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-- Plauderecke
--- Digital ist Kunst oder ???
Galerie Seeger - 10.11.2004 um 00:21 Uhr
Was muss sie erfüllen um im Kreis der Künstler aufgenommen
zu werden?
Hallo an alle
jetzt muss ich aber doch mal eine wichtige Frage an die
großen Künstler stellen.
Wie steht Ihr zur Digitalen Kunst im vergleich mit der
Tradition.
Ich habe langsam ein echtes Problem mit den Künstlern,
entweder werden meine Werke schlichtweg abgelehnt, schlecht
gemacht oder sonst wie abgewertet. Andererseitz sind die
aussagen der so genannt
normalen Menschen“ eigentlich recht positiv.
(Verwirrend)
Natürlich lässt sich über Geschmack Streiten, aber ich habe
den Eindruck das die Künstler nicht sehr objektiv Urteilen
wenn es um Digitalbearbeitung geht.
Oder?
Man bleibt eben gerne unter sich.
Vielleicht sind es ja auch Existenzängste die den Hund
beißen lassen.
Gruß PS.
Arne - 03.12.2004 um 18:33 Uhr
Diese Nachricht wurde von Arne um 18:36:48 am 03.12.2004
editiert
Durch ein technisches Malheur ist diese Diskussion leider
gestern Nacht komplett verschwunden, aber zumindest den
Eingangsbeitrag konnte ich mittels eines Archives
rekonstruieren.
Ich fasse noch einmal meine bisherigen Ausführungen, so weit
ich sie im Kopf habe, zusammen:
Für den Betrachter von digitalen Kunstwerken ist es oft
schwierig, zu erkennen, wo jetzt genau die schöpferische
Leistung in ihnen liegt. Ich würde sagen, dass eine
Gestaltung, die man automatisiert, keine eigenständige Kunst
mehr ist, sondern nur sich selbst kopiert; also wenn man
z.B. einmal einen bestimmten Filter entwickelt und diesen
dann auf alles anwendet. Das ähnelt mehr einer maschinellen
Produktion - und in der Kunstbetrachtung ist das Erstaunen über eine menschliche Leistung nun einmal kein unwesentlicher Faktor.
Eine Gefahr für die digitale Kunst besteht auf jeden Fall in
der Vielzahl der gestalterischen Möglichkeiten, zu deren
Einsatz man sich verleiten lassen kann. Oft bleibt dann am
Ende nichts als Effekthascherei.
Digitale Kunst wirkt oft als das, was sie ist: Synthetisch
und kalt.
Fluuu - 10.12.2004 um 15:19 Uhr
Hallo,
ach das Thema ist wieder da, na blos gut, kommt doch die
digitale Kunst immer zu kurz und sie ist doch schon so kurz
(otto).
@Arne, ich habe meine ersten praktischen Erfahrungen mit der
digitalen Bildbearbeitung gemacht und stelle fest, der
Vorgang im schöpferischen Prozess unterscheidet sich in
nichts von anderen Genren, es geht überhauptnicht um die
Technik die man zur Bildentwicklung braucht, sondern um das
was in demjenigen steckt der das Bild entwürft und es dann
sichtbar macht.
Ich wiederspreche Dir vehemend, dass alle digital
entstandenen Bilder kalt und synthetisch sind, sicher oft
werden generierte Fraktale oder sonstwie von Programmen
erstellte Bilder angeboten aber ist es denn nicht in jedem
Kunstbereich so, es gibt solche und solche Werke.
Aber wie gesagt, die Vorurteile sind groß, etwas mit
digitaler Kunst zu erreichen ein hartes Brot, trotzdem, ich
möchte es versuchen in aller Bescheidenheit.
zur Galerie Photopanting
gruß fluuu
Parthum Tom - 20.12.2004 um 05:01 Uhr
Bei der digitale Bildbearbeitung kommt es mir oft
so vor als ob ich an einen riesigen Zufallsgenerator
angeschlossen wäre, bei dem ich lediglidch
bestimme wann ich ihn anhalte und wann mir das
Ergebnis gefällt.
Da schaue ich lieber an einem sonnigen Tag durch
ein Kaleidoskop und freu mich des Augenblicks.
Solche Guckkästen lassen sich auch gut Verkaufen. Kleiner
Tipp am Rande !
Nur falls jemand wert darauf legt damit Geld zu verdienen.
