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-- Plauderecke
--- Steht das Zeitalter der Künste vor der Haustür ?
Parthum Tom - 16.01.2004 um 21:49 Uhr
Tach auch !
Wollte mal ein paar Meinungen lesen,
über folgendes Thema :
Geschichtlich haben wir ja nun schon so manches
Zeitalter durchlebt und alle zusammen laufen nun
paralell zueinander.
.... Steinzeit....Bronzezeit... Mittelalter...
Zeitalter der Technik...Elektronikzeitalter ...usw.
Mittlerweile sind wir, glaub ich, auf den besten Weg
in das Zeitalter der Dienstleisung.
In meinen Augen, steck in jedem ein Künstler.
Da irgendeine Beschäftigung, in Zukunft, herhalten muss.
Währe es doch nicht weit hergeholt, wenn sich die
Menschheit, mit der gewonnenen Zeit, intensiv
mit dem Tehma Kunst auseinander setzt.
z.B. finde ich die Derzeit herrschende Arbeits-
losigkeit positiv, weil viele Menschen beginnen
die Zeit anders zu nützen und sich Gedanken
machen können über ganz andere Aspekte ihres
Lebens.
Dies treib oft ganz seltsame und eigenartige Blüten,
das ich auch als sehr positiv empfinde.
Wie siehst Du das ? 
Let´s get it on ! 
Arne - 17.01.2004 um 18:28 Uhr
Das ist eine außerordentlich positive Sichtweise, die ich
gern anzweifeln mag. Natürlich ist die sogenannte
Arbeitslosigkeit eine Möglichkeit, sich aufgrund eines
Zeitüberschusses voll und ganz der Kunst zu widmen, aber ich
denke nicht, dass dies ein für die Masse relevantes
Verhalten werden kann. Ein Künstler ist gerade deswegen so
hoch angesehen, weil er etwas ausdrücken kann, wozu die
meisten Menschen nicht imstande sind.
Man muss sich doch auch einmal anschauen, wie sich die
Arbeitslosigkeit auf einen Menschen auswirkt. Ich glaube, es
wird einfach nur mehr ferngesehen und gesoffen, weil die
Leute sowieso nicht wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen
sollen. Ausserdem ist es nicht selten, dass ein Arbeitsloser
aufgrund der permanent gespürten Nutzlosigkeit seines
Daseins in Depressionen versinkt. Niemand braucht ihn,
niemand achtet oder lobt ihn ... da fehlt ihm also etwas
ganz elementares, mal total vom Geld abgesehen. Es ist nicht
auszuschliessen, dass sich jemand, um sich diese Zustände
erträglich zu machen, der Kunst zuwendet, aber wie gesagt:
Daraus wird niemals ein Massenphänomen werden.
Und zum Begriff Zeitalter der Künste kann ich nur sagen:
Wir leben im Zeitalter der kulturellen Degeneration. Man
schaue sich nur einmal an, was aus unserer deutschen Sprache
mittlerweile geworden ist. Sie ist im Alltagsgebrauch
bereits total von anglo-amerikanischen Einflüssen
zerfressen. Unser Gott ist der Konsum. Das sind nur zwei
Aspekte unter vielen.
Parthum Tom - 18.01.2004 um 01:15 Uhr
Man kann auch der Arbeitslosigkeit positives abgewinnen.
Voraussetzung ist natürlich, das man sich einen gesunden
Lebenstil angeeignet hat.
Wo man auf diverse
"Defizit-ausgleichs-Hilfsmittel"
verzichtet.
Ich denke schon das jeder Mensch in der Lage ist sich,
auf welche Art auch immer, auszudrücken.
Die Kunst bietet so viele Möglichkeiten des Ausdrucks
und jeder findet seine persönliche Form.
Ob das im einzelnen dann etwas mit Kunst zu tun
hat, ist die andere Frage. Ich nehme mir auf jeden
Fall nicht heraus das beurteilen zu können.
