Zitat:Zitat:
Beuys ist zwar berühmt, war (ist) aber kein Künstler.
Zitat:
Mich wundert, dass diese Aussage unkommentiert bleibt. Mit
welchem Recht kann man das so absolut behaupten?
Mit dem gleichen Recht mit dem behauptet wird, Beuys wäre
ein Künstler.
Zitat:
Gewiss: Beuys´ Kunst ist nicht jedermanns Sache (ich kann
damit auch nicht so viel anfangen) - aber darf man sich
deshalb ein Urteil in dieser Form erlauben? Ich würde ja
noch nicht mal so weit gehen zu sagen: "Beuys ist für
mich kein Künstler".
Das ist bedauerlich. Man sollte eigentlich schon für sich
selbst beurteilen können, wen man als Künstler ansieht und
wen nicht.
mezzo4te - 31.12.2006 um 00:57 Uhr
Zitat:Zitat:
Mit welchem Recht kann man das so absolut behaupten?
Mit dem gleichen Recht mit dem behauptet wird, Beuys wäre
ein Künstler.
Eine schwache Legitimation!
Zitat:
Das ist bedauerlich. Man sollte eigentlich schon für sich
selbst beurteilen können, wen man als Künstler ansieht und
wen nicht.
Warum sollte man das und wofür sollte das gut sein? Ich habe
mich mit Beuys so gut wie gar nicht auseinander gesetzt und
sehe darin bis jetzt auch keine Veranlassung. Sollte ich
jemals dazu kommen, werde ich sicher sagen können, ob er für mich ein großer oder ein unbedeutender Künstler ist/war. Dass er
ein Künstler war, daran besteht doch nicht wirklich ein
Zweifel: Er war Mensch, hat Neues aus sich heraus geschaffen
und hat sogar sein Geld mit Kunst verdient.
A.M.C. Latzke - 31.12.2006 um 01:36 Uhr
Zitat:
Ich habe mich mit Beuys so gut wie gar nicht auseinander
gesetzt und sehe darin bis jetzt auch keine Veranlassung.
Sollte ich jemals dazu kommen, werde ich sicher sagen
können, ob er für mich ein großer oder ein unbedeutender
Künstler ist/war. Dass er ein Künstler war, daran besteht
doch nicht wirklich ein Zweifel:
Zitat:
Er war Mensch, hat Neues aus sich heraus geschaffen und hat
sogar sein Geld mit Kunst verdient.
Hallo Bruder,
das verstehe ich jetzt nicht. Du sagst, du hast dich mit
Beuys noch nicht auseinander gesetzt, sagst aber, dass kein
Zweifel daran besteht, dass er ein Künstler war/ ist. Nur
weil es eine allgemein verbreitete Meinung ist? Weil er
Neues aus sich heraus geschaffen hat? Das ist für eine
Definition eines Künstlers zu wenig. Wenn ich einen
Mülleimer ausschütte, etwas Sahne darüber gieße und dann ein
Deutschlandfähnchen oben drauf stecke (an alle Leser. Diese
Idee nicht klauen - die habe ich gerade aus mir selbst
heraus erarbeitet und ist mein Eigentum) ist das dann auch
Kunst??
mezzo4te - 31.12.2006 um 02:43 Uhr
Man kann ja über die Definition eines Künstlers trefflich
streiten - ist hier im Forum auch schon ausgiebig geschehen.
Das einzige, was dabei herausgekommen ist, ist die
Feststellung, dass es keine allgemeingültige Definition
gibt. Und da es nun mal keine allgemeingültige Definition
gibt, hat auch niemand die Autorität, über einen anderen zu
sagen, er wäre objektiv kein Künstler. Bei Beuys liegt der Fall aber noch wesentlich
einfacher: Er hat sein Geld mit Kunst verdient - will sagen:
er hat etwas geschaffen, und Leute und sogar Museen haben es
ihm als Kunst abgekauft. Wie kann da jemand behaupten, er
sei kein Künstler!!?? Jeder, der sein Geld mit einer
Tätigkeit verdient, kann doch wohl zwangsläufig mit der
zugehörigen Berufsbezeichnung benannt werden.
A.M.C. Latzke - 31.12.2006 um 14:49 Uhr
Zitat:
Jeder, der sein Geld mit einer Tätigkeit verdient, kann doch
wohl zwangsläufig mit der zugehörigen Berufsbezeichnung
benannt werden.
Ich habe mir früher in den Schulferien des öfteren Geld mit
Strohpressen und Rübenhacken verdient. Deswegen bin ich noch
lange kein Bauer, nur weil ich eine Teiltätigkeit dieses
Berufes ausgeübt habe. Es haben sich in unserer Gesellschaft
genügend Leute mit Scharlatanerie, bzw. Müll, der unter dem
scheinbar endlos dehnbaren Begriff "Kunst"
angepriesen wurde, Geld verdient. Zu diesen Leuten zähle ich
im übrigen auch Herrn Penck.
