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--- Künstler ein besserer Mensch?

Galerie Seeger - 27.09.2006 um 18:30 Uhr

Ist ein Künstler ein besserer Mensch? Wenn ja, warum?

Was trennt den Künstler vom übrigens Pöbel?

Was ist es, das den Künstler erhebt auf sein Podest auf dem er so gerne steht?




maler-hans - 29.10.2006 um 23:05 Uhr

Nein, der Künstler ist kein besserer Mensch – nur wenige Menschen sind "gut" oder "schlecht".

Künstler sind nur "anders", wie auch (echte) Wissenschaftler "anders" sind oder richtige Ärzte. Vom Pöbel trennt den Künstler, was alle Menschen (!) vom Pöbel trennt.

Also runter vom Podest, da hinauf gehört, wenn überhaupt, höchstens das Kunstwerk.




Mara - 30.10.2006 um 00:32 Uhr

Zuviel Ruhm kann einen Kuenstler menschlich verderben, wenn er zur Eitelkeit neigt.
Und was soll ueberhaupt diese Verallgemeinerung?
Das sind doch auch alles Individuen und ich kenne sehr bekannte Kuenstler, die trotz des Erfolgs ganz wunderbare und bescheidene Menschen geblieben sind, weil sie einfach so veranlagt sind.
Hans hat Recht, das hat mit "besser" oder "schlechter" genausoviel zu tun wie jede andere Verallgemeinerung auch: naemlich gar nichts.




maler-hans - 30.10.2006 um 23:08 Uhr

Danke, Mara – Eulen sind eben weise (bin ich nun ein alter Uhu?), das wusste schon Athene.



Till_Greve - 10.03.2007 um 14:28 Uhr

menschen, die sich nicht normen lassen neigen halt dazu kreativ zu schaffen, deshalb glaub ich eher das die meisten "guten" menschen halt viel kunst fabrizieren



mezzo4te - 19.03.2007 um 02:54 Uhr

Zitat:

menschen, die sich nicht normen lassen neigen halt dazu kreativ zu schaffen
Ist es nicht eher umgekehrt? Menschen, die kreativ sind, lassen sich nicht normen?

Zitat:

deshalb glaub ich eher das die meisten "guten" menschen halt viel kunst fabrizieren
Das ist threadebezogen wohl ein eher problematischer Kurzschluss: "Der Künstler ist ein besserer Mensch, weil Menschen, die sich nicht normen lassen dazu neigen, kreativ zu schaffen"
Eine ziemlich sinnentleerte Aussage, finde ich!




be´shan - 19.03.2007 um 14:34 Uhr

Nach meinen Erfahrungen sind die meisten Künstler in Deutschland richtige Egoisten und total Ich-bezogen. Von Boheme, Freude oder - die Erfahrungen mit den anderen teilen, keine Spur!



kattie - 19.03.2007 um 23:32 Uhr

Diese Nachricht wurde von kattie um 23:37:04 am 19.03.2007 editiert

Diese Nachricht wurde von kattie um 23:34:34 am 19.03.2007 editiert

Kein Mensch ist besser als ein anderer.
Alle Menschen sind von Geburt an Künstler.
Ob sie kreativ bleiben hängt von der Umgebung ab und davon, ob sie aktiv werden und Bewußtwerdungsprozesse stattfinden, dazu braucht man in der Tat ein Ich-Bewußtsein, doch das muß je nicht unbedingt einen neagativen egoistischen Zug haben.
Nicht jeder der malt ist ein Künstler geblieben.
Zum Pöbel gehört, wer pöbelt, das tun auch manche Künstler




Till_Greve - 22.03.2007 um 22:35 Uhr

da geb ich dir recht mezzo. keine ahnung was mich da geritten hat, muss noch ueben meine gedanken einem anonymen publikum gegenueber zu formulieren, bin eher der mensch fuer direkte gespraeche. werde versuchen den fluechtigen gedanken zu rekonstruieren und bei erfolg gleich posten



christoph - 18.04.2007 um 12:31 Uhr

Hallo,
die Frage ist doch, was versteht man unter
"besserer Mensch" ?
Ich denke Künstler ist ein Mensch wie jeder andere mit einer speziellen Begabung. Es gibt viele Persönlickeiten, die mit ihrer Begabung oder ihren Fähigkeiten sich hervorheben. Aber sind das wirklich alles bessere Menschen? Es kommt doch immer darauf an wie ich die Begabung einsetze und was ich daraus mache.




