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Kunstforum: Straßenmalerei als Passion !!!


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 18:53:32
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Forum > Aktuelles > Straßenmalerei als Passion !!!
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Autor
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Thema: Straßenmalerei als Passion !!!
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

Geschlecht:
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| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 03.02.2008 um 13:50 Uhr |
Schade das man die Straßenmalerei immer seltener Antrifft.
Um das zu ändern, veranstalte ich demnächst mein
eigenes " Kreidekunst Festival ".
Wenn alles spruchreif ist, gebe ich hier an dieser Stelle
bescheit.
Zwischendurch habe ich mich bei einem
Kunstförderpreis/Contest angemeldet.
Wenn ihr Lust und Zeit habt dann, seht euch mal die
Seite dazu an und bewertet die Beiträge fleißig mit.
Die Seite heist
http://www.hobnox.com
und Du findest mein Projekt unter der Kategorie
" Urban Culture "
mein Projekt hat den Titel
" Kreidebleich ! "
oder hier der link dazu.
[url]http://www.hobnox.com/index.430.html?grp[PROJECT_HANDLE
]=Kreidebleich2[/url]
Danke erstmal und grüße TOM
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

Geschlecht:
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| 1 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 10.02.2008 um 02:20 Uhr |
So dieser Contest ist nun Abgelaufen !
Ich habe etliches an Erfahrung mitgenommen und bin
dabei auf Rang 21 gelangt.
Möchte mich an dieser Stelle beim Netzmeister bedanken,
das man hier auch mal Verweise auf andere Seiten und
in eigener Sache hinterlassen kann.
Das zeugt von Weitblick und freier objektiver Netzkultur.
Danke dafür !
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Joerg
Mitglied
 28 Forenbeiträge seit dem 30.12.2007

Geschlecht:
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| 2 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 15.02.2008 um 20:38 Uhr |
Kunst die mit Füßen getreten wird wäre nicht so mein Ding.
Meine Bilder sollten mich schon überdauern. Man sieht
manchmal etwas tolles, und das alles nur für den nächsten
Regen? Ist das Leben dafür nicht ein wenig kurz?
Hallo Parthum Tom, was treibt dich dazu, ist es nur die
Aktion?
Ein Foto, Erinnerung - ist dir das in 20 Jahren wirklich
genug?
...immer auf der Suche nachden den kleinen Dingen, Gruß Jörg
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

Geschlecht:
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| 3 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 17.02.2008 um 22:27 Uhr |
Ich sehe das nicht umbedingt so das die Werke von mir, die
auf der Straße entstehen,
mit den Füßen getreten werden.
Klar ist das Bildhaft und im wahrsten Sinne der Worte
ausgedrückt.
Ich erfreue mich aber eher an den Passanten die auch Tage
später noch stehen bleiben
( ...was sicherlich in unserer Hektomatikwelt immer
seltener wird..)
und inne halten, um etwas in dem Gewirr der Farben zu
erkennen.
Meine Werke überdauern auch in den Köpfen der Menschen.
Die Foto´s zeigen immer nur, zeitlich vergangene
Situationen,
die mich aber dennoch immerwieder an all das drumherum von
damals Errinnern.
Zu der Frage, ist unsere gegebene Zeit nicht viel zu kurz
dafür ?!
Ich verinnerliche Momentan eine Arbeitsweise und Lebensstil,
der es mir erlauben soll, mehr Zeit für meine Leidenschaft,
die Malerei zu haben.
Das Konzept beinhaltet z.B. das Ausblenden von Ablenkung und
das Beschleunigen der Arbeitsweise usw...
Somit versuche ich die Zeit efektiver zu nützen und schon
habe ich mehr Zeit.
( Klingt komisch, ist aber so...)
In meinem unmittelbarem Umfeld, mangelt es mir oft an
Akzeptanz und ich ecke oft an.
Auch fehl mir oft die Auseinandersetzung anderer mit meinem
tun.
Wahrscheinlich ist das der Grund warum ich mich für das
Medium Straße entschieden habe.
Die Erfahrungen und Eindrücke die man auf der Straße ganz
unmittelbar und
viel direkter Erleben darf, geben einem Inspiration und
Kraft, die einem mehr
geben kann als das blose Überdauern.
( Ich muß dazu sagen, auch wenn es wiedersprüchlich
Erscheint, ich werde zukünftig
unter einen Teil der Straßenbilder einen Bannerstoff legen,
um doch etwas zum
mitnehmen zu haben.)
Im Atelier fehlt mir die direkte Auseinandersetzung mit dem
Betrachter.
Dort bin es nur ich selbst, der quasi im Selbstgespräch mit
sich ausmacht wie ein Werk wird.
Auf der Straße habe ich eine Grundvorstellung, die zu
jeder Seite offen ist.
Ich höre dabei, aus allen Gesellschaftsschichten Komentare
und Meinungen.
Ich arbeite daran meine Arbeitsweise in Zukunft so offen wie
möglich zu gestalten,
das evtl. das Publikum noch mehr eingebunden wird.
Leider würde es den Rahmen sprengen, alle Facetten, dieser
Aktion darzustellen.
Ich versuche mal einen kurzen Umriss :
- Die Straße, den Weg oder das Plaster zu seiner Bühne zu
machen setzt Mut und Toleranz vorraus.
( Halt eben nicht pseudomilitant, vermummt, und am besten
Nachts, fremdes Eigentum zu beschädigen.
Sondern Eigenverantwortlich seiner selbstgestellten Aufgabe
hinzugeben und die Erlaubnis zu erfragen und sein Anliegen
vorzutragen.)
- Von der Motivwahl bis zur fertigen Umsetzung ist es
wahrlich ein steiniger Weg, der geflastert ist mit
unachtsamen Pasanten, Radfahrern und Autofahrern; wiedrigen
Wetterverhältnissen; wilden Beschimpfungen
und nicht zuletzt den körperlichen Strapazen.
- Die schönen Seiten sind die Zurufe echter Begeisterung;
Applaus beim Finish; spielerisch mitmalende Kinder;
interessante Diskussionen am Straßenrand usw....
Wer es genau wissen will, dem kann ich nur Empfehlen,
probier es selbst aus !
Gruß TOM
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malemanne
Mitglied
 1 Forenbeitrag seit dem 10.10.2007
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| 4 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.02.2008 um 14:08 Uhr |
Straßenmaler sind mutige und das Stadtbild belebende Leute.
Was mich wundert, ist, dass die meisten nur klassische
Gemälde nachmalen. Liegt das daran, dass Passanten nur dafür
Geld geben?
galerienorday.de
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