Es geht doch immer um einzel Personen/ Menschen
und auch das gilt es zu bewaren.
Die Bezeichnung " die Leute " sollte als erstes
aus
dem deutschen Wortschatz entfernt werden.
( " Tschuldigung !" )
Kulturell gefinden wir uns noch in so engstirnigen
Verhältnissen, ( Von denen wir uns wahrscheinlich
lange nicht befreien werden können. ), das sich
Menschengruppierungen
über Jahrtausende angeeinget haben um sich das
irdische Leben erträglicher zu gestalten.
Aber im prinzip sich dadurch nur abgegrenzt
haben.
Warscheinlich weil sie nicht´s von anderen Existenzen
wussten.
Aber macht es heut Zutage noch Sinn an solchen
eingeschliffenen Strukturen festzuhalten.
Findet nicht füher oder später auch dieser Erdball
noch zu einer umfassenden Kultur, womit jeder einzellne
etwas anfangen kann ?
In manchen Ländern ist Konsum noch nicht mal
Thema, sondern eher das überleben.
Ist der Mensch wirklich das "nimmersatte"
Tier oder hat er bald den Hals voll, zumindest was
den Konsum betrifft ?
Arne - 19.01.2004 um 11:58 Uhr
Ich freue mich, dass es noch eine einigermaßen große
kulturelle Vielfalt unter den Menschen auf der Erde gibt.
Der Kapitalismus macht sie nämlich nach und nach kaputt, da
sie ihm nicht nützt. Dem Kapitalismus nützt Gleichmacherei,
Uniformierung - in einem Wort: Eine homogene Masse, der sich
ganz einfach Produkte verkaufen lassen und die im gleichen
Atemzug willig ist, Konsumgüter auch unter widrigsten
Bedingungen zu produzieren. Auch das ist Globalisierung.
Parthum Tom - 19.01.2004 um 22:31 Uhr
Am bessten eine homogene Masse die dem
Kapitalismus entsagt und ihm so die Grundlage
entzieht.
Die Künste könnten zum Keil werden um dies
möglich zu machen.
Wie genau das im Detail aussehen kann ?
Noch keine genauen Vorstellungen.
Momentan werden die Künste eher als Werkzeug
für den Kapitalismus missbraucht.
Bleibt nur zu hoffen das dieses kapitalistische
Kartenhaus durch die Ausgaben für Werbung
ins Ungleichgewicht geräht.
Die Strategien die dahinter stecken werden immer
ausgefeilter, sind aber jederzeit durch den Beukott
ins wanken zu bringen.
Arne - 20.01.2004 um 11:16 Uhr
Zitat:
Bleibt nur zu hoffen, dass dieses kapitalistische
Kartenhaus durch die Ausgaben für Werbung
ins Ungleichgewicht gerät.
Der Kapitalismus ist nicht unzerstörbar, aber durch zu hohe
Werbeausgaben geht das System ganz sicher nicht zugrunde. Da
muss schon wesentlich mehr passieren.
Der Kapitalismus hat begriffen, wie der Mensch FUNKTIONIERT
und deswegen funktioniert der Kapitalismus.
Parthum Tom - 20.01.2004 um 23:47 Uhr
Stimmt, das war etwas unrealistisch gehofft.
Die Naivität der Konsumenten ( "melk Kühe" )
ist schon manchmal erschreckend.
Bis Gleich !
Parthum Tom - 21.01.2004 um 00:22 Uhr
So da bin ich wieder, hab kurz einen Konsumartikel
kaufen müssen.
Kritisch betrachtet hätte ich in auch garnicht kaufen
müssen.
Um wieder etwas zum Thema zurück zu kehren,
möchte ich die eingehende frage etwas
konkretisieren.
" Wie sie die Zukunft der Künste aus !"
Ist die groß ist sie KLEIN, wie malt sich der
einzelne diese Zukunft aus.
Welche Vorstellungen gibt es da.
