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«Ich will die Menschen inspirieren»


Ruth Helena FischerAargauer Zeitung, 03.09.2004
Yvonne Ilg

Die Künstlerin Ruth Helena Fischer malt und lebt noch bis Mitte Oktober in Widen. Dann zieht es die gebürtige Süddeutsche für immer nach Dolcedo in den sonnigen Süden Italiens.

Sie habe einmal gelesen, dass der grosse Teil der Schweizer Künstler früher oder später das Land verlasse, um sich weiterzuentwickeln, sagt Ruth Helena Fischer. «Die Schweiz ist eng und klein. Wenn man ins Weite schauen kann, wirkt das ungemein befreiend.»

Die Blicke in die Ferne schweifen lassen wird die Widerin in Zukunft an der «Blumenriviera» in Ligurien. Im italienischen Dörfchen Dolcedo wartet ein gelbgestrichenes Reihenhäuschen auf seine neue Besitzerin. «Ich habe gar nicht gewusst, wie viel Wert die Italiener auf das Ortsbild legen. Sie haben es mir nicht erlaubt, das Haus weiss zu streichen. Ich musste mich zwischen gelb und rosa entscheiden», schmunzelt Fischer.

Sonne, Meer und Olivenhaine

Seit drei Jahren trägt die Künstlerin den Wunsch mit sich, nach Italien zu ziehen. Doch zuerst musste sie ihre Wohnung in Widen verkaufen. «Das war schwieriger, als ich dachte. Aber jetzt hat es endlich geklappt», strahlt Fischer. Und schwärmt vom mittelalterlichen Dörfchen, den Olivenhainen, der Sonne und dem Meer. «Das Atelier habe ich auf dem Dachboden eingerichtet, der Blick aufs Meer wirkt bestimmt inspirierend», sinniert sie.

Inspirieren will sie auch die Menschen um sich herum. «Ich möchte mit meinen Bildern die Fantasie in den Leuten wecken», sagt die Künstlerin. Deshalb käme es für Ruth Helena Fischer auch nie infrage, Porträts oder Landschaften zu malen. «Um eine Blume abzumalen, braucht es lediglich eine gute Technik. Das ist mir zu wenig kreativ. Bei der abstrakten Malerei komme ich mir hingegen vor wie ein Schöpfer, der etwas Neues kreiert.» Zu Beginn hat die Malerin ihren Werken keine Namen gegeben. «Ich wollte, dass jede und jeder meine Bilder auf seine Weise interpretiert. Dann habe ich aber gemerkt, dass die Leute Mühe haben damit.» Deshalb tragen die Ölgemälde jetzt alle Namen. Die «Spielerei» zum Beispiel ist ein vierteiliges Werk voller Dynamik mit viel Orange, Grün und Weiss. Nimmt sich der Betrachter etwas Zeit, erzählen ihm die Formen und Farben ganze Geschichten.

«500 km sind nicht aus der Welt»

Oft verarbeitet die Künstlerin Erinnerungen an vergangene Reisen in ihren Bildern. Denn Ruth Helena Fischer reist gerne. Und sie tut es auch dementsprechend viel: Die Malerin zeigte ihre Bilder in Spanien, Belgien, Bolivien, Peru und Brasilien, hatte zehn Jahre lang ein Atelier in Frankreich und will unbedingt noch nach Irland und Indien.
Wird sie Heimweh bekommen in Italien? «Das merke ich erst, wenn ich weg bin», lacht Fischer. Aber sie habe eigentlich nie Heimweh. «Auf den Reisen lerne ich interessante Leute kennen und 500 Kilometer sind ja nicht aus der Welt.» Zudem sei ihr das Wetter in der Schweiz zu kalt. «Ich freue mich jetzt auf etwas Neues. Es ist schlimm, wenn man sich im Leben nicht weiterbewegt.»


Dieser Artikel wurde von Ruth Helena Fischer an folgendem Datum: 2022-03-06 22:20:07 eingestellt.


Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Meinung seines Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von xarto.com übereinstimmen.


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