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Kunstforum: Zeichnen am Computer


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 11:21:10
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Forum > Malerei > Zeichnen am Computer
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Autor
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Thema: Zeichnen am Computer
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 10 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 10.05.2004 um 19:26 Uhr |
hallo artodem,
ich habe mir Deine Website angeschaut und finde den Film
sehr unterhaltsam. Nun ist aber auch zu erkennen wie es am
Computer funktioniert. Es gibt ein Foto und durch
verschiedene Filter entstehen verschiedene Bilder. Das hat
eigentlich mit Malerei nichts zu tun, eher mit Verfremdung
von Fotos. Also ist es Digitalfotografie mit digitaler
Bearbeitung.
Genau das mache ich auch manchmal mit meinen Fotos, siehe
hier
http://www.kunstgalerie.org/profil/index.php?profil=Fluuu
oder
http://www.fluuu-bilder.de
So ist die digitale Bearbeitung ein absolut aktueller
Vorgang und hat eigentlich nichts mit Pinsel und Farben an
der Leinwand zu tun. Es ist eine mögliche Form der
bildhaften Darstellung, nicht mehr und nicht weniger.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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barbara
Mitglied
 1 Forenbeitrag seit dem 26.02.2003

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| 11 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 11.05.2004 um 13:14 Uhr |
Hallo,
meiner Meinung nach ist der Computer als Medium für de Kunst
geeignet, genau wie die Leinwand oder das Video. Neben den
reinen Computer-Bildern ist zum Beispiel auch der
"Desktop" als Medium geeignet. Kunst hat nach
meiner Erfahrung auch viel mit Repräsentation zu tun. Der
Computer ist heutzutage fast allgegenwärtig. Somit ist
meiner Meinung nach auch der Desktop (ob Apple, Windows oder
andere Systeme) eine Präsentationsplattform, die bisher kaum
genutzt wird ;-( .
Ein paar kleine Versuche meinerseits auf diesem Gebiet
unter: http://www.barbarakaemper.de/de/index_download.htm
B. Kaemper
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artodem
Mitglied
 2 Forenbeiträge seit dem 10.04.2004

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| 12 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 13.05.2004 um 23:31 Uhr |
Hallo Fluuu,
Ich gebe Dir Recht, die kleine Media-Show hat nichts mit
Malerei zu tun, war auch nicht beabsichtigt. War eigentlich
nur eine Spielerei zur Entspannung für mich und für
Betrachter. Aber alles andere,was Du gesehen hast, ist von
mir gemalt und komponiert worden. Bei der Computer Art sind
der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Du kannst ein Acryl-
oder Aquarellbild oder ein Foto bearbeiten, neue Elemente
einbinden, was immer Du an Ideen hast, kannst Du
verwirklichen.
Ich habe mir auch Deine Bilder angeschaut und ich bin finde
besonders Deine Mauer-, aber auch Deine Radierungen super.
Endlich mal eine website, die mir wirklich gut gefällt.
Kompliment!
Gruß
Maja
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 13 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 24.01.2005 um 18:20 Uhr |
Hallo Forumsleser,
um es noch einmal zu sagen, Computermalerei hat eben nichts
mit Pinsel und Farbtopf zu tun, soll es auch nicht,
ich habe inzwischen viele Erfahrungen mit Photopainting
gesammelt, eine Form der digitalen Kunst. Ich habe auch
Erfahrungen mit Acryl/Pastelmalerei aber ich bin zum
malerischen Arbeiten am Computer gekommen weil es keine
Klekse macht, ich kein Atelier brauche und nicht zum
Küstlerbedarf, in manchen Städten zum Bastlerladen, gehen
muß um Farben zu kaufen und anderes Zubehör. Die
Computermalerei ist eine völlig eigenständige Form und kann
zur künstlerischen Aussage führen, niemand muß deshalb den
Pinsel abgeben. So gesehen ist Arnes Einleitung bewußt
provokant formoliert aber ich würde die Acryl- oder
Pastelmaler nie vergleichen mit den Computermalern, sie
stehen nebeneinander.
Hier noch meine ersten Arbeiten mit Photopainting:
http://www.xarto.com/profil/index.php?profil=Fluuu
Um noch auf bidul einzugehen, jeder der schon mal am
Computer kreativ tätig war weiß, wie intuitiv und zufällig
die Arbeit sein kann, eher ist das bewuste Steuern eine
Herrausforderung.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Steinlechner
Mitglied
 1 Forenbeitrag seit dem 01.11.2004

