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Siegfried Brzoska


Siegfried Brzoskahttp://www.museum-heylshof.de/
Presseinformation

Am 26. Mai 2002, 11 h, eröffnet das Museum Heylshof, Stephansgasse 9, 67547 Worms, die Ausstellung des Künstlers

Siegfried Brzoska

Gea – Sphinx - Minotauros
Apollinisch – Dionysisch.

Es werden Malerei und Skulptur gezeigt, die bis zum 9. Juli 2002 während unserer Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag, 11 – 17 h) zu besichtigen sind.

Siegfried Brzoska

setzte sich schon als Jugendlicher das Ziel, den Geist der Antike zu erfassen. Die Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, erkannte er in Friedrich Nietzsches früher Abhandlung "Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik", wo der Weg eines Wiederauflebens des klassischen Mythos und des tragischen Heldens vorgezeichnet war - über den dionysischen Rausch, die willenlose Urkraft, entfesselte Naturkräfte, in die der Mensch versinke und dabei seine Individualität aufgebe.

Siegfried Brzoska ließ sich auf dieses irrational-rauschhafte Welterleben ein. Grenzsituationen ließen ihn Nietzsches vorgezeichneten Weg der Selbstzerstörung, der Aufgabe des Individuums in einer Welt des "Ewig-Sich-Selbst-Schaffens" und "Ewig-Sich-Selbst-Zerstörens" des dionysischen Rausches nachempfinden. In dieser Entwicklungsphase entstanden Gemälde voller Düsternis, Menschenbilder die das empfundene Leid – in Anlehnung an Grünewalds "Isenheimer Altar" – real darstellten.

Überdies legte Nietzsche – gestützt auf philosophisches Gedankengut Heraklits – in obengenannter Abhandlung seine Auffassung dar, dass das griechische Leben und Kunstschaffen auf dem polaren Zusammenspiel zweier Kräfte basiere; der Analogie für den gestaltlosen Urwillen im dionysischen Rausch wirkt der apollinische Traum als Analogie für Schönheit, Maß, Harmonie und geistige Klarheit entgegen. Als Akt der Selbsterhaltung aber auch als kreativer Impuls zur Selbstverwirklichung stellte sich bei Brzoska dieses Bedürfnis nach einer gegenwirkenden Kraft als natürliche Folgerung ein. Er gewährte dem schönen Schein Einlass in seine Gemälde, was sich vor allem in einer ausdrucksstarken Farbigkeit äußerte – der heiteren Farbigkeit griechischer Malerei nachempfunden. In pastosem Farbauftrag und gestischen Pinselschwüngen skizziert er monumentale Gestalten. Zumeist wählt er Archetypen aus der griechischen Mythologie, die aufgrund ihrer formalen Stilisierung an Plastiken der griechischen Frühgeschichte und Archaik erinnern. Der Vergleich bestätigt sich bei den Bronzeplastiken.

Brzoska bezeichnet seine Arbeiten als tragisch. Ihre Tragik liegt zum einen in ihrer "erstarrten Dynamik", zum anderen darin, dass das Apollinische (der schöne Schein) immer die Oberhand gegenüber dem Dionysischen (dem gestaltlosen Urwillen) behält.



Dieser Artikel wurde von Siegfried Brzoska an folgendem Datum: 2022-03-06 22:20:07 eingestellt.


Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Meinung seines Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von xarto.com übereinstimmen.


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