Fluuu - 31.12.2006 um 22:41 Uhr
Hallo,
ob Beuys nun Künstler ist oder nicht sei dahingestellt aber
seine Kreation des "erweiterten Kunstbegriffes"
und der "Sozialen Plastik" wirkt auf mich
faszinierend. Sicher ist er kein Künstler im Sinne von
schöngeistigen Schnörkeln mit dem sich der Adel schmückt,
fals so etwas noch jemand als Kunst ansieht, nein, seine
Kunst und Lehre ist die kollektive Kommunikation auch über
einen Haufen irgendwas. Eine schöne Vase herstellen und die
dann verkaufen ist zwar meteriell erfolgreich aber es wurde
dabei weder eine gesellschaftliche, noch irgendeine
persönliche Problematik bedacht. So eine Vase ist einfach
da, sie tut niemanden etwas aber sie bewegt auch nichts, man
kann Blumen drin abstellen. Ganz anders bei Beuys, sein
Kunstverständnis hat soziale Bedeutung und den Mensch im
Visir und nicht das Produkt das Geld bringt. Ich habe ihn
gelesen und ich kann vieles verstehen...
gruß fluuu
A.M.C. Latzke - 01.01.2007 um 14:58 Uhr
Zitat:
Man kann ja über die Definition eines Künstlers trefflich
streiten - ist hier im Forum auch schon ausgiebig geschehen.
Das einzige, was dabei herausgekommen ist, ist die
Feststellung, dass es keine allgemeingültige Definition
gibt. Und da es nun mal keine allgemeingültige Definition
gibt, hat auch niemand die Autorität, über einen anderen zu
sagen, er wäre objektiv kein Künstler.
Aber jeder Mensch hat die Autorität, seine Meinung zu
äußern, die allerdings immer subjektiv ist. So ist es auch
bei mir eine subjektive Aussage, wenn ich behaupte, Beuys
ist kein Künstler. Wie er in den Köpfen anderer Menschen
erscheint, ist eine andere Sache. Das ist wiederum deren
subjektive Wahrnehmung.
Du hast recht, es gibt scheinbar keine eindeutige Definition
für Kunst, bzw. Künstler. Daher kann man zum heutigen
Zeitpunkt nicht objektiv sagen, der ist Künstler oder nicht.
Und für mich gehören Beuys, Penck, A. Kiefer und ähnliche
nicht zu dieser Kategorie. Eine Idee alleine macht noch lange keinen Künstler.
Der letzte Satz ist wiederum objektiv.
maler-hans - 01.01.2007 um 23:12 Uhr
Diese Nachricht wurde von maler-hans um 23:18:08 am
01.01.2007 editiert
Zitat:Zitat:Zitat:
Mit welchem Recht kann man das so absolut behaupten?
Mit dem gleichen Recht mit dem behauptet wird, Beuys wäre
ein Künstler.
Eine schwache Legitimation!
Nein, ich finde die "Legitimation" trefflich
einfach und zutreffend; sofern man sich für eine Meinung
überhaupt legitimieren muss.
Zitat:
Und da es nun mal keine allgemeingültige Definition gibt,
hat auch niemand die Autorität, über einen anderen zu sagen,
er wäre objektiv kein Künstler.
Das ist leider ein Widerspruch in sich: wenn es keine
allgemeine Definition gibt, dann ist es auch nicht
statthaft, das Wörtchen "objektiv" einem Zitat
zuzugesellen, in dem es nicht einmal gestanden hat.
Für mich ist der Herr auch kein Künstler, sondern ein
Kunstprofessor und Kunsttheoretiker. Aber das sehe ich so,
andere nicht.
mezzo4te - 01.01.2007 um 23:38 Uhr
Ich denke, dass zwischen Meinung und Behauptung ein sehr
großer Unterschied ist, Hans! Behauptungen beanspruchen eine
objektive Gültigkeit, Meinungen sind nun mal rein subjektiv.
Insofern finde ich schon, dass man bei Behauptungen
stichhaltige Begründungen erwarten darf. Und eine
Argumentation der Art: "andere tun Unrecht, also mach
ich das auch" ist zumindest für mich keine Begründung,
sondern eine ziemlich armselige Rechtfertigung für
unausgegorene Meinungsbildung.
mezzo4te - 01.01.2007 um 23:48 Uhr
Zitat:
Das ist leider ein Widerspruch in sich: wenn es keine
allgemeine Definition gibt, dann ist es auch nicht
statthaft, das Wörtchen "objektiv" einem Zitat
zuzugesellen, in dem es nicht einmal gestanden hat.
Es ist nun mal so: Wenn ich den Satz schreibe: "Beuys
ist zwar berühmt, war (ist) aber kein Künstler", so ist
das keine Meinungsäußerung, sondern eine Feststellung -
nämlich eine, die eine objektive Wahrheit für sich
beansprucht. So habe ich das jedenfalls aufgenommen.