Heike - 18.04.2007 um 12:50 Uhr

besser...nein...

vielleicht ein reichhaltigeres Innenleben?
der von unserem ausdruck geleitet wird..?




JH - 18.04.2007 um 17:04 Uhr

Künstler ein besserer Mensch?
Weil er Kunst macht oder was?

Ich hab mir mal xarto etwas genauer angesehen
und werde das Gefühl nicht los, dass hier mit
vordergründig offenen Fragestellungen Diskussionen
begonnen werden, deren Metaebene missionarischer
Eifer ist.




Fluuu - 18.04.2007 um 21:52 Uhr

Etwas anbieten und darüber in Diskussionen kommen ist Kommunikation. Das Angebot muss einem ja nicht gefallen aber wenn einem etwas an der Sache liegt dann wird es besprochen.
Immer wenn bestimmte Werte vertreten werden, können Andere den missionarischen Eifer anprangern, vor allem dann wenn sie diese Werte weder nachvollziehen noch nachempfinden können. Also, eine bestimmte Sicht und Richtung in der Kunst vertreten und diese veröffentlichen halte ich für produktiv und gewinnbringend für die Gemeinschaft, es muss sich niemand danach richten, jeder kann eigene Sichtweisen aufstellen.
Nur wenn sie von Ignoranz, Desdruktion und Dummheit geprägt sind gibt es ein Veto, das ist doch völlig logisch, wer schaut schon offenen Auges tatenlos dem Untergang zu.
Nun weiß ich nicht was Du gelesen hast hier im Forum, natürlich gibt es auch krasse Äußerungen aber es gibt keine Zensur und kein Löschen, jeder schildert die eigene Meinung nach den Fähigkeiten die er hat, Du auch, oder?

gruß fluuu

PS: Klinge schon wie der Forumsbetreiber, bin eben schon so lange dabei.




JH - 18.04.2007 um 22:52 Uhr

Diese Nachricht wurde von JH um 22:52:59 am 18.04.2007 editiert

Schöne Rede, eigentlich nichts einzuwenden.

Nochmal: Ich denke, das hier Mission
betrieben wird. Zum Glück ist nicht viel
Aktivität in den Foren, sonst wäre die
Abnehmerbasis wohl größer. Auch sind die
aufgestellten Thesen her auf
Schulhofniveau, BK 7. Klasse.
("Sind Künstler bessere Menschen" )
Das ist meine Meinung.

PS: Eine Art Forumsmoderator bis Du doch
schon oder
Hab ganz vergessen dir zurückzumailen,
habs jetzt gemacht.




talasim - 19.04.2007 um 14:44 Uhr

Ich denke nicht, dass sie besser sind als andere Menschen. Sondern einfach, dass sie sich sozial stark engagieren. Denn wer sonst, ausser vielleicht gut Betuchte, geben ihr Leben der Kunst hin um den Mitmenschen ihre Sicht der Welt zu schenken ohne überhaupt einigermassen davon leben zu können?
Im Gegensatz zu anderen Bereichen wie z.B. der Wissenschaft wird der Verzicht und der zeitliche und finanzielle Einsatz den Künstler bringen nicht wirklich geschätzt und unterstützt. Denn trotz dieses Einsatzes herrscht die Meinung, dass Künstler die Parasiten der Gesellschaft sind. Ist doch eigentlich erstaunlich. Hmh...




Fluuu - 28.04.2007 um 16:02 Uhr

hi talasim,

hast Du auch hier her gefunden zu der Kunstplattform der ich am längsten treu bin.
Wer sieht denn den Künstler als Parasiten der Gesellschaft? Es gibt reiche Kaufleute die das Darben des Künstler ideeller Werte wegen belächeln aber mehr auch nicht. Ich belächele wiederum die, die ihren menschlichen Wert am Geld festmachen müssen weil sie sonst nichts haben. So gleicht es sich aus.

gruß fluuu




talasim - 16.05.2007 um 10:45 Uhr

Hallo fluuu

Wenn man auf der Suche nach Austausch ist, findet man früher oder später. ;o)