Werden wie die Technik so weit vorrantreiben, das
wir irgendwann nichts mehr zu tun haben und hilft
nicht die Kunst dieses Loch, das sich dann auf tut,
zu füllen.
Wird der eine Teil sich in Selbstverliebtheit verlieren
und der andere Teil fetzen " Dicht "vor einem
Bild-
schirm, an einem Tropf hängend, dahin sandeln.
( sandeln = gammeln,lungern,nix körperlich,sich
aufgeben )
Oder gibt es noch andere Visionen ?
Arne - 22.01.2004 um 11:51 Uhr
Der Mensch macht sich selbst überflüssig. Was kommt danach?
Das überlasse ich lieber den Science Fiction-Autoren.
El hombre es algo que debe ser superado.
Parthum Tom - 22.01.2004 um 21:47 Uhr
Jetzt hat doch jemand Science Fiction eingeworfen.
Genau das wollte ich nicht vorgeben, weil es einen
ausschweifenden oder eher ausweichend Charakter hat.
Was bedeutet den wörtlich.
El hombre es algo que debe ser superado.
Hmm ? Wahrscheinlich spanischen Ursprung´s.
Man seh ich alt aus.
Lass mich nicht Dumm sterben.
Ihrgendwas mit Mensch und so, oder 
Meine Wenigkeit malt sich die Zukunft ja eher aus
und läst sich seine Vorstellungen nicht von Autoren
vorschreiben. ( Im wahrsten Sinne.)
Da wir hier erst mal nur den schriftlichen Weg
beschreiten können, werde ich es demnächst
mal mit meiner Vorstellung, von der nahen Zukunft der
Künste, versuchen.
Zerlegen erlaubt.
Sellawie
Parthum Tom - 24.01.2004 um 00:17 Uhr
Am schönsten sind Gedichte in dem kurzen
jungfräulichen Moment nach dem ersten
Durchlesen.
Kreativität dringt durch alle Sinne
verlangend nach Ausdruck
auf das ihn jeder gewinne
den schönsten Schmuck
Nun drehen wir unsere Welt
die Natur zurück
sind unser eigenes Kraftfeld
erfüllt vom Glück
Schon mitten drin
oder
doch nur dabei
ist sich der Nächste
am selbstzerstören
mit wilder Geste
könnte er sich nur selbst hören
Kommt die Welt von der Bahn
in einen schiefen Umgang
fängt es von Vorne an
weil es uns nicht gelang
so oder so
Für den einen Scheiß drauf
irgendwann steht ich nicht mehr auf
Für den anderen tief drin
spüre ich was ich bin
nicht weniger und nicht mehr
an den Haaren her
Januar 2004
Arne - 27.01.2004 um 18:30 Uhr
Diese Nachricht wurde von Arne um 18:35:27 am 27.01.2004
editiert
Ich lasse die Zukunft einfach auf mich zukommen. Was soll
ich mir da auch ausmalen? Da spielen so viele Faktoren mit
hinein, dass es sowieso ganz anders kommen wird, als man es
sich selber wünscht. Man muss sich einfach von seinen
Erwartungen befreien und mit ein wenig Glück, Beständigkeit
und vor allem Einsatz kann man doch das ein oder andere Ziel
erreichen. Genaue Prognosen aber sind unmöglich und deswegen
sage ich: Sollen sich die Science Fiction-Autoren und
Zukunftsforscher ruhig damit beschäftigen, für mich ist das
nichts.
RobinKlein - 17.02.2004 um 16:54 Uhr
>> El hombre es algo que debe ser superado
Soll heißen: Der Mensch ist etwas, das sich selbst
überwinden muss.
Aber Nietzsche hat es sicherlich nicht auf Spanisch
formuliert. Aber in der Tat eine interessante Diskussion.
Arne - 17.02.2004 um 17:12 Uhr
... das überwunden werden muss.
