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Kunstforum: Steht das Zeitalter der Künste vor der Haustür ?


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Forum > Plauderecke > Steht das Zeitalter der Künste vor der Haustür ?
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 Thema: Steht das Zeitalter der Künste vor der Haustür ?
Parthum Tom
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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 16.01.2004 um 21:49 Uhr

Tach auch !

Wollte mal ein paar Meinungen lesen,
über folgendes Thema :

Geschichtlich haben wir ja nun schon so manches
Zeitalter durchlebt und alle zusammen laufen nun
paralell zueinander.
.... Steinzeit....Bronzezeit... Mittelalter...
Zeitalter der Technik...Elektronikzeitalter ...usw.
Mittlerweile sind wir, glaub ich, auf den besten Weg
in das Zeitalter der Dienstleisung.
In meinen Augen, steck in jedem ein Künstler.
Da irgendeine Beschäftigung, in Zukunft, herhalten muss.
Währe es doch nicht weit hergeholt, wenn sich die
Menschheit, mit der gewonnenen Zeit, intensiv
mit dem Tehma Kunst auseinander setzt.

z.B. finde ich die Derzeit herrschende Arbeits-
losigkeit positiv, weil viele Menschen beginnen
die Zeit anders zu nützen und sich Gedanken
machen können über ganz andere Aspekte ihres
Lebens.
Dies treib oft ganz seltsame und eigenartige Blüten,
das ich auch als sehr positiv empfinde.

Wie siehst Du das ?

Let´s get it on !

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Arne
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1 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 17.01.2004 um 18:28 Uhr

Das ist eine außerordentlich positive Sichtweise, die ich gern anzweifeln mag. Natürlich ist die sogenannte Arbeitslosigkeit eine Möglichkeit, sich aufgrund eines Zeitüberschusses voll und ganz der Kunst zu widmen, aber ich denke nicht, dass dies ein für die Masse relevantes Verhalten werden kann. Ein Künstler ist gerade deswegen so hoch angesehen, weil er etwas ausdrücken kann, wozu die meisten Menschen nicht imstande sind.

Man muss sich doch auch einmal anschauen, wie sich die Arbeitslosigkeit auf einen Menschen auswirkt. Ich glaube, es wird einfach nur mehr ferngesehen und gesoffen, weil die Leute sowieso nicht wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. Ausserdem ist es nicht selten, dass ein Arbeitsloser aufgrund der permanent gespürten Nutzlosigkeit seines Daseins in Depressionen versinkt. Niemand braucht ihn, niemand achtet oder lobt ihn ... da fehlt ihm also etwas ganz elementares, mal total vom Geld abgesehen. Es ist nicht auszuschliessen, dass sich jemand, um sich diese Zustände erträglich zu machen, der Kunst zuwendet, aber wie gesagt:

Daraus wird niemals ein Massenphänomen werden.

Und zum Begriff Zeitalter der Künste kann ich nur sagen:

Wir leben im Zeitalter der kulturellen Degeneration. Man schaue sich nur einmal an, was aus unserer deutschen Sprache mittlerweile geworden ist. Sie ist im Alltagsgebrauch bereits total von anglo-amerikanischen Einflüssen zerfressen. Unser Gott ist der Konsum. Das sind nur zwei Aspekte unter vielen.

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Parthum Tom
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2 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 18.01.2004 um 01:15 Uhr

Man kann auch der Arbeitslosigkeit positives abgewinnen.
Voraussetzung ist natürlich, das man sich einen gesunden
Lebenstil angeeignet hat.
Wo man auf diverse "Defizit-ausgleichs-Hilfsmittel"
verzichtet.
Ich denke schon das jeder Mensch in der Lage ist sich,
auf welche Art auch immer, auszudrücken.
Die Kunst bietet so viele Möglichkeiten des Ausdrucks
und jeder findet seine persönliche Form.
Ob das im einzelnen dann etwas mit Kunst zu tun
hat, ist die andere Frage. Ich nehme mir auf jeden
Fall nicht heraus das beurteilen zu können.
Es geht doch immer um einzel Personen/ Menschen
und auch das gilt es zu bewaren.
Die Bezeichnung " die Leute " sollte als erstes aus
dem deutschen Wortschatz entfernt werden.
( " Tschuldigung !" )
Kulturell gefinden wir uns noch in so engstirnigen
Verhältnissen, ( Von denen wir uns wahrscheinlich
lange nicht befreien werden können. ), das sich
Menschengruppierungen
über Jahrtausende angeeinget haben um sich das
irdische Leben erträglicher zu gestalten.
Aber im prinzip sich dadurch nur abgegrenzt
haben.
Warscheinlich weil sie nicht´s von anderen Existenzen wussten.
Aber macht es heut Zutage noch Sinn an solchen
eingeschliffenen Strukturen festzuhalten.
Findet nicht füher oder später auch dieser Erdball
noch zu einer umfassenden Kultur, womit jeder einzellne
etwas anfangen kann ?
In manchen Ländern ist Konsum noch nicht mal
Thema, sondern eher das überleben.
Ist der Mensch wirklich das "nimmersatte"
Tier oder hat er bald den Hals voll, zumindest was
den Konsum betrifft ?