Wahrscheinlich wollte mein Bruder aber ausdrücken
"Beuys ist zwar berühmt, war (ist) aber in meinen Augen kein Künstler". Diese Aussage wäre vollkommen ok und
unangreifbar. Gerade du, Hans, solltest doch ein Gespür für
die Feinheiten der Sprache haben und die untergründigen
Inhalte, die bestimmte Ausdrucksweisen transportieren.
mezzo4te - 02.01.2007 um 12:13 Uhr
Zitat:
Für mich ist der Herr auch kein Künstler, sondern ein
Kunstprofessor und Kunsttheoretiker. Aber das sehe ich so,
andere nicht.
Du magst das so sehen, Hans, aber ich finde so eine
Sichtweise bzw. Unterscheidung befremdlich. Wenn ein
Professor der Chirugie neue OP-Methoden erarbeitet
(Theoretiker), sie dann aber auch praktisch umsetzt und
anwendet, wird er dann nicht zu den Ärzten gerechnet? Wenn
ein Sportprofessor neue Sportdisziplinen findet, sie selbst
praktiziert und damit sogar an den olympischen Spielen
teilnimmt - ist er dann kein Sportler? Wenn ein
Musikprofessor neue Thesen zur Kompositionstheorie
aufstellt, entsprechende Musikstücke komponiert und sie
selbst aufführt - steht ihm dann nicht die Bezeichnung
Musiker zu? Tut mir leid, aber ich finde es geradezu
kleingeistig, das Prädikat "kein Künstler" zu
vergeben, nur weil man eine Stilrichtung, ein Experiment
oder ein Motiv nicht versteht oder nicht mag.
florchle - 03.01.2007 um 12:54 Uhr
Lieber Fluuu,
schön, dass Du auch wieder da bist!
Zitat:
Mein Standpunkt für die Fähigkeit ein Künstler zu sein ist
schon zum Einen Vererbung, zum Teil anerzogene Prägung aber
hauptsächlich und vor allem eine aus der sozialen
Entwicklung stammende Notwendigkeit und zwar immer dann wenn
es wichtig ist sowohl die persöhnlichen als auch die
gesellschaftlichen Umstände durch Kunstwerke anschaulich zu
machen, ins Gespräch zu bringen und als Problem zu
behandeln. Das macht letztendlich nur der Künstler und zwar
auf eine sehr ästhetische und gefühlvolle Art und Weise.
Menschen die das zwar auch könnten von ihren Veranlagungen
her, es aber nicht wollen weil es ihnen entweder zu
anstrengend ist oder sie lieber ein sicheres Einkommen am
Monatsende brauchen, lehnen die Künstlerarbeit ab,
eigentlich schade.
Da bin ich sehr mit Dir einverstanden. Ich finde eben auch, dass es schade
ist, dass sich nicht mehr "normale" Menschen mit
den persönlichen und gesellschaftlichen Umstände - wie Du
sagst - auseinandersetzen. Man muss sich ja dann nicht
unbedingt Künstler nennen.
Zitat:
"Wie viele irren auf diesem Wege herum! Glücklich, wer
den Fehlschluss von seinen Wünschen auf seine Kräfte bald
gewahr wird!“
Machmal denke ich, dass das auf mich auch zutrifft.
Lieber Fluuu, soeben war ich auf Deiner HP, um dies zu
überprüfen
- nicht, dass ich dafür Experte wäre.
Aber: Deine HP, und was Du darauf zeigst finde ich sehr
toll. Deine Radierungen gefallen mir am besten - aber ich
habe halt eine Schwäche dafür. Aber auch Deine Fotos sind
Klasse. Ich finde immer, das Fotografieren ist eine der
schwierigsten Künste, gerade weil es so einfach ist, auf den
Auslöser zu drücken. Die grafische Wirkung und den sicheren
Bildaufbau gefallen mir sehr.
Von den Computergrafiken gefällt mir "Traurigkeit"
am besten. Die Leere, die Transparenz...
Ich kann nur sagen: Wäre schade, wenn Du aufhören würdest!
Gruss
Daniel
florchle - 03.01.2007 um 13:16 Uhr
Hallo Ihr alle!
Ich gebe Mezzo in allen Punkten recht.
Ich habe noch einen weiterführenden Gedanken: Das Prädikat
"... ist ein Künstler" hat bei Latzke und anderen
offenbar eine normative Konnotation. Will heissen: Wenn man
von jemandem sagt, er sei Künstler, meint man damit gleich
etwas Positives. Es ist offenbar
schön/gut/ehrwürdig/erhaben... Künstler zu sein.
Das halte ich aus definitionstheoretischen Überlegungen für
äusserst unvorteilhaft. Denn mit "... ist ein
Künstler" meint man dann immer auch "... ist ein
guter Künstler". Und wenn man das meint, kann man diese
beiden Prädikate nicht mehr auseinander halten. Man kann
dann nicht mehr sagen "x ist ein guter Künstler", weil ja das Künstler-Sein das Gut-Sein
beinhaltet. Genausowenig kann man sagen "x ist ein schlechter Künstler", weil ja das Künstler-Sein das Schlecht-Sein
ausschliesst.