Wahrscheinlich liegt der Unterschied zwischen der
klassischen
Malerei u. der " Digi Bi Be " nur alleine darin,
das bei der Malerei,
bei Verwendung aller Farben gleichzeitig, eine Schwarze
Leinwand bei rauskommt
und bei der " Digi Bi Be " ein Weiser Bildschirm.
Manche mögen darin vielleicht darin das Licht am ende des
Tunnels erkennen,
für mich ist es aber eher der Zug der uns bald überrollt.
Fidéo - 20.06.2005 um 10:53 Uhr
Diese Nachricht wurde von Fidéo um 10:55:30 am 20.06.2005
editiert
Zitat:Was muss sie erfüllen um im Kreis der Künstler aufgenommen
zu werden?
Hallo an alle
jetzt muss ich aber doch mal eine wichtige Frage an die
großen Künstler stellen.
Wie steht Ihr zur Digitalen Kunst im vergleich mit der
Tradition.
Ich habe langsam ein echtes Problem mit den Künstlern,
entweder werden meine Werke schlichtweg abgelehnt, schlecht
gemacht oder sonst wie abgewertet. Andererseitz sind die
aussagen der so genannt

normalen Menschen“ eigentlich recht positiv.
(Verwirrend)
Natürlich lässt sich über Geschmack Streiten, aber ich habe
den Eindruck das die Künstler nicht sehr objektiv Urteilen
wenn es um Digitalbearbeitung geht.
Oder?
Man bleibt eben gerne unter sich.
Vielleicht sind es ja auch Existenzängste die den Hund
beißen lassen.
Gruß PS.
was "kunst" ist, bzw. wie gut/schlecht sie ist
lässt sich nur relativ deffinieren. die entwicklumg hat es
mit sich gebracht dinge zu benennen und einzuteilen.
ausschliessen jeglicher ausdrucksform ist daher willkür,
also unsinn.
maler-hans - 18.08.2006 um 20:32 Uhr
Zitat:
Bei der digitale Bildbearbeitung kommt es mir oft
so vor als ob ich an einen riesigen Zufallsgenerator
angeschlossen wäre,
Schon das vierte Wort ist falsch: wer spricht von
"Bildbearbeitung"? Ich bearbeite Bilder nicht
(nur), ich male sie, wenn auch am Computer und mit dem
Graphiktablett. Und sind Collagen, Übermalungen etc. keine
Kunst, nur weil vorher fertige Teile verwendet werden? Tipp:
erst informieren, dann urteilen. Oder beim Kaleidoskop
bleiben, auch recht.
Fluuu - 21.08.2006 um 12:55 Uhr
Hallo,
digitale Bildbearbeitung ist eine Sparte der digitalen
Kunst,
daran ist nichts auszusetzen. Wer mit Tablett arbeitet auf
weißer Fläche ist auch o.k., das mache ich auch zum Teil.
Die digitale Kunst ist so fasettenreich und vielschichtig,
da hat jede Technik seine Berechtigung. Nicht die verwendete
Technik macht die Qualität aus, solange sie autentisch und
schöpferisch ist, sondern die Wirkung des Resultates.
Das generieren von Fraktalen halte ich eher für einen
riesigen Zufallsgenertor als die Bildbearbeitung.
Es ist nicht sehr ehrenvoll von Dir maler-hans auf dieses
Zitat so zu reagieren als hättest Du mit der
"bösen" Bildbearbeitung nichts zu tun und wärst
somit der Saubermann. Bildbearbeitung ist absolut
künstlerisch einwandfrei, ich weiß es aus eigenem Erleben
und ob der Zitatschreiber das auch so sieht oder nicht
spielt dabei keine Rolle. Die Vorurteile gegenüber der
digitalen Kunst ist groß, auch aus den Reihen der
Acrylmaler.
Das ist nichts neues aber auch kein all zu großes Drama.
gruß luuu
Phij - 21.08.2006 um 16:41 Uhr
Ich bin fluus Meinung bei Kunst kommt es ja weniger auf das
an was man leistet sondern auf das was rauskommt.
Natürlich finde ich auch das was man leistet wichtig das
macht einen gewissen Wert aus aber eigentlich kommt es ja
auf die kreative Umsetzung an.
mezzo4te - 22.08.2006 um 01:20 Uhr
Zitat:
Ich bin fluus Meinung bei Kunst kommt es ja weniger auf das
an was man leistet sondern auf das was rauskommt.