Nach sechs Sommern in Mexiko wird Nietzsche doch sicher oder
hoffentlich ein paar Worte Spanisch gelernt haben ...
robinklein - 18.02.2004 um 10:40 Uhr
Mag sein. Er war auch in Frankreich und in England. Und die
Theorie des Übermenschen hat er auch sicherlich nicht in
Mexiko entwickelt sondern in Deutschland. Naja vielleicht
liege ich da ja auch absolut falsch. Mir kommt das ganze nur
etwas spanisch vor 
Parthum Tom - 08.03.2004 um 23:11 Uhr
Danke für die Erklärung / Übersetzung.
Noch ein längeres Zitat von Friedrich Nietzsche an
dieser Stelle.
Die Verehrer der Formen freilich, mit ihrem
Maßstabe des Schönen und Erhabenen, werden
zunächst gute Gründe zu spotten haben, sobald
die Schätzung der unscheinbaren Wahrheiten und
der wissenschaftliche Geist anfängt zur Herrschaft
zu kommen : aber nur weil entweder ihr Auge sich
noch nicht dem Reiz der schlichttesten Form
erschlossen hat oder weil die in jenem Geiste
erzogenen Menschen noch lange nicht völlig und
innerlich von ihm durchdrungen sind, so daß sie
immer noch gedankenlos alte Formen nachmachen
( und dies schlecht genug , wie es jemand tut ,
dem nicht mehr viel an der Sache liegt ).
Ehemals war der Geist nicht durch strenges
Denken in Anspruch genommen , da lag sein Ernst
im Ausspinnen von Symbolen und Formen.
Das hat sich verändert; jener Ernst des Symbolischen
ist zum Kennzeichen der niederen
Kultur geworden. Wie unsere Künste selber immer
intellektualer , unsre Sinne geistiger werden , und
wie man zum Beispiel jetzt ganz anders darüber
urteilt , was sinnlich wohltönend ist , als vor
100 Jahren : so werden auch die Formen unseres
Lebens immer geistiger , für das Auge älterer Zeiten
vielleicht häßlicher , aber nur weil es nicht zu
sehen vermag, wie das Reich der inneren,
geistigen Schönheit sich fortwährend vertieft und
erweitert und inwiefern uns allen der geistreiche
Blick jetzt mehr gelten darf als der schönste
Gliederbau und das erhabenste Bauwerk.
Im Jahre 1878
Parthum Tom - 22.05.2004 um 20:11 Uhr
Ist schon eigenARTig , wie schell ein Thema , das
sich mit der Zukunft beschäftigt in einer Sackgasse
befindet.
Arne - 24.05.2004 um 02:42 Uhr
Ich bin es gewohnt, dass die Diskutierei meist zu wenig
führt. Das soll aber kein Grund sein, es damit bleiben zu
lassen. Hin und wieder lohnt es sich ja doch.
Dana - 27.05.2004 um 22:18 Uhr
Hallo,
Zuckunft? was ist das?
Zuckunft ist doch nichts, was real ist. Sie existiert noch
nicht, genau wie die Vergangenheit, die schon nicht mehr
existiert. Wir kommen aus dem "Hier", und dieses
"Hier" bewegt sich nie.
Ich lasse geschehen, was geschieht, damit ich im ständigen
Entgleisen der Dinge in mir selbst den einzigen Fixpunkt
fienden kann.
Dana
Arne - 29.05.2004 um 13:53 Uhr
Wer keine Vergangenheit mehr hat, der hat auch keine Zukunft
und sein Jetzt ist nur ein umnebeltes Wandeln durch die
Straßen, die sein Leben sein könnten.
Parthum Tom - 01.06.2004 um 00:51 Uhr
Was würde wohl geschehen, wenn wir alles nur
geschehen lassen würden.
Wie Schafe uns unserem Schicksal endgegen
treiben liesen und dabei unseren Fixpunkt
( "Liest sich seltsam ?! "
suchten.
Wir würden in uns verloren mit dem Kopf gegen
den Baum der Erkenntnis laufen und uns erst
danach umdrehen, wenn uns der erste Wolf über
den Weg läuft. Halt eben viel zu spät.