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| 14 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 27.01.2005 um 21:18 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Steinlechner um 21:19:45 am
27.01.2005 editiert
Mich erstaunt immer wieder wie oft zeitgenössische Kunst
nach dem verwendeten Material oder der verwendeten Technik
bewertet wird und krampfhaft versucht wird Äpfel mit Eiern
zu vergleichen.
Ich persönlich sehe keinen grossen Unterschied, ob ein Bild
auf einer Leinwand oder einem Zeichentablet und Computer
entstand. Beide Wege fordern von Ersteller die Beherrschung
der Technik, sowie die Inspiration und den gestalterischen
Prozess. Da hat meines Erachtens seit der Höhlenmalerei
nichts geändert.
Das selbe denke ich von der Bildbearbeitung, ob mit
Photoemulsion und Leim oder mit Photoshop, Gimp und
ähnlichen Tools retuschiert und collagiert wird hat auf den
visuellen Aspekt des Resultates keinen grossen Einfluss,
wenn der Macher seine Werkzeuge beherrscht und gekonnt
einzusetzen weiss.
Dana´s Frage hat sicherlich eine Berechtigung: wer ist der
Erschaffer solcher digitalen Werke? Sind es die Hardware
Ingenieure, die Software Programmierer oder die Benutzer,
welche mit diesen Werkzeugen Neues erstellen? Die selbe
Frage lässt sich m.E. auch auf die traditionelle Szene
ummünzen - Ist es der/die Künstler(in) der das Werk erstellt
oder sind es die Farben-/Pinsel/Malgrundhersteller.
In beiden Lagern (traditionelle Kunst/neue Medien)wird ganz
ordentlich abgekupfert und kopiert. In der Regel sehe ich es
so, dass wenn man von Zeichnen und Gestaltung wenig am Hut
hat, der Computer auch nicht viel weiter hilft, ausser dass
man einfacher etwas kopieren kann.
Als bestes Beispiel sah ich vor ca. 1 Jahr eine Ausstellung
eines bekannteren Künstlers, in einer renommierteren
Galerie, welcher die Standartvoreinstellungen von Bryce
Hintergründen auf Folien drucken liess und diese in
Leuchtkästen montierte (Verkaufspreis ca. 10000 Euro) was
ich persönlich als Ausnutzung der Ignoranz des Publikums und
als Degradierung der Galerie und des Künstlers betrachte und
nur als Plagiat werte.
Sicherlich lässt sich der materielle Aspekt eines Werkes
nicht vernachlässigen und es wird wohl immer einen kleinen
Unterschied zwischen der Struktur eines Ölgemäldes und einem
Print geben - sollte aber die Struktur das ausschlaggebende
eines Werkes sein, lässt sich auch das mit der heutigen
Printechnik erstellen wenn das Werk entsprechend erstellt
wurde.
Um das von Arno erwähnte zufällige Element anzusprechen,
denke ich eher wie Fluuu, es lässt sich genau so intuitiv
arbeiten wie mit traditionellen Mitteln und Zufallselemente
gibt es vermutlich mehr als den Meisten bewusst ist - nur
werden sie vielfach von den Meisten auch nicht wahrgenommen.
Aber das ist eher eine Frage wie intensiv man sich mit der
Materie beschäftigt.
Ein Besuch auf http://www.renderosity.com , http://www.cgnetworks.com oder http://www.demoscene.tv dürften sicher auch neue Eindrücke schaffen und aufzeigen
das CGI/CGA (Computer Generated Images/Computer Generated
Animations) sich auch noch jenseits der Malerei bewegen
können.
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

Geschlecht:
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| 15 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 22.02.2005 um 22:51 Uhr |
Das ist doch ein wunderbares Plädoyer für die digitale
Kunst, danke Peter Steinlechner.
Mir ist diese digitale Ausdrucksweise inzwischen so
vertraut, ich kann mir im Moment garnichts anderes
vorstellen. Wie groß sind die Möglichkeiten der Gestaltung
auch oder gerade im Bereich der menschlichen Zustände.
Mein momentaner Schwerpunkt, die Photopaintings, nur ein
kleiner Bereich der digitalen, künstlerischen
Bildbearbeitung, geben mir eine Palette von
Ausdrucksmöglichkeiten um z.B. das Thema
"Zwischenmenschliche Beziehungen" von allen Seiten
zu beleuchten. Wie genieße ich es alle Arbeitsmaterialien
beieinander zu haben um jederzeit darauf zurückzugreifen, so
wie es in einem Bildbearbeitungsprogramm der Fall ist. Ob
der Geruch der Farbe oder Kleckse an den Händen und an den
Sachen ein Gewinn sind bezweifle ich für meinen Geschmack.
Das Animalische, das Ursprüngliche und das Besessene findet
in der Fantasie, im Kopf statt.
Einen großen Nachteil gibt es für die digitale Kunst, es ist
möglich, völlig ohne Einfluß zu nehmen, Bilder von
Programmen generieren zu lassen die verblüffende Wirkung
haben aber überhauptkeine menschliche Aussage beinhalten,
eher noch die Seele der Maschine darstellen falls es soetwas
gibt. Auch der Bereich der Fraktale ist für mich schon so
ein Grenzbereich.
Aber der Ansicht stimme ich Peter Steinlechner voll zu, die
intuitive Arbeit und Bildgestaltung am Computer
unterscheidet sich in nichts von der Ursprünglichkeit der
Hölenmalerei was den schöpferischen Prozess angeht.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Galerie Seeger
Mitglied
  199 Forenbeiträge seit dem 03.10.2004