Mein Vorschlag: Lasst uns das Wort "Künstler" ganz
ohne wertende Anteile verwenden. Ein Künstler ist ein Mensch
wie du und ich - als solcher weder gut noch schlecht.
(Genauso ist ein Arzt jemand, der erfolgreich Medizin
studiert hat - weder gut noch schlecht.)
Wenn wir uns diesen Sprachgebrauch angewöhnt haben, können
wir hingehen und sagen: "Ok., xy ist ein Künstler und
er ist ein schlechter Künstler." (Genau so wie ein Arzt
eben ein guter oder ein schlechter Arzt sein kann.)
In diesem Sinne halte ich es für überflüssig darüber zu
diskutieren, ob Beuys ein Künstler war oder nicht: Ganz
klar: er war einer (die Argumente hat Mezzoforte geliert)
Man könnte jetzt aber hergehen und fragen, ob Beuys denn ein
guter oder ein schlechter Künstler war, ob er seinen Ruhm zu
recht erlangt hat, oder nicht usw.
Ich meine nicht nur, dass Beuys ein Künstler war (davon bin
ich überzeugt), sondern dass er zudem ein guter Künstler
war.
Patzke wird mir jetzt sicher widersprechen...
Liebe Grüsse
Daniel
Fluuu - 03.01.2007 um 16:36 Uhr
Hallo,
es gab Zeiten da habe ich die Postings hier im Forum
kritisiert weil sie so plump wahren, nun will ich auch etwas
positives sagen, jetzt ist es im Forum wieder spannend und
es gibt gute Postings und Diskussionen. Tja, im neuen Jahr
ist alles anders.
Was nun den Künstler und den ´Gutmenschen´ angeht, glaube
ich auch, da gibt es noch viele Missverständnisse. Es ist
noch garnicht so lange her da hat ein Künstler
ausschließlich im Auftrag der Kirche gearbeitet und hat die
Selbige verziert. Ich sehe die Kirche heute eher kritisch
und würde den Auftrag eine Madonna zu schnitzen ablehnen.
Für mich ist ein guter Mensch der, der in der lage ist die
dunklen Seiten des Lebens, den Schmerz und die Qual genauso
benennen zu können wie den Lichtschein, die Hoffnung, Glück
und Liebe. Genauso verhält es sich beim Künstler. Ein
Bildhauer der neben interessanten menschlichen Skulpturen
auch einen stinkenden Hundehaufen zur Plastik erklähren
kann, ist in meinen Augen ein guter Künstler, denn er
klammert nicht aus was im menschlichen Dasein eine Rolle
spielt und Bedeutung hat. Das ist nur ein Beispiel, das kann
man auf viele Bereiche der menschlichen Abgründe ausdehnen.
So versuche ich gerne, dass Morbide so dar zu stellen, dass
es eine Harmonie bekommt und für den Betrachter ansehnlich
wirkt...
gruß fluuu
A.M.C. Latzke - 04.01.2007 um 14:05 Uhr
Zitat:
Hallo Ihr alle!
Ich gebe Mezzo in allen Punkten recht.
Ich habe noch einen weiterführenden Gedanken: Das Prädikat
"... ist ein Künstler" hat bei Latzke und anderen
offenbar eine normative Konnotation. Will heissen: Wenn man
von jemandem sagt, er sei Künstler, meint man damit gleich
etwas Positives.
Hallo Daniel,
Ja, künstlerische Tätigkeit hat für mich schon etwas mit
Qualität zu tun, wobei die Stilrichtung überhaupt keine
Bedeutung spielt. Und da liegt auch der Knackpunkt. Die
Veranlagung allein macht noch lange keinen Künstler. Erst
wenn die Veranlagung gefördert und geschult wird, kann mann
zum Künstler werden. Es gibt genügend Beispiele, wo Menschen
über ein hilfloses gekritzel nicht hinaus kommen (ich
spreche hier von der bildenden Kunst) und ein Einsehen
haben, dass sie nicht zum Künstler geboren sind. Einige
haben dieses Einsehen allerdings nicht. Ein Maler /
Bildhauer sollte zumindest in der Lage sein, eine gute
Zeichnung zu Papier zu bringen, ob sie jetzt realistisch
oder abstrakt ist, wobei unvermögen nicht mit Letztgenanntem
verwechselt werden sollte.
Man könnte also durchaus sagen: Jeder Mensch hat das Zeug
zum Künstler, aber nicht jeder ist ein Künstler.
Ich habe den Eindruck, wir leben in einer Gesellschaft, in
der man sich nicht traut, anderen Menschen in Kunstfragen
auf die Füsse zu treten. Wann sagt bei einer Ausstellung
schon mal jemand -das ist schlecht oder das ist Mist? Selbst
ein auf die Leinwand geworfenes Marmeladenglas würde eine
solche Äusserung auf einer Vernissage nicht hervorrufen.
Diese Scheu und die Meinung - jeder Mensch ist ein Künstler-
ist es, die die Qualität der Kunst herabsetzt.