Ich weiss nicht wie es in Deutschland ist, aber in der Schweiz hat der Künstler oft so einen Touch Parasit, der zu faul ist um wirklich zu arbeiten. Den Jungen wird davon abgeraten Künstler zu werden, sie sollen zuerst mal etwas Richtiges lernen. Es fehlt an Verständnis. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es auch mir lange an Verständnis für die Künstler fehlte. Denn genau das sogenannte "Faulsein" ist ja eigentlich Bedingung um tiefere, eigenständige Gedanken zuzulassen. Um diesen überhaupt Platz zu geben. Ist man durch einen "ehrenwerten" Beruf absorbiert, verhindert dies meist, abzutauchen in das, was dann schlussendlich zum künstlerischen Konzept und Ausdruck wird.
Aber dass jemand bewusst auf Geld verzichtet um Künstler zu sein, übersteigt wohl manchmal das Vorstellungsvermögen der finanziell Gutgestellten wo das Geld Gott ist. ;o)




Fluuu - 20.05.2007 um 23:13 Uhr

Hallo talasim,
dass darf man garnicht schreiben, dass der Künstler ein Parasit ist, nachher glaubt das jemand. Kenne die schweizer Vorurteile nicht aber die Wahrheit ist er umgekehrt, ein guter Künstler arbeitet, lebt und leidet für die Gemeinschaft deren Probleme er zu bearbeiten sucht.
Es gibt kein "Faulsein" wenn es dem Wohle des Lebens dient. Das viele Schaffe, Schaffe und Produkte herstellen dient doch nur zur Vermehrung des Geldes aber dieses bringt nicht das Glück und das wohltuende Gefühl ins Leben, es ist nur eine gewisse Grundnotwendigkeit. Warum fleißig sein wenn es nur dem Anschaffen materieller Güter dient, der Fleiß um ein gutes Gefühl zu haben und dann die Probleme der Gemeinschaft behandeln zu können im moralischen Sinne, halte ich für wichtiger als der Fleiß Verkaufsprodukte herzustellen oder viel Geld zu verdienen. Das ist für meine Lebensbelange relativ sinnlos.
Ja, da hast Du recht, dass verstehen viele nicht wie man bewusst arm an Geld aber dafür reich an Phantasie, an Zeit, an Kreativität, an sich Ausdrücken, an Problembewältigung, an Sehen können, an Gespür und Empfindung sein kann und trotzdem ein Stück Erfüllung findet...
Der Künstler ist also kein besserer Mensch aber er ist anders in seinem Konsumverhalten.

gruß fluuu




talasim - 22.05.2007 um 13:41 Uhr

Hallo fluuu

Nicht dem Geld hinterherhecheln finde ich schon gut - wenn man Geld hat. Bloss wenn die Beschaffung von Geld, um zu überleben, die ganze Kraft nimmt, die man sonst für seine Werke brauchen würde, finde ich es sinnentleert.
Wenn ich also nicht ein Erbe habe, auf das ich zurückgreifen kann, bin ich entweder auf einen Gönner angewiesen oder muss etwas arbeiten, was mir u.U. nicht entspricht.
Die angenehmste und am wenigsten Kräfte raubende Variante wäre natürlich die mit dem Erbe. ;o) Dann wäre ich niemandem Rechenschaft schuldig und könnte mich frei bewegen. Nur frage ich mich manchmal, ob ich dann den nötigen Antrieb hätte. Zumindest früher war es bei mir so, dass ich, je weniger Zeit ich zur Verfügung hatte, umso produktiver war.
Aber das ist wohl von Mensch zu Mensch verschieden.

Was mir bei der Lektüre der Biografien von verschiedenen Künstlern aufgefallen ist, ist, dass sie oft lange vom Elternhaus unterstützt wurden, sie also oft aus besseren Kreisen kamen. Aber das finde ich dann auch schade, wenn die Kunst einer Elite vorbehalten ist.
In einem anderen Forum schriebst du, dass für die Alimentation gesorgt sein müsste bei Künstlern. Das finde ich theoretisch ein guter Gedanke. Nur wird er nie wirklich ausführbar sein. Denn Künstler werden immer beweisen müssen, dass sie nicht einfach nur auf Kosten des Staates leben wollen, sondern auch etwas "produzieren". Und wie ist das messbar? Ein befreundeter Künstler erzählte mir mal von so einer Unterstützung. Er meinte dann aber, dass es ihm mit der Zeit zu viel wurde, da der administrative Aufwand doch sehr gross war und er sich mit der Zeit stark eingeengt fühlte. Dieser gute Gedanke scheitert schlussendlich an der Maschinerie des Beweisens. Eigentlich schade.
Vielleicht müsste man einfach akzeptieren, dass das Verkaufen seiner Werke dazugehört. Ein notwendiges Übel, welches mir erlaubt unabhängig zu bleiben. Und deswegen auch seine guten Seiten hat. Schliesslich leben wir in einer Kapitalgesellschaft. Und es gibt gewisse Dinge mit denen wir umgehen müssen, wenn wir Teil dieser Welt sind. Denen wir nicht wirklich entkommen können. Auch wenn wir das mit allen Mitteln versuchen. Und ich denke Geld ist eines dieser Dinge.




