Zitat:Vielleicht traut sich ja nur keiner ...
... Es "trauen" sich viele. Hierbei ist nämlich zu
unterscheiden zwischen: Frechheit - Skrupellosigkeit -
Zivilcourage. Sehr differenziert zu betrachten, denn
gemeinte Courage ist eine Seltenheit, die beiden anderen
Eigenschaften sind in Masse anzutreffen. ....
Ich kann mir aber schon so manchen manerierten
Intellektuellen vorstellen, dem diese Theorie zuwider sein
wird.
... Hier wäre wieder zu unterscheiden - ohne
Voreingenommenheiten!

....
Bei Sekten- und Religionsgründern ging/geht es ja
hauptsächlich auch um Macht & Sex, aber wehe, man
konfrontiert die Gläubigen mit dieser Entdeckung. Die wollen
alle schön weiter in ihrem Traum leben
... Sehr gut getroffen und erfasst! Zu wünschen wäre es,
bei der heutigen "Eso-Tendenz", dass dieses
Erkennen sich weit mehr verbreitet und in Rubrik Aufklärung
speichert. ....
A.M.C. Latzke - 27.10.2004 um 01:40 Uhr
Seltsam, warum heutzutage immer alles bei der Sexualität
endet. Wahrscheinlich liegt es daran, daß wir uns mit
einfachen Erklärungen nicht abgeben wollen und immer einen
noch tieferen Sinn erkennen wollen. Besonders froh ist man,
wenn man eine sexuelle Triebfeder als Initialzündung
ausmachen kann. Meines Erachtens ist die Entwicklung der
Malerei und somit der Kunst, durch das Urbedürfnis des Homo
sapiens begründet, sich über räumliche und zeitliche
Distanzen hinweg mitzuteilen. So hat jemand angefangen, sein
Erlebtes und Gesehenes aufzumalen. Dadurch hatten die
übrigen Sippenmitglieder die Möglichkeit, noch nach Jahren,
selbst wenn der "Erzähler" schon tot war, von
dessen Erlebnissen zu erfahren. Für die damalige Zeit
revolutionär. Also nix Sexuallockstoff sondern eine
Nachrichtenform von Erlebnissen. Um auf die Ausgangsfrage
zurück zu kommen, "Gab es unter den Neandertalern
Künstler?" möchte ich folgendes fragen. Wie kann eine
Gesellschaft, die einen Penck als Künstler feiert, eine
solche Frage stellen? Wenn Penck ein Künstler ist, dann
waren die Neandertaler wahre Meister.
Gast - 27.10.2004 um 22:20 Uhr
Zitat:
Seltsam, warum heutzutage immer alles bei der Sexualität
endet. Wahrscheinlich liegt es daran, daß wir uns mit
einfachen Erklärungen nicht abgeben wollen und immer einen
noch tieferen Sinn erkennen wollen. Besonders froh ist man,
wenn man eine sexuelle Triebfeder als Initialzündung
ausmachen kann. Meines Erachtens ist die Entwicklung der
Malerei und somit der Kunst, durch das Urbedürfnis des Homo
sapiens begründet, sich über räumliche und zeitliche
Distanzen hinweg mitzuteilen. So hat jemand angefangen, sein
Erlebtes und Gesehenes aufzumalen. Dadurch hatten die
übrigen Sippenmitglieder die Möglichkeit, noch nach Jahren,
selbst wenn der "Erzähler" schon tot war, von
dessen Erlebnissen zu erfahren. Für die damalige Zeit
revolutionär. Also nix Sexuallockstoff sondern eine
Nachrichtenform von Erlebnissen. Um auf die Ausgangsfrage
zurück zu kommen, "Gab es unter den Neandertalern
Künstler?" möchte ich folgendes fragen. Wie kann eine
Gesellschaft, die einen Penck als Künstler feiert, eine
solche Frage stellen? Wenn Penck ein Künstler ist, dann
waren die Neandertaler wahre Meister.
ist richtig, dass vieles dafür spricht, als art
hinterlassenschaft, weiterleitung an die nachkommen gemalt
wurde; eingeschlossen die emotionale spontanität im ausdruck
der malerei.
allerdings kann man durchaus zustimmen, dass die menge der
show-"künstler" eher als scharlatan zu deklarieren
ist und nichts mit können oder talent zu tun hat. das, was
diesem "künstler-typus" behaftet ist, der den
gleichen menschentypus anzieht (seine fans), den er selbst
darstellt, wäre in die bandbreite der profilneurosen zu
schieben. allgemein geschrieben - ohne spezielle nennung.