A.M.C. Latzke - 04.01.2007 um 23:32 Uhr
Zitat:
Es ist offenbar schön/gut/ehrwürdig/erhaben... Künstler zu
sein.
Hallo Daniel,
das ist ein riesen Missverständnis. Ich bin weit davon
entfernt zu behaupten, Künstler zu sein wäre etwas
Ehrwürdiges oder Erhabenes. Künstler ist ein Beruf wie viele
andere auch und ein Künstler ist nicht automatisch ein guter
Künstler.
Zitat:
Mein Vorschlag: Lasst uns das Wort "Künstler" ganz
ohne wertende Anteile verwenden. Ein Künstler ist ein Mensch
wie du und ich - als solcher weder gut noch schlecht.
(Genauso ist ein Arzt jemand, der erfolgreich Medizin
studiert hat - weder gut noch schlecht.)
Wenn wir uns diesen Sprachgebrauch angewöhnt haben, können
wir hingehen und sagen: "Ok., xy ist ein Künstler und
er ist ein schlechter Künstler." (Genau so wie ein Arzt
eben ein guter oder ein schlechter Arzt sein kann.)
Ausgezeichnet! Ich stimme Ihnen zu. Ich revidiere meine
Aussage "Beuys ist kein Künstler".
Zitat:
Ich meine nicht nur, dass Beuys ein Künstler war (davon bin
ich überzeugt), sondern dass er zudem ein guter Künstler
war.
Patzke wird mir jetzt sicher widersprechen...
Liebe Grüsse
Daniel
Man könnte fast meinen, Sie können hellsehen.
Ich habe eingesehen zugeben zu müssen, dass Beuys ein
Künstler war/ist, aber ich muss Ihnen auch widersprechen und
sage Beuys ist ein schlechter Künstler.
Da wir aber alle hier im Forum gelernt haben, dass es in
diesem Fall Ihre und meine subjektive Meinung ist und jeder
andere ebenfalls seine eigene, subjektive Meinung zu diesem
Beuys-Thema hat, werden wir uns ewig im Kreise drehen und
sollten diese Erörterung aufgeben, da sie uns zu keinem Ende
führt.
Es macht Freude, mit Ihnen zu diskutieren.
Gruß, M.
reliwette - 05.01.2007 um 12:57 Uhr
Schönen guten Tag, Freunde der Kunstszene. Ich bin hier
gelandet, weil mal ein Kombattand ins Forum schrieb, in
meinem Forum könne man nur lesen, wenn man als Mitglied
eingeschrieben ist. Ich wollte nur mal sagen:"Das
stimmt nicht!"!
Ach so, dann las ich dieses Thema im Forum und las es
gründlich, also Eure Beiträge. Ich muss schon sagen, das ist
beeindruckend, was Ihr da zusammengetragen habt an Thesen,
Argumenten.
Angefangen hat das mit: "Sind Künstler
Psychopathen" und dann ging es über in eine Diskussion
über Beuys.
zu Punkt 1.
Den Begriff "Psychopathen" verwendet man schon
lange nicht mehr. Er wurde abgelöst durch "psychotische
Persönlichkeiten", kurz " psychotisch".
Ich will da keine Vorträge halten über psychotische
Störungen, Verhaltensstörungen, Wahrnehmungsstörungen etc.
Man kann sagen: Menschen passen an den Stellen ausgezeichnet
zusammen, wo sich ihre Neurosen
ergänzen. Dann kommt schon die Frage: "Was ist
normal?"
Zu 2
Ich war ein Freund und zeitweiliger Mitarbeiter von J.B. und
habe ihn, seine Authentizität schätzen gelernt. Nicht alles
war neu, was er sagte und lehrte. Vieles finden wir bei
Friedrich Schiller wieder, bei Friedrich Hölderlin und
Rudolph Steiner.
Aber dass er die Kunst als "soziale Kunst" prägte,
indem er seine Begriffe z.B. von der "Person", den
"Freiheitsbegriff" oder den des "organischen
Geldkreislaufes", das iwar in der Kunst etwas völlig
Neues. Damit wurde auch der Begriff von der
"Ästhetik" völlig neu definiert.
Wenn die Kunst nicht in einer Gesellschaft anwendbar ist,
also den Menschen und das Verhältnis zur Gesellschaft in den
Mittelpunkt stellt(in dem man neue Menschheitsmodelle
erfindet), dann erfüllt das eigene Schaffen (Bilder malen,
Skulpturen erschaffen) nur einen eigentherapeutischen Zweck
(der durchaus wichtig ist).
Noch zu 3
Beuys hat den größten Teil seiner Einnahmen aus seinem
Einkünften als Lehrer an einer Hochschule
bezogen.
Die astronomischen Summen, die sich aus Versteigerungen
seiner Frühwerke ergaben, kamen den Vorbesitzern zu, nicht
ihm.
Ich habe ihm seinerzeit geraten, seine 10 Prozent am
Zugewinn einzufordern. Ihm war das völlig neu, dass es so
ein Gesetz gibt.
Ein Großteil seiner Arbeiten ist in der Sammlung der
Gebrüder v.d.Grinten gelandet.
