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-- Plauderecke
--- Besuch in der Kulturhauptstadt Berlin

Fluuu - 16.11.2003 um 21:28 Uhr

Gestern bin ich, mit meiner Freundin, zurückgekommen in´s verträumte Allgäu, aus Berlin, genauer gesagt aus dem Friedrichshain.
Eine knappe Woche habe ich mich in diesem von mir geliebten Stadtbezirk aufgehalten.
Ich rufe hiermit alle Berliner/innen auf die bei kunstgalerie.org mitmachen und das sind ja einige,
an dieser Stelle mitzuteilen wieweit Berlin Einfluß hat auf ihre künstlerische Arbeit. Also ich wurde sehr inspiriert, bin ich doch auch in F´hain aufgewachsen und habe Jahrelang in einem Seitenflügel-Altbau gewohnt. Besondere künstlerische Erlebnisse in dieser Woche waren das Wiedertreffen mit einem alten Kumpel und Jazz- Musiker und der Besuch einer kleinen Theaterbühne in einer Gegend ehemals besetzter Häuser in F´hain.
Besonders Arne den Webmaster von kunstgalerie.org möchte ich grüßen in Berlin, dem Ort deines Schaffens jetzt wo ich noch so frisch aufgefüllt bin mit Eindrücken dieser kulturellen Stadt.
Berliner/innen teilt eure Sicht auf die Stadt und die damit verbundene künstlerische Arbeit mit. Ich möchte so gern etwas von Berlin und den Bewohnern erfahren wo ich doch jetzt wieder so weit entfehrnt bin.
Gruß Fluuu




Arne - 24.11.2003 um 09:27 Uhr

Ein ganz entscheidender Faktor ist einfach die Größe Berlins. Wo viele Menschen wohnen, können auch viele Menschen Kunst machen. Ich glaube nicht, dass in anderen Städten - prozentual gesehen - weniger Kunst gemacht oder gezeigt wird. Eine Warholausstellung z.B. aber wird trotzdem nie in einer Kleinstadt zu sehen sein. Dafür gibt es dann sicher andere Sachen, die man in Berlin nicht zu Gesicht bekommt.

Künstlerische Gruppen, die nur ein schmales Spektrum an Leuten anziehen, haben es in einer Großstadt natürlich leichter, sich einem Publikum zu präsentieren. Das ist sicherlich gerade bei literarischen Lesungen sehr vorteilhaft.

Zum Fotografieren ist Berlin ideal und mit keiner anderen mir bekannten deutschen Stadt zu vergleichen. Es wird mir mit meinem Schwerpunkt auf Architekturen auf einige Jahre immer wieder interessante Motive bieten. Da gilt es, noch viele Orte aufzusuchen.




trance-x - 25.12.2003 um 02:02 Uhr

Diese Nachricht wurde von trance-x um 02:04:09 am 25.12.2003 editiert

arne:

ich denke, das ist verwobener.. muenchen mal 3 ergibt keineswegs berlin, genauso wie mexico city auch nicht quantitativ automatisch mehr kunst produziert, bloss weil es deutlich mehr einwohner hat. in zuerich ist mehr los als im weit groesseren bagdad usw., das bedeutet: natuerlich spielen andere aspekte eine rolle - auch im deutschsprachigen raum ... ich wuerde sagen: bestimmte dinge korrelieren mit der groesse, andere aber nicht, der kram ueberlagert sich dann zu einer speziellen gesamtmischung, einem kunstbrei ... den rest macht der fokus. beaeugst du menschen, die raytracen, sich konventioneller mit computergrafik oder fotografie beschaeftigen, duerfte sich das anteilsmaessig wenig nehmen. bei verschiedenen subszenen, insgesamtresultate einer groesseren bandbreite wirds aber durchaus atypischer..

ps: architektur find ich uebrigens auch interessant.. leider hab ich grad nix zum knipsen, ich meine technisch

wink wink, auch an fluuu...




Arne - 25.12.2003 um 17:24 Uhr

Zitat:

arne:

ich denke, das ist verwobener...

Ja, schon. Irgendwie.




Fluuu - 04.04.2004 um 14:56 Uhr

Zitat:

Zitat:

arne:

ich denke, das ist verwobener...

Ja, schon. Irgendwie.

Hi, hi tolle Antwort, so all umfassend,
trotzdem glaube ich das sich künstlerische Arbeit in Berlin ballt wie in anderen Großstädten auch, weil die querdenkenden Geister einfach oft aus der Kleinstadt auswandern weil sie kein Gehör finden und nicht verstanden werden. In der Großstadt treffen sie dann auf Gleichgesinnte.
Erst wenn sie sich einen Namen gemacht haben kehren sie in ihre kleinstädtische Heimat zurück
und sind dann große Söhne der Stadt. Ich beobachte hier im Allgäu wo ich jetzt aus Berlin kommend lebe, mehrere Beispiele dafür.
Es stimmt natürlich auch, dass hier auf dem Land viel künstlerisch gearbeitet wird, wir hatten es ja auf dem 2. Markt der Künste im Kempodium mit 30 Ausstellern aus der Region auch gesehen.
Das ist wie hier auf kunstgalerie.org die Bandbreite derer die kreativ sind ist enorm und nicht alle sind Künstler im akademischen Sinne oder andersrum gesagt alle die Menschen sind, sind auch Künstler.




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