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Zur Lage der Kunst Einige Zeit schon zargele ich mich an verschiedenen
Elaboraten anderer ab, wie auch an meinen eigenen
Kreationen. Irgendwo gab es einen Knoten. Immer wieder
versuchte ich ihn zu durchschlagen. Heute nun die Eingebung
zur Lösung:1.Karl Marx: Der dialektische Materialismus 2.Marshal McLuhan: Das Medium ist die Botschaft 1. Sagt, dass die gesellschaftliche Realität die Produktionsverhältnisse wider spiegelt. Einige wenige verfügen über das Kapital und bestimmen so die Lebensweise der anderen. Beispiel: 10% der Weltbevölkerung besitzen den Großteil an Kapital und bestimmen in internationaler Kooperation den Lebensalltag auf diesem Globus. Die noch national organisierten Regierungen haben dem nichts entgegen zu setzen. Vielmehr können die Kapitalbesitzer mit ihrem Geld hin und her kockettieren, und so laufen ihnen die Dienerlinge hinterher, damit sie bloß nicht mit ihrem schönen Kapital abwandern. 2. Sagt, dass der Inhalt von Botschaften zurücksteht hinter der Bedeutung, die das Medium selbst hat. Gemeint war damals das Fernsehen, was die Sehgewohnheiten der Menschheit dramatisch veränderte und u.a. dazu führte, dass die US-Regierung den Vietnamkrieg beenden musste. Wir haben heute den Eindruck, wir lebten in einer Mediengesellschaft. Das kann einem auch leicht so vorkommen, denn das bildet die Oberfläche dessen, was wir sehen. Aber unser sein wird – entgegen dem offensichtlichen Eindruck – nicht vom Sehen bestimmt, sondern von der Kybernetik. Gemeint ist damit die Automatisierung und Computerisierung der Produktions- und Lebensverhältnisse. Nehmen wir ein Mal modernste Trends, dann ist ein 3D-Drucker zur Herstellung von Modellen besonders zu erwähnen. Er kann aus Daten, die zu einer im Computer erzeugten Konstruktion gehören, vollautomatisch ein Präzisionsmodell erzeugen, wenn auch zunächst noch aus Plastik. Man arbeitet bereits daran, einen „Atomdrucker“ herzustellen, der könnte sogar beliebige „Originalteile“ aus beliebigen Materialien fertigen. In der Genetik werden zur Zeit die Genome des Menschen und wichtiger Tiere und Pflanzen kartiert mit dem Ziel, diese zu erforschen und selbst nach Wunsch manipulieren zu können. Robotik und Genetik zusammen machen den Menschen – in seiner Vorstellung – zu Gott und stellen alles in sein Belieben. Glaube wird überflüssig, Selbstglaube ist absolut opportun. Alles, was vorstellbar ist, wird gemacht. Kopie wie Variante gelten als „Schöpfungsakt“, wie ja auch US-Konzerne Gene für sich patentieren lassen. Kommen wir zur Kunst zurück. Es gibt demnach zwei Reaktionen auf die aktuelle Lage: a) Vernebelung und Romantisierung und b) genau das, was unter Robotik und Genetik aktuell läuft. Damit ist der Mensch Gefangener seiner eigenen Selbsttäuschung. Kaum jemand überblickt diese Hybris. Dieser Artikel wurde von an folgendem Datum: 2022-03-06 22:20:07 eingestellt. Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Meinung seines Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von xarto.com übereinstimmen. zurück zur Artikelübersicht
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