JH - 25.05.2007 um 17:08 Uhr

Traumhaft! Danke talasim, dein Beitrag trifft die Problematik genau. ich weiß, ich wiederhole mich, aber wie auch der Arbeitsmarkt ist die Kunst von Leuten durchflutet, die arbeiten / malen, weil sie Zuhause nicht nur putzen wollen. Ja, gerade bei den sozialen Missständen in Deutschland, gibt es das immer noch.

Und in der Kunst tummeln sich diese Individuen massenweise. Der Alte macht die Kohle und finanziert das Atelier, die Alte malt und kleckst, nennt sich "freischaffende Künsterlin" und müllt eine Galerie und einen einen Katalog nach dem anderen voll. Natürlich auch das Internet.
Ich kann mich nicht so nett wie talasim ausdrücken, aber will doch eins klarstellen: Es gibt Leute, die müssen für ihre Existenz schaffen, weil sie nix geerbt haben oder im Doppelverdiener-Haushalt mitwohnen, weil ihnen langweilig war mal eben Kunst studiert haben und ein Stipendium nach dem anderen abfeiern.
Für manche Menschen ist wichtig, dass sie ihre Kunst auch verkaufen können. Leider wird das immer unmöglicher, weil der Markt von sogenannten freischaffenden Langweilern schon zu ist. Die wollen ihre Werke schließlich auch verkaufen, auch wenn sies nicht nötig haben.
Doch damit nicht genug, die Werke dieser "freischaffenden Künstler" sagen oftmals auch gar nicht aus und zeigen nur Farben.

Das ist dann wieder die Produktivität, die talasim ansprach.

Naja, war schon immer so in der Menschheitsgeschichte.




Fluuu - 28.05.2007 um 14:02 Uhr

Hallo,

das ist alles schön und gut mit Marktwirtschaft, Kapitalgesellschaft, Kunstmarkt usw., ist schon richtig, das ist die Realität. Aber wenn ich mich als Künstler bezeichnen würde, dann müsste ich dem visionär etwas entgegensetzen und nicht mich einfach anpassen und unterordnen.
Es gibt einige wenige Künstler die so bekannt sind, dass sie ihre Werke gut verkaufen und trotzdem ganz authentische ihre Themen behandeln und sich nicht dem Kunstmarkt anpassen. Das ist zur Zeit z.B. Daniel Richter aber so eine Karriere vom Hausbesetzer zum hochbezahlten Maler auf dem Kunstmarkt kommt nur alle paar 100 Jahre einmal vor. Das ist nicht der Maßstab. Real sind die vielen künstlerisch arbeitenden Menschen in der Region, sie machen ihre Arbeit oft gut aber wenn sie gesellschaftliche Themen aufgreifen finden sie selten private Käufer und der öffentliche, städtische Ankauf ist so selten, da können nich alle von leben. Es ist und bleibt ein Dilemma. Ein guter Künstler muss gesellschaftskritische Themen aufgreifen, das ist seine Aufgabe, bekommt aber kein Geld dafür weil sich das niemand vom Publikum in die Wohnung hängt, es ist also kein Produkt, es hat ideellen Wert, es ist eine Arbeit die der Künstler machen muss aber nicht bezahlt bekommt. Er macht diese gesellschaftliche Arbeit ehrenamtlich. Wovon bezahlt er nun die Miete wenn er nicht auf Erbschaft oder anderes Barvermögen zurückgreifen kann? Lotto spielen?