Noch etwas: B. betrachtete sich selbst als ein Werkzeug für
eine Menschheitsidee und schuf in diesem Sinne den
"erweiterten Kunstbegriff", so dass einjeder ein
Künstler sein kann, wenn er sich
im sozialen Bewusstsein nur richtig einbringt.
"Demokratie durch Volksabstimmung" ist auch eines
seiner Projekte.
Ich grüße Euch herzlich!
Euer
Hartmut T. Reliwette
Gast453 - 14.02.2007 um 09:30 Uhr
Diese Nachricht wurde von Gast453 um 09:32:23 am 14.02.2007
editiert
Diese Nachricht wurde von Gast453 um 09:31:45 am 14.02.2007
editiert
Wenn ich könnte würde ich eine Aktion ins Leben rufen, und
in allen Staate wo Kriege geführt werden, große Holzwände
aufstellen lassen , die mit wunderschönen farbenfrohen
Bilder versehen sind, die darstellen wie schön es sein
kann.(glückliche Kinder mit Familie, Frieden bedeutet auch
Gesundheit usw.) Vielleicht würden sich die Menschen dann
doch die Frage stellen, warum sie sich nicht für die schöne
Seite des Leben entscheiden. Bin ich nun ein Psychophat?
maler-hans - 14.02.2007 um 22:42 Uhr
Nein, Edith, kein Psychopath, eher eine Träumerin und eine
Optimistin.
Beno - 17.02.2007 um 00:30 Uhr
Diese Nachricht wurde von Beno um 00:32:32 am 17.02.2007
editiert
Man könnte aber im Krieg auch anstelle von 9mm geschossen
Gänseblümchen verwenden?!?
Und man könnte dann auch gemeinsam Lieder singen so mit
Lagerfeuer und Gitarre... ; )
Nix für ungut
Back to Topic
Ich meine sogenannte Künstler oder Menschen die Kreativ
sind, sind halt komplett anders gestrickt als jemand der
sagen wir mal ..... halt etwas anderes macht, whatever.
Leute in meinem vergangenem Umfeld die Kreativ waren oder
sind waren oder sind halt Freaks.
Ist aber auch glaub ich von Scene zu Scene verschieden.
Ich z.B bin mit Graffiti usw. groß geworden.
Was jetzt nicht bedeuten soll das Graffiti Künstler Freaks
oder Psychotisch veranlagt sind!!!
Der eine hat die Erfahrung, der andere eine komplett andere.
Jetzt wo ich mir das so durchlese bin ich der Meinung das
man das nicht so wirklich Pauschalisieren kann.
melano-lux - 24.02.2007 um 01:40 Uhr
Zitat:
Tja, so ist das. Es ist schon eine eigenartige
Welt......irgendwie.
Ja, das ist sie...
m.
mezzo4te - 27.02.2007 um 00:43 Uhr
Eine eigenartige Welt? Hmm... ich denke, es ist eher
andersrum: Die Welt ist einfach da - sie kann nicht anders
sein bzw. anders funktionieren. Eher sind die Menschen, die
in ihr leben, eigenartig!
maler-hans - 27.02.2007 um 22:54 Uhr
So ist es, Mezzo, aber egozentrisch wie der Mensch ist,
meint er mit "die Welt" wahrscheinlich meistens
sich selbst und seinesgleichen. Und dann ist es eigentlich
kein Wunder, wenn ihm "die Welt" so eigenartig
vorkommt.
JH - 28.02.2007 um 17:30 Uhr
Diese Nachricht wurde von JH um 17:31:07 am 28.02.2007
editiert
Lasst uns alles pathalogisieren, auch die Kunst.
A.M.C. Latzke - 02.07.2007 um 01:46 Uhr
Zitat:
Ich meine sogenannte Künstler oder Menschen die Kreativ
sind, sind halt komplett anders gestrickt als jemand der
sagen wir mal ..... halt etwas anderes macht, whatever.
Leute in meinem vergangenem Umfeld die Kreativ waren oder
sind waren oder sind halt Freaks.
Ist aber auch glaub ich von Scene zu Scene verschieden.
Ich z.B bin mit Graffiti usw. groß geworden.
Was jetzt nicht bedeuten soll das Graffiti Künstler Freaks
oder Psychotisch veranlagt sind!!!
Der eine hat die Erfahrung, der andere eine komplett andere.
Hä?
Zitat:
Jetzt wo ich mir das so durchlese bin ich der Meinung das
man das nicht so wirklich Pauschalisieren kann.
*
bing*
A.M.C. Latzke - 02.07.2007 um 02:10 Uhr
Zitat:
Eine eigenartige Welt? Hmm... ich denke, es ist eher
andersrum: Die Welt ist einfach da - sie kann nicht anders
sein bzw. anders funktionieren. Eher sind die Menschen, die
in ihr leben, eigenartig!