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| 16 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 23.02.2005 um 20:03 Uhr |
Hallo Leute
Es ist doch einfacher geworden durch den PC!
Wo man früher viel Zeit damit verbringen musste sich den
Wellenschlag auf einem Gewässer bei jedem Wetter anzuschauen
und Dutzende von Skizzen anzufertigen, haben es die
Filtermacher einfach in ein Programm gepackt, wo wir die
Daten abrufen.
( Einfach Oder )
Doch ist es nicht unser Kopf der immer noch entscheiden muss
wie die Welle sein soll.
Hallo Peter Steinlechner.
Ist es nicht schon immer so gewesen, das die, die einen
Namen haben den grüßten Müll anbieten können und dafür auch
noch geehrt werden, wenn ein no Name so etwas machen würde,
würde man ihn auslachen, vor der Stadtmauer aussetzten und
des Landes verweisen,,,
( beste Beispiel: Schlamm in einer Ausstellung)
Mit ein wenig mehr hätte man den Grundgedanken besser Transportieren können,
(gerade wenn es auch noch Steuergelder kostet) aber wo kein ist, da ist eben kein und darüber läst sich ja eben auch wider Streiten, oder 
Digitales malen, ist mit sicherheit genau so anspruchsvoll,
wie das Werk eines Pinselquälers und es bereichert die
Kunst, denn gerade durch die Digitale Welt sind Werke
entstanden, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.
Gruß PS.
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXYXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
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Arne
Mitglied
  169 Forenbeiträge seit dem 13.11.2002

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| 17 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 27.02.2005 um 00:37 Uhr |
Ein, wie ich finde, hervorragendes Computer-Gemälde wurde
vor kurzem auf xarto.com veröffentlicht. Ich habe es selbst
gar nicht als solches erkannt, da darin sicherlich noch
immer viel Handarbeit steckt und nicht nur das Ausführen
irgendwelcher Filter:
Tacks Tiger
Wie ändert sich der Wert eines Kunstwerkes eigentlich durch
seine technische Reproduzierbarkeit? Sicherlich hat sich
auch hier jemand mit Walter Benjamins berühmten Essay "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen
Reproduzierbarkeit" befasst ...
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 18 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 04.03.2005 um 11:18 Uhr |
@ Arne, das ist ein schönes Motiv, nur für mich ist es
Grafikdesign, Illustration, eine künstlerische Botschaft
kann ich daraus nicht lesen ... es ist einfach zu glatt und
perfekt für meinen dem Vergänglichen zugeneigten Geschmack.
Deine Aussage "nicht nur das Ausführen irgendwelcher
Filter" hat mich ja getroffen. Das macht mich traurig,
ist doch auch das Ausfüren von Filtern eine sehr intuitive
und dramaturgische Arbeitsweise und wenn dann noch die
Handarbeit (das Ausfüren von Filtern geschiet auch per Hand,
denn die Frage ist welcher ist der richtige und wie sind sie
zu kombinieren) dazu kommt, kann ein sehr ausdrucksstarkes
und das menschliche Gefühl betreffendes Bild entstehen.
Aber wir müssen nicht alle der selben Meinung sein.
@ Pigasso, das ist wie überall, wer auf der Leinwand ein
bischen mit Farbe rumspielt wird es nicht in eine Galerie
tragen, hier müssten wir schon wieder über
"ernst zu nehmende Kunst" diskutieren aber das ist
schon andernorts ausreichend geschehen.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 19 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 24.05.2005 um 14:45 Uhr |
Oh Pigasso,
dieses kleine Zeichen spricht Bände, auf jeden Fall hält es
den Minimalismus hoch und das ist großartig. In Bezug auf
die digitale Kunst, die ja auch hier ganz unterschiedlich
gesehen wird, sagt das kleine Komma allerdings nicht viel
aus. Ist es eine zustimmende Geste, ein Nicken so zu sagen
oder ist es ein entsetztes Schweigen bzw. das ist die Worte
nicht wert oder soll es heißen, es ist schon alles gesagt...
Ich finde schon, dass die digitale Kunst, dabei auch die
Photopaintings, noch etwas Öffentlichkeitsarbeit gebrauchen
kann, bis sie sich mal etabliert. Das, dass Interesse da ist
zeigen meine Ausstellungen und der Verkauf. Die Neugierde
für die am Computer entstandenen Arbeiten ist groß und das
ist gut so, können wir doch die moderne Entwicklung des
Menschen mit seiner Technik nicht aufhalten. Andererseits
ist die Gefühls-und Gemütswelt des Einzelnen seit eh und je
unverendert. Ich habe es schon mal an anderer Stelle
erwähnt, moralisch und emotional unterscheidet sich der
digitalen Künstler in nichts vom Hölenmaler in der Urzeit.
So verstehe ich das kleine Komma auch als-nicht viele Worte
machen-ran an die Arbeit...
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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