Stürmische Zeiten würden unser sicher geglaubtes
Selbst zum kentern bringen ...
Uns die Segel zerfetzen.
Wer der Illusion der Gegenwart erliegt,
ignoriert den Fluss des Lebens.
Dana - 03.06.2004 um 07:17 Uhr
Tja,
jeder hat eine Vergangenheit. Sie ist aber nicht mehr real,
weil sie nicht mehr im Jetzt und Hier existiert. Wir können
sie nur in den Gedanken zum Leben hervorrufen. Nur auf der
Vergamngenheit zu behaaren und in ihr leben zu wollen oder
leben probieren, sich von ihr nicht trennen zu können, läßt
"die Türen" etwas neues kennen zu lehrnen,
ausprobieren, und neue Wege zu gehen, verschlossen.
Die Gegenwart ist nur das Reale.Nur das, was wir jetzt und
hier tun hat den Einfluß auf die Zuckunft, die noch nicht da
ist. Aber auch später in der Zuckunft lebend, leben wir
immer wieder im Jetzt und Hier( Zeitmaschinen gibt`s
nicht). Wir meinen auch immer alles wiessen, und alles unter
Kontrolle zu haben auch alles steuern zu können. Ist die
Meinung real? oder ist es nur ein Gespienst unserer
Gedanken, die in größtem Teil auf der Vergangenheit basieren
und uns oft beherrschen, und in die Verwierung bringen?
Dana
Gast - 08.06.2004 um 21:27 Uhr
Die Meinung :
Alles unter Kontrolle zu haben, ist sicherlich nicht
sehr realiestisch.
Die Vergangenheit sollte aber eher ein Brunnen
der Erfahrungen, Eindrücke und gesammelten
Wissens sowie Fertigkeiten sein, um
Entscheidungen im hier und jetzt zu beeinflussen.
Sammlung von Hilfen für die Weichenstellung.
Die Verwirrung muss von wo anders kommen,
weil dieser Prozess wie bereits erkannt die Basis
bildet.
Die Basis für weiterführende oder weitreichende
Veränderungen.
Veränderungen denen man ständig Ausgesetzt ist,
ob man will oder nicht.
Und selbstverständlich auch während der Suche
nach den eigenen Standpunkten, die im nächsten
Moment schon wieder völlig über den Haufen geworfen sein
können.
Ursa Wolf - 04.10.2004 um 10:02 Uhr
Ihr zwei Diskutanten!
Die Kunst wird eine neue Blüte erleben, wenn sich die
Menschen einem Bewusstseinswandel ergeben, ergeben müssen,
da sie in diesen Zeiten der immer enger werdenden
Arbeits-Sklaverei und künstlich herbeigeführten Verarmung
nur mehr eine Chance haben: Sich ihrer Macht und dem
Machbaren bewusst zu werden. Aus ihrer Opfer-Rolle, in der
man sie schon so lange gefangen gehalten hält, heraus zu
steigen!
Künstlerischer Ausdruck wird für alle Menschen möglich sein,
aber nicht auf Grund von Arbeitslosigkeit (ohne Anleitung
und Aufwach-Rütteln bleiben die Menschen in ihrer Agonie
gefangen), sondern durch ein neues Selbst-Bewusstsein.
Ich glaube an die Veränderungskraft des (momentanen) Chaos´,
aus dem ein neues Bewusstsein hervorgehen wird. Ohne dass
das "Alte" zerschlagen wird, kann eben nichts
Neues entstehen. So ist es .
Liebe Grüße
Ursa
Arne - 24.10.2004 um 01:11 Uhr
Zitat:
Ohne dass das "Alte" zerschlagen wird, kann eben
nichts Neues entstehen. So ist es.
Die Menschen aber lieben die Sicherheit, haben Angst vor
Veränderungen. Deswegen halten sie lieber an altem fest,
auch wenn es sie unglücklich macht.