mancher künstler kann davon träumen, eine kunst zu
beherrschen, wie sie in der chauvet-grotte im steilufer der
ardèche, in der la-vache-höhle der pyrenäen, la madeleine
magdalénien/dordogne usw. vorzufinden ist.
man (etliche unter den menschen - nicht alle) sollte in der
heut-perspektive nicht so hochnäsig sich einbilden, es gäbe
in wirklichkeit nur die zugelassene kultur. es gab viele
kulturen, sogar in den zeiten, die der jetztmensch als
primitive oder kulturlose zeit bezeichnet. ganz abgesehen
davon, dass bei all den entdeckungen dem menschen weit mehr
verborgen bleibt.
die anfangs des forums aufgegriffene these, ist schon lange
abgelaufen; anzunehmen, der these des andré leroi-gourhan,
anfang der sechziger bis neunziger jahre entnommen. auch die
in eso-kreisen schicke theorie des schamanismus liegt nicht
im bereich der akzeptanz - siehe wissenschaftliche beweise
und oftmals nur einfache logik sprechen dagegen.
zuspruch zum latzke-kommentar.
außerdem spricht vieles dafür, dass eine menge
sexualprobleme gerademal wieder auf das nahestehende
übertragen wird. mit sicherheit sind einige darunter, die
ihre sexualität, oder was sie darunter verstehen wollen, in
kunst verpacken, verdeutlichen, verarbeiten oder sonstwie
darstellen. ist nicht unbedingt als kontro anzukreiden, kann
ebenso ein pro bedeuten.dies wäre aber ein anderes thema,
als der ausgangspunkt.
A.M.C. Latzke - 31.10.2004 um 10:37 Uhr
Diese Nachricht wurde von A.M.C. Latzke um 10:39:57 am
31.10.2004 editiert
Zitat:
Auf spiegel-Online ist gerade ein Artikel erschienen, der
sich damit befasst, ob bereits die Neandertaler künstlerisch
tätig gewesen sind.
Zitat:
"Was aber ist überhaupt ein Kunstwerk? "Eine
Figur, mit der ich nicht arbeiten kann", meint
Wehrberger. Der Löwenmensch sei dafür das beste Beispiel:
Halb Mensch, halb Löwe - "eine Figur, die es nicht
gibt, also ein kreativer Prozess."
Zum Artikel:
[url]http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,264539
,00.html
[/url]
" Was aber ist überhaupt ein Kunstwerk?" Das ist
eine gute wie auch schwierige Frage, wie an der Antwort von
Wehrberger zu sehen ist. Was ist denn mit dem Diskobol von
Myron, dem David von Bernini oder dem Denker von Rodin? Bei
den beiden Erstgenannten bestechen die Arbeiten nicht nur
durch eine hohe Könnerschaft der Steinbearbeitung, sondern
vor allem durch die Herrausarbeitung des sogenannten
fruchtbaren Moments. Rodins Denker hingegen, lebt durch die
in sich geschlossene, introvertiert ruhende Haltung. Alle
drei Skulpturen sind zweifelsohne großartige Kunstwerke, die
jedoch bei einer so einfachen Definition von Wehrberger
nicht als Kunst bezeichnet werden dürften.
Galerie Seeger - 08.11.2004 um 00:04 Uhr
Nur Einsteinwurf
aber schaut euch doch um, manche haben sich nicht allzu weit
davon entfernt. HiHi
Aber natürlich ist das nur meine Sichtweise, denn Kunst ist
soooooooooooo deeeeeeehnbar.
Neandertaler werden mit Sicherheit nicht allzu viel Zeit
dafür gehabt haben, ihr A.... war ständig in Gefahr,
trotzdem nehme ich an das Sie mehr zufällig Kunst erstellt
haben in Form von ganz normalen Gebrauchsgegenständen und
wo fängt die Kunst denn an wenn nicht dort.
Gruß PS.
http://www.dkg2.de
A.M.C. Latzke - 08.11.2004 um 00:45 Uhr
Hallo Peter,
das was Du da ansprichst, würde ich eher als Kunsthandwerk
bezeichnen.