Da bin ich der Meinung, um ´künstlerische Arbeit´ und ´Geld verdienen müssen´ klar zu trennen, um sich nicht mit der Kunst prostituieren zu müssen, sie als Dienstleistung anbieten zu müssen, als Komsumprodukt in die Marktwirtschaft werfen zu müssen, dann eher eine einfache Lohnarbeit zu verrichten die nichts mit künstlerischer Arbeit zu tun hat. Man braucht ja nicht viel Geld wenn man durch künstlerische Arbeit eine gewisse individuelle Selbstverwirklichung erreicht, die schönen Dinge im leben gibt es eh nicht zu kaufen.
So bin ich daführ, vielleicht ganz ähnlich wie es Joseph Beuys schon meinte, wenn viele Menschen kreativ/künstlerisch Arbeiten und dadurch reich an positivem Gefühl sind, können sie bescheiden beim Geld sein und es würde eine gute soziale Gemeinschaft entstehen die nicht durch Konsum geprägt ist, sondern durch eine Gemeinschaft von bewussten Menschen die durch ideelle Werte gut und erfüllt leben können.

Reich an ideellen Wahrnehmungen und
bescheiden bei materiellen Ressourcen,
das ist Glück.


gruß fluuu




JH - 28.05.2007 um 17:08 Uhr

Es gibt Tausende und sicherlich potentiell Hundertausende Künstler, die keine Chance haben, ausgestellt, anerkannt oder gar "verkauft" zu werden. Weil: Der Markt übersättigt ist, von Übersättigten. Da hilft auch der Spruch von Beuys nicht und ein positives Gefühl rettet dich auch nicht vor der Existenzangst. Um solche Menschen ging es mir.



Fluuu - 03.06.2007 um 12:48 Uhr

Hallo JH,

das hat nichts mit Markt übersättigt zu tun, Kunstwerke sind keine Marktware die man dort feil bietet wie frisches Gemüse.
Natürlich gibt es hunderte, tausende Menschen die künstlerisch aktiv sind und nie etwas verkaufen, brauchen sie auch nicht, der existenzielle Wert liegt im Tun nicht im Verkaufen. Um Geld für den Lebensunterhalt zu bekommen sind andere Arbeiten sinnvoll. Die kreative Arbeit gibt Sinn, Erkenntnis, Erfahrung, Selbstvertrauen, Bewusstsein und Eigenständigkeit, ist das nicht genug oder viel mehr Wert als so ein Verkauftes Produkt gegen ein paar Euro? Es geht um Lebensbewältigung, was macht glücklich oder unabhängig und nicht ums Geschäft.

gruß fluuu




malu51 - 28.12.2007 um 22:42 Uhr

künstler sind keine bessere menschen,sie machen sich nur viel zu viel gedankenken.sie sind eigendlich viel exentrischer,weil sie meinen besser zu sein.



malu51 - 28.12.2007 um 22:42 Uhr

künstler sind keine bessere menschen,sie machen sich nur viel zu viel gedankenken.sie sind eigendlich viel exentrischer,weil sie meinen besser zu sein.



Fluuu - 31.12.2007 um 19:18 Uhr

Stotterst Du nur beim Posten?*ggg*
Ansonsten geht es doch nicht um besserer oder schlechterer Mensch, ist doch unrealistisch, er ist genauso ein Mensch wie alle Anderen mit Stärken und Schwächen. Nur seine Arbeit bedingt es, dass er sich rund um die Uhr mit gesellschaftlichen und menschlichen Themen befasst im Zusammenhang einer gestalterischen Ästhetik und dabei auch vor quälenden Herausforderungen nicht zurückschreckt der er sich aus eigener Entscheidung ausliefert. Das Prägt. Er kennt die Tiefen und den Schmerz des Lebens und kann diese Erfahrungen kreativ in ein harmonisches Werk einarbeiten und das alles mit weitestgehender Eigenverantwortung ohne andere Menschen dafür ausnutzen zu müssen.

gruß fluuu




Joerg - 02.03.2008 um 16:13 Uhr

Sind Künstler bessere Menschen ist schon eine eigenartige Frage und was trennt sie vom übrigem Pöbel ist eine Provokation. (Bildzeitungsniveau halt)

