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Petra - 15.06.2009 um 13:36 Uhr

Kunst gegen Sofa

Neues Projekt

Wanderausstellung

Initiatoren: Susanne Sommer und Petra Müllewitsch


Einsendeschluß: 20.07.2009

Der freischaffende Künstler der heutigen Zeit befindet sich in dem Dilemma. Zum einen
will er sein persönliches Kunstempfinden kompromisslos in seinen Arbeiten zum Ausdruck
bringen, zum anderen sieht sich dieser aber durch Marktgesetze gezwungen, bei seinen
Bildern die Verkäuflichkeit im Auge zu behalten.

Aus unserer Sicht als Kunstschaffende spaltet sich der Kunstmarkt in zwei Teilbereiche:

- Werke, die durch Harmonie und Schönheit das Auge des Betrachters erfreuen und
gekauft werden, um „über das Sofa gehangen zu werden“, wir nennen dies „Sofa-Kunst“.
Die Kommentierungen dieser Werke gehen selten über den Begriff des „Schönen“ hinaus. Sie
unterliegen beim Erwerber zuweilen einer gewissen Degradierung, indem sie oftmals „farblich
passend zur Einrichtung - hier dem Sofa - erworben werden und Bildinhalte nur zweitrangig
bewertet werden.

- Der andere Bereich betrifft Werke, in denen zeitkritische Themen bis hin zu Tabu-Themen
im künstlerischen Ausdruck aufgegriffen werden, ohne dass Harmonie oder Schönheit im Vordergrund
stehen. Diese Bilder lösen beim Kunstinteressierten Betrachter zumeist ein höheres Diskussionspotential
aus und wecken zuweilen auch Gefühle der Nachdenklichkeit oder des Unbehagens. Es sind Werke, über
die man spricht.

Diese allerdings werden vom gelegentlichen Ausstellungsbesucher kaum gekauft, „da man sie nicht
über das Sofa hängen kann“, weil sie die Harmonie des häuslichen Heimes stören.

Um diese Diskrepanz darzustellen, entstand die Idee zur Ausstellung

Mittelpunkt der Ausstellung ist ein Sofa. Um dieses Sofa gruppieren sich Werke der „Sofa-Kunst“.
Hierfür ist eine räumliche Abgrenzung, z.B. durch Stellwände vorgesehen, wobei die Gegebenheiten
der jeweiligen Ausstellungsräume individuell berücksichtigt werden müssen.

Außerhalb dieses „Sofa-Kunst“-Bereiches wird die zeitkritische Kunst gezeigt, also, Werke, die sich
niemand aufhängt.

Um die Diskrepanz der Künstler in diesem Zusammenhang weiter zu verdeutlichen werden die Bilder,
durch separate textliche Slogans zu dieser Thematik ergänzt.

Weitere Infos zu den Teilnahmebdingungen besucht Ihr bitte die
neue Homepage http://www.kultur-kreis-on-tour.de




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