Das stimmt schon Phij. Aber der Vergleich von Parthum Tom
mit dem Kaleidoskop ist auch nicht schlecht. Beim Blick
durch das Kaleidoskop tun sich faszinierende Bilder auf - es
kommt also etwas Tolles dabei raus. Aber deswegen ist es
doch keine Kunst. Und es stimmt schon, dass die Filtermodule
von Bildbearbeitungsprogrammen optisch reizvolle
Bildverfremdungen auf Knopfdruck ermöglichen. Beim
Durchstöbern einiger Galerien hier von
"Digitalkünstlern" stößt man auf viele dieser
"Werke", die doch nichts anderes sind, als von
einem Softwareprogramm automatisch generierte Farbmuster
bzw. Bildverfremdungen. Da diese Bilder als Original exakt
reproduzierbar sind, weigere ich mich, sie als Kunst
anzuisehen.
Fluuu - 22.08.2006 um 12:07 Uhr
Dann wirst Du die Moderne, den Zeitgeist und die
Kunstströmung der Gegenwart verpennen aber das macht nichts,
weiterleben geht trotzdem, halt als ewig Gestriger
aber auch da bist Du in großer Gesellschaft.
Ich als leidenschaftlicher digitaler Künstler mit surrealen
Themen kann da nur verschmitzt lächeln...
gruß fluuu
mezzo4te - 22.08.2006 um 16:39 Uhr
Zitat:
Dann wirst Du die Moderne, den Zeitgeist und die
Kunstströmung der Gegenwart verpennen aber das macht nichts,
weiterleben geht trotzdem, halt als ewig Gestriger
aber auch da bist Du in großer Gesellschaft.
Ich als leidenschaftlicher digitaler Künstler mit surrealen
Themen kann da nur verschmitzt lächeln...
gruß fluuu
Ach weißt du Fluuu, der Zeitgeist und die Kunstströmung sind
mir so etwas von egal. Sollen andere dem hinterher rennen.
Ach ja - was den ewig Gestrigen betrifft: Ich habe schon mit
Grafiktablett, Painter und Photoshop professionell
gearbeitet, da wusstest du wahrscheinlich noch gar nicht,
was ein PC ist.
maler-hans - 23.08.2006 um 00:21 Uhr
O Mezzo, Du stehest über allem und jedem, da gibt´s nix,
wahrscheinlich hast Du den Computer sogar selbst erfunden.
Mit tief empfundener Ehrfurcht in Demut
Maler Hans
mezzo4te - 23.08.2006 um 17:22 Uhr
Zitat:
O Mezzo, Du stehest über allem und jedem, da gibt´s nix,
wahrscheinlich hast Du den Computer sogar selbst erfunden.
Mit tief empfundener Ehrfurcht in Demut
Maler Hans
Naja ok, mein Beitrag klingt vielleicht etwas arrogant. Aber
er bezog sich nur auf die Anmache von Fluuu, der sich zuvor
verschmitzt lächelnd über mich gehoben und als "ewig
gestrigen" bezeichnet hat. Da ich nun tatsächlich seit
über 12 Jahren sowohl auf dem MAC als jetzt auch auf dem PC
mit professionellen Grafikprogrammen arbeite (cinema4d,
Photoshop, Illustrator,Freehand, Painter), und Fluuu nach
eigenem Bekunden seine ersten praktischen Erfahrungen mit
Bildbearbeitung erst vor anderthalb Jahren gemacht hat,
schien mir diese etwas spitze Antwort passend.
maler-hans - 23.08.2006 um 20:35 Uhr
@mezzo
Ja, der Fluuu, der kann einen schon dazu bringen, heftiger
zu werden, als man möchte. Dabei widerspricht er sich, wenn
man seine verschiedenen Beiträge liest, öfter selbst, als
das alle anderen zusammen tun ...
Gell, Fluuu?
Galerie Seeger - 24.08.2006 um 08:07 Uhr
Diese Nachricht wurde von Galerie Seeger um 08:34:30 am
24.08.2006 editiert
Zitat:
O Mezzo, Du stehest über allem und jedem, da gibt´s nix,
wahrscheinlich hast Du den Computer sogar selbst erfunden.
Mit tief empfundener Ehrfurcht in Demut
Maler Hans
Da muss ich widersprechen, “ICH“ habe den Computer erfunden,
doch er wurde mir gestohlen und ein anderer hat ihn auf den
Markt gebracht, dort wurde er verkauft und anschließend
eingekocht, nun steht er vermutlich in irgendeinem Keller
und wartet darauf gegessen zu werden.