Das ist auch eine Sache, die Künstler betrifft: Bleiben sie
bei dem Stil, den sie sich einmal erarbeitet haben, mit dem
sie zufrieden sind, oder haben sie den Mut und die Kraft,
das Haus, in dem sie wohnen, immer wieder einzureissen und
neu aufzubauen?
Die Bequemlichkeit ist unser Feind.
Gast - 24.10.2004 um 11:05 Uhr
Zitat:
Das ist eine außerordentlich positive Sichtweise, die ich
gern anzweifeln mag. Natürlich ist die sogenannte
Arbeitslosigkeit eine Möglichkeit, sich aufgrund eines
Zeitüberschusses voll und ganz der Kunst zu widmen, aber ich
denke nicht, dass dies ein für die Masse relevantes
Verhalten werden kann. Ein Künstler ist gerade deswegen so
hoch angesehen, weil er etwas ausdrücken kann, wozu die
meisten Menschen nicht imstande sind.
Man muss sich doch auch einmal anschauen, wie sich die
Arbeitslosigkeit auf einen Menschen auswirkt. Ich glaube, es
wird einfach nur mehr ferngesehen und gesoffen, weil die
Leute sowieso nicht wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen
sollen. Ausserdem ist es nicht selten, dass ein Arbeitsloser
aufgrund der permanent gespürten Nutzlosigkeit seines
Daseins in Depressionen versinkt. Niemand braucht ihn,
niemand achtet oder lobt ihn ... da fehlt ihm also etwas
ganz elementares, mal total vom Geld abgesehen. Es ist nicht
auszuschliessen, dass sich jemand, um sich diese Zustände
erträglich zu machen, der Kunst zuwendet, aber wie gesagt:
Daraus wird niemals ein Massenphänomen werden.
Und zum Begriff Zeitalter der Künste kann ich nur sagen:
Wir leben im Zeitalter der kulturellen Degeneration. Man
schaue sich nur einmal an, was aus unserer deutschen Sprache
mittlerweile geworden ist. Sie ist im Alltagsgebrauch
bereits total von anglo-amerikanischen Einflüssen
zerfressen. Unser Gott ist der Konsum. Das sind nur zwei
Aspekte unter vielen.
An der Sprache erkennst du den Stand eines Volkes.
Gast - 24.10.2004 um 11:09 Uhr
Zitat:Mag sein. Er war auch in Frankreich und in England. Und die
Theorie des Übermenschen hat er auch sicherlich nicht in
Mexiko entwickelt sondern in Deutschland. Naja vielleicht
liege ich da ja auch absolut falsch. Mir kommt das ganze nur
etwas spanisch vor

Gie böhmischen Wälder? Und trotzdem erkennt man den Wald der
Bäume!
Gast - 24.10.2004 um 11:15 Uhr
Zitat:
Tja,
jeder hat eine Vergangenheit. Sie ist aber nicht mehr real,
weil sie nicht mehr im Jetzt und Hier existiert. Wir können
sie nur in den Gedanken zum Leben hervorrufen. Nur auf der
Vergamngenheit zu behaaren und in ihr leben zu wollen oder
leben probieren, sich von ihr nicht trennen zu können, läßt
"die Türen" etwas neues kennen zu lehrnen,
ausprobieren, und neue Wege zu gehen, verschlossen.
Die Gegenwart ist nur das Reale.Nur das, was wir jetzt und
hier tun hat den Einfluß auf die Zuckunft, die noch nicht da
ist. Aber auch später in der Zuckunft lebend, leben wir
immer wieder im Jetzt und Hier( Zeitmaschinen gibt`s
nicht). Wir meinen auch immer alles wiessen, und alles unter
Kontrolle zu haben auch alles steuern zu können. Ist die
Meinung real? oder ist es nur ein Gespienst unserer
Gedanken, die in größtem Teil auf der Vergangenheit basieren
und uns oft beherrschen, und in die Verwierung bringen?
Dana
was spekulierst du und ahnst nicht mal im entferntesten, was
es alles gibt?!
dein fundament ist die vergangenheit, dein treiben jetzt die
gegenwart und das resultat aus beidem bildet deine zukunft!
