- xarto.com
-- Aktuelles
--- Israelsonntag.Gethsemanekirche.Berlin

Dieter_Raedel - 20.08.2006 um 15:34 Uhr

Diese Nachricht wurde von Dieter_Raedel um 15:50:44 am 20.08.2006 editiert

Dieter Raedel:Gethsemanekirche Berlin,Israelsonntag :
Wünschet Jerusalem Glück !

Die Gethsemanekirche in Berlin-Prenzlauer Berg, deren Namen man
mit großem Stolz über die Lippen gleiten lassen kann, ist bekannt
als Gotteshaus, Begegnungsstätte und Tempel der Kunst im weites-
ten Sinne. Die gute Akustik wird für Konzerte der verschiedensten
Art genutzt.

Gegenwärtig befindet sich ein riesiges von Amateurmalern geschaf-
fenes Gemälde freihängend über dem Altar. Vom Gewölbe herab eine
riesige, nach zwei Seiten hin ausladende Unruhe, an der sich von Kin-
dern und Jugendlichen gebastelte Kunstobjekte befinden: gezackte
Sterne und Planetenkugeln.

Gestern, also einen Tag vor dem heutigen Israelsonntag, war die
Gethsemanekirche wieder Konzerthaus und Begegnungsstätte zwischen
Christen und Juden.Verbindende Worte:Herr PFARRER ZEISKE.
In sehr beeindruckender Weise erlebten wir ein Konzert der jüdischen
Sängerin JALDA REBLING :
"Wenn ein Prophet träumt und ein Träumer prophezeit ..."

Wie ein Hauch von Glückseligkeit schwebte ihre Stimme über den Abend,
um, wie sie sagte, die Farben des Abends zum Leuchten zu bringen.
Schon oft hatte ich dieses atmosphärische Phänomen des abendlichen
Erleuchtens der Farben an der Gethsemanekirche bewundern können.
Die Faszination ihrer Stimme geht sehr zu Herzen und das Erlebnis jüdi-
schen Liedgutes war wie Meditation, nein, es war Meditation : tiefe Be-
sinnlichkeit, Andacht.

Auf dem christlichen Altar brannte der siebenarmige Leuchter:die MENORA.

Unsere Herzen fühlten sich mit den jüdischen Menschen tief verbunden.
Alles war poetisch und ich dachte voller Freude an die herrlichen Bilder
des von mir so hoch verehrten jüdischen Malers MARC CHAGALL ...
Und wir sangen, wie auch heute während des Gottesdienstes am Israel-
sonntag, den wunderschönen Kanon: Haschiwenu, haschiwenu adonai
elecha wenaschuwa ...

Gruß Prenzlmaler




© 2002-2026 by Arne Baganz