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Kunstforum: Die Rolle der Kritik


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 20:21:22
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Forum > Künstler > Die Rolle der Kritik
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Autor
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Thema: Die Rolle der Kritik
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Till_Greve
Mitglied
 21 Forenbeiträge seit dem 10.03.2007

Geschlecht:
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| 10 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 10.03.2007 um 12:34 Uhr |
Fuer mich ist kritik etwas so abstraktes, das es mir
schwerfaellt etwas darueber zu sagen. ich will es trotzdem
versuchen. in gewisser hinsicht gibt es fuer mich keine
annehmbare kritik, da, wenn ein werk diskutiert wird, immer
meschen die akteure sind. da menschen gluecklicherweise
subjekte sind, und sich nie voellig aus dieser rolle
befreien koennen, sagt ein urteil nie etwas ueber das werk
an sich, sondern nur ueber den betrachter aus. wenn ein
mesch ueber ein bild sagt, -das finde ich schoen-, so gibt
er einen einblick in sein gefuehl fuer aesthetik. da es
,ebenfalls gluecklicherweise, keine objektive aesthetik
gibt, kann mann objektiv nicht mehr ueber ein bild sagen,
als welche farben, formen etc beherschend sind. deshalb kann
eine kritik auch nicht beleidigend sein, egal wie sie
formuliert ist. niemand kann mein bild kritisieren, er kann
mir nur sagen was es in ihm ausloest. so finde ich
persoehnlich z.B. frida karlos werke echt abstossend, und
habe keine freude an deren betrachtung, ich werde mich
jedoch hueten ein urteil daruber zu faellen.
soweit erstmal,
till
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 11 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 12.03.2007 um 22:59 Uhr |
...na das ist ja ein tolles Allerweltsgeschwafel, das
strotzt ja nur so vor individueller Persönlichkeit, man o
man ...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Till_Greve
Mitglied
 21 Forenbeiträge seit dem 10.03.2007

Geschlecht:
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| 12 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 22.03.2007 um 21:54 Uhr |
danke gleichfalls
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maler-hans
Mitglied
   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

Geschlecht:
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| 13 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 29.02.2008 um 19:23 Uhr |
Till, man sollte sich aussuchen, wem man antwortet ...
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

Geschlecht:
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| 14 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 29.02.2008 um 22:06 Uhr |
@ maler-hans
Ich sehe das mal als Querverweis ( was ich persönilch gut
finde ) auf dieses Thema von Anno 2004,
wo Arne uns noch mit seiner Anwesenheit beehrt hat.
@ Arne
Zu diesem Thema nun mal ein Statement von mir da das Thema damals an mir irgendwie vorbeigegangen sein
muß)
Ich sehe den Text von Arne auch eher als eine Feststellung
an, die durchaus seine Berechtigung hat.
Das schöne an den Statement´s von Arne, war ja eben oft die
Unumstößlichkeit seiner Standpunkte.
Teilweise kamen diese Texte schon etwas nach recherchiert
rüber.
Er hatte damit immer versucht ( mit recht ) die Diskussionen
auf einem gewissen Niveau zu halten.
Vor kurzem habe ich mich ( etwas intensiver ) auf einer
anderen Seite rumgetrieben.
Da war schon mehr los, in Sachen Kritik und die Beurteilung
anderer.
Das Niveau war aber eher so :
Sau geil !
So ´n Mist !
Gefällt mir !
Weiter so !
Das mag dann zwar alles so gemeint sein, aber worauf beruht
diese Knappheit ?
Darauf das sich niemand mehr die Zeit nehmen möchte oder
kann, seine Meinung etwas auszuführen.
Oder das es demjenigen an den Argumenten fehlt, seine
Meinung zu begründen.
Die Knappheit hat den Vorteil, das sie meist
unmissverständlich ist !
Der Nachteil ist, das dieser Vorteil der einzige ist !
Ich habe die Erfahrung gemacht, das man heutzutage froh sein
sollte, wenn einem überhaupt jemand seine
Aufmerksamkeit schenkt. Egal ob für mich überwiegen positiv
oder eher negativ.
Die Aufmerksamkeit hierzulande leidet unter
Kompromisslosigkeit.
Jeder baut seine Argumente so aus, das sie für einen Selbst
unumstößlich werden.
Die Kompromissbereitschaft leidet natürlich darunter.
Zuhören oder sich Auseinandersetzen mit dem Gegenüber tun
doch die Wenigsten.
Ob das ein spezifisches Problem von Künstlern ist wage ich
zu bezweifeln.
Im Bezug auf künstlerische Arbeit/en ( ich vermeide das Wort
Kunst mittlerweile so gut es geht ! )
sehe ich das ganze eher so, das die Fraktion der Künstler
allgemein, an einer eigenen Sprache basteln.
Die eben nicht nur auf Worten, oder garnicht auf Worten,
basiert.
Für mich ist Kunst die Sprache der Seele und dafür reichen
Worte allein eben nicht aus !
In sofern hält ein Künstler immer auch ein Fenster zu seiner
Seele offen, ist dadurch verletzlicher und angreifbarer.
Darf meiner Meinung nach im Gegenzug auch Kritik, gerne
etwas persönlicher nehmen.
Der Umgang damit ist ein Reifungsprozess.
Insgeheim hoffe ich nun, Arne über den sich ein
"Schleier des Schweigens" in diesem Forum gelegt
hat,
dazu zu animieren sich ab und an doch wieder ein zu mischen.
Hoffendlich ist es nicht so, das er Nägel kauent zuhause
sitzt und sich immer selbst auf die Finger klopft,
wenn es Ihn in den selbigen Juckt.
Evtl. aus Angst er würde den Ein oder Anderen deswegen
Verprellen.
Bei manchen Themen fällt es mir schwer meinen Mund zu halten
und deshalb verstehe ich dieses Verhalten nicht.
Will sagen, ich könnt´s nicht.
Gruß an Alle Leser !
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Platte
Mitglied
 10 Forenbeiträge seit dem 24.01.2008