Hallo Thomas,
natürlich bedeutet für mich " Welt" das komplexe
Gebilde von Erdkugel, Fauna, Flora, Mensch etc. -ansonsten
hätte ich "Planet Erde" oder einfach nur
"Erde" gesagt. Außerdem sind nicht nur die
Menschen eigenartig, sondern auch die anderen Lebensformen.
Dein Neffe z.B. also mein Sohn, der hat zwei Frettchen. Die
zwei Stinker benehmen sich manchmal so eigenartig, die haben
neulich..... aber ich denke das würde jetzt hier zu weit
führen. Ich erzähl es Dir ein andermal.
Gruß, Markus
Beno - 02.07.2007 um 18:22 Uhr
Geschrieben von: A.M.C. Latzke Geschrieben am: 02.07.2007 um
01:46 Uhr
Zitat:
Ich meine sogenannte Künstler oder Menschen die Kreativ
sind, sind halt komplett anders gestrickt als jemand der
sagen wir mal ..... halt etwas anderes macht, whatever.
Leute in meinem vergangenem Umfeld die Kreativ waren oder
sind waren oder sind halt Freaks.
Ist aber auch glaub ich von Scene zu Scene verschieden.
Ich z.B bin mit Graffiti usw. groß geworden.
Was jetzt nicht bedeuten soll das Graffiti Künstler Freaks
oder Psychotisch veranlagt sind!!!
Der eine hat die Erfahrung, der andere eine komplett andere.
Hä?
Zitat:
Jetzt wo ich mir das so durchlese bin ich der Meinung das
man das nicht so wirklich Pauschalisieren kann.
*bing*
Hätte jetzt aber mehr erwartet als ein Smiley/bing!
M.C L nix für ungut musst du aber nicht kommentieren!
Peace
Fluuu - 06.07.2007 um 12:29 Uhr
Das ist aber sehr schwer zu lesen, Beno, wenn Du schon ein
langen Text zitierst um ein paar Worte dazu zu schreiben,
bist da übrigens kein Deut besser, wie der den Du anklagst,
dann verwende doch wenigstens richtige Zitate, so, dass man
sie als solche erkennen kann. Das geht mit [ quote]Zitat[
/quote] ohne Leerzeichen. Ansonsten ist ein Zitat noch keine
Aussage, die Aussage folgt dann im eigenen Text.
Wir sind hier in einem Kunstforum, da schadet es nichts,
wenn man die Kunst des Kommentierens oder Schreibens
beherscht. Es geht wie gesagt um Inhalt und Aussage und
weniger um merkwürdige Postings die eigentlich garnichts
vermitteln, außer ich habe dick und fett Text zitiert und
das falsch.
gruß fluuu
Katinkaminka - 19.07.2007 um 15:57 Uhr
+++ Abstrahiert und verallgemeinert würde ich
"Psychopathisch veranlagt" als Defizit zwischen
Äußerem Umstand und Innerem Zustand, diesem gerecht werden
zu können, definieren. Insofern ist Kunstschaffen sicherlich
ein Weg, dem Dilemma zu entrinnen. Umgekehrt natürlich ist
nicht jedes Rechteck ein Quadrat und außergewöhnliches
Innenleben kann, ohne entsprechendes Ventil, auch schnell
die harmlose Welt der Kunst verlasssen.-..
Katinkaminka - 19.07.2007 um 15:58 Uhr
ABER: Wer eine durchschnittliche Kunsthochschule heutzutage
besucht wird auch einen unglaublich großen Haufen
unglaublich furchtbarer, langweiliger, durchgekauter,
unkreativer menschen vorfinden, die dennoch erstaunlich gute
Werke vollbringen können.
Daran verzweifle ich bis heute.
miekla - 29.07.2007 um 11:04 Uhr
mezzo4te fragt uns ja eigentlich in seiner Überschrift:
"Sind Künstler denn nun Normabweichler oder nicht
?"
Denn genau das und nichts anderes bedeutet ja das Wort
Psychopatie.
Aber ich entnehme dem darauf dann folgenden Text gleichwohl,
dass der Schreiber uns eigentlich etwas ganz anderes fragen
wollte, nämlich ob Künstler psychopatologisch sind, und
dass ist dann doch schon eine ganz andere Geschichte!!
Denn jeder Künstler bildet sich ja wohl ein
normabweichlerisch (also psychopathisch im wahren Sinne
dieses Wortes ) zu sein, oder...?
Denn alles immer und überall nach der Norm zu tun, hieße ja
schließlich völlig langweilig und vor allem austauschbar
gegen jeden einzelnen anderen Normentreuen zu sein.
Das aber wäre, genaugenommen, etwa so viel Wert, wie ein
Sandkorn in der Wüste, oder ein Salzwassertropfen im Ozean.