Wenn ich Personalchef bin kann ich natürlich Schwein sein, als Künstler kann ich bestenfalls eins malen.
Ihre Defizite liegen in ganz anderer Richtung. Sie sind narzisstisch, egoistisch und wenn sie älter werden wollen sie nicht einfach sterben und verschwinden, sonder eine Spur von sich hinterlassen. Das ist ihr eigentlicher Antrieb. All die gegenteiligen Aussagen die ich hier gelesen habe, glaube ich einfach nicht oder sie sind in dem Stadium in dem sie darüber noch nicht nachgedacht haben.
Als ich so hochkarätige Künstler wie Hanjo Schmidt, Gottfried Helnwein und Walter Strobl für meine Seite gewinnen konnte, bin ich vor Stolz fast geplatzt. Sicher ein narzisstischer Zug , aber den haben viele. Und Egoist ist man natürlich auch.
Aber zurück zur Frage „besserer Mensch“;
nur weil ich kein Geld nach Liechtenstein transferiere, keine Angestellten entlassen, als Polizist meinen Frust nicht an Bürgern auslassen - das besagt ja nur, dass ich keine Gelegenheit dazu habe.

Die Antwort lautet ganz klar nein!




Marion123 - 03.03.2008 um 17:21 Uhr

Mir hat letztens mal jemand gesagt dass ein Künstler nur dann Künstler ist, wenn er ausschließlich von der Kunst lebt. Ich sehe das anders. Für mich ist jemand Künstler wenn er von sich etwas persönliches zur Verfügung stellt, d.h. sein Können, seine Kreativität und seine eigene Art in die Kunst einbringt



Fluuu - 05.03.2008 um 00:36 Uhr

@Joerg, kannst Du nicht in Dein Verzeichnis mit einem Bild und ein paar Zeilen jeden eintragen? Wer hindert Dich?

@Marion123, ´ausschließlich von der Kunst lebt´ ist so eine Formulierung die unbedingt mit ´Ja´ zu beantworten ist wenn man denn Künstler sein möchte. Damit ist nicht unbedingt der materielle Gewinn gemeint, worauf die Formulierung wohl anspielt, sondern, dass die künstlerische Arbeit die meiste Zeit des Alltags einnimmt. Bei einem Künstler ist das immer so, rund um die Uhr, Tag und Nacht, es ist eine Lebensphilosophie die immer und überall gilt. Es gibt keinen Künstler der das nur abends zwischen fünf und sechs sein möchte, das ist dann eventuell eher ein Freizeitmaler...
Jedoch hast Du Recht, etwas der Gemeinschaft zur Verfügung stellen, nicht zum Kauf anbieten, will und kann der Künstler auf jeden Fall.

gruß fluuu




Joerg - 05.03.2008 um 13:43 Uhr

Hallo Fluuu,
was mich daran hindert ist das Konzept und die Zeit.

Die meisten Kunstverzeichnisse sind wie ein großer Topf in die man seine Zutaten schmeißt und die dann kaum noch wieder gefunden werden. Deshalb mein kleines Themenverzeichnis, ohne die abstrakte Kunst, die ich natürlich auch faszinierend finde.
Vor allem aber soll es mir nicht wie mit dem FFW, dem Freien Forum Wandmalerei ergehen, das mir zeitlich langsam über den Kopf wächst. Schließlich muss ich in diesem Verzeichnis alle Veranstaltungen selbst einpflegen.
Ich bin ehrlich gesagt hier, weil ich gerade im Umbruch bin – weg von der Wandmalerei hin zu Bildern. So ein Forum (FFW) ist wie ein Kind das sein Eigenleben führt, auch wenn einem die Entwicklung nicht immer gefällt. Diese Gradwanderung zwischen Kitsch und Kunst wir von den meisten Wandmalern gar nicht erst wahrgenommen und so wimmelt es da nur so von Papageien und anderen Lieblichkeiten. Das soll mir nicht noch einmal passieren.

Meine kritischen Äußerungen gegenüber dem Internet muss ich etwas revidieren, denn schließlich stehe ich mit dem Suchbegriff „Illusionsmalerei“ seit Jahren auf Platz 1 und lebe auch davon.

Gruß Jörg




Fluuu - 22.03.2008 um 21:21 Uhr

Hallo,
Du bist ja auch sehr aktiv mit mehreren Webauftritten und Forum. Das ist gut für Dich, auch wenn das Jammern, dass kaum Zeit für alles ist ein Bestandteil des gewerblichen Daseins bedeutet und zum geschäftigen guten Ton gehört. Habe Zeit, meditiere und fröne dem Müßiggang...*ggg*
Mich kannst Du mit so einer Wandmalerei jagen, es sind visualisierte Träume einer Welt die es nie geben wird, hoffentlich, auch wenn ich vor der handwerklichen Fähigkeit große Achtung habe. Halte sehr viel von Phantasie, besonders wenn meine eigene angeregt wird aber das geht nicht mit Darstellungen einer perfekten Illusion sondern eher mit einer Andeutung von Leben und Tod in gleichen Teilen.
Beschäftige mich z.Z. in der analogen s/w Fotografie mit den seelischen Abgründen hinter der bürgerlichen Normalität.

