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GAZETA WYBORCZA, KATOWICE


Jan de Weryha-Wysoczanski
GAZETA WYBORCZA, KATOWICE, 23. März 2005, Łukasz Kałębasiak.

Skulpturen von Jan de Weryha-Wysoczański ausgestellt in Kattowitz
Eine Kathedrale voller Holz

Meine Skulpturen sind ein Denkmal für die Bäume – sagt Jan de Weryha-Wysoczański, der gerade eine ehemalige Bergkohlen Zeche, d.h. die Galerie Szyb Wilson, aus einem Kohletempel in einen Holztempel verwandelt hat.

Es schien, als sollte das Ausfüllen des großes Raumes der Galerie Szyb Wilson durch nur einen Künstler (zudem noch interessant) unmöglich sein. Doch die Einladung hat Jan de Weryha-Wysoczański bekommen und in zwei Wochen schuf er bei Wilson eine herrliche Ausstellung. Obwohl es dort nichts anderes gibt als rohes Holz.

- Meine Skulpturen sind ein Denkmal zu Ehren des Baumes – sagt Wysoczański, und es gibt keinen besseren Schlüssel zu seinen Werken als diese Feststellung. Weil der Künstler sich auf dem Material konzentriert und nicht auf der Symbolik. – Kunst muss keine praktischen Ziele verfolgen. Sie soll nur auf den Rezipienten wirken – das ist sein Motto. Bei Wilson wirkt sie bestimmt. Mal mit seiner Skala, wenn Wysoczański mit abgesägten Pappelstämmen eine ganze Nische in der ehemaligen Zeche füllt. Ein anderes Mal mit der Idee, aus Rindenstücken eine fantasievolle Skulptur zu formen.

Die ganze Arbeit des Künstlers beruht vor allem darauf, dem Holz eine bestimmte Ordnung zu geben. – Meine Ausstellung in Łódź hat man „Holz-Archiv“ benannt. Mir ist klar geworden, dass ich tatsächlich Holz archiviere – sagt der Künstler. Das was in den Skulpturen und Installationen Wysoczański’s „wirkt“ ist der Rhythmus. Der Künstler legt kleine Stücke strengen Holzes in einfachen Kombinationen auf den Boden oder schließt sie in Rahmen, wie Bilder. In dieser absoluten Einfachheit liegt das ganze Genie seiner Kunst. Er spielt auch mit dem Raum der Wilson Galerie, indem alle Räumlichkeiten ausgenutzt werden. – Diese Galerie erinnert mich an eine Kathedrale. Durch die Mitte verläuft das Hauptschiff und die kleineren Räume das sind die Nebenschiffe – vergleicht der Bildhauer. Wysoczański hat sie also zu einem Tempel des Holzes gemacht.

Das ökologische Ausmaß dieser Kunst ist selbstverständlich. Wysoczański benutzt nur Hölzer von Bäumen, die zum Fällen bestimmt sind oder die, dem Wind zum Opfer gefallen sind. Das Einfärben erkennt er auch nicht an. Wenn schon, dann verkohlt er einige seiner Werke, was auch ein ganz natürlicher Prozess ist.

Die Kunst von Wysoczański weckt besonders gute Emotionen. Es ist was uriges in unserer Anschauungsweise des Holzes und der Künstler macht sich dies gut zunutzte. Er nutzt dabei für sich die besten Muster - die Natur. – Als ich begonnen habe, mich damit zu beschäftigen, dachte ich, dass ich nach einigen Arbeiten alle Möglichkeiten ausschöpfen werde. Jetzt sehe ich, dass mein Leben dafür nicht ausreichen wird, da ich versuche, zum Kern der Naturgeheimnisse vorzudringen - lächelt der Künstler.

Die Skulpturen von Jan de Weryha-Wysoczański bleiben in der Szyb Wilson Galerie bis August. Die Ausstellung in der Galerie Szyb Wilson ist die dritte Einzelpräsentation des Künstlers in Polen. Seine „Tournee“ hat im letzten Jahr in Orońsko begonnen. Jan de Weryha-Wysoczański ist in Danzig geboren, dort hat er sein Kunststudium beendet. Im Jahre 1981 ist er nach Westdeutschland ausgereist, wo er in Hamburg blieb. Zusammen mit einem anderen deutschen Künstler renovierte er am Rande der Stadt eine Halle, in der er viele Jahre hindurch sein Atelier hatte. Er ist Autor eines Denkmals zur Erinnerung an die Polen, die nach dem Warschauer Aufstand deportiert worden waren, das bei Hamburg steht. 2003 eröffnete er in dieser Stadt seine ständige Exposition.

Übersetzung: Jan de Weryha-Wysoczański


Dieser Artikel wurde von Jan de Weryha-Wysoczanski an folgendem Datum: 2022-03-06 22:20:07 eingestellt.


Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Meinung seines Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von xarto.com übereinstimmen.


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