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Arne
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3 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 19.01.2004 um 11:58 Uhr

Ich freue mich, dass es noch eine einigermaßen große kulturelle Vielfalt unter den Menschen auf der Erde gibt. Der Kapitalismus macht sie nämlich nach und nach kaputt, da sie ihm nicht nützt. Dem Kapitalismus nützt Gleichmacherei, Uniformierung - in einem Wort: Eine homogene Masse, der sich ganz einfach Produkte verkaufen lassen und die im gleichen Atemzug willig ist, Konsumgüter auch unter widrigsten Bedingungen zu produzieren. Auch das ist Globalisierung.

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Parthum Tom
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4 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 19.01.2004 um 22:31 Uhr

Am bessten eine homogene Masse die dem
Kapitalismus entsagt und ihm so die Grundlage
entzieht.
Die Künste könnten zum Keil werden um dies
möglich zu machen.
Wie genau das im Detail aussehen kann ?
Noch keine genauen Vorstellungen.
Momentan werden die Künste eher als Werkzeug
für den Kapitalismus missbraucht.
Bleibt nur zu hoffen das dieses kapitalistische
Kartenhaus durch die Ausgaben für Werbung
ins Ungleichgewicht geräht.
Die Strategien die dahinter stecken werden immer
ausgefeilter, sind aber jederzeit durch den Beukott
ins wanken zu bringen.

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Arne
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5 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.01.2004 um 11:16 Uhr

Zitat:

Bleibt nur zu hoffen, dass dieses kapitalistische
Kartenhaus durch die Ausgaben für Werbung
ins Ungleichgewicht gerät.

Der Kapitalismus ist nicht unzerstörbar, aber durch zu hohe Werbeausgaben geht das System ganz sicher nicht zugrunde. Da muss schon wesentlich mehr passieren.

Der Kapitalismus hat begriffen, wie der Mensch FUNKTIONIERT und deswegen funktioniert der Kapitalismus.

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Parthum Tom
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6 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.01.2004 um 23:47 Uhr

Stimmt, das war etwas unrealistisch gehofft.
Die Naivität der Konsumenten ( "melk Kühe" )
ist schon manchmal erschreckend.

Bis Gleich !



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Parthum Tom
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7 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 21.01.2004 um 00:22 Uhr

So da bin ich wieder, hab kurz einen Konsumartikel
kaufen müssen.
Kritisch betrachtet hätte ich in auch garnicht kaufen
müssen.
Um wieder etwas zum Thema zurück zu kehren,
möchte ich die eingehende frage etwas
konkretisieren.
" Wie sie die Zukunft der Künste aus !"
Ist die groß ist sie KLEIN, wie malt sich der
einzelne diese Zukunft aus.
Welche Vorstellungen gibt es da.
Werden wie die Technik so weit vorrantreiben, das
wir irgendwann nichts mehr zu tun haben und hilft
nicht die Kunst dieses Loch, das sich dann auf tut,
zu füllen.
Wird der eine Teil sich in Selbstverliebtheit verlieren
und der andere Teil fetzen " Dicht "vor einem Bild-
schirm, an einem Tropf hängend, dahin sandeln.
( sandeln = gammeln,lungern,nix körperlich,sich
aufgeben )
Oder gibt es noch andere Visionen ?

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Arne
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8 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 22.01.2004 um 11:51 Uhr

Der Mensch macht sich selbst überflüssig. Was kommt danach? Das überlasse ich lieber den Science Fiction-Autoren.

El hombre es algo que debe ser superado.

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Parthum Tom
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9 Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 22.01.2004 um 21:47 Uhr

Jetzt hat doch jemand Science Fiction eingeworfen.
Genau das wollte ich nicht vorgeben, weil es einen
ausschweifenden oder eher ausweichend Charakter hat.
Was bedeutet den wörtlich.

El hombre es algo que debe ser superado.

Hmm ? Wahrscheinlich spanischen Ursprung´s.
Man seh ich alt aus.
Lass mich nicht Dumm sterben.

Ihrgendwas mit Mensch und so, oder

Meine Wenigkeit malt sich die Zukunft ja eher aus
und läst sich seine Vorstellungen nicht von Autoren
vorschreiben. ( Im wahrsten Sinne.)
Da wir hier erst mal nur den schriftlichen Weg
beschreiten können, werde ich es demnächst
mal mit meiner Vorstellung, von der nahen Zukunft der Künste, versuchen.
Zerlegen erlaubt.

Sellawie

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