Gast - 24.10.2004 um 11:30 Uhr
Zitat:
Ihr zwei Diskutanten!
Die Kunst wird eine neue Blüte erleben, wenn sich die
Menschen einem Bewusstseinswandel ergeben, ergeben müssen,
da sie in diesen Zeiten der immer enger werdenden
Arbeits-Sklaverei und künstlich herbeigeführten Verarmung
nur mehr eine Chance haben: Sich ihrer Macht und dem
Machbaren bewusst zu werden. Aus ihrer Opfer-Rolle, in der
man sie schon so lange gefangen gehalten hält, heraus zu
steigen!
Künstlerischer Ausdruck wird für alle Menschen möglich sein,
aber nicht auf Grund von Arbeitslosigkeit (ohne Anleitung
und Aufwach-Rütteln bleiben die Menschen in ihrer Agonie
gefangen), sondern durch ein neues Selbst-Bewusstsein.
Ich glaube an die Veränderungskraft des (momentanen) Chaos´,
aus dem ein neues Bewusstsein hervorgehen wird. Ohne dass
das "Alte" zerschlagen wird, kann eben nichts
Neues entstehen. So ist es .
Liebe Grüße
Ursa
ob es so ist, steht ganz einfach nicht in deiner
einblick-schneise! es ist lediglich deine eigene und ganz
persönliche spekulation, gesagt meinung. nicht mehr, nicht
weniger!
wer das alte zerschlägt, zertrümmert vergangenheit und damit
die wurzeln für neues.
vieleicht meintest du eine entlüftung, eine sortierung, ein
aufräumen, ein ausmüllen, ein ausmisten der
"ställe"?
macht - ein herausstechendes wort in deinen zeilen? was wäre
wenn? was ist und was wird folgen? nach macht giert, wer
keine hat. schau dich um - falls es dir entgangen sein
sollte!
es bleibt der gleiche nenner, wenn auch ein anderer zähler -
dein vorschlag betr. machtwechsel.
warum heute den machtmißbrauch des anderen kritisieren und
zugleich den vorschlag unterbreiten, in die gleichen stiefel
zu steigen?
Parthum Tom - 20.12.2004 um 05:37 Uhr
Kann man sich einem Bewusstseinswandel ergeben müssen ?
HHÄÄ
Ich mag das Wort müssen nicht !
Aber mal abgesehen davon,-- ich versteh´s nicht.
frederiqueK - 19.02.2005 um 11:10 Uhr
Statut social.
Lorsque l’on me pose la question superflue « depuis combient
de temps peignez vous » ; evidemment comme tous les peintres
: je réponds déjà « fœtus ?(humour).
Je pense que pour faire ce métier, il faut avoir des
connaissances et un savoir-faire qui s’apprend.
Lorsque nous peignons nous navons pas prise sur la vie
d’autrui ; nous sommes le reflet de notre société avec ou
sans réflexion, et ceci mérite estime.
Je pense comme le disait Alain de Botton (ecrivain
français) : une autre légitimité doit être donnée à ceux qui
sont détachés des critères dominants de la réussite.
Soziales Statut.
Wenn man mir stellt, combient die überflüssige Frage
"seit von Zeit
kämmen Sie"; selbstverständlich wie alle Maler: ich
antworte bereits
"foetus" (Scwartze Humor!!!).
Ich denke, daß, um dieses Handwerk zu machen man Kenntnisse
und ein
Know-How haben muß, das sich lernt.
Wenn wir peignons wir Ergreifung auf dem Leben von anderen
navons; wir
sind die Spiegelung unserer Gesellschaft mit oder ohne
Überlegung,
und dies verdient schätzt.
Ich denke, wie es Alain de Botton (französischer
Schriftsteller)
sagte: eine andere Legitimität muß jenen gegeben werden, die
von den
Hauptkriterien des Erfolges losgebunden werden
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Arne Baganz