Oder reden wir hier nicht über den selben gleichen?
Der PC ist ein Werkzeug, der Pinsel auch, die Farbe haben
wir nicht erfunden das war jemand anders.
Der PC kann keine Kunst er ist Kunst denn einer kam vor
langer Zeit und schuf ein Werk der Einsamkeit nun sitzen
viele einfach vor und benehmen sich wie´n Tor, schließ mich
ein, denn ohne Tor säßen da nur Tolle vor.
Der Mensch macht Kunst nicht der PC tut´s das auch den
Pinsel Künstlern weh sie sollten sich gewöhnen und nicht
immer Stöhnen. Doch auch die Zunft der alten Meister hat das
Recht zu überleben drum lernet weiter altes Zeug statt neues
zu erschaffen und macht mit Sturheit-Hochmut-Recht euch
weiter nur zum Affen.
dopamin - 24.08.2006 um 21:49 Uhr
Ich persönlich verstehe nicht wie man sagen kann das sich
Digitale Kunst um achso zufallsgenerierte Kunst handelt wenn
man sagt das man schon selber mit Programmen wie Photoshop
oder gar Cinema 4d gearbeitet hat. Meiner Meinung nach hat
jemand der das sagt allenfalls an der Oberfläche der
Funktionen gekratzt!
Ich benutze diese Programme und noch weitere aus diesem
Bereich. Ich kann sagen das ich nach mehreren Jahren
Ausbildung und TÄGLICHEM mehrstündigem Training Bilder
erstelle die auf garkeinen Fall nur zufallsgeneriert sind.
Mich ärgert es wenn jemand soetwas total herunterspielt. Es
ist nicht so als würde ich als digitaler Künstler den Bezug
zu älteren Kunstformen verloren haben. Im Gegenteil. Ich
binde sie in meine Arbeiten ein und schöpfe dadurch das
höchstmögliche aus allen kreativen Ausdrucksformen aus. Ich
habe auch mit Stift und Papier angefangen und bin dann immer
weiter gegangen. Für mich bedeutet Digitale Kunst also
überhaupt nichts Zufallsgeneriertes, das man kritisieren
könnte weil es einfältig, unkreativ oder sozusagen schnelle
Kunst von der Stange ist. Als Digitaler Künstler kann ich
mich wesentlich Freier fühlen weil mir kaum Grenzen gesetzt
sind.
Nur mal so:
Ich brauche trotz intensiver Beschäftigung 3mal solange um
mein Handwerzeug zu beherrschen als jemand der drei Klekse
auf die Leinwand haut und das hinterher für 3000 Euro
verscherbelt.
Ich weiss nicht wie sich das so manche vorstellen!
Sobald man den Profibereich betritt wird auch nicht mehr
wirkürlich ein Photoshop Filter über den anderen gehauen.
Ich kann euch genug Beispiele geben die mit soviel
Leidenschaft hergestellt worden sind die ich bei den meisten
herkömmlichen Künstlern TOTAL vermisse!
Wirklich. Ich platze fast vor Wut wenn Leute so arrogant
daherkommen und meinen sie hätten Ahnung von Dingen mit
denen sie sich nicht mal annähernd beschäftigt haben.
Kai
mezzo4te - 24.08.2006 um 23:11 Uhr
Zitat:
Ich persönlich verstehe nicht wie man sagen kann das sich
Digitale Kunst um achso zufallsgenerierte Kunst handelt wenn
man sagt das man schon selber mit Programmen wie Photoshop
oder gar Cinema 4d gearbeitet hat. Meiner Meinung nach hat
jemand der das sagt allenfalls an der Oberfläche der
Funktionen gekratzt!i
Hallo dopamin,
solltest du mit dem "man" meine Wenigkeit meinen,
muss ich dir sagen, dass du meinen Beitrag wohl nicht genau
gelesen hast. Ich sage ja nicht, dass alle am Computer
geschaffenen Kunstwerke zufallsgeneriert sind. Damit würde
ich mich doch selbst disqualifizieren, da ich ja auch mit
diesen Programmen arbeite.
Mein Beitrag war nur eine direkte Antwort auf die Stelle von
Phijs Posting, die ich zitiert habe, und die sich auch auf
das Thema dieses Threads bezog: nämlich ob oder wann digital
erzeugte Werke Kunst sind.