Gruß
A.M.C. Latzke
Galerie Seeger - 08.11.2004 um 13:28 Uhr
Zitat:
Hallo Peter,
das was Du da ansprichst, würde ich eher als Kunsthandwerk
bezeichnen.
Gruß
A.M.C. Latzke
Natürlich dürftest du recht haben, aber wir reden ja auch
über Neandertaler.
Also wenn Kunst irgendwo einen Ursprung hat, dann doch
wahrscheinlich im Kunsthandwerk.
Ich denke nicht das sich die Kunst vor der Existenz Frage
entwickelt hat.
Das Überleben war die erste Kunst die ein Mensch zu erfinden
hatte.
Gruß PS.
http://www.dkg2.de
helga - 08.11.2004 um 22:52 Uhr
Diese Höhlenmalereien haben nach meiner Vorstellung eher
sakralen Charakter, und dienten der rituellen Einstimmung
auf die Jagd, die ein äußerst gefährliches wie notwendiges
Manöver war.
Wir wissen ja bis heute, wieviel Kraft Bilder
(selbstverständlich auch andere Kunstwerke) geben und wie
sehr sie Menschen zusammenschließen und trennen und
beeinflussen können.
Diese Bilder waren für alle sichtbar und also auch von allen
gewollt.
Also bin ich davon überzeugt, dass die Maler einen sehr
hohen sozialen Status innerhalb der Gemeinschaft gehabt
haben.
Im Grunde war es ja auch bis heute nie anders.
Helga
Arne - 10.11.2004 um 01:57 Uhr
Zitat:
Diese Bilder waren für alle sichtbar und also auch von allen
gewollt.
Das ist für mich kein logischer Schluss. Sind denn
Scratchings und Grafittis, und die stehen für mich ungefähr
auf einer Ebene mit Höhlenmalereien, von allen gewollt, weil
sie für alle sichtbar sind?
Zitat:
Also bin ich davon überzeugt, dass die Maler einen sehr
hohen sozialen Status innerhalb der Gemeinschaft gehabt
haben.
Im Grunde war es ja auch bis heute nie anders.
Was sie aber nicht zu besseren oder gar wertvolleren Menschen macht.
Galerie Seeger - 12.11.2004 um 11:14 Uhr
Also wenn, dann hatte Höhlenmalerei mit Sicherheit einen
höheren Stellenwert als die Wandschmiererei von heute.
Es handelt sich in diesem Fall allerdings nur um die
Abbildung der direkten Umwelt, was mit der Kunst nur
indirekt etwas zu tun hat, vielmehr war das wohl der beginn
des Handwerks.
Der Kunstfaktor dürfe wohl erst eingesetzt haben als der
Mensch mit seiner Fantasie etwas zu malen begann, was er
frei Interpretierte, das allerdings sehe ich in
Höhlenmalerei und übrigens auch in vielen heutigen Werken
nicht.
Diese Darstellungen sind für mich nichts weiter als
Abbildungen der Umwelt, die durch das erlernte Handwerk
(Malerei) eine mehr oder weniger gute Arbeit ergeben.
Schließlich würde ich ja auch einen Handwerker nicht gleich
in den Himmel der Kunst heben, nur weil er in der Lage ist
mir ein Haus zu bauen, eine Wand zu streichen, oder eine
Straße zu bauen das schließlich ist sein Beruf, den er
gelernt hat und natürlich das Handwerk.
Nichts anderes sind für mich die so genannten Künstler,die
mit Ihrem Handwerk nur in der Lage sind dieses auf eine
Lainwand oder ? Zu bringen, natürlich können diese Werke
schön sein aber das ist eine Straße auch.
Ich sehe den Neandertaler nicht als Künstler, sonder
vielmehr als Handwerker der es schaffen muste zu Überleben.
Gruß PS.
A.M.C. Latzke - 17.11.2004 um 22:05 Uhr
Hallo Peter,
Deine Antwort ist gar nicht schlecht. Du hättest sie auch im
Forum "Kunst?? Was ist das?" schreiben können. Du
meinst also, eine naturgetreue Abbildung von einem
existierenden Gegenstand ist keine Kunst, sondern allenfalls
erstklassiges Handwerk. Ich finde diese These interessant
und halte sie ebenso wie Du für richtig. Das wäre ja schon
einmal ein weiteres Puzzlestück, bei der Definition: Was ist
Kunst.
