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-- Begrüßungssaal
--- meditatives Malen

keramik - 21.01.2009 um 17:52 Uhr

Ein herzliches grüß Gott aus Dinkelsbühl / Bayern .
Bin seit geraumer Zeit hier u. freue mich hier zu stöbern .Und spüre bei so manchem Beitrag das ich mit meinem Angebot meditatives Malen in Abend und Tagesseminaren dem Zeitgeist entgegen stehe .
Ich versuche meinen Teilnehmern klar zu machen ,das nicht die Arbeit an sich im Vordergrund steht ,sondern die Botschaft ,die sie mitteilen will. In diesen Kursen geht es nicht unbedingt um ein perfektes Bild ,viel mehr um die Inspiration .
Der Weg ist das Ziel !
Es geht nicht um besondere Begabung . Jede und jeder ist fähig zu malen u. zu zeichnen ,frei zu experimentieren. Mit Fantasiereisen ,Meditation ,in Ruhe u. Ausgeglichenheit wird die Möglichkeit gegeben aus dem Verstand ins Gefühl in die eigene Mitte zu kommen und diese Erfahrung dann zu malen . So entstehen Bilder die nicht „ SCHÖN „ und „ GUT „ sein sollen sondern die Ausdruck werden - jenseits eines Leistungsprinzips .Die Folge ist ein beschwingtes u. erleichtertes Lebensgefühl , entstanden aus einem erweiterten Blickwinkel und neuem Erkennen .Ist dies nicht Sinnesfreude u. Glücksgefühl genug , brauchen wir wirklich auch noch zusätzlich die Bestätigung von Außen ,reicht es nicht das wir im Schaffensprozess mit unserer Seele im Einklang waren .
Das sind Überlegungen die sich hier bei der Durchsicht ab und zu aufgedrängt haben und die mich veranlassten ein wenig in Gedankenwelten zu wandeln .
Ich wünsche einen schönen Abend und eine kreative Zeit .
Juergen




auchichbintrier - 23.01.2009 um 19:03 Uhr

Hallo,
ich kann Dir da nur zustimmen. Wenn ich nicht gut drauf bin und nehme den Pinsel oder ein Stück Ton oder einen Stein in die Hand und beginne daran zu arbeiten, geht es mir gleich besser. Ich tauche sofort ab in eine andere Welt. Kann ich nur jedem empfehlen als Therapie

Marita




Parthum Tom - 24.01.2009 um 17:38 Uhr

Ich hoffe das Du dafür kein Geld verlangst.
Ich denke auch das niemand dazu eine "Anleitung" benötigen sollte.
Und das die Teilnehmer nicht um zu flüchten in deinen Kurs kommen.
Deine Teilnehmer nicht "den Weg" als Mittel zum Zweck, der permanente Flucht
vor Ihrem Verstand begreifen.

Hierzu ein Zitat :

"..... Wir müssen den Menschen in seiner Totalität,, oder wie ich lieber sagen würde:
wir müssen den wirklichen Menschen wieder entdecken..
Ich bin nict getrennt in Geist und Körper. Ich bin ich und du bist du; mein Herz und
meine Gefühle können ebenso rational sein wie mein Denken. Und meine Gedanken
können ebenso irrational sein wie mein Herz.
Doch es ist mir nicht möglich, unabhängig voneinander von meinem Herzen und
meinem Denken zu reden, weil sie in Wirklichkeit eines sind, nur zwei Aspekte des
gleichen Phänomens. Es gibt nur eine Logik, nur eine Rationalität und nur eine
Irrationalität, die sie beide durchdringt.
Ob wir psychosomatische Krankheiten oder Erscheinungen von Massenhysterie
untersuchen, immer geht es um ein und dasselbe.
Das Denken kann durch das Gefühl verdummt oder erleuchtet werden,
und umgekehrt. Dies gilt es zunächst zu erkennen, damit wir nicht mehr
allein schon durch die Tatsache verwirrt werden, das wir Gefühle haben.
....." ( Die moralische Verantwortung, S 326-327 )

Gruß




keramik - 25.01.2009 um 14:12 Uhr

Schön wenn so viel „ Gutes „ aus einem Menschen spricht und das in unserer ach so materiellen Zeit . Verwundert bin ich das du gar nicht auf meine Frage eingegangen bist .
Brauchen wir Bestätigung von außen .
Wohl wissend das Kunst erst Kunst ist wenn sie gesehen wird .
Juergen




Fluuu - 31.01.2009 um 12:41 Uhr

Zitat:

Ich tauche sofort ab in eine andere Welt. Kann ich nur jedem empfehlen als Therapie
Marita

Kunst = Therapie, auch das hat Joseph Beuys gesagt, er hat sich sehr viel mit Therapie in der Kunst beschäftigt und Rudolf Steiner ist ein Mitbegründer der modernen Kunsttherapie. Ein Bereich den ich gerade für mich erschließen will, nicht nur mit Ausstellungen allgemein auf die Mitmenschen zu wirken sondern auch therapeutisch im Einzelnen. Mache gerade eine Qualifikation zum Psychotherapeuten um dann mit einer selbst entwickelten Fotografietherapie praktizieren zu können.

@keramik, natürlich hast Du völlig Recht und es ist zu begrüßen wenn die Erfüllung von innen kommt, wenn der kreativ/schöpferische Prozess die meisten Bedürfnisse abdecken kann und somit materielle Güter von außen kaum eine Rolle spielen müssen, nur ganz ohne Interaktion mit den Mitmenschen geht es nicht, das würde zur Isolation und Vereinsamung führen. Die künstlerische Arbeit ist immer ein Dialog und kein Monolog, selbst die reine Therapieform ist ein Austausch des Inneren mit dem Äußeren. Somit lässt sich ein gesehen werden von außen nicht leugnen oder noch spezifischer gesagt, erst die Prüfung durch Publikum und Fachkritik macht die Arbeit innerhalb der Gesellschaft möglich, erst wer sich der Öffentlichkeit stellt hat eine Chance mitzureden.
Somit ist eindeutig der erste Schritt die schöpferische Arbeit von innen heraus in dem Moment völlig unabhängig von äußeren Einflüssen und der zweite Schritt mit dem Ergebnis dieser Arbeit sich dem öffentlichen Publikum zu stellen um in den direkten Austausch zu gehen um Rückmeldungen zu erhalten.

gruß fluuu




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