Da bin ich eben der Ansicht, dass man es nicht an der
Faszination der Werke ausmachen kann - denn solche Bilder
kann der PC, ähnlich wie ein Kaleidoskop, alleine auf
Knopfdruck erzeugen. Der Computer und Grafikprogramme sind
Werkzeuge wie etwa ein Pinsel - da stimme ich mit Seeger
vollkommen überein. Und man kann mit ihnen ebenso viel oder
so wenig Kunst machen, wie mit konventionellen Werkzeugen.
Deshalb gelten hier natürlich auch die allgemeinen
Überlegungen zur Definition von Kunst. Für mich ist das
entscheidende Kriterium zur Definition von Kunst die
Originalität - oder anders herum ausgedrückt: das nicht
reproduktive Schaffen. Das Problem des Computers ist m.E.,
dass er zum reproduktiven Schaffen verführt. Nichts anderes
wollte ich ausdrücken.
maler-hans - 25.08.2006 um 13:24 Uhr
Das Problem ist, dass viele sich unter einem
"Computerbild" nur die hübschen Fraktale, optische
Musik-Effekte oder verzerrte, farbverschobene Fotos
vorstellen können. Mir hat man vor einem meiner
ausgedruckten Bilder auch schon gesagt: "Schade, dass
Du das nicht richtig mit Farbe und auf Leinwand kannst
..." Dass das Bild ihm aber ja offensichtlich gefallen
hat, trat merkwürdigerweise in den Hintergrund vor der
Tatsache, dass ich statt des hehren Pinsels "nur"
den digitalen Stift in der Hand hatte. Da muss sich noch
viel im Bewusstsein ändern, kommt auch, da bin ich sicher,
fängt ja schon an – mit uns!
Galerie Seeger - 20.09.2006 um 19:17 Uhr
Was trennt den so genannten digitalen nicht Künstler vom
digitalen Künstler, wo fängt denn die Kunst an
Ist es nicht auch Kunst, wenn jemand ein Foto macht und dann
1-2-3 Filter benutzt?
Ist nicht schon die Auswahl des Motivs eine Art der Kunst
schließlich macht sich das Bild ja nicht alleine.
Natürlich lasst sich über Qualität streiten aber auch ein
´´schlechtes´´ Kunstwerk ist doch ein Kunstwerk oder?
Und was ist schlecht und was ist gut?
Fluuu - 21.09.2006 um 21:25 Uhr
Dazu kann ich was sagen, da ich ja selber digital Arbeite.
Natürlich gibt es auch in der Kunst Qualitätsmaßstäbe,
welche das sind haben wir hier in anderen Threats schon
ausgiebig besprochen und so ist es auch in der digitalen
Kunst. Es gibt sehr viele von Computerprogrammen
generierte Bilder z.B. Fraktale, die haben für mich keine
so hohe Qualität, weil kein Mensch an der Entstehung
beteiligt ist, es ist keine menschliche Schöpfung, sondern
von Algorithmen errechnete Grafiken. Sie sind für unser
Auge vielleicht wunderschön aber wenn nichts
menschliches zu entdecken ist für mich uninteressant.
Also ist doch das menschliche Schöpfertum und seine
ureigenste Kreativität ein Parameter für die Qualität von
Kunst, man sagt dann auch er ist authentisch und
ursprünglich.
gruß fluuu
maler-hans - 22.09.2006 um 22:45 Uhr
Zitat:Was trennt den so genannten digitalen nicht Künstler vom
digitalen Künstler, wo fängt denn die Kunst an
Natürlich lasst sich über Qualität streiten aber auch ein
´´schlechtes´´ Kunstwerk ist doch ein Kunstwerk oder?
Und was ist schlecht und was ist gut?
Nun, Dieter, erstens sollte man tatsächlich die
Unterscheidung zwischen dem so genannten "digitalen
Künstler" (Unfug, der Künstler ist hoffentlich nicht
digital, aber na ja) und dem "nicht-digitalen"
(man könnte auch vom "analogen Künstler" sprechen)
endlich falls lassen.
Ob schlechte Kunst, egal von wem, denn auch Kunst ist,
möchte ich doch anzweifeln, es sei denn, man will sich an
der reinen Wortverwendung festhalten. Abgesehen davon bleibt
die Frage, wer was warum gut oder schlecht nennt; und ob er
das "darf"?
