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Kunstforum: Kunst?? Was ist das?


Aktuelle Zeit: 21.04.2026 - 13:27:38
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Forum > Plauderecke > Kunst?? Was ist das?
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Thema: Kunst?? Was ist das?
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maler-hans
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   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 40 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 03.07.2006 um 23:58 Uhr |
Wird fett unterstrichen, Fluuu – und wenn es nicht positiv
ist, einen Sinn in seiner Arbeit zu sehen, was dann?
Mit Deiner Wirkungstheorie hast Du natürlich auch Recht,
zumindest im Sinne des "Flügelschlag des
Schmetterlings", nur frage ich mich manchmal, wie viel
davon auf meinen/Deinen Willen, meine/Deine Absicht,
meine/Deine gezielte Bemühung zurückgeht – und wie viel auf
den Zufall.(Zufall definiert als eine enorme, nicht mehr
überschaubare Zahl kausaler Zusammenhänge)
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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Fluuu
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    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 41 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 05.07.2006 um 00:18 Uhr |
Zitat:
– und wenn es nicht positiv ist, einen Sinn in seiner Arbeit
zu sehen, was dann?
Dann schleunigst den Inhalt seiner Arbeit wechseln, sonst
kann es zu verherenden gesundheitlichen Schäden führen.
Es steht doch wohl außer Frage, dass es auf das Leben einen
guten Einfluss hat, wenn man für das Sein und das Tun einen
Sinn verspürt, es kann sogar Glücksgefühle erzeugen und nach
meiner Erfahrung sind die Bereiche der Sinnlosigkeit und der
Leere genug im Leben automatisch vertreten.
Eine Mengenangabe von Sinn ist nicht nötig, es spielt keine
Rolle wieviel davon da ist, wichtig ist nur, dass es da ist.
Was nun den Zufall angeht, so spielt er eine große Rolle und
das ist gut so, nur ohne mein Tun oder ohne mein Denken gibt
es keinen Zufall, also beeinflusse ich ihn. Peter Ustinov
hat mal gesagt: "Alles hängt mit allem zusammen."
Es gibt keinen Zufall, es fällt mir nichts zu,
zu dem ich nicht offen bin, es zu empfangen.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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maler-hans
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   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 42 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 05.07.2006 um 00:32 Uhr |
Zitat:
...
Eine Mengenangabe von Sinn ist nicht nötig, es spielt keine
Rolle wieviel davon da ist, wichtig ist nur, dass es da ist.
Was nun den Zufall angeht, so spielt er eine große Rolle und
das ist gut so, nur ohne mein Tun oder ohne mein Denken gibt
es keinen Zufall, also beeinflusse ich ihn.
gruß fluuu
Das erste ist ein starker Satz!!!
Viel oder wenig Sinn gibt´s nicht – nur Sinn oder kein
Sinn (wenn ich recht interpretiere)!
Dein Blick auf den Zufall bescheinigt Dir wiederum jenen
Optimismus, den Du selbst immer wieder leugnest. Es ist
freilich kein Alltags-Optimismus (im Sinne von: ... das
schaff´ ich schon), sondern eine viel tiefer sitzender
– so tief, dass Du ihn sogar vermittelst, wenn Du ihn selbst
nicht wahrnimmst.
Danke schön.
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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Fluuu
Mitglied
    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 43 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 07.07.2006 um 11:52 Uhr |
hi maler-hanst,
wenn Du es so formilierst akzeptire ich es gern, dass ich
einen Optimismus vermittle den ich selbst nicht wahrnehme,
ich denke gern positiv und versuche in dem Übelsten noch
etwas zu finden, was gut ist aber ein Optimist bin ich
bewusst nicht, klingt mir zusehr nach heiler Welt.
Wenn ich ein volles Glas brauche um zufrieden zu sein und es
ist nur halbvoll, dann ist es eben halbleer und es fehlt
was. Ich will mir die Kritikfähigkeit bewahren es an zu
prangern wenn etwas fehlt und nicht sagen, och, tui,tui,
nich so schlimm, tütel, tütel, begnüge ich mich eben. Damit
meine ich nicht materielle Dinge sondern idiologische,
menschliche Werte, Gefühle und Gedanken.
gruß fluuu
http://www.fluuu-bilder.de | künstlerische Fotografie
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maler-hans
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   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 44 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 01.08.2006 um 23:19 Uhr |
Zitat:
Für den an sich wertfreien Begriff "Kunst" schlage
ich folgende Definition vor: Kunst bezeichnet das schöpferische Schaffen von Menschen.
Der Begriff Künstler sollte übrigens nicht allzu eng an dem
Wort "Kunst" festgemacht werden. ...
Im Allgemeinen wird aber "Künstler" als
Berufsbezeichnung verwendet, eben für diejenigen, die
schöpferisches Schaffen professionell betreiben (also ihren
Unterhalt damit verdienen).
Na ja, mezzo4te, da ersetzt Du nur einen Begriff durch einen
anderen (abgesehen davon das "schöpferisches
Schaffen" ein weißer Schimmel ist...), denn Du
verschiebst die Frage nur, beantwortest sie nicht: wenn
Kunst also "schöpferisches Schaffen" ist oder
dessen Ergebnis, was ist dann ...? Du verstehst.
Und den "Künstler" von "Kunst" zu
trennen, finde ich geradezu gewagt, um nicht absurd zu
sagen: ein Lokomotivführer hat nichts mit der Lokomotive zu
tun? Ein Künstler ist Künstler, wenn er Kunst erzeugt, ob
professionell oder nicht (im ersten Fall ist er nur leichter
zuzuordnen und zu erkennen). Im übrigen bin ich zwar wie Du
der Ansicht, dass man Kunst-Definition(en) nicht verbieten
kann – aber man muss auch nicht, denn es gibt so viele, dass
es schon keine mehr gibt. Die Definition ganz von der je
persönlichen Einstellung und Sichtweise abhängig zu machen,
wie Du vorschlägst, unterstreicht das ja, führt also eben
genau an "der´´ Definition vorbei. Wenn es sie irgendwo
gibt ...
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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maler-hans
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   291 Forenbeiträge seit dem 12.05.2006