Geschlecht:
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| 5 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 22.02.2008 um 00:57 Uhr |
@malemanne
Warum die meisten nur klassische Gemälde malen kann ich
Dir leider nicht 100%´tig beantworten.
Eins kann ich mit Sicherheit beantworten, nämlich daß
das Motiv nicht zwingend mit der Bereitschaft der Passanten,
dafür Geld zu geben zusammenhängt.
Andere Faktoren spielen hierbei eine größere Rolle.
- Die innere Einstellung eines jeden einzelnen Passanten.
- Das Ambiente um einen rum. Standortwahl.
- Die gute handwerkliche Ausführung des beliebigen Motiv´s.
- Deine Ausstrahlung und Gesprächsbereitschaft.
usw...usw...
Ich vermute, mal das es zum erlernen und um ein Gefühl für
die Straße&Technik zu bekommen ist eine Kopie zuanfang´s
sehr hilfreich.
Man hat einen direkten Vergleich zum Original.
Die großen Meister zu kopieren heist aber im Gegenzug auch,
sich mit Ihnen zu messen.
Irgendwie bekommt man bei kopierten Sachen schnell
das Gefühl, das nicht nur einem das Publikum über die
Schulter schau,
sondern auch der alte Meister der sein Werk
natürlich bestmöglich interpretiert sehen möchte.
( Klingt seltsam, oder ? )
Ist wohl auch eine Frage des eigenen Anspruch´s.
Ich kann Dir also nicht genau sagen ob es durch das
kopieren klassischer Gemälde einfacher wird, aber eine
Orientierung ist es allemal.
Um nochmal auf Deine Frage zurück zu kommen.
Die Passanten geben aus den unterschiedlichsten beweggründen
Geld,
das gemalte Motiv ist dabei nur ein Faktor von vielen.
Die Motivation sollte in unseren Breitengraden eher, wie Du
bereits erwähnt hast, die Belebung des Stadtbildes sein.
Grüße Dich !
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JH
Mitglied
 41 Forenbeiträge seit dem 26.02.2007

Geschlecht:
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| 6 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 22.02.2008 um 19:13 Uhr |
Von dem Thema hab ich keine Ahnung.
Aber in Stuttgart sieht man derzeit wenig Straßenmalerei.
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Joerg
Mitglied
 28 Forenbeiträge seit dem 30.12.2007