Und genau "Das!", sein wir doch einmal ehrlich,
will eigentlich keiner..... schon gar keiner, der glaubt ein
Künstler zu sein! (Denn schizophrener Weise wird ja
heutzutage alles, wirklich ALLES und sogar das NICHTS zur
Kunst erklärt! Diejenigen aber, die dieses zumeist
austauschbare ALLES oder NICHTS herstellen, wollen
gleichwohl dann als Künstler doch zumindest ein bischen
anders sein, als die Norm)
Also sollten wir vielleicht den Mittelweg zwischen zwei
Extremen wählen und uns statt dessen einfach einmal Fragen,
sind Künstler zumindest egozentrisch? Diese Frage würde ich
dann allerdings mit einem ganz klaren "JA!"
beantworten und aus eigener Erfahrung sogar noch hinzufügen,
ganz besonders in der Regel diejenigen, die sich stets
vordergründig bemühen immer allergrößte Toleranz gegenüber
Allem und Jedem vorzutäuschen.
Denn nichts fand ich, wenn es die Künstler und die Kunst
betraf bisher treffender als den Reim eines mir leider
unbekannten Dichters:
Du willst bei Künstlern etwas gelten,
Das ist vergebn´e Liebesmüh,
Was Dir misslingt, verzeihen sie selten,
Was Dir "GELINGT" verzeihen sie nie!!
Ansonsten weise ich schon hier darauf hin, dass alle meine
Beiträge immer mit einer Einstellung gelesen werden sollten,
wie sie in dem Spruch des Dichters Novalis zum Ausdruck
kommt:
Alles ist gut!
Nur nicht immer!
Nur nicht überall!
Nur nicht für alle!
mezzo4te - 30.07.2007 um 02:57 Uhr
Zitat:
mezzo4te fragt uns ja eigentlich in seiner Überschrift:
"Sind Künstler denn nun Normabweichler oder nicht
?"
Denn genau das und nichts anderes bedeutet ja das Wort
Psychopatie.
Hi miekla,
dem (deiner Definition) kann ich mich so nicht anschließen.
Zwar ist der Begriff "Psychopath" veraltet,
dennoch steht er auch heute noch für
Persönlichkeitsstörungen, die aufgrund
charakterlich-konstitutioneller Gründe zu
Anpassungsstörungen führen. Und auch der Pschyrembel
(Medizinisches Wörterbuch) bezeichnet Psychopathie als eine
Persönlichkeitsstörung, bei der die Anpassungsschwierigkeit
an die Umwelt im Vordergrund steht, wodurch der Betroffene
oder seine Umgebung leidet. (Wikipedia). Und genau das
meinte ich mit meiner etwas provokanten Frage.
Die von dir diagnostizierte Egozentrik bei vielen Künstlern
empfinde ich schon als einen Schritt in diese Richtung.
PS: Ein amüsantes Zitat des unbekannten Dichters!!
WERWIN - 10.08.2007 um 18:17 Uhr
Freud hät Freut!
Fluuu - 13.08.2007 um 11:20 Uhr
Hallo,
wie bei Wikipedia richtig nachgelesen ist Psychopathie eine
veraltete Bezeichnung für eine Persönlichkeitsstörung, die
aufgrund charakterlich-konstitutioneller Gründe zu einer
Anpassungsstörung führt.
Die Psychopathie als eine Persönlichkeitsstörung, bei der
die Anpassungsschwierigkeit an die Umwelt im Vordergrund
steht, wodurch der Betroffene oder seine Umgebung leidet.
Genau dieses Leid kann der Motor für die schöpferisch,
kreative Arbeit sein, nämlich der Versuch durch
künstlerische Produktivität dieses Leid zu lindern oder gar
in einen schöpferischen Ausdrucksprozess zu bannen.
So gesehen muss der Künstler in gewisser Weise auch ein
Psychopath sein, denn er darf auf keinen Fall ein
Angepasster sein, denn sonst wären seine Aussagen und
Angebote hinfällig.
Was die Persönlichkeitsstörung angeht ist sie auch oft
vorhanden aber sie gilt es zu überwinden und ein Umgang
damit zu finden, denn sie kann die normale Alltagsfähigkeit
so stark beeinträchtigen, dass die einfachen
Lebenserhaltungsfunktionen nicht mehr ermöglicht sind.
Also läßt sich die Frage aus meiner Sicht "Sind
Künstler psychophatisch veranlagt?" mit ´ja zum Teil´
beantworten. Anpassungsstörung unbedingt, Leid zum Teil auch
und Persönlichkeitsstörung nach Möglichkeit überwunden, auch
wenn oft vorhanden.
Persönlichkeitsstörungen haben viele Menschen, nicht nur
Künstler aber wenn man einen Umkehrschluß formuliert und der
Künstler keine Persönlichkeits- und Anpassungsstörung hätte,
wäre er ein normgerechter Mitläufer und höchstens dazu in
der Lage Dinge herzustellen die man ihm aufträgt, ihm genau
sagt was er zu tun hat aber kein in der Gestaltung freier
Mensch mit eigenen kreativen Ideen und eine
Risikobereitschaft die auf Versuch und Irrtum basiert.
gruß fluuu
WERWIN - 13.08.2007 um 11:45 Uhr
@fluuu Volltreffer!
Sehr interessante Aussage!
mirkStar - 21.10.2008 um 01:39 Uhr
]@fluuu Volltreffer!
Sehr interessante Aussage!