Tatsächlich kann auch ein gezielt bearbeitetes Foto Kunst
sein – was müsste man sonst – analog gesehen – zu den
Collagen beispielsweise eines Max Ernst sagen? Die
allgemeine Kunst-Diskussion kann hier wie überall freilich
ins Endlose fortgesetzt werden.
mezzo4te - 23.09.2006 um 02:40 Uhr
Diese Nachricht wurde von mezzo4te um 02:43:02 am 23.09.2006
editiert
Zitat:
Ob schlechte Kunst, egal von wem, denn auch Kunst ist,
möchte ich doch anzweifeln, es sei denn, man will sich an
der reinen Wortverwendung festhalten. Abgesehen davon bleibt
die Frage, wer was warum gut oder schlecht nennt; und ob er
das "darf"?
Tja Hans, da hast du dich unversehens wohl etwas selbst
gefangen. Das schlechte Kunst Kunst ist, ist ja logischerweise kaum anzuzweifeln -
Wortverwendung hin, Wortverwendung her. Ich sehe es so:
Entweder es ist Kunst, oder es ist keine. Schlecht oder gut
ist objektiv nicht zuzuordnen, sondern eine höchst
subjektive Wertschätzung. Das deutest du ja selbst mit
deiner (unbeantwortbaren) Frage an, ´wer was warum gut oder
schlecht nennt; und ob er das "darf"?´
maler-hans - 24.09.2006 um 00:36 Uhr
Richtig, im Grunde wollte ich genau das sagen:
"schlechte Kunst" ist eben in Wahrheit keine Kunst
(auch wenn das Wort noch verwendet wird), obwohl es sicher
Qualitätsabstufungen geben muss und nicht jede Kunst
wirklich (sehr) gute Kunst sein kann.
Galerie Seeger - 24.09.2006 um 15:08 Uhr
Zitat:
Richtig, im Grunde wollte ich genau das sagen:
"schlechte Kunst" ist eben in Wahrheit keine Kunst
(auch wenn das Wort noch verwendet wird), obwohl es sicher
Qualitätsabstufungen geben muss und nicht jede Kunst
wirklich (sehr) gute Kunst sein kann.
Wenn schlechte Kunst, kein Kunst ist, dann ist nichts Kunst,
denn jedes Kunstwerk ist schlecht!
Wenn 1.000.000 Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen ein
einziges Kunstwerk betrachten, würden diese es in Ihrer
Bewertung von sehr schlecht bis sehr Gut bewerten.
Wenn ich jetzt deinem Satz folge, müsste dieses Kunstwerk
schlecht sein also ist es kein Kunstwerk.
Was ist dann Kunst 
Ich Denke nicht das es schlechte Kunst gibt, es gibt nur
Beurteilungen die es schlecht machen.
Sicherlich gibt es Anfänger, fortgeschrittene und Profi
Künstler, aber auch der Anfänger ist ein Künstler, wenn er
die Begabung hat etwas zu schaffen aus dem eigenen Geist.
Was ist der Profi Künstler wenn er im Auftrag ein Werk
erschafft 
mezzo4te - 24.09.2006 um 15:34 Uhr
Diese Nachricht wurde von mezzo4te um 15:41:43 am 24.09.2006
editiert
Zitat:
Wenn schlechte Kunst, kein Kunst ist, dann ist nichts Kunst,
denn jedes Kunstwerk ist schlecht!
richtiger: ..., denn jedes Kunstwerk kann von irgendeinem
Individuum als schlecht empfunden werden.
Ich stimme dem zu - und damit deiner Schlussfolgerung, dass
es objektiv keine schlechte Kunst gibt.
Zitat:Was ist der Profi Künstler wenn er im Auftrag ein Werk
erschafft

Ich denke, es kommt darauf an, wie strickt die Vorgaben des
Auftraggebers sind, bzw. wie viel Raum die Aufgabe dem
Künstler lässt, etwas frei aus sich heraus zu schaffen. In
den meisten Fällen dürfte das nicht zutreffen. Was ich mich
in diesem Zusammenhang frage: Ist die Motivation des
Künstlers zu seinem Schaffen relevant bei der Einschätzung,
ob es sich um Kunst handelt oder nicht? Noch interessanter
die Frage: Kann Kunst zufällig entstehen (das heißt: ohne
konkretes Motiv zur Schaffung eines Kunstwerkes)?
Wie wäre es mit so einer Definition zu Kunst: Kunst ist das
originäre, nicht reproduktive Schaffen von Menschen, das
ohne Einschränkung der kreativen Leistung durch andere oder
durch die Zweckbestimmung des Werkes erfolgt.
© 2002-2026 by
Arne Baganz