gruß fluuu




westburk - 08.06.2014 um 23:38 Uhr

nicht nur diese frage ist dafür verantwortlich, das der ausspruch " wir suchen nach intiligenten leben im weltall"
eine völlig neue bedeutung bekommt.
westbuk




Parthum Tom - 09.06.2014 um 10:54 Uhr


Ein Künstler ist für mich ein sensibler Mensch, ein dadurch starker und nicht schwacher Mensch,
der gerne aus reinem Erkenntnisdrang jeden menschlichen Abgrund ansieht/erkundet und sich in
allerlei Abenteuer begibt um Grenzerfahrungen zu machen.
Ist diese aus diesem Verhalten wachsende Persönlichkeit zusätzlich mit der Leidenschaft
auf ein Podest zu wollen versehen ist das "die halbe Miete".
( Die andere Hälfte besteht darin das für sich richtige Ausdrucksmittel/Komunikationsmittel
zu finden und sich dessen Möglichkeiten anzueignen )
Erkenntnisse auf diesem Weg zur Wahrhaftigkeit werden durch den Glauben und Willen
geleitet auf diesem Podest noch etwas mitzuteilen, über das sich so manch einer
keine Gedanken macht oder machen möchte.
Ich finde Menschen die sich generell zu ernst nehmen oder sich für etwas
besseres halten abstoßend und so ein Charakter ist ´eh auf die Dauer ungesund.
Menschen die das Ergebnis ihres Schaffens für sich sprechen lassen und höchsten
erklärend oder ergänzend und um des Werkes willen zusätzliche Aussagen machen sind in
meinen Augen von der Sorte "ganzer Mensch".
Also diejenigen die ihr Selbstbewustsein aus völlig anderen Quellen speisen,....
wie z.B. dem "Pöbel", der es eher nötig hat sich zu profilieren, durch welchen "Bullshit" auch immer.
Das Publikum erkennt früher oder später Wahrhaftigkeit und ist dann Erbarmungslos in
seiner Liebe oder seiner Abneigung.
Bedenke Podest & Publikum ist nicht Alles.




Fluuu - 04.09.2014 um 19:29 Uhr

Alle Menschen sind sensibel wenn sie denn Menschen sind, mal mehr mal weniger, ja nach Situation und Verfassung, da macht der Künstler keine Ausnahme. Der Unterschied ist, er kreiert während die meisten Menschen konsumieren, durchaus mit sensiblen Gefühlen.



constanz - 20.08.2015 um 10:21 Uhr

Zitat:


Beschäftige mich z.Z. in der analogen s/w Fotografie mit den seelischen Abgründen hinter der bürgerlichen Normalität.
gruß fluuu

Darüber würde ich gern mehr erfahren.

Zur Frage, ob ein Künstler ein besserer Mensch sei: Nein! Alle Menschen sind gleich, jeder auf seine eigene und besondere Art. Warum sollte sich ein Künstler über andere stellen? Weil er etwas kreiert? Weil er nicht konsumiert? Das hieße, Konsumenten sind schlecht. Aber ist das so?




Fluuu - 02.12.2015 um 11:44 Uhr

Alle Menschen sind gleich nur in der Bewältigung des Leids im Dasein gibt es Unterschiede. Ein gieriges Konsumieren völlig haltlos verstärkt das Leid und wird zur Bedrückung und Belastung. Da sind wir schon mitten im Thema denn auch gegen die seelischen Abgründe hilft der bürgerliche Konsum nicht, ganz im Gegenteil. Um seelische Abgründe zu behandeln sind bestimmte Formen der Wahrnehmung über die Sinne nötig, ein Erleben der seelischen Empfindungen und ganz bestimmte Denkvorgänge im Geist. Das kann man versuchen in einer Fotografie zu vereinen und so sichtbar zu machen. Es wäre nicht nur gegenständlich und nicht nur abstrakt, es wäre nicht nur farbig und nicht nur s/w usw, wenn das gelingt entsteht unweigerlich ein Kunstwerk.



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