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Thema: Steht das Zeitalter der Künste vor der Haustür ?
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

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| 10 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 24.01.2004 um 00:17 Uhr |
Am schönsten sind Gedichte in dem kurzen
jungfräulichen Moment nach dem ersten
Durchlesen.
Kreativität dringt durch alle Sinne
verlangend nach Ausdruck
auf das ihn jeder gewinne
den schönsten Schmuck
Nun drehen wir unsere Welt
die Natur zurück
sind unser eigenes Kraftfeld
erfüllt vom Glück
Schon mitten drin
oder
doch nur dabei
ist sich der Nächste
am selbstzerstören
mit wilder Geste
könnte er sich nur selbst hören
Kommt die Welt von der Bahn
in einen schiefen Umgang
fängt es von Vorne an
weil es uns nicht gelang
so oder so
Für den einen Scheiß drauf
irgendwann steht ich nicht mehr auf
Für den anderen tief drin
spüre ich was ich bin
nicht weniger und nicht mehr
an den Haaren her
Januar 2004
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Arne
Mitglied
  169 Forenbeiträge seit dem 13.11.2002

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| 11 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 27.01.2004 um 18:30 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Arne um 18:35:27 am 27.01.2004
editiert
Ich lasse die Zukunft einfach auf mich zukommen. Was soll
ich mir da auch ausmalen? Da spielen so viele Faktoren mit
hinein, dass es sowieso ganz anders kommen wird, als man es
sich selber wünscht. Man muss sich einfach von seinen
Erwartungen befreien und mit ein wenig Glück, Beständigkeit
und vor allem Einsatz kann man doch das ein oder andere Ziel
erreichen. Genaue Prognosen aber sind unmöglich und deswegen
sage ich: Sollen sich die Science Fiction-Autoren und
Zukunftsforscher ruhig damit beschäftigen, für mich ist das
nichts.
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RobinKlein
Mitglied
 4 Forenbeiträge seit dem 21.04.2003

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| 12 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 17.02.2004 um 16:54 Uhr |
>> El hombre es algo que debe ser superado
Soll heißen: Der Mensch ist etwas, das sich selbst
überwinden muss.
Aber Nietzsche hat es sicherlich nicht auf Spanisch
formuliert. Aber in der Tat eine interessante Diskussion.
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Arne
Mitglied
  169 Forenbeiträge seit dem 13.11.2002

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| 13 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 17.02.2004 um 17:12 Uhr |
... das überwunden werden muss.
Nach sechs Sommern in Mexiko wird Nietzsche doch sicher oder
hoffentlich ein paar Worte Spanisch gelernt haben ...
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

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| 14 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 08.03.2004 um 23:11 Uhr |
Danke für die Erklärung / Übersetzung.
Noch ein längeres Zitat von Friedrich Nietzsche an
dieser Stelle.
Die Verehrer der Formen freilich, mit ihrem
Maßstabe des Schönen und Erhabenen, werden
zunächst gute Gründe zu spotten haben, sobald
die Schätzung der unscheinbaren Wahrheiten und
der wissenschaftliche Geist anfängt zur Herrschaft
zu kommen : aber nur weil entweder ihr Auge sich
noch nicht dem Reiz der schlichttesten Form
erschlossen hat oder weil die in jenem Geiste
erzogenen Menschen noch lange nicht völlig und
innerlich von ihm durchdrungen sind, so daß sie
immer noch gedankenlos alte Formen nachmachen
( und dies schlecht genug , wie es jemand tut ,
dem nicht mehr viel an der Sache liegt ).
Ehemals war der Geist nicht durch strenges
Denken in Anspruch genommen , da lag sein Ernst
im Ausspinnen von Symbolen und Formen.
Das hat sich verändert; jener Ernst des Symbolischen
ist zum Kennzeichen der niederen
Kultur geworden. Wie unsere Künste selber immer
intellektualer , unsre Sinne geistiger werden , und
wie man zum Beispiel jetzt ganz anders darüber
urteilt , was sinnlich wohltönend ist , als vor
100 Jahren : so werden auch die Formen unseres
Lebens immer geistiger , für das Auge älterer Zeiten
vielleicht häßlicher , aber nur weil es nicht zu
sehen vermag, wie das Reich der inneren,
geistigen Schönheit sich fortwährend vertieft und
erweitert und inwiefern uns allen der geistreiche
Blick jetzt mehr gelten darf als der schönste
Gliederbau und das erhabenste Bauwerk.
Im Jahre 1878
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

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| 15 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 22.05.2004 um 20:11 Uhr |
Ist schon eigenARTig , wie schell ein Thema , das
sich mit der Zukunft beschäftigt in einer Sackgasse
befindet.
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Arne
Mitglied
  169 Forenbeiträge seit dem 13.11.2002

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| 16 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 24.05.2004 um 02:42 Uhr |
Ich bin es gewohnt, dass die Diskutierei meist zu wenig
führt. Das soll aber kein Grund sein, es damit bleiben zu
lassen. Hin und wieder lohnt es sich ja doch.
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Dana
Mitglied
 11 Forenbeiträge seit dem 04.04.2004

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| 17 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 27.05.2004 um 22:18 Uhr |
Hallo,
Zuckunft? was ist das?
Zuckunft ist doch nichts, was real ist. Sie existiert noch
nicht, genau wie die Vergangenheit, die schon nicht mehr
existiert. Wir kommen aus dem "Hier", und dieses
"Hier" bewegt sich nie.
Ich lasse geschehen, was geschieht, damit ich im ständigen
Entgleisen der Dinge in mir selbst den einzigen Fixpunkt
fienden kann.
Dana
Liebe Grüsse. Dana
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Arne
Mitglied
  169 Forenbeiträge seit dem 13.11.2002

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| 18 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 29.05.2004 um 13:53 Uhr |
Wer keine Vergangenheit mehr hat, der hat auch keine Zukunft
und sein Jetzt ist nur ein umnebeltes Wandeln durch die
Straßen, die sein Leben sein könnten.
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

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| 19 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 01.06.2004 um 00:51 Uhr |
Was würde wohl geschehen, wenn wir alles nur
geschehen lassen würden.
Wie Schafe uns unserem Schicksal endgegen
treiben liesen und dabei unseren Fixpunkt
( "Liest sich seltsam ?! " suchten.
Wir würden in uns verloren mit dem Kopf gegen
den Baum der Erkenntnis laufen und uns erst
danach umdrehen, wenn uns der erste Wolf über
den Weg läuft. Halt eben viel zu spät.
Stürmische Zeiten würden unser sicher geglaubtes
Selbst zum kentern bringen ...
Uns die Segel zerfetzen.
Wer der Illusion der Gegenwart erliegt,
ignoriert den Fluss des Lebens.
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