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| 45 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 08.08.2006 um 22:34 Uhr |
Zitat:
Für den an sich wertfreien Begriff "Kunst" schlage
ich folgende Definition vor: Kunst bezeichnet das schöpferische Schaffen von Menschen.
...
Der Begriff Künstler sollte übrigens nicht allzu eng an dem
Wort "Kunst" festgemacht werden.
Auf diese beiden Aussagen bezog ich mich: hier ersetzt Du
den Begriff "Kunst" durch "schöpferisches
Schaffen" (hast Recht, nach Deiner Definition kein
weißer Schimmel), ohne dass dies eine Definition wäre,
jedenfalls meinem Verständnis nach.
Und Deinen zweiten Satz hatte ich, zugegeben, ein wenig
verschärft nachformuliert, denn wenn ich den
"Künstler" nicht allzu eng an "Kunst"
festmachen soll, impliziert das doch eine Trennung, oder?
Mit Deinen weiteren Ausführungen komme ich leichter zurecht,
vor allem mit dem Gewicht, das Du auf die Bewertung und auf
Abstufungen legst.
Ach ja:
Zitat:
Die in meinem vorherigen Beitrag geäußerten Gedanken heißen
allerdings nicht, dass man den Begriff
Kunst nicht definieren sollte/könnte.
... da habe ich Dich doch bestätigt, wenn auch ironisch
überspitzt, denn Du sagst ja, man sollte/könnte definieren,
willst es also "nicht verbieten".
Pardon, gelegentlich formuliere ich ein wenig doppelbödig,
gelegentlich zum eigenen Schaden ...

Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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Fluuu
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    725 Forenbeiträge seit dem 18.10.2003

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| 46 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 14.08.2006 um 12:23 Uhr |
Hallo miteinander,
also Kunst und Künstler voneinander zu trennen halte ich für
sehr fragwürdig. Ohne den Menschen Künstler wird es keine
Kunst geben, sie ist absolut vom menschlichen Dasein
abhängig. Wenn man nun den Menschen der sich da Künstler
nennt begreift, begreift man auch was Kunst ist, nämlich das
Resultat der Arbeit eines solchen Menschen.
Da Kunst etwas ist, dass aus der Natur kommt und durch den
Einfluss des Menschen erst dazu gemacht wird, liegt der
Schlüssel was Kunst ist im Künstler dem Menschen.
Nun kann man ergründen warum es Menschen gibt die mit
schöpferisch/kreativer Arbeit Kunstwerke erschaffen
und man erhält als Antwort unter anderem was Kunst ist. Eine
schnelle Formel um zu erkennen was Kunst ist steht auf
meiner Profilseite und lautet:
Durch Darstellung einer Stimmung, eines konkreten
Sachverhaltes und etwas Metaphysischem kann Kunst
entstehen...
gruß fluuu
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maler-hans
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| 47 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 16.08.2006 um 00:49 Uhr |
Zitat:
kannst du denn in der letztgenannten Formulierung von mir: "Kunst ist das Produkt originellen Schaffens von
Menschen" eine Definition erkennen?
...
Ich habe von der Definition der Begriffe gesprochen. Und
hier sollte allerdings die Definition des Begriffs
"Kunst" von der Definition des Begriffs
"Künstler" getrennt werden (begründet habe ich das
ja in einem der vorigen Beiträge).
Das Problem der Definition ist ja sehr grundlegend und ich
fürchte, das erstreckt sich bereits auf die Definition der
Begriffe. Dieses Problem liegt vermutlich darin begründet,
dass der Mensch in Sprache denkt, also in Begriffen, diese
jedoch wandelbar sind (Sprache und Begriffe), so dass wir
mit dem Definieren nie fertig werden. (Seufz)
Dennoch habe ich noch nicht ganz begriffen (und den von Dir
angesprochenen Beitrag nicht entdeckt), wie Du die Begriffe
"Künstler" und "Kunst" zu trennen
gedenkst? Das eine definiert sich doch mindestens in
wichtigen Ansätzen vom anderen und vice versa.
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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maler-hans
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| 48 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 17.08.2006 um 21:17 Uhr |
Zitat:
Die Unterscheidung, die ich meine, lautet auf den Punkt
gebracht: Der Urheber eines Kunstwerks ist immer ein
Künstler, aber ein Künstler ist nicht immer der Urheber
eines Kunstwerks. Was daraus folgt, bzw. was ich eigentlich
damit sagen wollte: Einzig der Begriff "Kunst"
muss definiert werden. Diese Klarstellung fand ich
angebracht, weil hier im Forum teilweise versucht wurde, den
Begriff "Kunst" über die Person des Künstlers zu
definieren - vereinfacht in der Form: "Kunst ist, was
ein Künstler macht".
So weit zugestimmt, das Missverständnis geht darauf zurück,
dass zwar ein Künstler tatsächlich nicht ausschließlich
Kunst hervorbringt, allerdings dann auch meist nicht
ausdrücklich als Künstler angesprochen wird.
Tja, manchmal ist es schwierig herauszufinden, dass man
(fast) genau derselben Meinung ist ...

Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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maler-hans
Mitglied
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| 49 Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 29.08.2006 um 00:03 Uhr |
So ist das, Mezzo: jede Antwort gliedert sich in zahlreiche
neue Fragen, auch hier.
Gruß von Maler Hans (www.atelier-lasslob.de)
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