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--- Kunst & Erotik

Arne - 06.03.2004 um 22:38 Uhr

Die Erotik zählt auch auf kunstgalerie.org mit zu den beliebtesten Bildmotiven. Einen kleinen Einblick über die künstlerische Bandbreite dieser Thematik können Sie bekommen, wenn Sie auf diesen Link klicken.

Was denken Sie als Betrachter, wenn Sie z.B. mit den Werken Peter Florians konfrontiert werden? Handelt es sich dort um eine heutzutage notwendige Direktheit, um überhaupt noch Aufsehen zu erregen oder gehen Ihnen die Darstellungen des Sexuellen bereits zu weit?

Ihre Meinung ist gefragt!




Fluuu - 09.03.2004 um 19:19 Uhr

Hallo,
also Kunst und Erotik hört ja untrennbar zusammen,
ich würde sogar sagen Kunst ist Erotik,
nicht unbedingt die Darstellung des Körpers oder gar einzelner Teile sondern die faszinierende und
prinkelnde Erotik eines fertigen Werkes ganz gleich welchen Inhals. Jedes Kunstwerk sollte diese Erotik
inne haben, für mich ist es ein Maßstab.
Was nun die Bilder von Peter Florians angeht wirken sie eher abschreckend obwohl sie sehr gut gemalt sind, die Farben und Motive sind so stark hervorgehoben, dass von einer Erotik nichts mehr bleibt.
Andererseits kann ich mir gut vorstellen wie sich der Maler mit diesem Thema auseinandersetzt und es ihm garnichts weiter übrich bleibt als so deutlich zu werden. Es ist ja auch immer die Persönlichkeit des Schöpfers enthalten.
P. Florians sagt selber er möchte der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten, ich stimme zu, dass der Gesellschaft den Spiegel vorhalten auch ein Kreterium für Kunst ist, sogar ein sehr wichtiges,
ob das aber nun in diesem Fall erfüllt ist wage ich zu bezweifeln. Die Gesellschaft besteht zwar auch aus Porno aber doch nicht nur. Vielleicht soll das Erschrecken beim Betrachten des Bildes ungeklärte Fragen aufwerfen...?
Soweit erst einmal ...
Gruß Ulf




Parthum Tom - 15.04.2004 um 21:02 Uhr

Erotik ist die " Hure " der Werbung !

Erotik spielt lediglich mit den Schlüsselreitzen
der Geschlechter.

Die Werke von P. Florians find ich etwas schroff
und haltlos.




Dana - 17.04.2004 um 14:41 Uhr

Hallo,
Florians Erotikbilder, pure Realität ist immer ein wenig schokierend.
Erotik wie die Realität ist auch nicht immer schön...und muß auch nicht sein...
Die Bilder fiende ich für mich klasse.
Das Leben entsteht nicht nur aus Erotik, das stimmt, ist aber desen wesentlicher Bestandteil...
Dana




léa - 19.04.2004 um 13:18 Uhr

Diese Nachricht wurde von léa um 13:20:17 am 19.04.2004 editiert

Mir gefallen die Bilder ganz gut.
Mehr als auf Bildern der weichen sinnlichen Erotik, befällt mich hier das Gefühl von Härte, Aggression und Ungeschütztsein. Nicht ohne einen gewissen Reiz. Dennoch glaube ich nicht, dass es heutzutage notwendig ist, so direkt zu sein, um Aufsehen zu erregen. Nicht ausschließlich, nicht unbedingt.

léa





Ursa Wolf - 07.05.2004 um 07:05 Uhr

Kunst ist ein individueller Ausdruck, dessen Basis die Freiheit zu sein hat! Er darf niemals beschränkt werden oder reglementiert sein!
Schon gar nicht, wenn es um Erotik und Sexualität geht, gerade in diesem Bereich gibt es - auch bei uns Künstlern - noch viel zu viele Tabus und Ängstlichkeiten!
Was nicht heißt, dass ich Brutalitäten jedweder Art befürworte, trotzdem muss es "erlaubt" sein, alles zu tun, was man tun möchte und Dinge, die andere massiv in ihrem Schamgefühl verletzen, muss man ja nicht öffentlich zeigen......
In diesem Sinne, sinnliche Zeiten für alle!
Ursa




Marco - 07.05.2004 um 13:15 Uhr

Bin hier gerade so reingerutscht. Ursa, Du bekommst einen Orden. Kunst ist frei von allem. Die Bilder von Florian sind ausgezeichnet. Offen, gute Komposition, guter Rhythmus, angstlos und frei. Der Text mit Gesellschaft einen Spiegel vorhalten ist Humbug. Weißt du selbst wahrscheinlich auch. Der Text ist Geschwafel, Deine Bilder sagen alles. Mach weiter so.



Wilmsmann - 07.05.2004 um 14:24 Uhr

Die Erotik ist ein Thema der Kunst und dies nicht erst in unserer "aufgeklährten" Zeit, sondern seit Jahrtausenden. In welcher Darstellung die Erotik gezeigt wird hängt ganz stark mit dem Kunstschaffenden zusammen. Was will ich ausdrücken, wenn überhaupt (der typische Satz im Kunstunterricht: Was will uns der Künstler damit sagen?) und wie ist meine Art dies rüber zu bringen? ... Ich beschäftige mich jetzt seit 4 Jahren mit dem Thema Frau und Erotik und habe bei meiner Arbeit sicherlich einen ganz anderen Ansatz als Florian oder andere Künstler und Künstlerinnen aber genau das macht die Arbeit ja auch spannend und spiegelt doch in allen Facetten die Welt in der wir leben wider. Ich habe gerade selber erlebt, dass es nicht der Provokationen bedarf um "unangenehm" aufzufallen. Unsere Künstlergruppe artattac hat sich für den diesjährigen Rheinlandpfalz Tag beworben, ist eingeladen worden und als die Bilder hingen hat es mächtigen Ärger gegeben. Näheres könnt Ihr bei http://www.artattac.com unter aktuelles lesen. Auch wenn mir persönlich nicht alles gefällt was an Arbeiten zu dem Thema Erotik gab und gibt, heißt dies noch lange nicht, dass etwas verboten gehört .... das hatten wir schon mal und das ist nocht nicht so lange her - entartete Kunst - Von daher kann ich nur sagen es muss uns Künstlern freigestellt sein wie wir arbeiten und mit welchen Themen wir uns auseinander setzten. NOCH sind wir keine Unternehmer, auch wenn wir wirtschaftlich arbeiten. In diesem Sinne "FRohes Schaffen!"



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