Geschlecht:
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| 15 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 01.03.2008 um 14:09 Uhr |
Thema Kritik: Wenn ich tagelang vor einem Bild sitze,
verliere ich den neutralen Blick dafür. Dann bin ich
dankbar, wenn mir jemand sagt, was ihm auffällt. Ich kann
für mich entscheiden, ob ich das konstruktiv finde oder
nicht. Der Umgang mit Kritik ist ein Reifeproßess. Er hängt
auch mit meiner Eitelkeit und meinen Ansprüchen zusammen.
Wenn ich nun jemanden beurteile, dann nur, weil mir seine
Werke gefallen. Und das hat nichts mit Bauchpinselei zu tun,
sondern mit schlichter Begeisterung.
Ich gestehe, daß ich dabei auch sehr knapp bin, was nichts
mit dem Wert des Komentars zu tun hat. Ausführlicher spreche
ich lieber mit dem Gegenüber.
Viele Grüße, Ingo
Ingo
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 16 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 04.03.2008 um 22:57 Uhr |
Hallo,
das Thema Kritik ist ein weites Feld und unterliegt in
erster Linie psychologischen Gesetzen und da schaut es bei
jedem anders aus. Das aufzuräufeln ist in einem Forum
unmöglich.
Ob Arne als Admin dazu Stellung bezieht oder nicht halte ich
inzwischen für unwichtig, es wäre schön aber so geht es
auch.
Was in manchen Foren als Kritik oder Bildkommentar gedeutet
wird wie
Sau geil !
So ´n Mist !
Gefällt mir !
Weiter so !
hat mit Bildbetrachtung nichts zu tun, das sind Spielchen
für das Ego und macht einen großen Bogen um künstlerische
Sichtweisen. In meinen Augen ist das völlige Ignoranz der
bildenden Kunst. Was soll ein Bildkommentar der sich im
Wörtchen ´gefällt´ erschöpft. Es ist nicht mehr als eine
anonyme und undefinierte Marke zu setzen, kurz das Bein
gehoben, Spritz, Tropf und fertig.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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luis109
Mitglied
 7 Forenbeiträge seit dem 04.08.2008

Geschlecht:
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| 17 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 04.08.2008 um 20:28 Uhr |
Zitat:
Vielleicht liegt es einfach daran, daß ein Künstler sein
Innerstes in sein Werk legt und dieses der Öffentlichkeit
zeigt und plötzlich meint jeder etwas darüber äußern zu
dürfen. Das begleitet seinen Weg, sein Leben lang. Ein
Kunstwerk ist ein Kunstwerk und keine Currywurst die uns
schmeckt, oder nicht schmeckt. Bevor ich mich zu einem
Urteil über ein Kunstwerk hinreißen lasse, ist es meine
Verpflichtung mich mit dem Werk des Künstlers
auseinanderzusetzen
Gruß Peter & Gisela Ich möchte es noch anderes ausdrücken. Ein Kritiker setzt
sich mit sich und der Kunst auseinander, er spiegelt sich in
der Kunst und findet das, an sich im anderen, was er an sich
schätzt oder ablehnt. So ist eigentlich der Kritiker nur
einer, der sich mit Hilfe eines Künstlers selbst
anlalisiert, wenn er ehrlich ist. Ist er verlogen versucht
er irgendwelche Vorteile für sich daraus zu gewinnen. So ist
wirklich das Fazit, der Künstler kann nur die Kritik
annehmen, wenn sie ihn so begleitet, dass er daran wächst,
so drückte es schon Rainer Maria Rikle aus: Doch das ist
Schuld, wenn irgendeine Schuld ist.
Die Freiheit eines Lieben nicht vermehren,
um alle Freiheit, die man in sich aufbringt.
Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies,
einander lassen.
Das wir uns halten, das fällt uns leicht und ist nicht erst
zu lernen.
Lieben heißt allein sein.
freiheit kommt von freihals - was bindet mich die freiheit was sonst?
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Kreativistin
Mitglied
 6 Forenbeiträge seit dem 04.08.2008

Geschlecht:
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| 18 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 08.08.2008 um 00:31 Uhr |
Kritik ist so subjektiv wie der eigene Geschmack und die
Kunst selbst. Es kommt auf das Wie und das Warum an. Was
leitet denjenigen, der kritisiert? Versteht er etwas von
Kunst? Oder ist ihm gerade danach irgendwen anzuflaumen?
Leidet er etwa unter akuter Kritikasterei? Genörgelt wird
immer, gelobt zum Glück auch manchmal!
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 19 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 17.08.2008 um 19:12 Uhr |
Hallo,
ja, Rainer Maria Rilke hat viele gute Worte gefunden...
Ansonsten würde ich sagen hängt jede Kritik eines
Kunstwerkes davon ab ob der Künstler sie annimmt oder nicht.
Als Schöpfer des Werkes hat er diese Freiheit denn niemand
kann ihm sagen was er hätte Schöpfen müssen an Stelle dessen
ohne das Selbst zu gefährden.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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