Gruß
A.M.C. Latzke
Fluuu - 17.11.2004 um 23:07 Uhr
Wenn man sich einen Fotobildband über Wandmalerei anschaut
ist das eine beeindruckende Sache. Tiere und Jagdszenen z.B.
sind so aufregend dargestellt und die Verwitterung über die
Jahrunderte kommt noch hinzu, da kann sich so manches
Kunstwerk von heute eine dicke Scheibe abschneiden. Ich
finde schon, dass das Festhalten des mystischen einer Jagd,
eben nicht nur Nahrungsbeschafung sondern auch Lebenserhalt
und somit Entwicklung der Evolution, etwas bedeutungsvolles
hatte.
Ein Jäger war nicht nur Handwerker, er mußte den
Lebenszyklus aufrecht erhalten und derjenige der das am
Felsen darstellte war ein schöpferisch Kreativer.
Aus den Bildbandfotos schaut mir der Zauber der Jagd
entgegen, eine herliche Betrachtung aus der Vorzeit.
gruß fluuu
Galerie Seeger - 18.11.2004 um 12:38 Uhr
aber die Neandertaler haben nicht vor 1-2-3-Jahrhunderten
gelebt, das wahren dach 10.000de. oder 
Aber ich gebe dir Recht was diese Werke angeht, sie sind
teilweise wirklich atemberaubend Dargestellt, und ein Hauch
von Kunst ist in ihnen verborgen.
Trotzdem, alles was man lernen kann, ist keine Kunst sondern
Handwerk. Die Technik zu lernen, von den vielen sogenannten
großen Künstlern, ist keine Kunst sonder Ausbildung und sie
dann in den eigenen Werken zu verwenden die auch noch so
aussehen, ist nur eine gute Fingerübung. Nicht mehr und
nicht weniger!
Aber man muß sehr vorsichtig sein, denn schnell fließen
Handwerk und Kunst ineinander, so ist die zarteste gewollte
Veränderung schon eine kreative Handlung und somit ein
künstlerischer Akt.
Das allerdings spreche ich den Neandertalern ab, da man in
der Höhlenmalerei nichts weiter als schlecht Darstellungen
(naive Strichzeichnung) der Umwelt sieht.
Die Einziege Kunst die ich in dieser Sache sehe, ist die
Tatsache, das Sie überhaupt mit der Darstellung angefangen
haben.
Wann der erste künstlerische Akt angefangen hat, werden wir
wohl nie erfahren.
Gruß PS.
maler-hans - 20.06.2006 um 23:34 Uhr
Zitat:
Diese Nachricht wurde von Arne um 23:33:26 am 15.09.2003
editiert
Denkbar ist auch, dass der Zufall in der Entwicklung der
Kunst eine große Rolle gespielt hat.
Dazu möchte ich nur anmerken, dass der Zufall nichts anderes
ist als eine übergroße Zahl von Zusammenhängen, die sich
durch ihre Komplexität unserer Erkenntnis oder auch nur
Betrachtung entzieht.
Und die Definition als etwas, das man nicht als Werkzeug
benutzen kann, finde ich als gedanklichen Einstieg sehr
interessant.
maler-hans - 20.06.2006 um 23:40 Uhr
Zitat:
Hallo Peter,
Deine Antwort ist gar nicht schlecht. Du hättest sie auch im
Forum "Kunst?? Was ist das?" schreiben können. Du
meinst also, eine naturgetreue Abbildung von einem
existierenden Gegenstand ist keine Kunst, sondern allenfalls
erstklassiges Handwerk. Ich finde diese These interessant
und halte sie ebenso wie Du für richtig. Das wäre ja schon
einmal ein weiteres Puzzlestück, bei der Definition: Was ist
Kunst.
Gruß
A.M.C. Latzke
Naja, für heute mag das gelten – aber willst Du die
komplette Renaissance etc. pp. zum Kunsthandwerk
rüberschieben? Das dann doch wohl nicht. Kunst hat natürlich
mit Kreativität zu tun – aber wenn etwas Kunst ist, nur weil
nicht wirklich ein reales Vorbild existiert, wäre ja auch
der Wolperdinger ...
