchte oder nicht gönne.
Egoisten können auch geben wenn sie etwas haben, sie lassen
sich nur nicht ein x für ein u vormachen oder sich
bequatschen was angeblich gut für sie wäre. Nein, sie
kümmern sich um ihre Entwicklung selbst und das ist
natürlich ein Ziel.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 14 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 14.08.2006 um 14:14 Uhr |
Zitat:
Ich als Atheist behaupte das Gegenteil:
Das Ziel aller Ziele, nämlich die positive Fortentwicklung
allen Lebens, wird durch Jesus verkörpert. Und Jesus
wiederum verkörpert den reinen Sozialisten.
Hallo mezzo4te,
was ist den das für ein Quatsch, evolutionöre Entwicklung
ist o.k. aber wieso wird die von Jesus verkörpert wenn Du
Dich doch als Atheist bezeichnest und dann ist er auch noch
Sozialist, oh man, oh man.
Das ist ja eine Soße von Philosophie, fast schon eine
Giftmischung, na dann einen Guten...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 15 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 21.08.2006 um 12:26 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Fluuu um 12:27:24 am 21.08.2006
editiert
nee mezzo4te,
tu Monologisieren, es hat keinen Zweck, Dein
pseudointellektuelles Wortverdrehen hat keine
Diskussionsgrundlage in einem Kunstforum wo es darum geht
die künstlerische Arbeit zu beleuchten und sich auch durch Egoismus zu behaupten wenn es sein muss...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Phij
Mitglied
 3 Forenbeiträge seit dem 21.08.2006

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| 16 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 21.08.2006 um 16:34 Uhr |
... in einem Kunstforum wo es darum geht die künstlerische Arbeit zu beleuchten und sich auch durch Egoismus zu behaupten wenn es sein muss...
gruß fluuu
an fluu
heisst das für dich ist Kunst, Egoismus auszudrücken??
Das es für dich immer nur wichtig ist besser zu sein als
andere Künstler und sowieso besser als Leute die beruflich
keine Künstler sind und damit deiner Meinung nach GAR NICHT
IN DER LAGE sind Kunst zu schaffen
Und das das Forum dafür da ist Bewegsgründe anderer Künstler
zu hinterfragen und zu bewerten?
Phij
]
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 17 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 22.08.2006 um 11:53 Uhr |
...es geht nur darum den Egoismus nicht negativ zu sehen wie
es in der bürgerlichen oder katolischen Moral so verbreitet
ist, Egoismus ist ein Bestandteil des Lebensmotors des
Einzelnen, des sich selbst bewusst machens, des autonomen
ichs und nicht ein anonymes Teil einer Herde von Schäfchen
zu sein. Das widerum lässt sich in der künstlerischen Arbeit
und als Künstler sehr gut in die Praxis umsätzen, da er
meist allein und auf sich selbst gestellt arbeitet. Somit
ist das Erreichen der Ziele eines Künstlers durchaus
durchzogen von egoistischen Eigenschaften.
Verliert er seine Stabilität und wird zum Betreuungsfall,
so kann er nicht mehr arbeiten...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Galerie Seeger
Mitglied
  199 Forenbeiträge seit dem 03.10.2004

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| 18 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 27.08.2006 um 08:43 Uhr |
Kunst ist Freiheit!
Egoismus ist Gefangenschaft!
Wer an der Freiheit arbeitet und den Egoismus mit nimmt in
sein Werk, der Produziert eine Lüge.
Lüge ist, wenn ich dein Freund bin, Freundschaft ist, wenn
ich dich belüge, denn nur die wahre und echte Lüge ist dein
Freund, besitzt du aber die totale Freiheit dann wäre das ja
die Wahrheit, damit machst du dir bestimmt keine Freunde.
Die Kunst ist, in der Gefangenschaft die Freiheit der
Wahrheit zu bewahren und zu Kämpfen gegen alles was die
Freiheit (Wahrheit) bedroht.
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXYXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
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maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 19 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 30.08.2006 um 01:27 Uhr |
Zitat:
Erstmal vermute ich, dass der Ausdruck "wahre
Lüge" zumindest im normalen Sprachgebrauch ein
Widerspruch in sich ist. Ich kann mir jedenfalls nichts
darunter vorstellen. Anders sieht es mit dem anderen Teil
der Aussage aus. Sie verkehrt die ethischen Vorstellungen
unseres Kulturkreises. Denn soweit ich das sehe, gehen diese
davon aus, dass sich (zumindest) der Mensch zum Positiven
fortentwickelt und sich immer mehr der absoluten Wahrheit
bzw.dem Ideal einer kompletten Harmonie (meinetwegen Gott)
annähert .... dass es sich bei Kunst um das Echo der
Wahrheit aus den Zeiten des Urknalls handelt.
Erstens meint Seeger wahrscheinlich, ein Freund müsse den
Freund auch mal belügen, wenn es dessen Vorteil dient, aber
ich kann ja nicht für ihn sprechen (für Seeger, meine ich).
Die von Dir, mezzo, postulierte Entwicklung zum Positiven
halte ich für ein solche Lüge (des Menschen als sein eigener
Freund), denn der Mensch nähert sich keineswegs der
Wahrheit, es werden nur die Methoden der Lüge immer
subtiler. Von der "kompletten Harmonie" will ich
da garnicht reden (zumal sie gleichbedeutend mit Nirvana,
mit Nichts wäre), obschon ich für nicht-absolute Harmonie
viel übrig habe.
Und der Urknall kann mit Wahrheit nicht zu tun haben, weil
Wahrheit ein rein menschenbezogener Begriff ist, der also
nicht älter sein kann als diese fragwürdige Spezies.
Tut mir Leid, mezzo, wenn ich Dein opitmistisches Weltbild
zerkratzt haben sollte.
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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