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Sabrina Schelker : Profil



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Geburtstag: 07.11.1990 |
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Ich heiße Sabrina Schelker, bin 21 Jahre alt und studiere in Siegen Literaturwissenschaft und Philosophie.
Ich komme aus einer Künstlerfamilie, die aus Schönau in Siebenbürgen stammt. Meine Großeltern waren damals in Siebenbürgen Maler, d.h. Sie verzierten Häuser. Dabei entstanden auch einige Werke bäuerlicher Malerei. Als meine Mutter, Anne Schelker, Ende der 70er Jahre nach Deutschland emigrierte, wurde Sie hier als Künstlerin tätig. Anfänglich manifestierte sich in Ihren Bildern die Sehnsucht nach der Heimat, künstlerisch dargestellt in einem Abbild von ihrem Dorf, bis sich ihre Kunst verselbstständigte. Der Bruch mit dem Gelebten, mit Traditionen, entfremdete die Künstlerin von ihrer Heimat, sodass sie sich einer anderen Ästhetik zuwendete. Nun war es zwar immer noch eine Ästhetik des Schönen, die sich genauso in den idyllischen Bildern meiner Großmutter wiederspiegelte, aber sie hinterfragte die Wirkung der Bilder, erlernte autodidaktisch Farbpsychologie. So war dies nun ein Wandel von Tradition und Gehorsam hin zu bewusster Akzentuierung ihrer Bilder. An diesem Faden entlang sehe ich nun meine Bilder angeknüpft.
Aufgewachsen bin ich in Deutschland, im Westen und im Kapitalismus, geprägt aber von Konventionen eines osteuropäischen Empfindens und von einer unbestimmten Sehnsucht nach Heimat, die sich nicht erfüllt. Meine Bilder sind gleichsam Ausbruch und Ungewissheit, Zwiespalt.
Wenn ich nun in diesem Zusammenhang an Gerhart Hauptmanns „Die Ratten“ denke in der Inszenierung von Michael Thalheimer, dann assoziiere ich auch meine Familiengeschichte in einer schicksalhaften Verwebung, in der die Protagonisten gebeugt werden von einem schmalen Rattengang, da sie nicht aufrecht stehen können. |

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