Arne - 20.06.2006 um 23:55 Uhr
Da es ja doch gelegentlich vorkommt, dass auf meine alten
Beiträge eingegangen wird, möchte ich an dieser Stelle
bekanntgeben, dass ich die in ihnen enthaltenen, oft sehr
oberflächlichen Ansichten über die Kunst nicht mehr
gutheißen kann. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie nun
nicht mehr kritisiert werden dürften, aber doch, dass ich
(bis auf diese Ausnahme) auf jegliche Entgegnung verzichten werde, wie ich
es auch schon seit geraumer Zeit praktiziere.
maler-hans - 22.06.2006 um 23:44 Uhr
Zitat:
Da es ja doch gelegentlich vorkommt, dass auf meine alten
Beiträge eingegangen wird, möchte ich an dieser Stelle
bekanntgeben, dass ich die in ihnen enthaltenen, oft sehr
oberflächlichen Ansichten über die Kunst nicht mehr
gutheißen kann. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie nun
nicht mehr kritisiert werden dürften, aber doch, dass ich
(bis auf diese Ausnahme) auf jegliche Entgegnung verzichten werde, wie ich
es auch schon seit geraumer Zeit praktiziere.
Wenn Arne sich nun die Mühe machen könnte, zu sagen, wen er
da anspricht, könnte man weiter drüber reden - oder auch
schweigen, wie offenbar gewünscht.
Fluuu - 26.06.2006 um 09:44 Uhr
Hallo miteinder,
so ist das mit den Damen und Herren von der Zunft der
bildenden Künste, da hat jeder so seine kleinen Marotten
und ich will mich da auch garnicht ausschließen.
Ist es nicht gerade das Schöne, Menschen die Eigenheiten
bewahren und individuelles ausleben?
Würde das sogar zur Kunstdefinition hinzufügen, Kunst ist
es nur dann, wenn sie durch Menschen entstanden ist, die
sich ihrer Eigenheiten und Merkwürdigkeiten bewusst sind
aber natürlich nicht ausschließlich...
Da habe ich es als bipolarer Künstler relativ leicht mit den
Marotten und Schrullen, ein Begriff den ich für noch
popularitätswürdiger halte in der Öffentlichkeit, oder?
gruß fluuu
maler-hans - 27.06.2006 um 12:52 Uhr
Klar, Fluuu, hast Recht, wollte mich auch nicht zanken,
sondern gern zum Thema zurückfiinden:
Haben inzwischen ausgestorbene Vettern des Menschen Kunst
hergestellt - und, möchte ich hinzufügen, haben sie gewusst,
dass das Kunst ist, hatten sie so etwas wie einen
Kunst-Begriff?
Der Mensch neigt ja leicht dazu, sich von allem anderen
abzusetzen, was da lebt(e), genauer: sich darüber zu
erheben. Gehört Kunst zu diesen vermeintlich "typisch
menschlichen", also "erhabenen" Fähigkeiten?
Und will das der heutige Künstler, kann er diese Einstellung
gut heißen?
Gast453 - 27.06.2006 um 13:31 Uhr
Sind wir nicht heute auch noch Neandertaler nur gedacht
ziviliezierter?
Fluuu - 29.06.2006 um 11:18 Uhr
Genau, wir sind heute vom Grunde unseres Wesens immernoch
genauso Neandertaler wie vor 42.000 Jahren,nur mit etwas
mehrTechnik und Zivilisation. Die Funktionsweise der Psyche
hat sich wohl nicht allzusehr verändert.
Meiner Ansicht nach trifft der Satz, Kunst dient dazu den
Sexualpartner zu beeindrucken, heute genauso zu wie damals
auf die Hölenmalerei... für mich eine absolut schlüssige
Erklährung für Kunst die immer einen Sinn macht in Bezug auf
die evolutionäre Entwicklung. So ist ja der kreative Vorgang
nicht an den intelektuellen Begriff gekoppelt, sondern
meiner Ansicht nach viel eher von animalischen Ursprüngen
geprägt. Man muss nicht den Begriff Kunst definieren können
um Selbige zu erschaffen auch wenn es die Arbeit enorm
vereinfacht und besseraufden Punkt bringt.
gruß fluuu
maler-hans - 18.07.2006 um 22:58 Uhr
Neandertaler können wir nicht sein, weil die nicht zu
unseren Vorfahren zählen – aber ohne Griffelspitzerei:
natürlich sind wir selbst längst nicht so weit von der
Steinzeit entfernt wie die Welt, die wir
"geschaffen" haben.
Und die Kunst greift durchaus kräftig auf dieses Potenzial
zurück, richtig. Aber eben nicht nur.
© 2002-2026 by
Arne Baganz