Geschlecht:
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| 7 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 25.02.2008 um 09:52 Uhr |
Hallo Tom,
deine Aussage ist für mich erhellend und ich kann dich
besser verstehen. Sinnvoll ist es allemal - vor allem aber
weißt du was du tust. Es ist halt nur eine andere
Sichtweise. Erfolg, Bestätigung ist für uns alle ja der
Motor – egal wo wir ihn uns her holen.
Deine Erfahrungen sicher direkter, unmittelbarer und
erfordern auch mehr Mut. Ich kann meine nicht so genialen
Strich übermalen, muss mich nicht mit meinen Misserfolgen
auseinander setzten. Vielleicht ein Fehler, ich denk mal
darüber nach!
Auf jeden Fall ist die Thread sehr interessant.
...immer auf der Suche nachden den kleinen Dingen, Gruß Jörg
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

Geschlecht:
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| 8 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 26.02.2008 um 03:05 Uhr |
@JH
Ja, leider ist vieles in der Stassenmalerszene verstaubt.
Das kann aber auch eine Chance sein für Neues.
Einige, in meinen Augen "Meister", machen es schon
vor.
Ich stehe da noch am Anfang, möchte aber dieses Jahr
voll durchstarten mit diesem Thema.
Ich hatte Anfangs eben auch keine Ahnung, aber wenn
man sich ´eh mit Farben,Formen usw.. beschäftigt ist es
nur ein kleiner Schritt.
Ich habe damals damit begonnen, weil ich es vermisst habe
und mir dann gedacht habe " Warum versuchst Du es nicht
mal selbst ?!"
Mit viel romantischem Ergeiz bin ich, natürlich ohne zu
wissen was mich erwartet,
losgezogen und hab mich darauf eingelassen.
Meist sind die Reaktionen darauf positiv.
Die jüngsten kritzeln meistens gleich mit und die ältere
Generation ist erfreud soetwas mal wieder zu sehen.
Dazwischen ist auch eine Generation, der dummen
Sprüche, die mit all dem nichts Anfangen kann.
( ...weil mit digitaler Welt aufgewachsen oder so...)
Da kommt aber die Motivwahl wieder ins Spiel.
Junge Bilder für Junge Leute und schon funktioniert
die Comunikation wieder.
Allerdings kann man halt nicht immer jeden Geschmack
bedienen, sollte man ja ´eh nicht.
Ein paar Kompromisse sollte man, zu Anfangs auf der Straße
dennoch eingehen.
Ich selbst arbeite daran dieses Jahr schrittweise etwas
Kompromissloser gegenüber
dem Publikum zu werden und komplett selbstentworfene Werke
zu präsentieren.
@Joerg
Habe mich sehr gefreud, das meinen Thema
auf soviel Verständnis Deinerseits treffen konnte.
Ja, sogar zum nachdenken angeregt hat.
Das malen auf der Straße-Asphalt-Plaster-Boden
beinhaltet so viele Facetten der Malerei
und des kulturellen Lebens, ( noch dazu im öffentlichen Raum
)
daß durch das Beleuchten dieser Ausdrucksform, auch mir
schon viel Neues vor Augen geführt wurde.
Ich sehe es mittlerweile als Armutszeugnis einer
Gesellschaft an,
wenn solch eine Tradition aus dem Öffentlichen Raum
verschwindet.
Aber genug der Tränen, denn um das zu ändern
trete ich an und kann es schon kaum erwarten bis
das Wetter wieder mitspielt.
Grüße
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Parthum Tom
Mitglied
  146 Forenbeiträge seit dem 09.12.2003

Geschlecht:
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| 9 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 09.03.2008 um 17:09 Uhr |
Liebe Straßenmaler/innen !
Nun ist es soweit !
Die Verhandlungen mit dem Kulturamt Ingolstadt, bezüglich
eines Straßenmaler Festivals,
sind auf großen Zuspruch gestoßen.
Mit freudlicher Unterstützung des Kulturamtes Ingolstadt ist
uns ein Termin
für die Reithalle im Klenzepark / Ingolstadt zugeteilt worden.
Am Wochenende vom
06. bis 07. September 2008
findet nun im ehemaligem Landesgartenschau Gelände, ein
Straßenmaler Festival
mit entsprechendem Rahmenprogramm statt.
Herzlich eingeladen ist selbstverständlich Alle, die sich
mit Straßenmalerei beschäftigten.
Nähere Informationen zu der Veranstaltung
und deren Ablauf sind unter folgender Adresse in Erfahrung
zu bringen.
http://www.per-plex.net
Diese Seite werden wir für Euch, in den kommenden Monaten,
laufend aktualisieren.
Selbstverständlich könnt Ihr evtl. Fragen vorab per Email,
über diese Seite an mich senden.
Ich werde Eure Fragen, dann umgehend beantworten.
Es grüßt Euch,
Initiator / Tom Parthum
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