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Belohnung: Die Tücke der Kunst u. Ärger für.d. Künstler


Nicola QuiciKünstler Nicola Quici verliert Bilder und Prozess

Die Tücke der Kunst und Ärger für den Künstler.

Aus Schaden wird man klug. „Und sauer“, ergänzt der Rheinfelder Künstler Nicola Quici. Sauer deshalb, weil er jetzt einen langjährigen Prozess vor dem Landgericht Freiburg verloren hat. Geklagt hatte er, weil einen Teil seiner Bilder und Kunstwerke aus Feldkirchen bei Salzburg, wo er sie für Ausstellungen zur Verfügung gestellt hatte, beschädigt oder auch gar nicht mehr zurückbekam. Trotz Transportversicherung blieben am Ende nur Schaden und Kosten. Auch anwaltliche Hilfe konnte nichts ausrichten. Und so beklagt Quici letztlich nicht nur den Verlust verschiedener Bilder und Skulpturen, sondern er musste auch noch für Anwalts- und Gerichtskosten in Höhe von rund 6000 Euro aufkommen.
„Eine schöne Bescherung zum Jahresende“, stöhnt der Künstler, doch ist er inzwischen zumindest ein klein wenig in die Offensive gegangen. Jetzt hat er nämlich die vermissten und verschwundenen Kunstwerke auf seiner Website ins Internet gestellt. http://www.atelierquici.com ( sales-Gallery). Er hofft so – und auch durch Belohnungen von jeweils 300 Euro – eventuell doch noch eines seiner Werke zurückzubekommen.

Ganze drei Jahre liegt die Sache inzwischen zurück. „Hätte ich das vorher gewusst, noch dazu mit diesem Ausgang, hätte ich natürlich die Finger davon gelassen“, zeigt sich der Rheinfelder Künstler maßlos enttäuscht. Einige Jahre hatte er mit einer Kunst-Agentur in Feldkirchen bei Kärnten (Klagenfurt) zusammengearbeitet. Seine Bilder und Kunstwerke waren in Katalogen zu sehen, einige wurden verkauft. Im Juni 2006 fasste er dann den Entschluss, die Werke zurückzuholen und beauftragte ein Transportunternehmen, gegen einen pauschalen Festpreis und Abschluss einer Transportversicherung den Auftrag zu übernehmen.
So weit, so schlecht. Denn es lief nicht alles wie gewünscht. Weil zusätzlich ein Subunternehmer eingeschaltet worden war, dauerte der Transport via München alles in allem nicht nur einen ganzen Monat. Das Schlimmere indes war, dass von den angeblich abgeschickten sechs Paketen nur drei beim Rheinfelder Künstler ankamen, noch dazu zum Teil beschädigt. Nicola Quicis Fehler dabei: Wegen der Eile des ausliefernden Fahrers quittierte er den Empfang der Pakete, ohne sie dabei auf Unbeschadetheit zu prüfen. Und erst später reklamierte er dann per e-mail bei der Kunst-Agentur und Transport Firma, dass zum einen die Fracht unvollständig und noch dazu beschädigt in Rheinfelden angekommen sei.
Vor Gericht gab es viele Ungereimtheiten und Zweifel – letztlich aber mit dem schlechten Ausgang für Nicola Quici. Dreh- und Angelpunkt sind Frachtzettel und Empfangsquittung. Die lagen vor Gericht nämlich nur in Kopie vor, zudem ist auf der Empfangsquittung weiter handschriftlich erwähnt ist, dass eine Palette nur mit drei Kartons angekommen ist. „Der Kläger hat nicht nachgewiesen, dass es zu einem Verlust oder einem Schaden gekommen ist, für den der Beklagte verantwortlich ist“, heißt es in der Klageabweisung. Und weiter: „Das Gericht konnte sich nicht mit der erforderlichen Sicherheit von der Richtigkeit der Angaben des Klägers überzeugen. Letzte Zweifel verblieben.“

Lady in waiting“- Eines der Bilder von Nicola Quici, die beim Transport von Österreich nach Rheinfelden verschwunden sind.

Fotos: mehr auf meiner homepage http://www.atelierquici.com Sales -Gallery
Bitte helfen Sie mit die Bilder zu finden .........( für die KULTURWELT)

Autor: lu
Zeitungsartikel Südkurrier Bodensee und Badische Zeitung 28.12.2009


Dieser Artikel wurde von Nicola Quici an folgendem Datum: 2022-03-06 22:20:07 eingestellt.


Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Meinung seines Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von xarto.com übereinstimmen.


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